{"id":11702,"date":"2022-07-15T11:23:41","date_gmt":"2022-07-15T09:23:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11702"},"modified":"2022-07-15T11:27:18","modified_gmt":"2022-07-15T09:27:18","slug":"allianz-gi-carpe-diem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-carpe-diem\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Carpe diem"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Erinnern Sie sich noch an die Aussichten zum Jahresanfang?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Greg Meier Director, Senior Economist, Global Economics &amp; Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Allgemein glaubten wir, 2022 werde ein gutes Jahr werden \u2013 die Weltwirtschaft wuchs kr\u00e4ftig, die <strong>Aktienkurse hatten Rekordh\u00f6chstst\u00e4nde erreicht<\/strong>, ein Abklingen der Pandemie schien bevorzustehen, und in Europa herrschte Frieden. Das hat sich grundlegend ge\u00e4ndert. Der Aktienmarkt befindet sich in einer ausgepr\u00e4gten Baisse, in der Ukraine rollen Panzer, China hat immer noch mit Omikron zu k\u00e4mpfen, und die Furcht vor einer Rezession nimmt zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil sich die Situation so rasch verschlechtert hat, ist der Kontext umso wichtiger. Offensichtlich werden die Zeiten schwieriger \u2013 vor allem f\u00fcr europ\u00e4ische L\u00e4nder, die von <strong>Energie aus Russland<\/strong> abh\u00e4ngig sind. Wenn Russland seine Gaslieferungen stoppt, ist eine Rezession eventuell unvermeidlich. Und f\u00fcr Russland k\u00f6nnte es umso verf\u00fchrerischer werden, den Hahn zuzudrehen, wenn der Winter naht und der Energiebedarf zunimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA wird gemunkelt, die Rezession sei bereits eingetreten. Mag sein. Im ersten Quartal 2022 schrumpfte die US-Wirtschaft um 1,6%, und der BIP-Tracker der Atlanta Fed deutet f\u00fcr das zweite Quartal 2022 auf einen R\u00fcckgang um 1,2% hin. Falls das zutrifft, erf\u00fcllen die USA die \u201e<strong>technische Definition<\/strong>\u201c einer Rezession, also ein negatives Wachstum in zwei aufeinander folgenden Quartalen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber in den USA wird eine Rezession etwas anders definiert als in anderen L\u00e4ndern. Anfang und Ende einer Rezession werden von einer privaten Organisation ermittelt: dem National Bureau of Economic Research (NBER). Das NBER legt anhand verschiedener Faktoren fest, wann der <strong>H\u00f6he- bzw. Tiefpunkt eines Zyklus<\/strong> erreicht ist. Zu diesen Faktoren geh\u00f6ren das Lohnwachstum, die Besch\u00e4ftigung, die Industrieproduktion und die realen Konsumausgaben \u2013 und all diese Daten steigen bisher zumeist weiter an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Woher kommt dieser <strong>Gegensatz<\/strong>? Das schwache Wachstum des US-BIP im ersten Halbjahr 2022 ist nahezu ausschlie\u00dflich auf externe Faktoren bzw. Faktoren zur\u00fcckzuf\u00fchren, die im Zeitablauf zum Mittelwert zur\u00fcckkehren (Au\u00dfenhandel und Lagerbest\u00e4nde). L\u00e4sst man diese Faktoren au\u00dfer Acht, w\u00e4chst das US-BIP weiterhin, wenn auch langsamer. Der US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Monat zeigt deutlich, was gegen eine Rezession spricht. In der Wirtschaft wurden 372.000 neue Stellen geschaffen, und die Arbeitslosenzahlen verharrten nahe einem 50-JahresTiefstand. Hier in San Diego genie\u00dfen Einwohner und Touristen den Sommer \u2013 <strong>Restaurants und Str\u00e4nde<\/strong> sind voll. Auch wenn die Preise gestiegen sind \u2013 die Leute geben ihr Geld aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hei\u00dft nicht, dass eine Rezession in den USA ausgeschlossen ist. Wenn man nur lange genug wartet, tritt mit hundertprozentiger Sicherheit ein Abschwung ein. Aber die <strong>wirtschaftliche Dynamik<\/strong> k\u00f6nnte kr\u00e4ftig genug sein, damit das Wachstum noch bis zum Jahresende 2022 anh\u00e4lt. Wahrscheinlich h\u00e4ngt einiges von der Inflation ab und von der Frage, wie stark die US-Notenbank Federal Reserve (\u201eFed\u201c) und andere Zentralbanken die Zinsen anheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der n\u00e4chsten Woche stehen Unternehmensberichte, geldpolitische Entscheidungen und zahlreiche Wirtschaftsdaten an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien wird das Interesse vor allem Japan gelten, wo am Mittwoch und Donnerstag Handels- und Inflationszahlen ver\u00f6ffentlicht werden. Die Exporte k\u00f6nnten im Juni angestiegen sein, die Kernrate der Inflation k\u00f6nnte unver\u00e4ndert bei 2,1% verharrt haben. Ebenfalls am Mittwoch \u00e4u\u00dfert sich die <strong>Bank of Japan<\/strong> (BoJ) zur Geldpolitik. Da die Rohstoffpreise angestiegen sind und der Yen so schwach notiert wie seit Jahrzehnten nicht mehr, muss die BoJ eventuell ihre Inflationsprognose f\u00fcr das Haushaltsjahr 2022 anheben. Sie wird ihre Kurzfristzinsen wohl nicht erh\u00f6hen, ger\u00e4t aber zunehmend unter Druck, den Korridor f\u00fcr die Renditekurvenkontrolle nach oben zu verschieben. Auch im Euroraum werden Inflation und Geldpolitik im Mittelpunkt stehen; am Dienstag wird der Verbraucherpreisindex (VPI) ver\u00f6ffentlicht, am Donnerstag steht eine Entscheidung der <strong>Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB) an. Der Konsens rechnet mit anhaltend kr\u00e4ftigem Preisdruck; die Kernrate des VPI k\u00f6nnte sich im Juni von 3,7% auf 3,8% beschleunigen, die Gesamtrate unver\u00e4ndert bei 8,6% verharren. Angesichts der deutlich \u00fcber dem Zielwert liegenden Inflation k\u00fcndigte die EZB bei ihrer vorhergehenden Sitzung eine Zinserh\u00f6hung um 25 Basispunkte (\u201eBp.\u201c) im Juli an. EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde k\u00f6nnte au\u00dferdem erneut Ma\u00dfnahmen gegen eine Marktfragmentierung versprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der anderen Seite des Atlantiks richtet sich die Aufmerksamkeit auf den <strong>US-Immobilienmarkt<\/strong>. Im Zuge der deutlich strafferen Geldpolitik sind die Hypothekenzinsen in diesem Jahr in die H\u00f6he geschnellt. Die Auswirkungen sind zunehmend zu sp\u00fcren. Am Montag, Dienstag und Mittwoch\u00a0stehen verschiedene Daten an: Die Verk\u00e4ufe von Altbauten und das Vertrauen der Bauherren wahrscheinlich jeweils auf einen Zwei-Jahres-Tiefstand fallen, und die Zahl der Baugenehmigungen k\u00f6nnte einen Zehn-Monats-Tiefstand erreichen.<\/p>\n<p><strong>Technische Daten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Umfeld f\u00fcr <strong>chancenreiche Verm\u00f6genswerte<\/strong> bleibt unsicher. Bei Aktien warten wir auf Anzeichen f\u00fcr eine Kapitulation, die durch die zunehmenden Wachstumssorgen ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnte. Der R\u00fcckgang der Rohstoffpreise und der Renditen von US-Staatsanleihen (\u201eTreasuries\u201c) deutet bereits in diese Richtung.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Erinnern Sie sich noch an die Aussichten zum Jahresanfang?<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5408,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-11702","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11702"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11702\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11704,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11702\/revisions\/11704"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}