{"id":13271,"date":"2022-05-24T09:59:40","date_gmt":"2022-05-24T07:59:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13271"},"modified":"2022-05-24T09:59:40","modified_gmt":"2022-05-24T07:59:40","slug":"eurizon-vorsichtige-entwarnung-fuer-die-maerkte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/eurizon-vorsichtige-entwarnung-fuer-die-maerkte\/","title":{"rendered":"Eurizon : Vorsichtige Entwarnung f\u00fcr die M\u00e4rkte"},"content":{"rendered":"<p>Eurizon : Die US-Inflation sollte ihren H\u00f6hepunkt erreicht haben&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/advisorworld.ch\/newsletter\"><span style=\"color: #ff6600;\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Eurizon Investmentausblick Juni 2022<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Andrea Conti Head of Eurizon\u2019s Macro Research &amp; Product Specialist team<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&#8211; Korrekturen deuten auf eine Verlangsamung des Expansionstempos hin, nicht aber auf eine Rezession <\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Erwartungen f\u00fcr Unternehmensgewinne spiegeln Wirtschaftsentwicklung noch nicht widerDer Markt ist durch eine Reihe von Problemen gekennzeichnet, die sich restriktiv auf die\u00a0 Weltwirtschaft auswirken.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>US-Inflation<\/strong> hat wahrscheinlich ihren H\u00f6hepunkt erreicht, aber der R\u00fcckgang wird langsam und nicht linear ausfallen, wie die Aprildaten zeigen, die immer noch h\u00f6her sind als prognostiziert. Neue Lockdowns in China und die kriegsbedingt hohen Rohstoffpreise d\u00fcrften weiter Druck auf die Preise aus\u00fcben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die<strong> Fed<\/strong> erh\u00f6hte im Mai die Zinsen um 50 Basispunkte und k\u00fcndigte an, dies auch im Juni und Juli zu tun. Die Fed Funds Futures gehen davon aus, dass die Zinss\u00e4tze in einem Jahr ihren H\u00f6chststand bei 3 % erreichen werden. Was die EZB betrifft, so rechnet der Markt mit einer ersten Zinserh\u00f6hung zwischen Juni und Juli. Insgesamt wird f\u00fcr das kommende Jahr eine Erh\u00f6hung um 120 Basispunkte erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sowohl die Wirtschaftsdaten f\u00fcr die USA als auch f\u00fcr Europa best\u00e4tigen die Fortsetzung des Aufschwungs nach der Wiederer\u00f6ffnung der M\u00e4rkte. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die in den letzten Wochen vorgenommene Versch\u00e4rfung der monet\u00e4ren Bedingungen in den Daten zwischen Fr\u00fchjahr und Sommer dieses Jahres niederschlagen wird. Die Anleger k\u00f6nnten vor dem Hintergrund der Anzeichen f\u00fcr eine makro\u00f6konomische Verlangsamung jedoch Hoffnung daraus sch\u00f6pfen, dass der Inflationsanstieg seinen H\u00f6hepunkt erreicht hat, die Rohstoffpreise sinken und die Corona-Welle in China wieder abebbt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thema des Monats:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Analysen deuten auf eine Verlangsamung des Expansionstempos hin, nicht aber auf eine Rezession f\u00fcr den Rest des Jahres<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Jahr 2022 sollte ein geordneter \u00dcbergang von der Wachstumsspitze im Jahr 2021 zu einer R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t im Jahr 2023 sein. Es ist tats\u00e4chlich ein \u00dcbergangsjahr, aber ein turbulentes. Das l\u00e4nger als erwartet anhaltende Aufflammen der Inflation hat die Zentralbanken zu einer scharfen Kehrtwende gezwungen und die \u00d6konomen veranlasst, ihre Wachstumssch\u00e4tzungen nach unten zu korrigieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die USA liegt der Konsens f\u00fcr 2022 nach einem Wachstum von 5,7 % im letzten Jahr nun bei 2,7 %. Zu Jahresbeginn waren es noch 3,9 %. F\u00fcr die Eurozone erfolgte die Anpassung der Wachstumserwartungen \u00e4hnlich wie in den USA: 2021 lag das Wachstum bei 5,4 %, w\u00e4hrend der Konsens f\u00fcr 2022 von 4,2 % auf 2,8 % zu Jahresbeginn gesenkt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Korrekturen sind bereits recht deutlich und deuten auf eine Verlangsamung des Expansionstempos, aber nicht auf eine Rezession f\u00fcr den Rest des Jahres hin. Abschlie\u00dfend ist anzumerken, dass die Sch\u00e4tzungen f\u00fcr das Jahr 2023 von der derzeitigen Konjunkturabschw\u00e4chung kaum betroffen sind. Was den Konsens anbelangt, so wird weiterhin davon ausgegangen, dass das Wachstum im n\u00e4chsten Jahr nach drei ausgesprochen turbulenten Jahren endlich auf sein normales Tempo von etwa 2 % zur\u00fcckkehren wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor dem Hintergrund einer umfangreichen Korrektur der Wirtschaftswachstumssch\u00e4tzungen wurden andererseits die Erwartungen f\u00fcr die Unternehmensgewinne sowohl in den USA als auch in Europa weiter nach oben korrigiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den S&amp;P 500 wird f\u00fcr 2022 ein Gewinnwachstum von 10 % erwartet. Zu Jahresbeginn lag die Sch\u00e4tzung noch bei 8,5 %. F\u00fcr den Eurostoxx wird f\u00fcr das Jahr 2022 ein Gewinnwachstum von 8,5 % prognostiziert. Zu Beginn des Jahres lagen die Prognosen noch bei 8,2 %. Die Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die Gewinnentwicklung im Jahr 2023 bleiben im Wesentlichen unver\u00e4ndert: +10 % f\u00fcr die Gewinne in den USA, +8 % f\u00fcr die Eurozone.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Diskrepanz zwischen dem Makrokonsens (Wirtschaftswachstum) und dem Mikrokonsens (Unternehmensgewinne) l\u00e4sst sich durch die hohe Inflation erkl\u00e4ren. Die Unternehmen sind unter den verschiedenen Wirtschaftsakteuren am besten daf\u00fcr ger\u00fcstet, mit einer hohen Inflation zu leben. In gewisser Hinsicht sind sie sogar diejenigen, die die Inflation n\u00e4hren, indem sie die Preiserh\u00f6hungen direkt an den Endverbraucher weitergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es liegt auf der Hand, dass eine hohe Rentabilit\u00e4t nicht unbegrenzt aufrechterhalten werden kann. Sollte sich die Konjunkturabschw\u00e4chung in den kommenden Monaten fortsetzen und m\u00f6glicherweise an eine Rezession grenzen, w\u00e4re eine Revision der Gewinne f\u00fcr 2022 und 2023 unvermeidlich und aller Wahrscheinlichkeit nach erheblich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst in Bezug auf die Gewinnerwartungen ist der Konsens bereits konservativ. Es stimmt zwar, dass die Gewinnprognosen in absoluten Zahlen nicht gesunken sind, aber es stimmt auch, dass die Analysten bereits begonnen haben, ihre Erwartungen zu senken. Die Korrekturen der Sch\u00e4tzungen weisen in der Tat nach unten, was auf eine bevorstehende Verlangsamung des Gewinnwachstums schlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die eigentliche Anpassung, die der Markt vorgenommen hat, betrifft die Multiplikatoren. W\u00e4hrend die Gewinne weiter gestiegen sind, sind die Marktindizes gesunken (-15 % seit Jahresbeginn f\u00fcr den Index MSCI All Countries World).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone und in den Schwellenl\u00e4ndern liegen die Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnisse unter den langfristigen Durchschnittswerten und sind nicht mehr allzu weit von den Niveaus einer Rezession entfernt. Die Multiplikatoren des US-Aktienmarktes sind dagegen h\u00f6her. In j\u00fcngster Zeit ist jedoch ein rapider R\u00fcckgang zu verzeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im theoretischen qualitativen Ranking liegt der makro\u00f6konomische Konsens bei der Vorhersage einer Verlangsamung recht weit vorne. Die Unternehmensgewinne spiegeln diese Entwicklung bei weitem noch nicht wider. Sollten die makro\u00f6konomischen Prognosen erneut gesenkt werden (was ohne einen R\u00fcckgang der Inflation und eine Verlangsamung der Zinserh\u00f6hungen m\u00f6glich ist), droht eine Korrektur der Unternehmensgewinne nach unten. Die Auswirkungen auf die Aktienkurse k\u00f6nnten dann jedoch zumindest teilweise durch die bereits weitgehend vorsichtig nach unten korrigierten Bewertungen abgefedert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eurizon : Die US-Inflation sollte ihren H\u00f6hepunkt erreicht haben&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":13278,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[682],"tags":[132],"class_list":["post-13271","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-anlagestrategie","tag-eurizon"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13271"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13271\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}