{"id":13030,"date":"2022-11-03T08:30:48","date_gmt":"2022-11-03T07:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=13030"},"modified":"2022-11-03T09:13:25","modified_gmt":"2022-11-03T08:13:25","slug":"lgt-navigator-fed-chef-powell-bleibt-hart-und-enttaeuscht-die-boersen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-fed-chef-powell-bleibt-hart-und-enttaeuscht-die-boersen\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Fed-Chef Powell bleibt hart und entt\u00e4uscht die B\u00f6rsen"},"content":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die US-Notenbank wird die Zinsen weiter erh\u00f6hen. In welchem Ausmass, bleibt nach dem gestrigen Entscheid ungewiss, jedoch stellte Fed-Chef Powell weiterhin den Kampf gegen die zu hohe Inflation in den Mittelpunkt und stellte weitere Zinsschritte in Aussicht.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"\/newsletter\"><strong>Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/strong><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Reaktion an der Wall Street war unmittelbar nach dem Entscheid positiv. Nach genauerem Hinh\u00f6ren zeigten sich die B\u00f6rsianer aber entt\u00e4uscht und der Druck auf die Aktiennotierungen, insbesondere im Technologiebereich, verst\u00e4rkte sich bis zum Handelsschluss.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Federal Reserve setzt mit einem weiteren starken Zinsschritt von 75 Basispunkten ihren Kampf gegen die anhaltend hohe Inflation fort. Die US-Notenbank Fed hat ihren Leitzins damit auf eine Spanne von 3.75% bis 4.0% angehoben \u2013 das h\u00f6chste Niveau seit Anfang 2008. An den Finanzm\u00e4rkten war dieser Schritt erwartet worden, jedoch hatten insbesondere die Aktienm\u00e4rkte auf Hinweise einer Drosselung des Tempos der Zinsstraffungen gehofft. Diese Hoffnungen wurden von den als nach wie vor \u00abhawkish\u00bb zu interpretierenden Aussagen von Fed-Chef Powell entt\u00e4uscht. Es sei \u00abverfr\u00fcht\u00bb, \u00fcber eine Pause bei den Zinserh\u00f6hungen nachzudenken, und man habe noch einen langen Weg bei den Zinsen zu gehen, kommentierte Powell und f\u00fcgte hinzu, dass es Zeit und Geduld brauche, um die Inflation zu dr\u00fccken. Aktuell betr\u00e4gt die offizielle Inflationsrate in den USA +8.2%. Unterdessen blieb bisher der Arbeitsmarkt in den USA robust. Wie der private Arbeitsmarktdienstleister ADP gestern meldete, haben Unternehmen in der US-Privatwirtschaft im Oktober 239\u2019000 neue Stellen geschaffen \u2013 deutlich mehr als die erwarteten 195&#8217;000. Auch das Lohwachstum blieb mit +7.7% auf Jahressicht solide. Mit Spannung wird nun die offizielle Arbeitsmarktstatistik am Freitag erwartet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An der New Yorker B\u00f6rse wurden die Hoffnungen auf eine moderatere Gangart der Fed entt\u00e4uscht und die Indizes gaben deutlich nach. Der Dow Jones Industrial schloss nach einem volatilen Handel -1.55% tiefer bei 32&#8217;147.76 Punkten und der S&amp;P 500 verlor -2.5% und landete bei 3&#8217;759.69 Punkten. Noch kr\u00e4ftiger ging es an der Technologieb\u00f6rse Nasdaq nach unten, n\u00e4mlich rund -3.4%. Am Anleihenmarkt kletterte die Rendite zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen unterdessen von knapp 4% auf 4.10%. Der US-Dollar legte gegen\u00fcber dem Euro auf bis zu 0.9825 zu.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktienm\u00e4rkte im asiatisch-pazifischen Raum folgten am Donnerstag den negativen Vorgaben und verbuchten ebenfalls teilweise kr\u00e4ftige Verluste. W\u00e4hrend die B\u00f6rse in Tokio wegen eines Feiertages geschlossen blieb, gab der Hang Seng-Index in Hongkong um rund -2.6% nach. Der Hang Seng-Tech-Index fiel gar um -3.4%. Der Shanghai Composite und der Shenzhen Component verloren rund -0.7%. Der MSCI-Index f\u00fcr den asiatisch-pazifischen Raum ausserhalb Japans gab um -1.6% nach.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bank of England steht vor der gr\u00f6sstem Zinsschritt seit 33 Jahren<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Grossbritanniens Notenbank wird heute um 13:00 Uhr (MEZ) ebenfalls mit dem bereits achten Zinsschritt in Folge versuchen, die Inflation in den Griff zu bekommen. Aktuell betr\u00e4gt die Teuerungsrate auf der britischen Insel +10.1% und ist damit so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. In der Mehrheit gehen Analysten davon aus, dass die Bank of England heute den Leitzins um 75 Basispunkte anhebt. Das w\u00e4re die st\u00e4rkste Zinserh\u00f6hung seit 1989.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bundesbankchef Nagel pl\u00e4diert f\u00fcr weitere Zinsstraffungen<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bundesbankpr\u00e4sident Joachim Nagel erachtet weitere Zinserh\u00f6hungen im Kampf gegen die hartn\u00e4ckig hohe Inflation als notwendig. \u00abWenn wir die Inflation \u00fcberwinden wollen, muss die Geldpolitik noch hartn\u00e4ckiger sein\u00bb, so der deutsche Notenbankchef in der \u00abFrankfurter Allgemeine Zeitung\u00bb. Im Oktober erreichte die Teuerungsrate im Euroraum mit +10.7% einen Rekordwert. Laut Nagel bestehe die Gefahr, dass sich die Inflation verfestigen k\u00f6nnte und sich die Inflationserwartungen vom angestrebten Inflationsziel der EZB von mittelfristig zwei Prozent entfernen k\u00f6nnten. Die EZB m\u00fcsse deshalb weiterhin konsequent gegen die Inflation vorgehen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stimmung in der Euro-Industrie weiter verschlechtert<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Industrieunternehmen in der Eurozone zeigten sich im Oktober den neusten Umfrageergebnissen zufolge nochmals pessimistischer als im Vormonat. In der Folge schw\u00e4chte sich der Einkaufsmanagerindex von S&amp;P Global um zwei Punkte auf 46.4 Z\u00e4hler ab und notiert damit auf dem tiefsten Wert seit knapp zweieinhalb Jahren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 3. November<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:30<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Verbraucherpreise (Oktober, J\/J)<\/td>\r\n<td>+3.3%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>EZB-Pr\u00e4sidentin Lagarde spricht<\/td>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:30<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Oktober)<\/td>\r\n<td>47.2<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>11:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>Arbeitslosenrate (September)<\/td>\r\n<td>6.6%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>13:00<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Bank of England Zinsentscheid<\/td>\r\n<td>2.25%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>13:30<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Bank of England Governor Bailey spricht<\/td>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Produktivit\u00e4t Q3 (Q\/Q, ex-Agrar)<\/td>\r\n<td>-4.1%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Handelsbilanz (September)<\/td>\r\n<td>USD -67.4 Mrd.<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Erstantr\u00e4ge Arbeitslosengeld (w\u00f6chentlich)<\/td>\r\n<td>217&#8217;000<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>15:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Oktober)\u00a0<\/td>\r\n<td>56.7<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 3. November<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Adecco<\/td>\r\n<td>Jahreszahlen<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>Geberit<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>BMW<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>Hugo Boss<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>BNP Paribas<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>IT<\/td>\r\n<td>Enel<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>AUT<\/td>\r\n<td>Raiffeisen International<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>NL<\/td>\r\n<td>Stellantis<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>NL<\/td>\r\n<td>ING\u00a0<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>NL<\/td>\r\n<td>Euronext<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>BT Group\u00a0<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Rolls Royce<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Starbucks<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Amgen<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Kellogg<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Paypal<\/td>\r\n<td>Q3<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator : Die US-Notenbank wird die Zinsen weiter erh\u00f6hen. 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