{"id":12811,"date":"2022-10-20T08:30:17","date_gmt":"2022-10-20T06:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=12811"},"modified":"2022-10-20T09:40:01","modified_gmt":"2022-10-20T07:40:01","slug":"lgt-navigator-britische-regierung-in-aufruhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-britische-regierung-in-aufruhr\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Britische Regierung in Aufruhr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator : Die britische Premierministerin Liz Truss verliert ein weiteres Kabinettsmitglied, einen R\u00fccktritt lehnt sie jedoch ab. Derweil verharrt die Inflation in Grossbritannien auf einem Rekordhoch und auch im Euroraum beschleunigt sich das Preiswachstum erneut.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufholjagd an den US-B\u00f6rsen w\u00e4hrte nur kurz und hat nach zwei Tagen bereits wieder ein Ende gefunden. Der S&amp;P 500 b\u00fcsste am Mittwoch -0.7% ein und der Dow Jones verlor -0.3%. Der Nasdaq Composite gab -0.9% nach. Anleger behalten die Renditen zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen im Auge, die am Mittwoch bis auf 4.136% geklettert sind und damit den h\u00f6chsten Stand seit Juli 2008 erreicht haben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die asiatischen Aktienm\u00e4rkte verzeichnen am Donnerstag mehrheitlich Verluste. In Tokio verliert der Nikkei -1% und der Hang Seng notiert in Hongkong -0.7% schw\u00e4cher. Der Shanghai Composite gewinnt 0.7%.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Truss lehnt R\u00fccktritt ab<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die angeschlagene britische Premierministerin Liz Truss will nicht zur\u00fccktreten. Die konservative Regierungschefin musste sich am Mittwoch im Unterhaus den Fragen von Parlamentariern stellen und geriet dabei schwer unter Druck. Politiker der Opposition forderten sie zum R\u00fccktritt auf, nachdem das von ihr im September angek\u00fcndigte Steuerpaket heftige Marktturbulenzen ausgel\u00f6st hatte. Sie sei eine K\u00e4mpferin, sagte Truss w\u00e4hrend der Fragestunde. Wenige Stunden sp\u00e4ter ist daf\u00fcr Innenministerin Suella Braverman zur\u00fcckgetreten. Als Begr\u00fcndung nannte sie einen Bruch von Geheimhaltungsregeln. Truss hat damit innerhalb weniger Tage bereits ihr zweites Kabinettsmitglied verloren, nachdem sie am Freitag ihren Finanzminister Kwasi Kwarteng gefeuert hatte. Sein Nachfolger Jeremy Hunt hat den Grossteil der Steuererleichterungen mittlerweile zur\u00fcckgenommen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Lage am britischen Anleihenmarkt hat sich seither etwas entspannt und die Renditen dreissigj\u00e4hriger Staatspapiere (Gilts) notierten am Mittwoch bei rund 4.35%. Damit liegen sie unter den j\u00fcngst erreichten H\u00f6chstwerten von \u00fcber 5%, aber noch immer deutlich \u00fcber dem Niveau von Mitte September, bevor die Regierung das Steuerpaket ank\u00fcndigte (3.5%). Die Bank of England bleibt daher vorsichtig. Angesichts der Marktverwerfungen entschied sie bereits Anfang Oktober, den Startschuss zum Abbau der Notenbankbilanz bis Ende Monat hinauszuz\u00f6gern: Urspr\u00fcnglich wollte sie am 6. Oktober damit beginnen, Gilts zu verkaufen, die sie im Zuge der quantitativen Ausweitung erworben hatte. Nun erw\u00e4gt die BoE, den Start erneut zu verschieben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Britische Inflation verharrt auf Rekordhoch<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In Grossbritannien hat sich das Preiswachstum im September erneut beschleunigt. So ist die Jahresinflation auf +10.1% gestiegen, nachdem sie im Vormonat noch bei +9.9% lag. Das teilte das Statistikamt am Mittwoch in London mit. Bereits im Juli hatte die Teuerung 10.1% betragen. Es handelt sich dabei um die h\u00f6chsten Werte seit Erfassung der Daten 1997. Insbesondere die steigenden Lebensmittelpreise haben zum j\u00fcngsten Anstieg beigetragen. Die britische Notenbank hat die Zinsen im Jahresverlauf bereits mehrfach erh\u00f6ht, um die Inflation zu bek\u00e4mpfen. Derzeit liegen die Leitzinsen bei 2.25%. Die n\u00e4chste geldpolitische Sitzung findet am 3. November statt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Preiswachstum im Euroraum beschleunigt sich<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Euroraum bleibt die Inflation hartn\u00e4ckig hoch. Die Preise haben sich im September gegen\u00fcber dem Vorjahr um +9.9% verteuert, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Damit wurde die erste Sch\u00e4tzung zwar etwas nach unten revidiert (+10%), dennoch handelt es sich um den h\u00f6chsten Wert seit Einf\u00fchrung des Euro als Buchgeld 1999. Im Vormonat lag die Jahresteuerung bei +9.1%. Das Preiswachstum wurde einmal mehr von den Energie- und Lebensmittelkosten getrieben, die sich verglichen zum Vorjahr um +40.7% respektive +12.7% verteuert haben. Werden die Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert, ergibt sich eine Kerninflation von +4.8%, nach +4.3% im August. Nach langem Z\u00f6gern hat mittlerweile auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) die Zinsen erh\u00f6ht, um die Teuerung zu d\u00e4mpfen. Der n\u00e4chste gelpolitische Entscheid folgt am 27. Oktober.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 20. Oktober<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>03:15<\/td>\r\n<td>China<\/td>\r\n<td>PBoC Zinsentscheid<\/td>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:00<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Erzeugerpreisindex (September, M\/M)<\/td>\r\n<td>+7.9%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Philly Fed Index (Oktober)<\/td>\r\n<td>-9.9<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Verk\u00e4ufe bestehender H\u00e4user (September, M\/M)<\/td>\r\n<td>-0.4%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 20. Oktober<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Schindler<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>ABB<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Temenos<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>NL<\/td>\r\n<td>Akzo Nobel<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>SWE<\/td>\r\n<td>Nordea<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Philip Morris<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>AT&amp;T<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die britische Premierministerin Liz Truss verliert ein weiteres Kabinettsmitglied, einen R\u00fccktritt lehnt sie jedoch ab. 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