{"id":13808,"date":"2022-07-04T11:14:32","date_gmt":"2022-07-04T09:14:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=13808"},"modified":"2022-07-04T11:14:32","modified_gmt":"2022-07-04T09:14:32","slug":"federated-hermes-esg-im-fokus-biodiversitaet-und-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/federated-hermes-esg-im-fokus-biodiversitaet-und-klimawandel\/","title":{"rendered":"Federated Hermes : ESG im Fokus \u2013 Biodiversit\u00e4t und Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Federated Hermes : Ein Versagen der Klimapolitik\u00a0 und der Verlust der biologischen Vielfalt sind laut dem Global Risks Report 2022 des Weltwirtschaftsforums die beiden gr\u00f6\u00dften Risiken, denen unser Planet in den kommenden zehn Jahren ausgesetzt sein wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Sonya Likhtman, Lead Engager \u2013 Federated Hermes Biodiversity Fund, EOS bei Federated Hermes<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar stehen unter dem Aspekt \u201eE\u201c (\u201eEnvironment\u201c) der ESG-Kriterien Fragen rund um den Klimawandel nach wie vor im Mittelpunkt. Das Thema Biodiversit\u00e4tsverlust hat jedoch rapide an Bedeutung gewonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verlust von Biodiversit\u00e4t stellt ein systemisches Risiko f\u00fcr die Wirtschaft und ein Risiko f\u00fcr Anleger dar. Wenn der Fokus allein auf das Thema Klimawandel gerichtet wird, werden Anleger kaum in der Lage sein, angemessen zur erfolgreichen Bewahrung von Biodiversit\u00e4t und \u00d6kosystemen beizutragen. Hier ist eine effizientere Vorgehensweise bei der Integration von Unternehmen in den Dialog \u00fcber diese Themen notwendig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Untrennbar verbunden: Kampf gegen Biodiversit\u00e4tsverlust und gegen den Klimawandel<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Klimawandel ist eine der f\u00fcnf Hauptursachen f\u00fcr den Verlust von Biodiversit\u00e4t. Durch die immer st\u00e4rker werdenden Auswirkungen des Klimawandels, etwa Temperaturver\u00e4nderungen und Extremwetterereignisse, wird dieser Verlust voraussichtlich noch zunehmen (Quelle 1). Der Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversit\u00e4t w\u00fcrden es uns erm\u00f6glichen, die negativen Folgen des Klimawandels zu begrenzen und Anpassungsma\u00dfnahmen zu treffen: etwa \u00fcber die Kohlenstoffbindung in B\u00f6den, W\u00e4ldern, Mooren und anderen \u00d6kosystemen oder durch den nat\u00fcrlichen Schutz vor \u00dcberschwemmungen und St\u00fcrmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow stand die Rolle der Natur bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels verst\u00e4rkt im Fokus. Die L\u00e4nder vereinbarten, den Waldverlust und die Verschlechterung der B\u00f6den zu stoppen und umzukehren. Finanzinstitute und Anleger verpflichteten sich, in ihren Portfolios durch Due Diligence und den Dialog mit Portfoliounternehmen gegen die fortschreitende Entwaldung anzugehen. Anders als beim Klimawandel, f\u00fcr dessen Erfassung CO2-Emissionen gemessen werden k\u00f6nnen, ist der Biodiversit\u00e4tsverlust schwieriger zu beurteilen und zu vergleichen. Denn dessen Auswirkungen sind h\u00e4ufig lokal begrenzt und \u00fcber verschiedene Lieferketten hinweg verteilt. F\u00fcr die Anleger stellt dies eine Herausforderung dar: Die Bewertung der Auswirkungen auf die Biodiversit\u00e4t und die Abh\u00e4ngigkeit eines Unternehmens von diesem Faktor ist kompliziert \u2013 auch wenn die \u201eTaskforce on Nature-related Financial Disclosures\u201c einen Beitrag zur St\u00e4rkung und Harmonisierung entsprechender Ma\u00dfnahmen leisten d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz aller H\u00fcrden ist es aus \u00f6kologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden unabdingbar, dass Anleger Biodiversit\u00e4t \u2013 neben dem Klimawandel \u2013 zu einer Stewardship-Priorit\u00e4t machen. Wir fordern Unternehmen dazu auf, bis sp\u00e4testens 2030 durch ihre Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit und Lieferketten einen positiven Nettoeffekt f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t zu erzielen (Quelle 2).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zwei Fliegen mit einer Klappe dank naturbasierter L\u00f6sungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Mechanismen zum Erreichen dieses Ziels d\u00fcrften sich je nach Unternehmen und Sektor unterscheiden, doch einige Strategien sind in der Lage, klima- und umweltbezogenen Herausforderungen gleicherma\u00dfen zu begegnen. Wenn Wertsch\u00f6pfungsketten etwa einen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung der Entwaldung leisten, werden dadurch auch biodiverse \u00d6kosysteme gesch\u00fctzt, die eine wichtige kohlenstoffsenkende Funktion erf\u00fcllen. Ebenso ist der \u00dcbergang zu einem nachhaltigeren Ern\u00e4hrungssystem von entscheidender Bedeutung, da bis zu 30 Prozent der globalen Emissionen derzeit auf dieses System zur\u00fcckzuf\u00fchren sind und f\u00fcr die Nutztierhaltung und den Anbau von Futtermitteln immense Fl\u00e4chen ben\u00f6tigt werden. Mit naturbasierten L\u00f6sungen kann auch der doppelten Herausforderung von Klimawandel und Biodiversit\u00e4tsverlust begegnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Engagement sollte sich auf die wichtigsten Auswirkungen der Unternehmen und den von ihnen ausgehenden Druck auf die Biodiversit\u00e4t fokussieren, etwa im Zusammenhang mit dem Wandel in der Nutzung von Land, dem Klimawandel und der Umweltverschmutzung. Ebenso wird mehr Innovation bei den Produktionsprozessen, den Lieferketten und den Produkten n\u00f6tig sein, um das ehrgeizige Ziel eines positiven Nettoeffekts auf Unternehmensebene zu erreichen. Diese Ziele sollten von einer starken Unternehmens-Governance, effektiven Messungen, wirkungsvollen Strategien sowie von einer regelm\u00e4\u00dfigen Berichterstattung begleitet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schutz der Biodiversit\u00e4t wird noch zu wenig beachtet<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Engagement f\u00fcr Biodiversit\u00e4t nimmt stetig zu, so etwa in Form der anstehenden gemeinsamen Engagement-Initiative \u201eNature Action 100\u201c. Allerdings besteht branchenweit noch Bedarf an weiteren Partnerschaften. Ein politisches Umfeld, das Anleger und Unternehmen dazu anregt, effektiv dazu beizutragen, den Verlust von Biodiversit\u00e4t aufzuhalten und umzukehren, ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Daher werden wir uns bei der k\u00fcrzlich auf den Dezember verlegten 15. Vertragsstaatenkonferenz zum \u00dcbereinkommen \u00fcber die biologische Vielfalt (COP15) \u00fcber die \u201eFinance for Biodiversity Foundation\u201c auch weiterhin f\u00fcr ein ehrgeiziges Konferenzergebnis im Sinne einer wirkungsvollen Transformation einsetzen (Quelle 3).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Mehrwert von Biodiversit\u00e4t und \u201e\u00d6kosystemleistungen\u201c \u2013 der von der Natur bereitgestellten Gemeing\u00fcter wie sauberer Luft und sauberem Wasser, fruchtbaren B\u00f6den, Best\u00e4ubung und g\u00fcnstigen Klimabedingungen \u2013 erh\u00e4lt bislang wenig Beachtung von Unternehmen und ihren Anlegern. Wenn wir jetzt nicht handeln, drohen jedoch der Zusammenbruch von Ern\u00e4hrungssystemen, die \u00dcberlastung unseres Planeten sowie erhebliche finanzielle Auswirkungen f\u00fcr die gesamte Weltwirtschaft. Der Verlust von Biodiversit\u00e4t und der Klimawandel sind zwar untrennbar miteinander verbunden, doch das Thema Biodiversit\u00e4t wird derzeit kaum beachtet und angegangen. Die Anleger sind jetzt dazu angehalten, die Frage der Biodiversit\u00e4t auf dem gesamten Planeten ganz oben auf ihre Agenda zu setzen und sicherzustellen, dass der Schutz und die Wiederherstellung von Biodiversit\u00e4t zu einer \u00fcbergeordneten Priorit\u00e4t von Unternehmen wird.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen: <\/span><span style=\"font-size: 8pt;\">(1) IPBES, Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services (2019)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (2) EOS, Our Commitment to Nature (2021)<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 (3) Finance for Biodiversity, Aligning financial flows with biodiversity goals and targets (2022)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Federated Hermes : Ein Versagen der Klimapolitik\u00a0 und der Verlust der biologischen Vielfalt sind laut dem Global Risks Report 2022 des Weltwirtschaftsforums die beiden gr\u00f6\u00dften Risiken, denen unser Planet in den kommenden zehn Jahren ausgesetzt sein wird.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":13811,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[187],"class_list":["post-13808","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-federated-hermes"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13808"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13808\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}