{"id":14274,"date":"2023-03-03T17:01:50","date_gmt":"2023-03-03T16:01:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=14274"},"modified":"2023-03-03T17:07:59","modified_gmt":"2023-03-03T16:07:59","slug":"allianz-gi-stimmung-versus-lage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-stimmung-versus-lage\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Stimmung versus Lage"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> :Mehr und mehr setzt sich an den Kapitalm\u00e4rkten die Stimmung durch, eine Rezession k\u00f6nne verhindert werden.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies bei gleichzeitig fallender Inflation, was den Weg zu geldpolitischen Locke-rungen frei machen w\u00fcrde. Nicht zuletzt die j\u00fcngste Umfrage der Bank of America unter den Fondsmanagern weltweit scheint dieses Bild zu best\u00e4tigen. Unbeschadet der Tatsache, dass diese Haltung die unver\u00e4ndert bestehenden geo-politischen Risiken au\u00dfen vorl\u00e4sst, stellt sich die Frage, inwieweit die Stimmung mit der tats\u00e4chlichen Lage \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die schneller als erwartete R\u00fcckkehr <strong>Chinas <\/strong>aus der LockdownPhase und ein weniger starker Energiepreisschock in Europa zwei wichtige Risiken f\u00fcr die Weltwirtschaft verringern, muss sich dies in den allgemeinen Wirtschaftsdaten erst noch widerspiegeln. Unser hauseigener Makro-Indikator zur Konjunkturdynamik (\u201eMacro Breadth Growth Index\u201c), der ein breites Set von \u00fcber 200 Datens\u00e4tzen umfasst, ist im Januar den vierzehnten Monat in Folge gesunken. Er wurde in fast allen wichtigen Industrie\u00a0und Schwellenl\u00e4ndern durch eine Verschlechterung belastet. Dabei bildeten die <strong>Eurozone <\/strong>(dritter Monat mit Verbesserung) und <strong>Indien <\/strong>bemerkenswerte Ausnahmen. Bei der <strong>US-Wirtschaft<\/strong> dagegen ist noch nicht ausgemacht, ob sie einer Rezession entgehen kann oder nicht. Was den USA, bei noch bestehenden Risiken, zugutekommt, ist der starke Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote sank zwischenzeitlich auf ein neues 53-Jahres-Tief.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entspannung zeigt sich bei der <strong>Inflation<\/strong>. Die Inflationsdynamik hat weiter nachgelassen. Und unser Makro-Indikator zur Inflationsdynamik (\u201eMacro Breadth Inflation Index\u201c) ist zum sechsten Mal in Folge gesunken. Obwohl dieser Trend durch einen langsameren Anstieg der globalen Verbraucherpreise von 6,7 % im Dezember (nach einem H\u00f6chststand von 7,8 % im dritten Quartal 2022) best\u00e4tigt wurde, bleibt der zugrunde liegende Preisdruck noch immer viel zu stark.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der langsamere Anstieg der Inflationsraten im Jahresvergleich sollte nicht als Zeichen einer nachhaltigen und breit angelegten Disinflation missverstanden werden. Schon allein die Historie zeigt, ein Anstieg der Inflation klingt in der Regel nur langsam und \u00fcber mehrere Jahre ab. Dazu kommen die s\u00e4kularen Preistreiber Demografie, Deglobalisierung und Dekarbonisierung. Au\u00dferdem sp\u00fcren wir aktuell ein \u00dcberspringen der Inflationstreiber auf die Kernkomponenten des Warenkorbes, weil z. B. Energiepreise oder steigende Lohnkosten \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Kontext d\u00fcrften sowohl die US-amerikanische Zentralbank <strong>Federal Reserve<\/strong> (Fed) als auch die<strong> Europ\u00e4ische Zentralbank <\/strong>(EZB) die Geldpolitik weiter straffen. Das wird nicht jedem schmecken, der auf eine allzu schnelle geldpolitische Wende und wieder fallende Zinsen hofft. Auch die <strong>Bank of Japan<\/strong> (BoJ) scheint nicht l\u00e4nger unt\u00e4tig bleiben zu wollen: Die Lockerungen bei der Zinskurvensteuerung, welche in Japan wieder (leicht) steigende Anleiherenditen zulassen, sollten als erster Schritt der BoJ zur \u00dcberwindung des langanhaltenden Null- bzw. Negativrenditeumfelds interpretiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In der Summe bedeutet dies:<\/strong> Die konjunkturellen Risiken sind noch nicht \u00fcberwunden. Der Inflationsdruck d\u00fcrfte uns weiterhin begleiten. Die Geldpolitik k\u00f6nnte l\u00e4nger restriktiv bleiben als dies die Geldm\u00e4rkte aktuell vorwegnehmen.<\/p>\n<p><strong>Das legt folgende taktische Allokation f\u00fcr Aktien und Anleihen nahe:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Bewertungen an den M\u00e4rkten f\u00fcr Aktien, Staatsund Unternehmensanleihen liegen mittlerweile n\u00e4her an der neutralen Marke, sind aber zumeist noch nicht g\u00fcnstig zu nennen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Besonders der US-amerikanische Aktienmarkt sticht durch eine hohe Bewertung hervor. Dies ist u. a. auch seinem Status als \u201esicherer Hafen\u201c geschuldet, was schon in der Vergangenheit i. d. R. h\u00f6here Bewertungen mit sich brachte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Skepsis der Fondsmanager weltweit hat sich derweil nur kaum gelegt, die Positionierung bleibt vorsichtig. Gleichzeitig haben gem\u00e4\u00df Umfrage der Bank of America die Rezessionssorgen nachgelassen. Die im l\u00e4ngerfristigen Vergleich auff\u00e4llig hohen Cash-Best\u00e4nde wurden nur leicht abgebaut. Das hei\u00dft, die \u201estarken H\u00e4nde\u201c am Kapitalmarkt sollten die M\u00f6glichkeit zum Aufstocken von Aktien haben, was dieses Segment insgesamt st\u00fctzen d\u00fcrfte.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend aus strategisch-langfristiger Sicht das Renditepotenzial von Aktien ben\u00f6tigt werden d\u00fcrfte, liegt aus kurzfristig-taktischer Betrachtung eine neutrale Gewichtung von Aktien und Anleihen nahe.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Investmentthema: Dividenden \u2013 Stabilit\u00e4t in unruhigen Zeiten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Erholung bei den Dividendenaussch\u00fcttungen nach dem Pandemiejahr 2020 setzt sich auch 2022 fort. Der Anteil der Dividendenzahler im STOXX Europe 600 liegt zwar noch nicht ganz auf dem Vor-Pandemieniveau von 2019, hat aber im abgelaufenen Jahr weiter zugelegt und erreicht nahezu die 90-%-Schwelle. Beim S&amp;P 500 konnte der Anteil der Dividenden zahlenden Unternehmen ebenfalls schon fast wieder zum vorherigen Niveau aufschlie\u00dfen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Vor allem Investoren in europ\u00e4ischen Aktien konnten sich in der Vergangenheit \u00fcber hohe Aussch\u00fcttungssummen freuen. Diese halfen, die Gesamtperformance in Jahren negativer Kursentwicklung zu stabilisieren, wie die Betrachtung 5-j\u00e4hriger Anlageperioden von 1978 bis Ende 2022 zeigt. Bezogen auf die annualisierte Rendite \u00fcber f\u00fcnf Jahre konnten Dividenden Kursverluste teilweise kompensieren.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den gesamten Zeitraum von 1978 bis Ende 2022 wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage f\u00fcr den MSCI Europa zu ungef\u00e4hr 35 % durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. In Nordamerika (MSCI Nordamerika) bzw. Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) wurde die Gesamtperformance zu gut 26 % bzw. knapp 31 %, also jeweils zu mehr als einem Viertel, durch die Dividende bestimmt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Dividenden selbst schwanken im Allgemeinen weniger als die Konzerngewinne, wie hauseigene Berechnungen auf Grundlage der Daten von Robert Shiller1 verdeutlichen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Vergangenheitsbetrachtung zeigt: Dividenden k\u00f6nnen vielleicht nicht jedem Sturm \u2013 wie beispielsweise der Pandemie \u2013 standhalten. Sie k\u00f6nnen jedoch ein bestimmtes Ma\u00df an Verl\u00e4sslichkeit aufzeigen, was gerade in Zeiten der Disruption sehr willkommen ist. Dabei leisten sie einen hohen Beitrag zur Gesamtrendite.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI :Mehr und mehr setzt sich an den Kapitalm\u00e4rkten die Stimmung durch, eine Rezession k\u00f6nne verhindert werden.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-14274","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14274"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14274\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14275,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14274\/revisions\/14275"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}