{"id":13650,"date":"2022-06-22T18:01:08","date_gmt":"2022-06-22T16:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13650"},"modified":"2022-06-22T18:01:08","modified_gmt":"2022-06-22T16:01:08","slug":"blackrock-zurueck-in-die-volatile-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-zurueck-in-die-volatile-zukunft\/","title":{"rendered":"Blackrock: Zur\u00fcck in die volatile Zukunft"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock: Sommerliche Unbeschwertheit ist bei B\u00f6rsianern derzeit wohl kaum auszumachen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>BlackRock Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Ann Katrin Petersen\u00a0 BlackRock<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits seit Monaten orientieren sich sowohl die Aktien- als auch die Anleihenkurse angesichts einer unerquicklichen Kombination von Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen gen S\u00fcden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist ein ungew\u00f6hnlich herausforderndes Marktregime, in dem Investoren keinen Schutz in klassischen \u201esicheren H\u00e4fen\u201c wie Staatsanleihen finden.<\/p>\n<p><strong>Geldpolitische Blitzeinschl\u00e4ge befeuern Konjunktursorgen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Muster setzte sich in einer ereignisreichen letzten Woche fort, in der geldpolitische Blitzeinschl\u00e4ge Konjunkturregen am Horizont erahnen lie\u00dfen. Der US-amerikanische Leitindex S&amp;P 500 glitt im Umfeld der kr\u00e4ftigsten US-Leitzinserh\u00f6hung seit 1994 in B\u00e4renmarktterrain ab. Seit seinem Allzeithoch zu Beginn des Jahres 2022 ist der S&amp;P 500 um mehr als 20 Prozent gefallen. Dar\u00fcber hinaus hat die scharfe Kehrtwende der Geldpolitik tiefe Spuren an den Rentenm\u00e4rkten hinterlassen. Einhergehend mit dem gigantischen Abverkauf sind die Renditen zehnj\u00e4hriger US-Staatsanleihen und deutscher Bundesanleihen seit Jahresbeginn um rund 180 Basispunkte gestiegen. Der Abstand zum Rentenmarktcrash von 1994 schmilzt. Lediglich der \u00d6lmarkt entzieht sich aufgrund der Sorgen vor nachhaltiger Angebotsknappheit dem Abw\u00e4rtssog an den Finanzm\u00e4rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alle drei Faktoren \u2013 Inflationssorgen, Zins- und Konjunktursorgen \u2013 haben zuletzt neue Nahrung erhalten:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00a0Der Gipfel der <strong>Inflation<\/strong> ist wohl noch nicht erreicht, weder in den USA, wie noch vor Kurzem von Beobachtern angenommen, noch im Euroraum. Obwohl die Verbraucherpreise sich in beiden W\u00e4hrungsr\u00e4umen zuletzt so dynamisch entwickelten wie seit vier Dekaden nicht, d\u00fcrfte die Teuerung im Juni neue H\u00f6chstst\u00e4nde markieren, nach Inflationsraten von 8,5% in den USA bzw. 8,1% im Euroraum im Mai. Hohe Energiepreise spielen nach wie vor eine zentrale Rolle f\u00fcr den hartn\u00e4ckigen Kosten- und Preisdruck, neben anderweitigen pandemie- und kriegsbedingten Angebotsknappheiten sowie steigenden Mietpreisen in den USA.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Immer hastiger und vehementer stemmen sich die <strong>Zentralbanken <\/strong>gegen Inflationsrisiken, und zwar selbst um den Preis einer wirtschaftlichen Abschw\u00e4chung. Die Bank oft England (BoE) erh\u00f6hte in der vergangenen Woche zum f\u00fcnften Mal in Folge ihren Leitzins auf ein Niveau von 1,25% und warnte gleichzeitig vor der toxischen Verquickung von Inflations- und Rezessionsrisiken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wiederum \u00fcberraschte mit einem Zinsschritt um 50 Basispunkte, der ersten Erh\u00f6hung seit 15 Jahren. Die SNB agierte damit entgegen den Erwartungen, und ungeachtet des bereits hochbewerteten Schweizer Franken, noch vor der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), die Zinserh\u00f6hungen f\u00fcr Juli und September angek\u00fcndigt hat. Zwar ist die weltweite Teuerungsdynamik vor allem auf Angebotsknappheiten zur\u00fcckzuf\u00fchren und liegt damit au\u00dferhalb des direkten Einflussbereichs der Notenbanken. Solange jedoch die Sorge vor sich verselbst\u00e4ndigenden Inflationserwartungen und Zweitrundeneffekten, etwa einer Lohn-Preis-Spirale, kursiert, werden die Falken in den geldpolitischen Entscheidungsgremien die Oberhand behalten. In Deutschland etwa erwarten die von der Bundesbank befragten B\u00fcrger f\u00fcr die kommenden f\u00fcnf Jahre mittlerweile eine Teuerung von durchschnittlich 5% \u2013 zwei Prozentpunkte mehr als vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Erneut m\u00fcssen die M\u00e4rkte ihre geldpolitischen Erwartungen anpassen. Renditeaufw\u00e4rtsdruck bei Anleihen und Gegenwind f\u00fcr Aktienbewertungen sind die Folge.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Geldpolitische Blitzschl\u00e4ge wie in der vergangenen Woche wiederum d\u00fcrften nicht spurlos an der<strong> Realwirtschaft <\/strong>vor\u00fcberziehen, gerade in den USA. So hat es die Fed nicht nur eilig, einen \u201eneutralen\u201c Leitzins von circa 2,5% zu erreichen, bei dem die US-Konjunktur nicht mehr angeschoben wird. Sondern sie scheint gewillt, den Leitzins noch in diesem Jahr auf 3,4% anzuheben \u2013 ein Niveau, das die US-Konjunktur bremsen und unserer Ansicht nach den wirtschaftlichen Neustart zum Stillstand bringen k\u00f6nnte. F\u00fcr das Jahr 2023 signalisieren die Projektionen der Fed-Notenbanker inzwischen ein Leitzinsniveau von 3,8%, 100 Basispunkte mehr als noch im M\u00e4rz.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit anderen Worten tritt nun das Dilemma der Zentralbanken \u2013 der Zielkonflikt zwischen Inflation und Wachstum \u2013\u00a0 verst\u00e4rkt zum Vorschein. Ein zu starkes Anheben der Zinss\u00e4tze birgt die Gefahr einer Rezession, w\u00e4hrend ein zu behutsames Vorgehen die Gefahr sich verselbstst\u00e4ndigender Inflationserwartungen mit sich bringt. Es f\u00e4llt schwer, sich in diesem Umfeld ein marktfreundliches \u201eGoldilocks\u201c-Szenario vorzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sommergewitter an den Kapitalm\u00e4rkten noch nicht vor\u00fcbergezogen <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar scheint an den Kapitalm\u00e4rkten bereits viel an Zins- und Konjunktursorgen eingepreist. Das Sommergewitter d\u00fcrfte jedoch erst vor\u00fcberziehen, wenn sich eine Reihe von Unw\u00e4gbarkeiten legen. Dazu z\u00e4hlt insbesondere die Gretchenfrage, ob die Notenbanken im Kampf gegen angebotsinduzierte Inflationsrisiken tats\u00e4chlich eine wirtschaftliche \u201eVollbremsung\u201c avisieren oder aber eine Verschnaufpause im Zinserh\u00f6hungszyklus einlegen und akzeptieren, \u201emit der Inflation zu leben\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar halten wir an unserer Einsch\u00e4tzung fest, dass die Gesamtsumme der Zinserh\u00f6hungen angesichts des Inflationsniveaus historisch niedrig ausfallen wird, machen uns aber kurzfristig auf Volatilit\u00e4t gefasst. Gerade in einer Welt, in der Angebotsfaktoren die erste Geige spielen, erwarten wir eine ausgepr\u00e4gtere makro\u00f6konomische Volatilit\u00e4t \u2013 also einen schwankungsreicheren gesamtwirtschaftliche Nachrichtenfluss \u2013 und damit verbunden eine erh\u00f6hte Volatilit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Back to a Volatile Future<\/strong>\u201c scheint das Gebot der Stunde zu sein \u2013 das Gegenst\u00fcck der \u201eGreat Moderation\u201c, einer Phase verringerter makro\u00f6konomischer Volatilit\u00e4t in den USA von Mitte der 1980er Jahre bis zur Finanzkrise im Jahr 2007, die nicht zuletzt von Preisstabilit\u00e4t gekennzeichnet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders herausfordernd gestaltet sich der Balanceakt der geldpolitischen Wende dabei f\u00fcr die EZB, die sich derzeit nicht nur mit Abw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr die Konjunktur, sondern im Hinblick auf gestiegene Renditeunterschiede im Euroraum auch mit Fragmentierungsrisiken auseinanderzusetzen hat. Im Nachgang einer au\u00dferordentlichen Sitzung in der vergangenen Woche bekr\u00e4ftigte der Rat seine Einsch\u00e4tzung, dass die Pandemie zu Verwerfungen gef\u00fchrt habe, die zu einer ungleichm\u00e4\u00dfigen \u00dcbertragung der EZB-Geldpolitik in den einzelnen Mitgliedsl\u00e4ndern beitrage. Auf der Grundlage dieser Auffassung hat der Rat beschlossen, bei der Wiederanlage von f\u00e4llig werdenden Wertpapieren im Rahmen des PEPP flexibel vorzugehen, d.h. bei Bedarf verst\u00e4rkt Anleihen von L\u00e4ndern wie Italien zu erwerben, die unter Druck stehen. Dar\u00fcber hinaus beauftragten die Notenbanker die zust\u00e4ndigen Aussch\u00fcsse des Eurosystems, mit Hochdruck ein neues sog. \u201e<strong>Anti-Fragmentierungsinstrument<\/strong>\u201c zu entwerfen. Ein solches Programm d\u00fcrfte anders als das \u201eOMT\u201c-Programm auf Reformauflagen verzichten, aber wom\u00f6glich Nettoanleihek\u00e4ufe vorsehen. Es bleibt mit einem Fragezeichen behaftet, in welchem Ausma\u00df und wie lange Hoffnungen auf Unterst\u00fctzung durch die EZB das Aufw\u00e4rtspotenzial bei den Risikoaufschl\u00e4gen der Euro-Staatsanleihen begrenzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Apropos Verschnaufpause: Nach den ereignisreichen Zentralbanksitzungen d\u00fcrften in dieser Woche Konjunkturzahlen den Ton vorgeben. Die Hoffnung liegt auf nachlassenden Lieferkettenst\u00f6rungen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock: Sommerliche Unbeschwertheit ist bei B\u00f6rsianern derzeit wohl kaum auszumachen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-13650","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13650"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13650\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13650"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13650"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}