{"id":1402,"date":"2015-01-29T10:00:00","date_gmt":"2015-01-29T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2015\/01\/29\/lgt-europa-entfesselt-risiken-und-chancen\/"},"modified":"2015-01-29T10:00:00","modified_gmt":"2015-01-29T10:00:00","slug":"lgt-europa-entfesselt-risiken-und-chancen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-europa-entfesselt-risiken-und-chancen\/","title":{"rendered":"LGT: Europa entfesselt Risiken und Chancen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"FR\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Die beschlossene &laquo;quantitative Lockerung&raquo; wird die Finanzm&auml;rkte der Eurozone beleben und die Krisenl&auml;nder entlasten. Strukturstarke Regionen k&ouml;nnten sogar auf Sicht einen Boom erleben. Wir schichten daher einen Teil unserer Aktienpositionen von den USA und Japan nach Europa um. Zudem reduzieren wir unsere relativ hohen Cashreserven und kaufen Gold. Die zunehmend negativen Zinsen rund um den Globus erh&ouml;hen die Attraktivit&auml;t des Edelmetalls&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>&nbsp;Mikio Kumada<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am vergangenen Donnerstag, genau eine Woche nach der &uuml;berraschenden Abkopplung des Schweizer Franken von Euro, beschloss die Europ&auml;ische Zentralbank, monatlich 60 Mrd. Euro an neuem Geld in das Finanzsystem des Euroraums zu pumpen. Diese Politik soll zudem im Grunde so lange betrieben werden, bis das noch weit entfernte Inflationsziel der EZB erreicht wird. Die kurzfristigen Auswirkungen der Entscheidung, welche die erh&ouml;hten Anlegererwartungen &uuml;bertreffen konnte, sind relativ leicht zusammenfassbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europas Industriel&auml;nder profitieren zun&auml;chst am meisten<\/strong><br \/> Zun&auml;chst zu Aktien: Wenn es darum geht, die Inflation bzw. das nominale Bruttoinlandsprodukt zu steigern, dann stellt die &laquo;quantitative Lockerung&raquo; (&laquo;QE&raquo;) ein wirksames Instrument dar. Es unterst&uuml;tzt die Kreditsch&ouml;pfung, schw&auml;cht die W&auml;hrung und treibt so mobile und immobile Verm&ouml;genswerte h&ouml;her. In strukturstarken Regionen, in denen private und &ouml;ffentliche Haushalte und Unternehmen &uuml;ber umfangreiche Wertanlagen und produktive Ressourcen im In- und Ausland verf&uuml;gen, kann eine solche Entwicklung mit der Zeit sogar in einen regelrechten Boom f&uuml;hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>R&uuml;ckenwind f&uuml;r die Starken und Entlastung der Schw&auml;cheren<br \/> <\/strong>Sofern die EZB dabei bleibt und ihre Botschaft nicht fr&uuml;hzeitig &laquo;verw&auml;ssert&raquo; k&ouml;nnten fortan der Binnenkonsum in den Kernl&auml;ndern st&auml;rker stimuliert werden und Investitionen vermehrt innerhalb des W&auml;hrungsraums stattfinden. Das wiederum w&uuml;rde mit der Zeit helfen, die Wettbewerbs- und Handelsungleichgewichte innerhalb Europas teilweise vom Norden nach S&uuml;den zu verschieben. F&uuml;r die &laquo;Peripherie&raquo; bietet &laquo;QE&raquo; aber auch kurzfristig Entspannung: Es unterst&uuml;tzt den notwendigen Entschuldungsprozess und schafft etwas mehr Spielraum f&uuml;r eine Aufweichung der Sparmassnahmen sowie auch f&uuml;r Investitionen. Der schwache Euro k&ouml;nnte den S&uuml;den zudem auch f&uuml;r &uuml;berseeische Investoren attraktiver machen. Denkbar ist auch, dass &laquo;QE&raquo; der politischen und wirtschaftlichen Zersplitterung Europas entgegenwirken kann (wobei der m&ouml;gliche, wenn auch unwahrscheinliche Euro-Austritt Griechenlands infolge des Wahlergebnisses vom letzten Sonntag die Ausnahme darstellen k&ouml;nnte). &laquo;QE&raquo; allein kann nat&uuml;rlich die zugrundeliegenden Strukturprobleme nicht l&ouml;sen und vielleicht kommt es auch zu sp&auml;t (zumindest f&uuml;r Griechenland). Es erh&ouml;ht allerdings die fiskalische Flexibilit&auml;t und kann die notwendigen Reformen sozial weniger schmerzhaft machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Europ&auml;ische Aktien werden attraktiver<\/strong><br \/> Wir erwarten jedenfalls, dass Euro-Aktien fortan &auml;hnlich gut wie ihre Pendants in den USA und Japan laufen werden und auch ihre relative St&auml;rke gegen&uuml;ber den Schwellenl&auml;ndern weiter halten k&ouml;nnen. &laquo;QE&raquo; verbessert n&auml;mlich auch die Aussicht auf die erwartete starke Erholung der europ&auml;ischen Unternehmensgewinne &#8211; &auml;hnlich, wie es in den anderen Industriel&auml;ndern in den letzten Jahren der Fall war. Es ist in diesem Zusammenhang erw&auml;hnenswert, dass &laquo;QE&raquo; im Euroraum mit sechs- bzw. zweij&auml;hriger Versp&auml;tung gegen&uuml;ber USA und Grossbritannien bzw. Japan lanciert wird. Es besteht also auch im Bereich der Firmengewinne grosses Aufholpotential.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zunehmend negative Zinsen st&uuml;tzen Goldpreis<br \/> <\/strong>Zum Abschluss noch zum Gold: Seit Mitte Januar haben sowohl die EZB als auch SNB klar signalisiert, dass negative Zinsen fortan zur Realit&auml;t geh&ouml;ren d&uuml;rften. Das gleiche gilt nat&uuml;rlich f&uuml;r Japan. Selbst die US-Notenbank d&uuml;rfte die erwarteten Zinserh&ouml;hungen weiter in die Zukunft verschieben. Gold wird dadurch auch aus ganz sachlichen Gr&uuml;nden wieder zu einer attraktiven liquiden Alternative zu Bargeld. Das gelbe Metall hat zwar auch eine negative Rendite (aufgrund der Lager- bzw. Rollierungskosten), doch diese gilt f&uuml;r viele Anleger als berechenbar &#8211; nicht zuletzt, weil sie nicht von der Makropolitik der Notenbanken &laquo;manipuliert&raquo; wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktienquote f&uuml;r den Euroraum wird auf ein moderates<\/strong> <strong>&Uuml;bergewicht erh&ouml;ht<\/strong><br \/> Die am 15. Januar &uuml;berraschend von der SNB aufgek&uuml;ndigte Kopplung des Franken von Euro hat die Euroraum-B&ouml;rsen sofort wachgek&uuml;sst und die EZB-Entscheidung der Vorwoche hat dieser neuerwachten relativen St&auml;rke Europas zus&auml;tzlichen R&uuml;ckenwind verlieren. Unsere erste Grafik (siehe PDF, Seite 2) zeigt die mittelfristige relative Performance des MSCI EMU Index (Eurozone) jeweils gegen&uuml;ber dem MSCI World Index (Industriel&auml;nder) und des MSCI Emerging Markets Index. Die SNB und EZB haben klar dazu beigetragen, die relative Schw&auml;che des Euroraums gegen&uuml;ber dem Weltindex zu stoppen. Die relative St&auml;rke gegen&uuml;ber den Schwellenl&auml;ndern, die schon l&auml;nger anh&auml;lt, wurde indessen erneut best&auml;tigt. So beschlossen wir, unser Aktien&uuml;bergewicht in den USA und Japan zu gleichen Teilen zugunsten einer Erh&ouml;hung unserer Europaquote von neutral auf ein bescheidenes &Uuml;bergewicht zu reduzieren. In Asien-Pazifik ohne Japan bleiben wir neutral und in den Schwellenl&auml;ndern untergewichtet positioniert (siehe PDF, Seite 4). Es ist erw&auml;hnenswert, dass die EZB-Anleihek&auml;ufe im M&auml;rz beginnen werden. Die Ausnahme ist Griechenland, wo sich die neue Regierung mit den Gl&auml;ubigern auf das weitere Vorgehen einigen muss. Dort k&ouml;nnten noch Monate vergehen, bis &laquo;QE&raquo; aktiviert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Branchenentwicklung im Einklang mit der erwarteten Auswirkungen von QE<\/strong><br \/> In der zweiten Grafik (siehe PDF, Seite 2) zeigen wir die Kursentwicklung ausgew&auml;hlter Sektoren im Euroraum gegen&uuml;ber dem Euro Stoxx Index. Wir verwenden gleichgewichtete Indizes (welche die zehn gr&ouml;ssten Unternehmen der jeweiligen Branche oder Kategorie repr&auml;sentieren), wobei wir jene Segmente zeigen, die besonders sensitiv auf W&auml;hrungsentwicklungen und geldpolitische Massnahmen reagieren. Wir sehen, dass die j&uuml;ngsten SNB- und die EZB-Beschl&uuml;sse die relative Talfahrt der Euro-Banken gestoppt haben k&ouml;nnten. Eine Stabilisierung dieses im &ouml;konomisch besonders wichtigen Sektors w&auml;re wiederum kompatibel mit dem Ende der ausgepr&auml;gten allgemeinen relativen Schw&auml;che der Euro-B&ouml;rsen gegen&uuml;ber anderen Industriel&auml;ndern. Export- und w&auml;hrungssensible Sektoren zeigen indessen weiterhin relative St&auml;rke. Der &uuml;berwiegend aus deutschen Firmen bestehende Autoindex lauft schon seit Oktober, also seitdem sich die Euro-Talfahrt beschleunigt, besser als der Markt, gefolgt von Industrieaktien (Ausgleich f&uuml;r den deutsch beherrschten Autoindex zeigen wir Industrieindizes f&uuml;r Kernl&auml;nder ohne Deutschland sowie f&uuml;r die Peripherie). Kurz: Insgesamt stehen diese Performancemuster im Einklang mit den erwarteten Auswirkungen von &laquo;QE&raquo; in Europa.<\/p>\n<p>Quelle:&nbsp;AdvisorWorld.ch <span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die beschlossene &laquo;quantitative Lockerung&raquo; wird die Finanzm&auml;rkte der Eurozone beleben und die Krisenl&auml;nder entlasten. Strukturstarke Regionen k&ouml;nnten sogar auf Sicht einen Boom erleben. Wir schichten daher einen Teil unserer Aktienpositionen von den USA und Japan nach Europa um. Zudem reduzieren wir unsere relativ hohen Cashreserven und kaufen Gold. 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