{"id":12885,"date":"2022-04-13T16:28:57","date_gmt":"2022-04-13T14:28:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=12885"},"modified":"2022-04-13T16:28:57","modified_gmt":"2022-04-13T14:28:57","slug":"dws-europaeische-automobilindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-europaeische-automobilindustrie\/","title":{"rendered":"DWS : Europ\u00e4ische Automobilindustrie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DWS : Europ\u00e4ische Automobilindustrie: volle Auftragsb\u00fccher, hohe Inflation, sinkendes Verbrauchervertrauen<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"\/newsletter\"><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/span><\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Von Stefan-G\u00fcnter Bauknecht, Portfolio Manager Aktien DWS<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gehen davon aus, dass die derzeitige gro\u00dfe Unsicherheit negative Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben wird. Allerdings hat die Branche bereits seit vielen Jahren mit einer Reihe von Herausforderungen zu k\u00e4mpfen wie zum Beispiel dem Diesel-Abgasskandal, der Schw\u00e4che des chinesischen Marktes, der Covid-19-Pandemie und der Halbleiterknappheit. In das aktuelle Umfeld ist sie daher bereits mit sehr niedrigen Produktionsmengen und hohen Preisen eingetreten. Infolgedessen erzielten viele Autohersteller im Jahr 2021 Rekordmargen, w\u00e4hrend die Zulieferer weiter unter Druck gerieten, weil die hohen Inputkosten und die Bereitstellung von mehr Ausr\u00fcstung f\u00fcr Hybrid-, Elektro- und Premiumfahrzeuge nicht ausreichten, um die Auswirkungen der Produktionsk\u00fcrzungen auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aus der Analyse der Daten und zahlreichen Gespr\u00e4chen mit Branchenvertretern ergeben sich f\u00fcr uns vier wesentlichen Schlussfolgerungen:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>1.<\/strong> Die direkten Auswirkungen der Umsatzeinbu\u00dfen als Folge der Ukraine-Russland-Krise sind f\u00fcr die meisten Automobilunternehmen minimal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>2.<\/strong> Das Risiko einer Unterbrechung der Lieferketten mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Automobilproduktion scheint im Gro\u00dfen und Ganzen \u00fcberschaubar. Die j\u00fcngste IHS-Sch\u00e4tzung ging von 2,5 Millionen verlorenen Einheiten im Jahr 2022 aus. Wir senken unsere globale Produktionsprognose und erwarten nun ein Wachstum von plus sechs Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Das entspricht einem Produktionsvolumen von 81 bis 82 Millionen Fahrzeugen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>3.<\/strong> Das Risiko einer sich verschlechternden Nachfrage aufgrund eines geringeren Verbrauchervertrauens ist schwer einzusch\u00e4tzen. Derzeit gibt es allerdings kaum Daten, die dies untermauern. Wir sind der Ansicht, dass die niedrigen Lagerbest\u00e4nde und der Nachholbedarf letztlich den Schaden f\u00fcr die Preisgestaltung begrenzen d\u00fcrften. Weitere Produktionsk\u00fcrzungen aufgrund von Unterbrechungen in den Lieferketten sind jedoch nicht auszuschlie\u00dfen. Daher d\u00fcrften die Margenziele, insbesondere f\u00fcr die Zulieferer, schwieriger zu erreichen sein. Wir haben deshalb in unseren Annahmen bereits einen Margenr\u00fcckgang von 100 bis 200 Basispunkten gegen\u00fcber 2021 ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>4.<\/strong> Der gr\u00f6\u00dfte Gegenwind f\u00fcr den Sektor d\u00fcrfte von den Inputkosten kommen, insbesondere von den h\u00f6heren Rohstoffpreisen. Die Auswirkungen auf die Aussichten der verschiedenen Automobilhersteller in diesem Jahr d\u00fcrften sehr unterschiedlich sein, was m\u00f6glicherweise einige Chancen er\u00f6ffnet, zumindest auf relativer Basis. Wir glauben, dass die Automobilhersteller aufgrund ihrer l\u00e4ngerfristigen Rohstoffbeschaffungsvertr\u00e4ge in einer besseren Position sind als die Zulieferer und dass sie angesichts des knappen Fahrzeugangebots eine gewisse Preissetzungsmacht haben. Insbesondere die deutschen Premium-Hersteller sind unserer Meinung nach durch ihre hohe Preissetzungsmacht besser gesch\u00fctzt, so dass ihre Aussichten f\u00fcr das Jahr 2022 weitaus weniger Risiken bergen als die der Volumenhersteller. Der gr\u00f6\u00dfte Teil ihrer Rohstoffnachfrage f\u00fcr dieses Jahr ist bereits vertraglich geregelt. Zudem sind ihre Prognosen eher zur\u00fcckhaltend. Unter den Zulieferern sehen wir zum einen diejenigen als besser gesch\u00fctzt an, die sich bereits Rohstoffvertr\u00e4ge und Preise f\u00fcr das Jahr gesichert haben; und zum anderen die Firmen, deren gr\u00f6\u00dfte Inputkosten Chips oder elektronische Komponenten sind und nicht Metalle oder \u00d6lderivate.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir bevorzugen weiterhin Auto und Reifenhersteller gegen\u00fcber Zulieferern.<\/strong> Die Preissetzungsmacht der deutschen Premium-Autobauer, niedrigere Gewinnschwellen \u2013 die laufenden Kostensenkungsbem\u00fchungen seit 2018 tragen Fr\u00fcchte \u2013 und die erfolgreiche Rohstoffabsicherung bieten unserer Ansicht nach immer noch Schutz in einem sich verdunkelnden Makrokontext.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gr\u00f6\u00dfte Risiko w\u00e4re nach unserer Einsch\u00e4tzung ein sofortiger Gas- oder \u00d6lstopp aus Russland, der m\u00f6glicherweise zu einem gro\u00dfen Preisschock f\u00fchren w\u00fcrde, der Deutschland oder ganz Europa in eine Rezession st\u00fcrzen k\u00f6nnte. Dies w\u00fcrde zu einem massiven R\u00fcckgang des verf\u00fcgbaren Einkommens der Verbraucher und der Nachfrage f\u00fchren. In diesem Fall w\u00fcrden eine geringere Produktion und ein Margendruck die Ertr\u00e4ge d\u00e4mpfen, was sich entsprechend auf die Aktienkurse auswirken w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DWS : Europ\u00e4ische Automobilindustrie: volle Auftragsb\u00fccher, hohe Inflation, sinkendes Verbrauchervertrauen<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11134,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[177],"class_list":["post-12885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-dws"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12885"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12885\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}