{"id":13837,"date":"2023-01-20T11:51:25","date_gmt":"2023-01-20T10:51:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=13837"},"modified":"2023-01-23T12:04:00","modified_gmt":"2023-01-23T11:04:00","slug":"allianz-gi-wie-belastbar-ist-die-erholung-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-wie-belastbar-ist-die-erholung-in-europa\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Wie belastbar ist die Erholung in Europa?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : In der kommenden Woche wird die \u00d6ffnung in China etwas aus dem Blickfeld r\u00fccken, da die Marktaktivit\u00e4t und die Liquidit\u00e4t wegen des chinesischen Neujahrsfests geringer ausfallen sollten.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von\u00a0 <span id=\"page3R_mcid2\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Sean Shepley <\/span><\/span><span id=\"page3R_mcid3\" class=\"markedContent\"><\/span><span id=\"page3R_mcid4\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Senior Economist<\/span><\/span> Allianz GI<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Marktteilnehmer d\u00fcrften sich stattdessen st\u00e4rker mit der wirtschaftlichen Dynamik in Europa befassen. Seit Ende des vergangenen Jahres haben sowohl der Euro als auch europ\u00e4ische Aktien einen H\u00f6henflug hingelegt. Angesichts des s\u00e4kularen Kursanstiegs von US-Aktien rechnen die M\u00e4rkte inzwischen damit, dass diese Papiere bei einer Marktrally \u00fcberdurchschnittlich abschneiden. Tats\u00e4chlich jedoch hat die Aktienmarkterholung ab dem vierten Quartal 2022 vor allem au\u00dferhalb der USA stattgefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was hat sich aus europ\u00e4ischer Sicht ge\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen sind die Bewertungen niedriger, zum anderen hat sich die relative konjunkturelle Dynamik ver\u00e4ndert. Die Erdgaspreise auf Sicht von einem Jahr sind in Europa noch immer f\u00fcnf bis sechs Mal so hoch wie Anfang 2020 und stellen insofern f\u00fcr einige Bereiche der europ\u00e4ischen Industrie nach wie vor ein strukturelles Problem dar. Allerdings sind sie im Vergleich zum H\u00f6chststand im August vergangenen Jahres bereits wieder um zwei Drittel gesunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im vergangenen Jahr wurden die Wachstumserwartungen durch die in die H\u00f6he schnellenden Gaspreise deutlich ged\u00e4mpft. Spiegelbildlich profitieren Verm\u00f6genswerte aus dem Euroraum nunmehr in dreierlei Hinsicht vom derzeitigen Gaspreisr\u00fcckgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstens verringert sich der Druck auf die europ\u00e4ischen Verbraucher. Weil nicht klar war, ob die Preise weiter steigen w\u00fcrden, sank die Nachfrage seitens der Verbraucher und der Unternehmen. Wenn die Unsicherheit \u00fcber die Gaspreise schwindet, sollte sich daher die Nachfrage in gewissem Umfang erholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens k\u00f6nnen sich auch die Regierungen, die ihren B\u00fcrgern nach dem Energiepreisschock Unterst\u00fctzung zugesagt haben, \u00fcber eine gute Nachricht freuen: Ihre Versprechen werden nicht so kostspielig wie bef\u00fcrchtet. Davon profitieren vor allem die Regierungen der Peripheriel\u00e4nder, denen es schwerer fallen d\u00fcrfte, K\u00e4ufer f\u00fcr umfangreichere Anleihevolumina zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und drittens verbessern sich bei sinkenden Energiekosten die Terms of Trade f\u00fcr den Euroraum. Die Aussicht darauf, dass sich die Handelsbilanz des Euroraums auf breiterer Basis erholt, st\u00fctzt den Euro-Wechselkurs und verringert dadurch den Druck auf die Binneninflation, der von den in US-Dollar ausgedr\u00fcckten Rohstoffpreisen ausgeht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts der Erholung des ZEW-Konjunkturindex rechnen wir damit, dass die Unternehmensumfragen im Euroraum in der kommenden Woche noch besser ausfallen. Im weiteren Verlauf d\u00fcrften die Aussichten auf eine Belebung der konjunkturellen Dynamik von einer raschen Wende bei der Kerninflation im Euroraum abh\u00e4ngen. Die M\u00e4rkte sind inzwischen optimistisch, dass der Inflationsdruck grunds\u00e4tzlich sinken k\u00f6nnte. Die <strong>Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB)<\/strong> warnte allerdings bei ihrer Dezember-Sitzung, dass nicht regulierte G\u00fcter und Dienstleistungen Anfang 2023 noch teurer werden k\u00f6nnten. In diesem Falle d\u00fcrfte die EZB ihren Leitzins wie bei der Dezember-Sitzung angek\u00fcndigt bis zum Fr\u00fchjahr rasch auf 3% anheben. Voraussichtlich w\u00fcrde sie ihre restriktive Geldpolitik dann auch bis zum Sommer fortsetzen. Bei einer anhaltenden Straffung der Geldpolitik d\u00fcrfte auch der Euro weiter aufwerten. Gleichzeitig sollte der Gegenwind f\u00fcr europ\u00e4ische Aktien zum Fr\u00fchjahr hin st\u00e4rker ausfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche stehen wichtige Datenver\u00f6ffentlichungen an, die eine Grundlage f\u00fcr die Anfang Februar anstehenden Zentralbanksitzungen in den USA und in Europa schaffen sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Euroraum erm\u00f6glichen die ersten Einkaufsmanagerindizes in diesem Jahr einen breiten \u00dcberblick \u00fcber die konjunkturelle Entwicklung um die Jahreswende herum. Wir rechnen mit weiteren, moderaten Anstiegen. Au\u00dferdem gibt der <strong>ifo-Index<\/strong> Aufschluss dar\u00fcber, ob Deutschland \u2013 das in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2022 hinter dem Euroraum insgesamt zur\u00fcckblieb \u2013 jetzt bei sinkendem Energiepreisdruck zum Rest des einheitlichen W\u00e4hrungsraums aufschlie\u00dfen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA werden neben den Einkaufsmanagerindizes die ersten Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal ver\u00f6ffentlicht; sie d\u00fcrften nach der kr\u00e4ftigen Erholung im dritten Quartal ein nahe oder \u00fcber der Trendrate liegendes Wachstum ausweisen. Der R\u00fcckgang der Auftragseing\u00e4nge f\u00fcr dauerhafte Gebrauchsg\u00fcter im November d\u00fcrfte zum Teil wettgemacht werden. Nichtsdestotrotz d\u00fcrfte das Umfeld f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe nach wie vor sehr ung\u00fcnstig sein. Au\u00dferdem wird in den USA am Freitag die Kernrate des PCE bekanntgegeben; dies ist der von der Notenbank Federal Reserve (Fed) bevorzugte Inflationsindex. Der Markt geht davon aus, dass sich die annualisierte Kerninflationsrate weiter dem Zielwert der Fed ann\u00e4hert. In diesem Falle d\u00fcrfte verst\u00e4rkt damit gerechnet werden, dass die Fed ihren Leitzins bei der n\u00e4chsten Sitzung um 25 Bp. anhebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In <strong>Japan<\/strong> d\u00fcrfte der Verbraucherpreisindex (VPI) f\u00fcr Tokio die ersten Hinweise auf die Inflationsdynamik Anfang 2023 geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und in <strong>Gro\u00dfbritannien<\/strong> deuteten die j\u00fcngsten Daten darauf hin, dass die Wirtschaft bisher noch nicht in eine Rezession geraten ist. Die Einkaufsmanagerindizes werden signalisieren, ob und wie lange die Rezession noch vermieden werden kann. F\u00fcr die Bank of England d\u00fcrften die Einkaufsmanagerindizes nur eine untergeordnete Rolle spielen; sie d\u00fcrfte sich st\u00e4rker auf die anhaltende Beschleunigung des Lohnwachstums konzentrieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00e4rkte interessieren sich zunehmend auf die anstehenden Zentralbanksitzungen. Wenn sich das Wachstum im Euroraum als solide erweist und sich die konjunkturelle Dynamik in den USA verlangsamt, d\u00fcrfte der Euro weiter aufwerten. F\u00fcr einen deutlichen Aktienkursanstieg m\u00fcssten jedoch die Unternehmensgewinne h\u00f6her ausfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : In der kommenden Woche wird die \u00d6ffnung in China etwas aus dem Blickfeld r\u00fccken, da die Marktaktivit\u00e4t und die Liquidit\u00e4t wegen des chinesischen Neujahrsfests geringer ausfallen sollten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11307,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80,280],"class_list":["post-13837","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi","tag-sean-shepley"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13837","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13837"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13837\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13838,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13837\/revisions\/13838"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13837"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13837"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13837"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}