{"id":13275,"date":"2022-05-24T10:11:35","date_gmt":"2022-05-24T08:11:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13275"},"modified":"2022-05-24T10:11:35","modified_gmt":"2022-05-24T08:11:35","slug":"blackrock-behalten-die-wachstumskraefte-die-oberhand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-behalten-die-wachstumskraefte-die-oberhand\/","title":{"rendered":"Blackrock: Behalten die Wachstumskr\u00e4fte die Oberhand?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: In den vergangenen Monaten waren Inflationssorgen \u2013 angeheizt durch versch\u00e4rfte Angebotsknappheiten (Ukraine-Krieg, erneute Lockdownmassnahmen in Ostasien) \u2013 und die ausgepr\u00e4gte Neubewertung der Geldpolitik dominierende Faktoren an den Kapitalm\u00e4rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von <b>Ann-Katrin Petersen, Senior Investment Strategist bei BlackRock<\/b><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aussicht auf h\u00f6here Leitzinsen und eine weniger \u00fcppige Zentralbankliquidit\u00e4t bei anhaltend hoher geopolitischer Unsicherheit liessen Aktienbewertungen abschmelzen. Mit anderen Worten sank die Zahlungsbereitschaft der Aktieninvestoren f\u00fcr den erwarteten Ertragsstrom.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Zins- zu Konjunktursorgen: Schaukelb\u00f6rse setzt sich fort<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun scheint sich die Grosswetterlage allm\u00e4hlich zu ver\u00e4ndern. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich vermehrt auf die schwelenden Abw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr die globale Konjunktur. Damit geraten nun weniger die bereits abgeschmolzenen Bewertungsvielfache, sondern vielmehr die Erwartungen f\u00fcr die Unternehmensgewinne, das fundamentale R\u00fcckgrat der Aktienm\u00e4rkte, unter Druck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unl\u00e4ngst sch\u00fcrten insbesondere drei Entwicklungen zus\u00e4tzlich die nun verst\u00e4rkt ins Blickfeld geratenen Konjunktursorgen:<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die noch sch\u00e4rfere Rhetorik seitens der US-Notenbank Fed: Es bleibt mit einem Fragezeichen behaftet, ob der Fed im Kampf gegen Inflationsrisiken eine \u201esanfte Landung\u201c der US-Konjunktur gelingt \u2013 zumindest sofern sie ihren immer kernigeren Worten Taten folgen l\u00e4sst. An den US-Rentenm\u00e4rkten f\u00fchrte die Erwartung einer m\u00f6glicherweise abgew\u00fcrgten Nachfrage und US-Rezession zwischenzeitlich dazu, dass Zinserh\u00f6hungen f\u00fcr das Jahr 2023 weitgehend ausgepreist und sogar mit fallenden Zinsen gerechnet wurde. So verlautbarte der Fed-Vorsitzende Jay Powell j\u00fcngst, dass der avisierte geldpolitische Kurs mit \u201ewirtschaftlichem Schmerz\u201c f\u00fcr die gr\u00f6sste Volkswirtschaft der Welt verbunden sei. Bereits jetzt stemmt sich die Fed mit allen Mitteln \u2013 vorgezogene und scharfe Zinserh\u00f6hungen (\u201eFrontloading\u201c), z\u00fcgige Bilanzabschmelzung, falkenhafte Forward Guidance \u2013 gegen das Risiko erh\u00f6hter Inflationserwartungen. Denn erschwerend kommt hinzu, dass die Teuerungsdynamik prim\u00e4r auf Angebotsknappheiten zur\u00fcckzuf\u00fchren ist und damit ausserhalb des direkten Einflussbereichs der Zentralbanken liegt. Solange jedoch die Sorge vor sich verselbst\u00e4ndigenden Inflationserwartungen und Zweitrundeneffekten, etwa einer Lohn-Preis-Spirale, kursiert, werden die Falken in den geldpolitischen Entscheidungsgremien der Fed, aber auch der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), die Oberhand behalten.<\/li>\n<li>Meldungen zu eingetr\u00fcbten Gewinnaussichten bei grossen US-Einzelh\u00e4ndlern: Nicht nur stark gestiegene Kosten angesichts versch\u00e4rfter Lieferprobleme und Knappheiten (Material, Arbeitskr\u00e4fte) schlagen zu Buche, sondern es mehren sich die Anzeichen einer Kaufzur\u00fcckhaltung bei den Kunden. Mit anderen Worten k\u00f6nnten die Gewinnmargen sowohl kostenseitig als auch in Bezug auf das Umsatzwachstum unter Druck geraten.<\/li>\n<li>Schwache Konjunkturindikatoren aus China: Die strikte Corona-Politik und gestiegene Rohstoffpreise haben die kurzfristigen Wachstumsperspektiven der zweitgr\u00f6ssten Volkswirtschaft der Welt eingetr\u00fcbt und lassen das Wachstumsziel der Regierung von 5,5% f\u00fcr das Jahr 2022 ehrgeizig erscheinen. Die kr\u00e4ftige Zinssenkung der chinesischen Zentralbank (People\u2019s Bank of China) in der vergangenen Woche st\u00fctzt f\u00fcr sich genommen die Nachfrageseite (Investitionen, Konsum). Allerdings entfalten geldpolitische Entscheidungen ihre volle Wirkung f\u00fcr gew\u00f6hnlich erst mit einer zeitlichen Verz\u00f6gerung.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weltweite Konjunktursorgen lasten auf Gewinnerwartungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Ausblick an den Aktienm\u00e4rkten bedeutet dies: Ging der Kursrutsch an den B\u00f6rsen zun\u00e4chst mit sinkenden Bewertungsvielfachen einer, die angesichts erh\u00f6hter Zinserwartungen unter Druck geraten waren, sind es nun die Gewinnerwartungen, die sich verst\u00e4rkt eintr\u00fcben k\u00f6nnten. Mit der Aussicht auf schw\u00e4cheres Umsatzwachstum geraten Nachfragekomponenten damit zunehmend in den Blick.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unsere Erwartung:<\/strong><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das gesamtwirtschaftliche Umfeld bleibt auf absehbare Zeit herausfordernd. Die in dieser Woche ver\u00f6ffentlichten globalen Einkaufsmanagerindizes d\u00fcrften auf eine Verlangsamung des weltweiten Wachstumstempos hindeuten. Ohne Zweifel ist die Liste an Bremsfaktoren lang \u2013 darunter Lieferengp\u00e4sse, die die Produktionst\u00e4tigkeit beeintr\u00e4chtigen, Kostensteigerungen, die private Haushalte und Unternehmen belasten, straffere Finanzierungsbedingungen, und ein hohes Mass an Unsicherheit. Die Weltwirtschaft rutscht unserer Einsch\u00e4tzung nach jedoch nicht in eine Rezession, sofern sich keine weitere Versch\u00e4rfung der hinl\u00e4nglich bekannten Unw\u00e4gbarkeiten abzeichnet oder zus\u00e4tzliche Abw\u00e4rtsrisiken aufkeimen.<\/li>\n<li>In regionaler Hinsicht federt in Ostasien eine Lockerung der Wirtschaftspolitik Konjunkturrisiken ab. In Europa sind die Stagflationssorgen noch nicht gebannt, jedoch st\u00fctzen die aufgehobenen Corona-Beschr\u00e4nkungen, \u00fcppigen Ersparnisse der Verbraucher, volle Auftragsb\u00fccher in der Industrie und fortgesetzt niedrige Zinsen die Konjunktur. So hat sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen, gemessen an dem am Montag ver\u00f6ffentlichten ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex, im Mai aufgehellt. Die deutsche Wirtschaft erweist sich trotz zahlreicher Widrigkeiten als robust. Anzeichen f\u00fcr eine Rezession sind derzeit nicht sichtbar \u2013 sofern es nicht zu einem Stopp der russischen Gaslieferungen kommt. In den USA legt die Fed unserer Einsch\u00e4tzung nach keine geldpolitische Vollbremsung hin, w\u00e4hrend der feste Arbeitsmarkt fortgesetzt den privaten Konsum \u2013 der wichtigste Pfeiler der US-Konjunktur &#8211; st\u00fctzt.<\/li>\n<li>Die Gesamtinflationsraten erreichen auf absehbare Zeit ihren Gipfel, sofern die Rohstoffpreise nicht noch einmal kr\u00e4ftig anziehen, verharren jedoch auf erh\u00f6hten Niveaus. In den USA k\u00f6nnte der am Freitag ver\u00f6ffentlichte PZE-Bericht einen nachlassenden monatlichen Inflationsdruck signalisieren, da Konsumenten ihre Ausgaben im Zuge des wirtschaftlichen Neustarts hin zu Dienstleistungen und weg von Waren verlagern.<\/li>\n<li>Die Zentralbanken dies- und jenseits des Atlantiks normalisieren z\u00fcgig ihre Geldpolitik und zeigen sich handlungsbereit, um die Inflationserwartungen einzuhegen, legen aber keine Vollbremsung der Wirtschaft hin. Die Fed l\u00e4sst Worten nur begrenzt Taten folgen, hebt ihren Leitzinskorridor nicht nennenswert \u00fcber ein neutrales Niveau von ca. 2,5% und legt im kommenden Jahr eine Verschnaufpause ein, um die Wirkung ihrer Zins- und Bilanzpolitik auf die Realwirtschaft zu eruieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Taktisch neutrale Haltung f\u00fcr Aktien der Industriel\u00e4nder<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch es k\u00f6nnten angesichts der un\u00fcbersichtlichen gesamtwirtschaftlichen Gemengelage Monate vergehen, bis sich die B\u00f6rsen von den Zins- und Konjunktursorgen erholen, die Fed eine Pause im Zinserh\u00f6hungszyklus signalisiert und andere Risikofaktoren wie die versch\u00e4rften Lieferprobleme in der Wahrnehmung wieder in den Hintergrund r\u00fccken. Das BlackRock Investment Institute (BII) hat vor diesem Hintergrund im Rahmen des ganzheitlichen Portfolioansatzes eine weitere Risikoreduktion vorgenommen und bevorzugt eine neutrale Position bei Aktien der Industriel\u00e4nder gegen\u00fcber der Benchmark. An den Rentenm\u00e4rkten erwarten wir nach wie vor eine Versteilerung der US-Staatsanleihenkurve mit Chancen bei kurzlaufenden Papieren sowie bei inflationsgesch\u00fctzten Staatsanleihen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: In den vergangenen Monaten waren Inflationssorgen \u2013 angeheizt durch versch\u00e4rfte Angebotsknappheiten (Ukraine-Krieg, erneute Lockdownmassnahmen in Ostasien) \u2013 und die ausgepr\u00e4gte Neubewertung der Geldpolitik dominierende Faktoren an den Kapitalm\u00e4rkten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-13275","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13275"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13275\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13275"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13275"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}