{"id":11863,"date":"2022-07-29T11:23:49","date_gmt":"2022-07-29T09:23:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11863"},"modified":"2022-07-29T16:01:22","modified_gmt":"2022-07-29T14:01:22","slug":"allianz-gi-pessimismus-die-stimmung-der-stunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-pessimismus-die-stimmung-der-stunde\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Pessimismus \u2013 die Stimmung der Stunde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Wirtschaftlicher Optimismus scheint gerade auszusterben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Greg Meier Director, Senior Economist, Global Economics &amp; Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA ist der Konsumklimaindex der University of Michigan auf den niedrigsten Stand seit dem Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1952 gefallen. Und im Euroraum war die Verbraucherstimmung abgesehen von der Pandemie seit der Einf\u00fchrung des Index im Jahr 1985 noch nie so tr\u00fcbe wie heute. Ebenfalls in dieser Woche schrieb der IWF, wir k\u00f6nnten bald am <strong>Rand einer weltweiten Rezession stehen<\/strong>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie k\u00f6nnen die Anleger mit diesem schwierigen Umfeld umgehen? Die Herausforderungen sind klar: Die Inflation l\u00e4uft hei\u00df, weshalb die Zentral[1]banken ihre Leitzinsen anheben m\u00fcssen. Die Geldpolitik wird also weiter gestrafft. Allerdings l\u00e4sst sich nur schwer sagen, wie umfangreich die Ma\u00dfnahmen ausfallen m\u00fcssen, damit die Inflation dauerhaft sinkt. Dementsprechend k\u00f6nnten <strong>Leitzinsanhebungen der Zentralbanken <\/strong>absichtlich oder unabsichtlich eine Rezession ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ob es so kommt, ist aber keineswegs sicher. Mit Blick auf die USA kann man durchaus die Frage stellen, wie wahrscheinlich massenhafte Unternehmenskonkurse sind \u2013 schlie\u00dflich ist die coronabedingte Rezession, in der bereits viele besonders gef\u00e4hrdete Unternehmen geschlossen haben, gerade mal zwei Jahre her. Und die Verbraucher beklagen sich zwar lautstark \u00fcber die <strong>hohen Preise<\/strong> \u2013 aber sie geben nach wie vor Geld aus. Die finanzielle Lage der privaten Haushalte ist nach wie vor recht gut. Und die Unternehmen stellen weiterhin ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztendlich geh\u00f6ren Rezessionen zum Konjunkturzyklus einfach dazu. Dass sie eintreten, ist klar \u2013 nur der Zeitpunkt ist ungewiss. Wenn sich also alle einig sind, dass ein anscheinend unvermeidliches Ereignis irgendwann passiert, geht es in der Analyse vor allem um die Frage, in welchen Punkten der Konsens richtig liegt und in welchen nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche ist der Kalender mit Daten vollgepackt, die uns mehr Informationen \u00fcber den Zustand der Weltwirtschaft zum Ende des zweiten und zum Beginn des dritten Quartals 2022 geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Montag geht es in Asien los, wo der Markit-\/Caixin-Einkaufsmanagerindex f\u00fcr das <strong>verarbeitende Gewerbe in China<\/strong> voraussichtlich den st\u00e4rksten Anstieg seit \u00fcber drei Jahren aufweisen wird. In den USA ist mit dem genauen Gegenteil zu rechnen: Der ISM-Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe wird wahrscheinlich so schwach ansteigen wie seit Juni 2020 nicht mehr. Auf der anderen Seite des Atlantiks k\u00f6nnte der Krieg zwischen Russland und der Ukraine zum ersten Mal seit 17 Monaten zu h\u00f6heren <strong>Arbeitslosenzahlen im Euroraum<\/strong> gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch am Dienstag und Mittwoch wird der Euroraum im Mittelpunkt stehen. Die Produzentenpreisinflation k\u00f6nnte im Juni bei 36,7% gegen\u00fcber dem Vorjahr gelegen haben, und die Einzelhandelsums\u00e4tze k\u00f6nnten um 0,4% schrumpfen. In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit auf die JOLTSZahlen. Die Zahl der <strong>freien Stellen<\/strong> k\u00f6nnte von einem Beinahe-Rekordstand von 11,25 Millionen im Mai leicht auf gesch\u00e4tzt 11 Millionen im Juni gesunken sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstag stehen Daten aus Japan und Gro\u00dfbritannien an. In Japan d\u00fcrften die realen (inflationsbereinigten) Ausgaben der privaten Haushalte nach einer dreimonatigen Kontraktion im Juni wieder um 2,1% gegen\u00fcber dem Vormonat angestiegen sein. Sie k\u00f6nnten damit so g\u00fcnstig ausfallen wie seit Jahresbeginn nicht mehr. In Gro\u00dfbritannien wird die <strong>Bank of England<\/strong> (BoE) ihren Leitzins wohl zum sechsten Mal in sieben Monaten anheben. Zum Monatsbeginn schrieb die Bank, die Aussichten f\u00fcr die Wirtschaft h\u00e4tten sich deutlich eingetr\u00fcbt. Es f\u00e4llt ihr nach wie vor schwer, die h\u00f6chsten Inflationsraten seit Margaret Thatchers Amtszeit (1982) einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Woche geht am Freitag mit einem Paukenschlag zu Ende: den <strong>US-Besch\u00e4ftigungszahlen<\/strong>. Der Konsens rechnet mit einer leichten Entspannung am historisch angespannten Arbeitsmarkt. Au\u00dferhalb des Agrarsektors k\u00f6nnten im Juli immer noch beachtliche 255.000 Stellen geschaffen worden sein; im Juni lag die Zahl bei 372.000. Die Arbeitslosenquote d\u00fcrfte bei 3,6%, also auf dem tiefsten Stand seit Generationen, verharren. Und die durchschnittlichen Stundenl\u00f6hne d\u00fcrften erneut deutlich um 0,3% gegen\u00fcber dem Vormonat zulegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Technische Daten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den j\u00fcngsten Anlegerumfragen zufolge ist die Stimmung <strong>extrem pessimistisch<\/strong>. Die Zahl der Optimisten liegt nahe den Tiefst\u00e4nden in Rezessionen, die Allokationen in Aktien und Anleihen sind gesunken, und die Liquidit\u00e4tsbest\u00e4nde sind gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die angespannten Lieferketten, die Rohstoffpreisentwicklung, die Arbeitsmarktsituation und die Volatilit\u00e4t am Immobilienmarkt sind s\u00e4mtlich ung\u00fcnstig f\u00fcr die Inflationsaussichten. Einige Anleger scheinen die kurzfristige Preisentwicklung jedoch au\u00dfer Acht zu lassen und sich auf Rezessionsrisiken und einen m\u00f6glichen <strong>Schwenk der Zentralbanken<\/strong> hin zu einer lockereren Politik zu konzentrieren, der vielleicht im Jahr 2023 eintreten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies d\u00e4mpft die Renditen von Staatsanleihen mit l\u00e4ngeren Laufzeiten; die Renditen von 10-j\u00e4hrigen US-Staatsanleihen (Treasuries) sind von knapp 3,5% im Juni auf zuletzt 2,8 \u2013 3,0% zur\u00fcckgegangen. Wenn sie unter den <strong>technischen Schwellenwert<\/strong> von 2,70% fallen, k\u00f6nnten sie noch weiter sinken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bleiben Sie optimistisch!<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Wirtschaftlicher Optimismus scheint gerade auszusterben.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5408,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-11863","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11863"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11873,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11863\/revisions\/11873"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5408"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}