{"id":14298,"date":"2023-03-06T11:29:05","date_gmt":"2023-03-06T10:29:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=14298"},"modified":"2023-03-06T11:32:03","modified_gmt":"2023-03-06T10:32:03","slug":"dws-usa-arbeit-sucht-arbeiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dws-usa-arbeit-sucht-arbeiter\/","title":{"rendered":"DWS : USA &#8211; Arbeit sucht Arbeiter"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>DWS<\/strong> :\u00a0Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg trafen in den USA so viele offene Stellen auf so wenige Arbeitssuchende. Ein Grund mehr, warum die US-Notenbank auf Nummer sicher gehen d\u00fcrfte.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich k\u00f6nnte man jede Woche damit rechnen, dass das National Bureau of Economic Research (NBER) eine Rezession f\u00fcr die USA ausruft. Eigentlich, denn der Arbeitsmarkt zieht nicht mit. Er ist, wie auch die Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent1) im Januar wieder zeigte, f\u00fcr diese Konjunkturphase au\u00dfergew\u00f6hnlich stark. Die gro\u00dfe Jobsicherheit wiederum tr\u00e4gt zu einem robusteren Konsum bei, als es die Belastungen durch hohe Inflations- und Hypothekenraten erwarten lie\u00dfen. Was sich wiederum auf die Inflationserwartungen2) auswirkt. Hier wirken M\u00e4rkte und Zentralbanken gleicherma\u00dfen \u00fcberfordert. Allein im Februar sind die Inflationserwartungen f\u00fcr die kommenden zwei Jahre um 80 Basispunkte auf 3,15 Prozent angestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ungew\u00f6hnlich die Situation ist, zeigt unser \u201eChart der Woche\u201c. Er zeigt das Verh\u00e4ltnis zwischen der Arbeitslosenquote und der Anzahl offener Stellen (als Anteil der Erwerbsbev\u00f6lkerung) in den USA. Derzeit gibt es fast zweimal so viele offene Stellen wie Arbeitssuchende. Dieses Verh\u00e4ltnis gab es zuletzt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, als radikal auf R\u00fcstungsproduktion umgestellt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Arbeits- und Arbeitersuchende in den USA<\/strong><a href=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/06-03-23-DWS.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-14299 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/06-03-23-DWS.png\" alt=\"06-03-23 DWS\" width=\"650\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/06-03-23-DWS.png 650w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/06-03-23-DWS-300x155.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das heutige Stellen\u00fcberangebot gibt es viele Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze. Einmal auf der (Arbeits-)Nachfrageseite: die Firmen z\u00f6gern Entlassungen hinaus, da sie Angst haben, im Bedarfsfall nicht wieder gen\u00fcgend Mitarbeiter zu finden; oder aber die im Zuge der Reshoring-Initiativen geschaffenen Stellen entsprechen nicht dem Arbeitskr\u00e4fteprofil in den USA. Auf der (Arbeits-)Angebotsseite gibt es noch mehr m\u00f6gliche Gr\u00fcnde, die in diesem Fall die Knappheit erkl\u00e4ren k\u00f6nnten: Die Arbeitnehmer sind w\u00e4hlerischer geworden, da sie sie durch die \u00fcppigen finanziellen Hilfen w\u00e4hrend der Covid-Krise ein Polster anlegen konnten, das ihnen entsprechenden Spielraum verschafft; die verbesserten M\u00f6glichkeiten des Arbeitens von zu Hause erm\u00f6glichen mehr Teilzeitarbeit; im Laufe der Covid-Krise haben sich \u00fcberdurchschnittlich viele Menschen in den Ruhestand verabschiedet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis alle Gr\u00fcnde f\u00fcr die Verzerrungen am Arbeitsmarkt verstanden worden sind, d\u00fcrften wohl mindestens noch ein paar Quartale vergehen. Doch Zentralbanker und Anleger m\u00fcssen sich hier und heute Gedanken \u00fcber Arbeitslosenquoten, Lohnentwicklung und Inflation machen. Kein Wunder, dass weiter auf Sicht gefahren wird und die Zins- und Inflationserwartungen am Markt so volatil bleiben. \u201eGinge es allein nach dem Arbeitsmarkt, der zumindest aktuell keinerlei Zeichen von Abschw\u00e4chung zeigt, m\u00fcsste die US-Notenbank den Zins auf f\u00fcnf bis sechs Prozent anheben\u201c, fasst Christian Scherrmann, USA-Volkswirt der DWS, die Lage zusammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">1) Bei allen Unsch\u00e4rfen, die dieser Zahl anhaften<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">2) Gemessen an den Break-Even Raten, wie sie sich aus 2-j\u00e4hrigen inflationsindexierten Treasuries ergeben<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DWS :\u00a0Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg trafen in den USA so viele offene Stellen auf so wenige Arbeitssuchende. 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