{"id":11803,"date":"2022-07-26T08:30:14","date_gmt":"2022-07-26T06:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11803"},"modified":"2022-07-26T09:13:21","modified_gmt":"2022-07-26T07:13:21","slug":"lgt-navigator-energiekrise-in-europa-spitzt-sich-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-energiekrise-in-europa-spitzt-sich-zu\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Energiekrise in Europa spitzt sich zu"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Russland hat angek\u00fcndigt, die Gaslieferungen nach Europa erneut zu drosseln. An der Wall Street sind die zinssensitiven Technologiewerte vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank unter Druck geraten.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzm\u00e4rkte erwarten am Mittwoch eine deutliche Straffung der Geldpolitik. Allerdings spekulieren sie, dass das Fed den Straffungskurs anfangs 2023 aufgeben muss.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die amerikanischen B\u00f6rsen sind uneinheitlich in die neue Woche gestartet. Der S&amp;P 500 hat +0.1% gewonnen und der Dow Jones avancierte +0.3%. Technologiewerte hingegen sind zwei Tage vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank unter Druck geraten und der Nasdaq Composite b\u00fcsste -0.4% ein. Die erwartete Straffung der amerikanischen Geldpolitik am Mittwoch d\u00fcrfte den zinssensitiven Tech-Werten besonders zu schaffen machen. Heute legen die Google-Mutter Alphabet und Microsoft die Quartalszahlen vor, gefolgt von der Facebook-Betreiberin Meta am Mittwoch. Amazon und Apple publizieren ihre Ergebnisse am Donnerstag.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die asiatischen B\u00f6rsen handeln am Dienstag uneinheitlich. In Tokio notiert der Nikkei leicht im Minus. Der Hang Seng gewinnt in Hongkong +1.6% und der Shanghai Composite avanciert +0.8%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Russland drosselt Gaslieferungen nach Europa<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bef\u00fcrchtungen von Europa scheinen sich nun doch zu best\u00e4tigen: Der russische Staatskonzern Gazprom hat angek\u00fcndigt, die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 zu drosseln. Ab Mittwoch sollen t\u00e4glich nur noch 20% der maximalen Kapazit\u00e4t nach Deutschland fliessen, teilte Gazprom am Montag mit. Grund daf\u00fcr sei die Reparatur einer Turbine. Das deutsche Wirtschaftsministerium hat dieser Darstellung widersprochen und erkl\u00e4rte, es gebe keine technische Ursache f\u00fcr die erneute Drosselung der Liefermenge. Manche europ\u00e4ischen L\u00e4nder, darunter Deutschland, bekunden bereits heute M\u00fche, die Gasspeicher f\u00fcr den Winter zu f\u00fcllen. Wird die Versorgung erneut eingeschr\u00e4nkt, drohen Rationierungen f\u00fcr die Industrie.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EU-Staaten wollen sich heute an einem Sondertreffen in Br\u00fcssel auf einen Notfallplan zur Senkung des Gaskonsums verst\u00e4ndigen, meldet die Deutsche Presse-Agentur. Damit sollen die Risiken reduziert werden, die sich aus einem vollst\u00e4ndigen Unterbruch russischer Gaslieferungen ergeben k\u00f6nnten. Der Plan sieht vor, dass die einzelnen L\u00e4nder den Konsum vom 1. August 2022 bis zum 31. M\u00e4rz 2023 freiwillig um 15% senken, um Versorgungsengp\u00e4ssen vorzubeugen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gaspreise sind nach der Ank\u00fcndigung von Gazprom deutlich gestiegen. So sind die Terminkontrakte TTF an der Energieb\u00f6rse in den Niederlanden am Montag bis zu 10% auf EUR 177 pro Megawattstunde gestiegen. Damit haben sich die Preise verglichen zum Vorjahr verf\u00fcnffacht. Erst am vergangenen Donnerstag hatte Russland die Energielieferungen nach Europa wieder aufgenommen, nachdem Nord Stream 1 wegen Routinewartungen f\u00fcr zehn Tage stillgelegt wurde. Bereits im Juni hatte Gazprom die Gaslieferungen \u00fcber die Pipeline auf 40% reduziert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleger spekulieren auf Kehrtwende des Fed<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzm\u00e4rkte wetten weiterhin auf einen steilen Zinserh\u00f6hungspfad der US-Notenbank. Demnach erwartet der Grossteil der Analysten, dass die W\u00e4hrungsh\u00fcter das Zielband f\u00fcr die Federal Funds Rate am Mittwoch um +75 Basispunkte auf 2.25 bis 2.5% anheben werden. Bis Jahresende sollen die Leitzinsen gem\u00e4ss Prognosen auf rund 3.5% steigen. Allerdings wird es auch f\u00fcr das Fed immer schwieriger, die Inflation mit steigenden Zinsen zu bek\u00e4mpfen, ohne dabei die Konjunktur abzuw\u00fcrgen. Zahlreiche \u00d6konomen erwarten mittlerweile, dass die US-Wirtschaft in den kommenden zw\u00f6lf Monaten in eine Rezession rutschen wird. Das spiegelt sich auch in den Zinserwartungen: So gehen die Finanzm\u00e4rkte davon aus, dass das Fed Anfang 2023 eine Kehrtwende vollziehen und die Leitzinsen wieder senken muss, um die Konjunktur zu st\u00fctzen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In Deutschland droht eine Rezession<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im Juli deutlich eingetr\u00fcbt. So ist der Ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex, Deutschlands wichtigster Fr\u00fchindikator, verglichen zum Vormonat um -3.6 Punkte auf 88.6 Punkte gefallen, wie das Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das ist der niedrigste Stand seit zwei Jahren. Analysten hatten zwar einen R\u00fcckgang erwartet, allerdings lediglich auf 90.1 Z\u00e4hler. \u00abDeutschland steht an der Schwelle zur Rezession\u00bb, kommentierte Ifo-Pr\u00e4sident Clemens Fuest und verwies auf die hohen Energiepreise und die drohende Gasknappheit. Das Stimmungstief zieht sich durch s\u00e4mtliche Wirtschaftsbereiche. So blickt die Industrie so pessimistisch in die Zukunft wie zuletzt im April 2020, als die erste Pandemiewelle grassierte. Aber auch im Dienstleistungssektor, im Tourismus und im Gastgewerbe hat sich die Stimmung verschlechtert.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutsche Wirtschaft ist derzeit mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Ganz oben auf dem Sorgenbarometer stehen die Energiekrise sowie die rasch steigenden Konsumentenpreise. Aber auch anhaltende Probleme in den Lieferketten und steigende Kapitalmarktzinsen d\u00e4mpfen die Laune. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat vergangene Woche erstmals seit elf Jahren die Leitzinsen angehoben und einen Zinsschritt von 50 Basispunkten beschlossen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 26. Juli<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>15:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>S&amp;P\/Case-Shiller-Hauspreisindex (Mai, J\/J)\u00a0<\/td>\r\n<td>+21.2%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verbrauchervertrauen (Juli)<\/td>\r\n<td>98.7<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verkauf neuer H\u00e4user (Juni, M\/M))<\/td>\r\n<td>+10.7%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 26. Juli<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Alphabet<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Coca Cola<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>General Motors<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Lindt<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Logitech<\/td>\r\n<td>Q1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>LVMH<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>McDonald&#8217;s<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>US<\/td>\r\n<td>Microsoft<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>KOR<\/td>\r\n<td>Samsung<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>SIG Combibloc<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>UBS<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Visa<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Russland hat angek\u00fcndigt, die Gaslieferungen nach Europa erneut zu drosseln. 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