{"id":13201,"date":"2022-05-17T09:39:35","date_gmt":"2022-05-17T07:39:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13201"},"modified":"2022-05-17T09:39:35","modified_gmt":"2022-05-17T07:39:35","slug":"redwheel-china-wird-abgeloest-wachstum-des-verarbeitenden-gewerbes-in-schwellenlaendern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/redwheel-china-wird-abgeloest-wachstum-des-verarbeitenden-gewerbes-in-schwellenlaendern\/","title":{"rendered":"Redwheel: China wird abgel\u00f6st \u2013 Wachstum des verarbeitenden Gewerbes in Schwellenl\u00e4ndern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Redwheel : China wandelt sich von der \u201eWerkbank der Welt\u201c zur Innovationswirtschaft. Globale Unternehmen sind bestrebt, in ihren Lieferketten weniger abh\u00e4ngig von der Volksrepublik zu werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Von John Johnstone, Portfoliomanager Emerging Market Next Generation Fonds, Redwheel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zugleich \u00f6ffnen sich die Schwellenl\u00e4nder der n\u00e4chsten Generation f\u00fcr ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur wirksamen Entwicklung einer urbanisierten Erwerbsbev\u00f6lkerung muss ein Land seine internen Ressourcen entwickeln und sein langfristiges Potenzial aussch\u00f6pfen. Dies erfordert Investitionen in die Fertigungskapazit\u00e4ten, um die Arbeitskr\u00e4fte von ihren agrarischen Wurzeln weg und hin zu einer entwickelten, angestellten Existenz zu bewegen. Die Verst\u00e4dterung treibt den Konsum an, da die lokale Wirtschaft w\u00e4chst und die Verbraucher ihre Ausgaben f\u00fcr Immobilien und langlebige G\u00fcter wie Autos und Haushaltsger\u00e4te erh\u00f6hen wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">China ist daf\u00fcr eines der eindrucksvollsten Beispiele: Die Produktionskapazit\u00e4ten des Landes sind in den letzten 25 Jahren exponentiell gewachsen und haben genug Arbeitspl\u00e4tze geschaffen, um 750 Millionen Menschen aus der Armut in die St\u00e4dte zu bringen. Im gleichen Zeitraum ist der Anteil an der weltweiten Produktion von vier Prozent im Jahr 2000 auf heute aussergew\u00f6hnliche 24 Prozent gestiegen.[1]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>China gibt den Staffelstab weiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chinas wirtschaftlicher Erfolg hat dazu gef\u00fchrt, dass die Arbeitspreise im Laufe der Zeit erheblich gestiegen sind, und das Land auf globaler Ebene nicht mehr der billigste Produktionsstandort ist. Inzwischen hat die Einf\u00fchrung von Handelsz\u00f6llen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit Chinas beeintr\u00e4chtigt, und die Pandemie hat die Probleme aufgezeigt, die sich aus einer zu starken Konzentration der Lieferketten auf einen Standort ergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Infolgedessen beginnt die Welt nun, ihre Abh\u00e4ngigkeit von China zu \u00fcberwinden und neue Fabriken in anderen Schwellenl\u00e4ndern zu errichten. Viele Unternehmen suchen nach neuen Wirtschaftsr\u00e4umen, in denen sie Produktionszentren f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahrzehnte ausbauen k\u00f6nnen. Die L\u00e4nder, die am ehesten von dieser Diversifizierung profitieren k\u00f6nnen, sind die Schwellenl\u00e4nder der n\u00e4chsten Generation, auch bekannt als Frontier Markets.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese L\u00e4nder, die ein g\u00fcnstiges politisches Umfeld, eine attraktive Demografie und eine gute Infrastruktur vorweisen k\u00f6nnen, gelten als attraktive Investitionsziele. Dies hat dazu gef\u00fchrt, dass Frontier Markets in S\u00fcdostasien zu beliebten Alternativen f\u00fcr Investitionen im verarbeitenden Gewerbe geworden sind, wie auch L\u00e4nder in Osteuropa und Nordafrika &#8211; etwa Rum\u00e4nien und Marokko.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist, dass nicht nur westliche Unternehmen diesem Trend folgen. Investoren dieser neuen Produktionsstandorte sind oft chinesische Firmen, da sie bestrebt sind, auf der internationalen B\u00fchne kostenm\u00e4ssig wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben und in der wirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfungskette aufsteigen wollen. So haben die chinesischen Investitionen in Vietnam in den letzten Jahren deutlich zugenommen und China ist auch einer der gr\u00f6ssten Investoren in der Textilindustrie von Bangladesch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dem bekannten Pfad folgen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vietnam ist ein hervorragendes Beispiel f\u00fcr eine Volkswirtschaft, die derzeit dem bekannten Pfad des Wachstums im verarbeitenden Gewerbe beschreitet. Dank steuerlicher Anreize, preiswerter und junger Arbeitskr\u00e4fte und einer wirksamen Strategie zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie hat das Land erhebliche Investitionen in arbeitsintensive Fertigungsindustrien angezogen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten zehn Jahren hat etwa der Elektronikriese Samsung einen grossen Teil seiner Produktion von S\u00fcdkorea und China nach Vietnam verlagert. Das Unternehmen hat fast 20 Milliarden Dollar in Vietnam investiert und betreibt derzeit dort sechs Fabriken sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Heute entf\u00e4llt fast die H\u00e4lfte der weltweiten Mobiltelefonproduktion von Samsung auf Vietnam und auf Samsung wiederum entf\u00e4llt fast ein F\u00fcnftel der gesamten vietnamesischen Exporte.[2]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir glauben, dass Vietnam das Potenzial hat, einen \u00e4hnlichen Weg einzuschlagen und den Erfolg zu wiederholen, den wir vor 20 Jahren in China gesehen haben. Wir k\u00f6nnen an diesem langfristigen Trend teilhaben, indem wir direkt in Infrastruktur- und Produktionsunternehmen investieren oder indirekt \u00fcber Unternehmen, die vom steigenden Konsum, der finanziellen Integration und der Immobilienentwicklung profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hoa Phat Group etwa ist mit einem Marktanteil von 30 Prozent der gr\u00f6sste Stahlhersteller in Vietnam. Das Unternehmen verzeichnete ein robustes Umsatzwachstum, seit es seine Dung Quat-Erweiterungsanlage hochgefahren hat. Dies schl\u00e4gt sich nun in steigendem Cashflow f\u00fcr das Unternehmen nieder und wir sehen das Unternehmen als einen Hauptnutzniesser der anhaltenden Auslandsinvestitionen in die Produktionsinfrastruktur.[3]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres Beispiel f\u00fcr die fortschreitende Verlagerung des verarbeitenden Gewerbes in die Schwellenl\u00e4nder der n\u00e4chsten Generation findet sich in der Automobilproduktion: In Rum\u00e4nien, der Tschechischen Republik und Marokko werden heute mehr Personenkraftwagen hergestellt als in entwickelten Volkswirtschaften wie etwa Italien. Unternehmen wie Peugeot, Renault und Jaguar Land Rover haben ihre Produktion an kosteng\u00fcnstigere Standorte verlagert und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kettenreaktion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Starke Auslandsinvestitionen in das verarbeitende Gewerbe haben eindeutige unmittelbare Vorteile, wie die obige Grafik zum Exportwachstum zeigt. Sie k\u00f6nnen einen positiven Kreislauf in Gang setzen, indem sie die Handelsbilanz und die Staatsfinanzen verbessern, was wiederum weitere Auslandsinvestitionen und Besch\u00e4ftigung anregen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Arbeitnehmer h\u00f6here L\u00f6hne erhalten und die Unternehmen ihre Gewinne steigern, wird der Inlandsverbrauch zunehmen, was zu einer st\u00e4rkeren Inanspruchnahme von Finanzprodukten f\u00fchrt. Dies sind sehr starke indirekte Vorteile, die den wirtschaftlichen Wert jeden Dollars aus Auslandsinvestitionen vervielfachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Multiplikatoreffekt f\u00fchrt zu breiteren Investitionsm\u00f6glichkeiten innerhalb dieser Volkswirtschaften. Vincom Retail etwa ist der gr\u00f6sste Entwickler von Einkaufszentren in Vietnam und wir glauben, dass das Unternehmen ausserordentlich gut positioniert ist, um weiter von den steigenden Einkommen und der exponentiellen Zunahme der Marktdurchdringung bei Verbraucherm\u00e4rkten im Land zu profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zur\u00fcck in die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die asiatischen \u201eTiger-Staaten\u201c Hongkong, Singapur, S\u00fcdkorea und Thailand erlebten in den 1980er und 90er Jahren ein rasantes Wachstum, als sie die ausgelagerte Fertigung entwickelten und die Besch\u00e4ftigung erh\u00f6hten. China \u00fcbernahm dann das Ruder als weltweiter Billigproduzent und durchlief einen \u00e4hnlichen industriellen Wandel, indem es seine Produktionskapazit\u00e4ten seit Anfang der 2000er Jahre exponentiell ausbaute.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesem Grund bezeichnen wir die Entwicklung einer verarbeitenden Wirtschaft und einer urbanisierten Erwerbsbev\u00f6lkerung als einen ausgetretenen, bekannten Pfad. Wir haben dies schon einmal erlebt und werden dies wieder sehen. Da die Welt ihre Lieferketten nicht nur auf der Suche nach einer kosteng\u00fcnstigeren Produktion diversifizieren will, sondern auch versucht, ihre Abh\u00e4ngigkeit von China zu verringern, sind die Frontier Markets in einer guten Position, davon zu profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vietnam steht dabei in erste Reihe, aber auch andere Volkswirtschaften Asiens wie Bangladesch, Indonesien und die Philippinen d\u00fcrften gut positioniert sein, um weiter Investitionen aus dem Ausland anzuziehen, da sie eine starke Produktionsbasis und weitere Arbeitspl\u00e4tze schaffen. L\u00e4nder wie Marokko, Kenia, Peru, Kolumbien, Rum\u00e4nien und Ungarn sind \u00e4hnlich gut aufgestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Tatsache, dass viele dieser Volkswirtschaften kaum untersucht, oft missverstanden und von vielen Anlegern ignoriert werden, macht sie f\u00fcr uns als langfristige Anleger noch attraktiver. Die Kombination dieser Faktoren hat zu attraktiven Bewertungen gef\u00fchrt, w\u00e4hrend das Wirtschaftswachstum weiterhin h\u00f6her ist als in anderen Regionen der Welt. Diese Faktoren stimmen uns zuversichtlich, dass die Strategie des Redwheel Next Generation Emerging Markets Equity Funds weiterhin erfolgreich sein wird.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[1] Quelle: Weltbank und Statistiken der Vereinten Nationen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[2] Quelle: Samsung Company Reports, Redwheel (Stand vom: 31.03.2022).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">[3] Quelle: Hoa Phat Group Company Reports und Bloomberg (Stand vom: 31.03.2022).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Redwheel : China wandelt sich von der \u201eWerkbank der Welt\u201c zur Innovationswirtschaft. Globale Unternehmen sind bestrebt, in ihren Lieferketten weniger abh\u00e4ngig von der Volksrepublik zu werden.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":13126,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[332],"class_list":["post-13201","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-redwheel"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13201"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13201\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}