{"id":11897,"date":"2022-08-02T08:30:36","date_gmt":"2022-08-02T06:30:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=11897"},"modified":"2022-08-02T09:12:26","modified_gmt":"2022-08-02T07:12:26","slug":"lgt-navigator-fruehindikatoren-bekraeftigen-rezessionsaengste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-fruehindikatoren-bekraeftigen-rezessionsaengste\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Fr\u00fchindikatoren bekr\u00e4ftigen Rezessions\u00e4ngste"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Die neusten Einkaufsmanagerumfragewerte in den USA, der Eurozone oder Grossbritannien verst\u00e4rken den Eindruck, dass sich der Wirtschaftstrend weiter verlangsamt und sich das Risiko einer Rezession erh\u00f6ht hat.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Wall Street verbuchten die Indizes zu Wochenbeginn moderate Verluste, w\u00e4hrend der Goldpreis auf das h\u00f6chste Niveau seit etwa einem Monat kletterte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An der New Yorker B\u00f6rse schlossen die Aktienindizes am Montag in einem ruhigen Handel leicht tiefer, ohne einen klar ersichtlichen Trend. Der Dow Jones Industrial gab zum Schluss -0.14% nach und beendete den Handel bei 32&#8217;798.40 Punkten. Der marktbreite S&amp;P 500 fiel um -0.28% auf 4&#8217;118.63 Punkte zur\u00fcck, w\u00e4hrend an der Technologieb\u00f6rse Nasdaq die Indizes praktisch unver\u00e4ndert aus dem Tagesgesch\u00e4ft gingen. In der Bilanz f\u00fcr Juli wiesen die Nasdaq-Indizes einen Zugewinn von knapp +13% aus und der Dow legte im vergangenen Monat um rund +7% zu.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien zeigten die Aktienindizes am Dienstag mehrheitlich Verluste. In Tokio f\u00e4llt der Nikkei 225 um rund -1.5%, w\u00e4hrend die B\u00f6rsen in Hongkong und Shanghai feiertagsbedingt geschlossen blieben. Australiens Zentralbank erh\u00f6hte unterdessen ihren Leitzins den vierten Monat in Folge, um damit die steigende Inflation einzud\u00e4mmen. Im Zentrum steht in Asien derzeit vor allem der f\u00fcr die Beziehungen zwischen den USA und China heikle geplante Besuch der Vorsitzenden des US-Repr\u00e4sentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen weiter bis auf 2.55% nach. Gleichzeitig setzte der Goldpreis zu Wochenbeginn seinen Anstieg der vergangenen Handelstage fort und kletterte bis auf knapp USD 1&#8217;775 \u2013 der h\u00f6chste Stand seit etwa einem Monat.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>ISM-Einkaufsmanagerindex signalisiert weitere Abschw\u00e4chung der US-Wirtschaft<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stimmung in der amerikanischen Industrie hat sich im Juli weiter eingetr\u00fcbt und der repr\u00e4sentative Einkaufsmanagerindex des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) fiel auf den niedrigsten Stand seit \u00fcber zwei Jahren zur\u00fcck. Der Indikator gab im Juli um 0.2 auf 52.8 Punkte nach. Analysten waren im Schnitt jedoch von einem noch kr\u00e4ftigeren R\u00fcckgang auf 52.0 Z\u00e4hler ausgegangen. Schw\u00e4chen waren vor allem im Auftragseingang der befragten Unternehmen zu beobachten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch im Euroraum und Grossbritannien tr\u00fcbt sich die Stimmung in der Industrie weiter ein<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten sich im Juli ebenfalls pessimistischer. So fiel der Einkaufsmanagerindex f\u00fcr die Eurol\u00e4nder von 52.1 auf 49.8 Punkte zur\u00fcck und notiert damit nun knapp unter der Wachstumsschwelle von 50 Z\u00e4hlern, was erstmals seit gut zwei Jahren eine Kontraktion des Wirtschaftssektors signalisiert. Der Abschwung im europ\u00e4ischen Industriesektor werde immer steiler und das Rezessionsrisiko habe sich klar erh\u00f6ht, kommentierte Chris Williamson, Chef\u00f6konom von S&amp;P Global.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der britischen Industrie wurde im Juli eine deutliche Stimmungsverschlechterung festgestellt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex gab um 0.7 auf 52.1 Punkte nach und fiel damit auf den tiefsten Stand seit gut zwei Jahren. Nach Einsch\u00e4tzung von S&amp;P Global habe Grossbritanniens Industrie wegen der anhaltenden Lieferproblemen, der steigenden Preisen und der Unsicherheiten rund um den Ukraine-Krieg in den R\u00fcckw\u00e4rtsgang geschaltet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Inflation im Euroraum klettert von Rekordhoch zu Rekordhoch<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Teuerung der Konsumentenpreise in den Eurol\u00e4ndern hat im Juli erneut einen H\u00f6chstwert erreicht. Im Jahresvergleich stiegen die Lebenshaltungskosten um +8.9%, verglichen mit +8.6% im Monat zuvor. Im Schnitt hatten \u00d6konomen mit +8.7% gerechnet. Getrieben wurde die Inflation weiterhin vor allem durch die Energiepreise, die auf Jahressicht um fast +40% zulegten. Lebens- und Genussmittel kosteten im Juli knapp +10% mehr als ein Jahr zuvor. Die Kerninflationsrate kletterte von +3.7% im Juni auf +4.0%. Am st\u00e4rksten war der Teuerungsdruck in drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mit mehr als +20%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Euro-Wirtschaft schnitt im zweiten Quartal besser ab als erwartet<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Bruttoinlandsprodukt der W\u00e4hrungszone ist im zweiten Quartal um +0.7% zum Vorquartal gestiegen, womit die Erwartungen von durchschnittlich +0.2% deutlich \u00fcbertroffen wurden. Ein \u00fcberraschend kr\u00e4ftiges Wachstum verzeichneten Italien (+1.0%) und Spanien (+1.1%). W\u00e4hrenddessen entt\u00e4uschte Deutschland im Q2 mit einem Nullwachstum.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutsche Wirtschaft stagniert<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland belasteten die Inflation, Lieferengp\u00e4sse und die negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, insbesondere Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung, die Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt stagnierte gegen\u00fcber dem Vorquartal, nachdem Europas gr\u00f6sste Wirtschaft zu Jahresbeginn noch um +0.8% expandiert hatte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Einsch\u00e4tzung der EU-Kommission wird Deutschland dieses Jahr voraussichtlich nur ein moderates Wachstum von +1.4% erzielen. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) geht von +1.2% aus.\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Italien und Spanien \u00fcberraschen positiv<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die nach Wirtschaftskraft Nummer drei und vier der Eurol\u00e4nder, Italien und Spanien, wiesen im Q2 ein st\u00e4rker als erwartetes Wachstum aus. Das italienische BIP legte gegen\u00fcber dem Vorquartal um +1.0% (Konsens +0.3%, Q1 +0.1%) zu und Spaniens Wirtschaftsleistung stieg um +1.1%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Getr\u00fcbter Ausblick f\u00fcr Schweizer Wirtschaft<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Z\u00fcrich gab im Juli deutlich nach. Der Indikator fiel um 5.1 auf 90.1 Punkte zur\u00fcck und verharrt damit den dritten Monat in Folge unter dem langfristigen Durchschnitt. Zudem wurde der Vormonatswert von 96.9 auf 95.2 Punkte kr\u00e4ftig nach unten korrigiert. Mit Blick auf den Herbst sei mit einer \u00abharzigen\u00bb Konjunkturentwicklung zu rechnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 2. August<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:00<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>SECO Konsumklimaindikator Q3<\/td>\r\n<td>-18<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:30<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Einkaufsmanagerindex Industrie (Juli)<\/td>\r\n<td>59.1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 2. August<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Fresenius<\/td>\r\n<td>H1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>NL<\/td>\r\n<td>DSM<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>AUT<\/td>\r\n<td>Raiffeisen International<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Bouygues<\/td>\r\n<td>H1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Generali<\/td>\r\n<td>H1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Ferrari<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>BP<\/td>\r\n<td>H1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>AMD<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Dupont<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Starbucks<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Airbnb<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Marriott<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Uber Technologies<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Caterpillar<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>PayPal<\/td>\r\n<td>Q2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die neusten Einkaufsmanagerumfragewerte in den USA, der Eurozone oder Grossbritannien verst\u00e4rken den Eindruck, dass sich der Wirtschaftstrend weiter verlangsamt und sich das Risiko einer Rezession erh\u00f6ht hat.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5083,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[70],"tags":[112],"class_list":["post-11897","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lgt-navigator","tag-lgt-navigator"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11897","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11897"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11897\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11898,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11897\/revisions\/11898"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11897"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11897"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11897"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}