{"id":13735,"date":"2023-01-12T16:36:32","date_gmt":"2023-01-12T15:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=13735"},"modified":"2023-01-12T16:40:52","modified_gmt":"2023-01-12T15:40:52","slug":"raiffeisen-robuste-schweizer-wirtschaft-ist-fuer-ein-schwieriges-umfeld-gut-geruestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/raiffeisen-robuste-schweizer-wirtschaft-ist-fuer-ein-schwieriges-umfeld-gut-geruestet\/","title":{"rendered":"Raiffeisen: Robuste Schweizer Wirtschaft ist f\u00fcr ein schwieriges Umfeld gut ger\u00fcstet"},"content":{"rendered":"\r\n<h5 class=\"eplus-aDQUeX\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Raiffeisen<\/strong> -\u00d6konomen rechnen 2023 mit einem BIP-Wachstum von 1,0 Prozent. Die Inflation d\u00fcrfte im Jahresdurchschnitt mit 2,3 Prozent tiefer ausfallen als 2022.<\/h5>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-480q7F\" style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator  eplus-HZJeoi\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff Chef\u00f6konom Raiffeisen Schweiz<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zenit bei den Schweizer Zinsen ist nahe, aber noch nicht ganz erreicht.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Schweizer Wirtschaft kann sich der weltweiten Abk\u00fchlung der Konjunktur nicht entziehen und d\u00fcrfte 2023 mit einem BIP-Wachstum von 1,0 Prozent nur noch unterdurchschnittlich zulegen.<\/strong> Die hohen Energiepreise und die steigenden Lebenshaltungskosten entfalten auch hierzulande ihre negative Wirkung. Gleichzeitig nimmt die Exportdynamik ab, weil die hohe Inflation bei den meisten Handelspartnern zu schmerzhaften Kaufkraftverlusten der Haushalte f\u00fchrt und die Konjunktur bremst. Viele Notenbanken werden ihre Geldpolitik weiter straffen m\u00fcssen, da die Gefahr von anhaltend hohen Inflationsraten noch nicht gebannt ist. In dieser Konstellation hat sich die Rezessionsgefahr deutlich erh\u00f6ht, insbesondere in Europa, das besonders stark vom durch den Ukraine-Krieg ausgel\u00f6sten Energiepreisschock betroffen ist. In der Schweiz besteht nach Einsch\u00e4tzung von Martin Neff, Chef\u00f6konom von Raiffeisen Schweiz, hingegen kein akutes Risiko einer Rezession.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDie Inflation bleibt hierzulande im Zaum, weshalb die Kaufkraft der Haushalte insgesamt weniger als im Ausland leidet. Eine ganze Reihe von Faktoren h\u00e4lt die Teuerung tiefer als in den Nachbarl\u00e4ndern, allen voran die starke W\u00e4hrung. Diese hilft, die hohen Importpreise abzufedern\u00bb, <strong>so Martin Neff.<\/strong> Er rechnet zwar auch 2023 mit einer weiter erh\u00f6hten Jahresinflation von 2,3 Prozent \u2013 was jedoch tiefer als im Vorjahr ist und im internationalen Vergleich nach wie vor ein \u00e4usserst verhaltenes Niveau darstellt. Der Franken d\u00fcrfte auch dieses Jahr zur St\u00e4rke neigen und weiterhin wesentlich dazu beitragen, dass der Preisdruck nicht zus\u00e4tzlich ansteigt. \u00abDie Schweizerische Nationalbank d\u00fcrfte die Zinsen darum nur noch geringf\u00fcgig weiter erh\u00f6hen\u00bb, ist Martin Neff \u00fcberzeugt. Die starke Zunahme der Energiepreise geht zwar auch in der Schweiz an den Unternehmen nicht spurlos vorbei, wie Umfragen von Raiffeisen bei Industrie-KMU zeigen. Die Belastung ist aber aufgrund der geringeren Abh\u00e4ngigkeit von \u00d6l und Gas und der generell niedrigeren Energieintensit\u00e4t der Schweizer Wirtschaft weniger stark als im Ausland.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Privatkonsum w\u00e4chst weiter<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten blicken laut Umfragen zwar pessimistisch ins neue Jahr. Ihre finanzielle Situation ist nach Einsch\u00e4tzung der Raiffeisen-\u00d6konomen \u2013 ungeachtet der Teuerung \u2013 aber weitgehend stabil. H\u00f6here L\u00f6hne helfen zudem, allf\u00e4llige weitere Einbussen des Reallohns in engen Grenzen zu halten. Gleichzeitig haben sich die Arbeitsmarktaussichten kaum verschlechtert. Auch wenn das anspruchsvolle wirtschaftliche und geopolitische Umfeld die Planungssicherheit beeintr\u00e4chtigt, planen viele Unternehmen weitere Einstellungen, insbesondere im Dienstleistungssektor. Schliesslich st\u00fctzen auch das Bev\u00f6lkerungswachstum und die anhaltend hohe Zuwanderung den Privatkonsum. \u00abAlles in allem d\u00fcrfte der Konsum somit auch 2023 ein zuverl\u00e4ssiger Wachstumspfeiler bleiben und damit verhindern, dass die Schweiz in eine Rezession rutscht\u00bb, <strong>res\u00fcmiert Martin Neff.<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein weiterer Zinsschub in der Schweiz erwartet<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schweizerische Nationalbank hat trotz des nach wie vor moderaten Preisausblicks schon fr\u00fch pr\u00e4ventiv begonnen, die Geldpolitik zu normalisieren, indem sie seit 2021 eine gewisse Aufwertung des Franken zugelassen hat. Sollte es zu einer unerw\u00fcnschten Abschw\u00e4chung kommen, kann die SNB jederzeit wieder Devisenk\u00e4ufe t\u00e4tigen und auf diesem Weg die Inflation bek\u00e4mpfen. Zusammen mit den bisher beschlossenen Zinsanhebungen scheint das mittelfristige Inflationsziel damit bereits in Reichweite. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Lohnanstiege moderat ausfallen und keine Zweitrundeneffekte ausl\u00f6sen d\u00fcrften. Die Raiffeisen-\u00d6konomen erwarten deshalb im Gegensatz zur Entwicklung in der Eurozone, wenn \u00fcberhaupt, h\u00f6chstens noch einen geringf\u00fcgigen Anstieg der Leitzinsen in der Schweiz. Damit d\u00fcrften auch die Kapitalmarktzinsen hierzulande nur noch moderat steigen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt kehrt die Planungssicherheit f\u00fcr Schweizer Unternehmen dieses Jahr aber nur langsam zur\u00fcck. \u00abMit der nachlassenden globalen G\u00fcternachfrage verlieren die Lieferkettenproblematik und der Mangel an Vorprodukten zwar sukzessive an Brisanz, aber je nachdem wie Chinas Ausstieg aus der Zero-Covid-Politik weiter verl\u00e4uft, drohen erneute Lieferengp\u00e4sse. Vor allem aber ist die Energiekrise noch l\u00e4ngst nicht vom Tisch\u00bb, so Martin Neff. Auch in Branchen mit einem grunds\u00e4tzlich niedrigen Energiekostenanteil k\u00f6nnen Kostensteigerungen wie 2022 schnell zu grossen Problemen oder gar Konkursen f\u00fchren. Neue Preisspitzen bei der Energie sind zwar unwahrscheinlich, die Preise wie auch die Schwankungen werden 2023 aber hoch bleiben. Generell sind die Chancen intakt, dass die Schweizer Wirtschaft widerstandsf\u00e4hig bleibt und auch 2023 leicht wachsen wird. Nichtsdestotrotz ist und bleibt die Prognoseunsicherheit unvermindert gross.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"eplus-qAux6i\" style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Raiffeisen -\u00d6konomen rechnen 2023 mit einem BIP-Wachstum von 1,0 Prozent. 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