{"id":12169,"date":"2022-09-02T15:05:49","date_gmt":"2022-09-02T13:05:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=12169"},"modified":"2022-09-02T15:11:35","modified_gmt":"2022-09-02T13:11:35","slug":"dws-zweistellige-inflationsraten-sind-die-norm-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-zweistellige-inflationsraten-sind-die-norm-in-europa\/","title":{"rendered":"DWS : Zweistellige Inflationsraten sind die Norm in Europa"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DWS : In knapp der H\u00e4lfte der L\u00e4nder der Eurozone liegt die Inflation \u00fcber zehn Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die \u201eTauben\u201c, also die Anh\u00e4nger einer lockeren Geldpolitik innerhalb des EZB-Rats, drehte sich der Wind dieses Jahr brutal schnell. Von dem bis vor Kurzem noch oft benutzten Wort \u201evor\u00fcbergehend\u201c im Zusammenhang mit der Inflation m\u00f6chte heute keiner mehr etwas wissen. Nicht nur, dass in der Eurozone die Inflationsraten weiterhin steigen, die Notenbanker m\u00fcssen nun auch davon ausgehen, dass sie l\u00e4nger auf einem h\u00f6heren Niveau verharren werden. So wie in den USA, in denen die Kernrate der Inflation zwar seit Februar r\u00fcckl\u00e4ufig ist, allerdings mit nur geringer Dynamik. In den USA ist die Zentralbank in ihrem Zinserh\u00f6hungszyklus einige Schritte weiter als die EZB. Dar\u00fcber hinaus hat ihr Pr\u00e4sident Jerome Powell in Jackson Hole am 26. August eindrucksvoll unterstrichen, dass er den strafferen monet\u00e4ren Weg weitergehen will.<\/p>\n<p><strong>(Unterschiedlich) hoher Inflationsdruck in Europa<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/02-09-22-DWS.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12172\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/02-09-22-DWS.png\" alt=\"02-09-22 DWS\" width=\"650\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/02-09-22-DWS.png 650w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/02-09-22-DWS-300x159.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir gehen davon aus, dass auch die EZB einen resoluteren Weg wird einschlagen m\u00fcssen.<\/strong> Die am Mittwoch vorgelegten vorl\u00e4ufigen Zahlen bekr\u00e4ftigen unser pessimistisches Bild vom europ\u00e4ischen Inflationsgeschehen, dessen Brisanz sich ohnehin erst zeigt, wenn man nicht nur auf die euroraumweite Inflationsrate in H\u00f6he von 9,1 Prozent schaut, sondern auf die der Mitgliedsstaaten. Wie unser \u201eChart der Woche\u201c zeigt, leiden n\u00e4mlich bereits jetzt knapp die H\u00e4lfte der Eurol\u00e4nder unter zweistelligen Inflationsraten. In keinem Land ist die Inflationsrate niedriger als 6,5 Prozent und in den baltischen Staaten erreicht diese sogar teilweise weit \u00fcber 20 Prozent. Bekanntlich ist im EZB-Rat jedes Mitgliedsland mit einer Stimme vertreten. Und jeder einzelne Gouverneur wird von zu Hause Geschichten \u00fcber die Inflationsmisere h\u00f6ren. Und da Inflation als sozial ungerecht gilt, sind diese Klagen schwer zu ignorieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>R\u00fcckendeckung bekommen sie von EZB-Direktoriumskollegin Isabel Schnabel. In einem bemerkenswerten Beitrag hat sie auf die aktuellen Herausforderungen der Geldpolitik hingewiesen1).<\/strong> Wir geben die wichtigste Passage ungek\u00fcrzt wieder: \u201eIm Gro\u00dfen und Ganzen gibt es zwei Wege, die die Zentralbanken einschlagen k\u00f6nnen, um mit der gegenw\u00e4rtigen hohen Inflation umzugehen: Der eine ist ein Weg der Vorsicht, der davon ausgeht, dass die Geldpolitik das falsche Mittel ist, um mit Angebotsschocks umzugehen. Der andere Weg ist der Weg der Entschlossenheit. Auf diesem Weg reagiert die Geldpolitik energischer auf den aktuellen Inflationsschub, selbst auf die Gefahr hin, dass das Wachstum sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt. Dies ist der geldpolitische Ansatz der &#8220;robusten Kontrolle&#8221;, der die Risiken gr\u00f6\u00dferer wirtschaftlicher Sch\u00e4den in der Zukunft minimiert. Drei allgemeine \u00dcberlegungen sprechen f\u00fcr die Wahl des letztgenannten Weges durch die Zentralbanken: die Ungewissheit \u00fcber das Fortbestehen der Inflation, die Gefahren f\u00fcr die Glaubw\u00fcrdigkeit der Zentralbank und die potenziellen Kosten eines zu sp\u00e4ten Handelns.\u201c Sollte diese \u00dcberzeugung eine Mehrheit im EZB-Rat finden, k\u00f6nnte sich der vom Markt erwartete H\u00f6hepunkt der EZB-Zinserh\u00f6hungen \u2013 2,25 Prozent im kommenden Jahr \u2013 noch als zu niedrig erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">1) Gehalten in Jackson Hole, August 2022: Monetary policy and the Great Volatility (europa.eu)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DWS : In knapp der H\u00e4lfte der L\u00e4nder der Eurozone liegt die Inflation \u00fcber zehn Prozent.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7804,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[75],"tags":[177,189],"class_list":["post-12169","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zentralbanken","tag-dws","tag-ezb"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12169"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12173,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12169\/revisions\/12173"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}