{"id":12852,"date":"2022-10-21T14:39:43","date_gmt":"2022-10-21T12:39:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=12852"},"modified":"2022-10-21T14:43:33","modified_gmt":"2022-10-21T12:43:33","slug":"allianz-gi-herbstdepression","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-herbstdepression\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Herbstdepression"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Insbesondere Stimmungsbasierte Indikatoren zur wirtschaftlichen Lage (also Umfragen wie z.B. die Einkaufsmanagerindizes) zeigen nach unten und verschlechtern sich Monat f\u00fcr Monat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Thomas Tilse Director, Head of Portfolio Strategy Private Clients<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gegenteil ist der Fall bei Umfragen zur Inflation, hier steigen die Erwartungen. Insbesondere der mittelfristige Ausblick in den USA hat sich verschlechtert. Die Kerninflation, also die Betrachtung ohne Nahrungsmittelpreise und Energiekosten, bleibt z\u00e4h \u00fcber der Marke von 6% und damit auf einem 40- Jahres-Hoch. W\u00e4hrend in den USA die Inflationsbek\u00e4mpfung der Zentralbank \u00fcberlassen wird, ringt in Europa in dieser Situation die Politik um die richtige Strategie zur D\u00e4mpfung der Kosten, weil hohe Vorauszahlungen f\u00fcr Heizungskosten und Strom in der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr Verunsicherung sorgen. Die M\u00e4rkte nehmen jeden Ansatz zun\u00e4chst mit Erleichterung auf, um dann im n\u00e4chsten Moment festzustellen, dass die Ma\u00dfnahmen nicht ausreichen. Ein Teufelskreis f\u00fcr die Politik. Einmalzahlungen, Preisdeckel, ein Einkaufskartell der EU f\u00fcr Gas, \u2026 viele Konzepte sind in der Diskussion. Doch das Bild ist sehr heterogen. Neben den Ma\u00dfnahmen der EU gibt es viele nationale Einzelkonzepte. Von \u201eWettbewerbsverzerrung\u201c ist die Rede, je nachdem welche Gruppe von Konsumenten oder Unternehmen in bestimmten L\u00e4ndern besonders bevorzugt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die harten Fakten dagegen zwingen Politik und Zentralbanken zum Handeln. Zu lange schon dauert der Krieg in der Ukraine und die h\u00f6heren Energiekosten haben sich in nahezu alle Produktgruppen durchgefressen. Restaurants, Dienstleister, Produktlieferanten und Markenhersteller weltweit liefern sich einen Wettstreit im Setzen h\u00f6herer Preise. Doch was ist nun der Ausweg? Mit welchen Rahmenbedingungen m\u00fcssen wir 2023 rechnen? Es gibt einen Hoffnungsschimmer seitens der Energiepreise. In den USA sind die Benzinpreise seit dem Juni-Hoch stark zur\u00fcckgekommen, \u00d6l der WTI Qualit\u00e4t in den USA handelt mit 85 US-Dollar wieder deutlich unter der Marke von 90 USD. Und in Deutschland zeigen die aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur, dass die Lagerbest\u00e4nde f\u00fcr Gas\u00a0mit 96 % relativ hoch sind, w\u00e4hrend die Gro\u00dfhandelspreise f\u00fcr Gas deutlich unter der \u00dcbertreibungsphase vom Sommer liegen. Damit ergibt sich die Chance, dass ab Fr\u00fchjahr 2023 die Vorjahresvergleiche f\u00fcr die reinen Energiepreise wieder deutlich niedriger als aktuell ausfallen und die Inflation d\u00e4mpfen. Doch leider ist sowohl in den USA als auch in Europa eine Preisspirale \u00fcber alle Produktbereiche und Dienstleistungen in Gang gesetzt worden. Vor allem steigende Lohnkosten sind vor dem Hintergrund starker Arbeitsm\u00e4rkte ein Faktor. In den USA herrscht nach wie vor Besch\u00e4ftigungsboom und Arbeitskr\u00e4ftemangel. Auch in Deutschland ist dies zu beobachten. Daneben dr\u00fccken die Umstellungskosten im Rahmen der Energiewende, R\u00fcckverlagerungen der Produktion im Rahmen der Unsicherheiten globaler Lieferketten, und hohe Kosten f\u00fcr Wohnen die Preisindizes nach oben. Deshalb ist im Jahr 2023 mit \u201aklebriger Inflation\u2018 zu rechnen, die zwar nicht mehr die aktuellen Spitzenwerte erreichen wird, aber dennoch mit Werten um die 5%-6% hoch bleibt und damit die Zinsen weiter h\u00f6her treibt. Dies sollte dazu f\u00fchren, dass die Zentralbanken auf dem Plan bleiben und die Leitzinsen weiter straffen m\u00fcssen. Die Hoffnung der M\u00e4rkte, dass ein aktuell m\u00f6glicher H\u00f6hepunkt der Inflationsdynamik rasch auch die Zinsen nach unten bringt, sollte sich zumindest im ersten Halbjahr 2023 nicht erf\u00fcllen.<\/p>\n<h4 style=\"text-align: justify;\">Die Woche voraus<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche gibt es gleich ein ganzes B\u00fcndel an stimmungsbasierten Fr\u00fchindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr alle wichtigen L\u00e4nder. Zudem den ifo-Index f\u00fcr Deutschland und das Verbrauchervertrauen in den europ\u00e4ischen Kernl\u00e4ndern Deutschland und Frankreich. Zum Wochenschluss dann die Entwicklung der Konsumentenpreise in der EU und den Kernl\u00e4ndern. Noch weiterf\u00fchrender gibt es f\u00fcr die USA erste Zahlen zum Verlauf des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im dritten Quartal. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Konsumausgaben und dem Deflator f\u00fcr den Konsum als wichtige Inflationszahl, die den restriktiven Kurs der Federal Reserve Bank best\u00e4tigen sollte. Die Aktienb\u00f6rsen sollten au\u00dferdem zus\u00e4tzliche Impulse durch die Gewinnberichterstattung f\u00fcr das dritte Quartal bekommen. In der kommenden Woche erreicht die Berichtssaison in den USA, was die Anzahl der berichtenden Unternehmen betrifft, bereits ihren H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Blick auf die kommenden Wochen gilt: Dennoch nicht der Depression verfallen, sondern das auf der Nordhalbkugel bereits fallende, dicke Herbstlaub zur Seite zu schieben und mit n\u00fcchternem Blick die Chancen suchen. Zum einen gilt: positive und zumindest nominalh\u00f6here Zinsen er\u00f6ffnen Anlagem\u00f6glichkeiten wie wir sie die letzten Jahre nicht mehr kannten. Zum\u00a0anderen hat scheint sich die Bewertung risikoreicher Anlagen dem h\u00f6heren risikolosen Zins angepasst zu haben. F\u00fcr Aktien zeigt sich die Bewertungsgrundlage g\u00fcnstiger, und M\u00e4rkte nehmen die Zukunft vorweg. W\u00e4hrend aus taktischer Sicht eine vorsichtige Grundhaltung noch naheliegt, k\u00f6nnen sich mittel-, langfristige Investoren auf eine H\u00f6hergewichtung risikoreicherer Assets vorbereiten.<\/p>\n<div>Herbstsonne w\u00fcnscht Ihnen<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Insbesondere Stimmungsbasierte Indikatoren zur wirtschaftlichen Lage (also Umfragen wie z.B. die Einkaufsmanagerindizes) zeigen nach unten und verschlechtern sich Monat f\u00fcr Monat.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12427,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-12852","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12852"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12854,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12852\/revisions\/12854"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}