{"id":14420,"date":"2023-03-17T15:09:56","date_gmt":"2023-03-17T14:09:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=14420"},"modified":"2023-03-17T15:15:17","modified_gmt":"2023-03-17T14:15:17","slug":"allianz-gi-us-geldpolitik-in-der-zwickmuehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-us-geldpolitik-in-der-zwickmuehle\/","title":{"rendered":"Allianz GI : US-Geldpolitik in der Zwickm\u00fchle"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Die durch den USEinlagensicherungsfonds FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) \u00fcbernommenen Silicon Valley Bank (SVB) und Signature Bank,&#8230;<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Sean Shepley Senior Economist<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">die im Zuge der rasanten Leitzinserh\u00f6hungen und der Umkehrung der Zinskurve in rascher Folge gescheitert sind, haben einen empfindlichen Nerv im Finanzsektor getroffen und eine neue Phase der US-Geldpolitik eingel\u00e4utet. Das USFinanzministerium, die USZentralbank Federal Reserve (Fed), sowie die FDIC haben z\u00fcgig und in enger Abstimmung gehandelt, um eine Krise im US-Finanzsystem abzuwenden. So wurde ein Programm auferlegt, das Banken erm\u00f6glicht, zu g\u00fcnstigen Konditionen frisches Geld aufzunehmen. Zudem sind s\u00e4mtliche Einlagen der beiden geschlossenen Institute &#8211; unversicherte wie versicherte &#8211; garantiert worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <strong>Zusammenbrechen der beiden Institute<\/strong> hat zu au\u00dfergew\u00f6hnlich kr\u00e4ftigen Marktbewegungen gef\u00fchrt. So war die Ver\u00e4nderung der Rendite f\u00fcr 2-j\u00e4hrige US-Staatsanleihen innerhalb der ersten drei Tage nach den Pleiten so gro\u00df wie seit dem B\u00f6rsencrash im Oktober 1987 nicht mehr. Bis dahin waren st\u00e4rkere Renditeschwankungen nur dann aufgetreten, als die Zinsen im zweistelligen Bereich lagen (siehe Grafik der Woche). Zum Teil l\u00e4sst sich das Ausma\u00df der Marktreaktion durch den Zeitpunkt erkl\u00e4ren: Erst zwei Tage vorher hatte der USNotenbankchef Powell in einer Stellungnahme die Bereitschaft der Fed unterstrichen, das Tempo bei der geldpolitischen Straffung notfalls weiter zu erh\u00f6hen. Folglich d\u00fcrften viele Investoren ihr Portfolio gegen steigende US-Zinsen abgesichert haben, untergewichtet gewesen sein oder nur Short-Positionen eingenommen haben. Die PleiteNachrichten und die anschlie\u00dfende Kehrtwende in der Zinsdynamik d\u00fcrften Anleger dazu gezwungen haben, ihre Positionen umgehend neu zu justieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar hat sich an der Begr\u00fcndung der Fed, die hohen Inflationsraten zu bek\u00e4mpfen, nichts ge\u00e4ndert, wie auch die j\u00fcngsten VPI-Daten (Verbraucherpreisindex) zeigen. Doch der unmittelbare Schwerpunkt der Geldpolitik wird darauf liegen, die Stabilit\u00e4t und die Funktionsf\u00e4higkeit des Finanzsystems zu gew\u00e4hrleisten. Denn die Fed w\u00fcrde ohne die Sicherstellung eines funktionierenden Finanzsystems ihre F\u00e4higkeit zur Kalibrierung einer m\u00f6glicherweise notwendigen Anhebung der Leitzinsen verlieren, da die Folgen. einer Versch\u00e4rfung der Finanzierungsbedingungen unberechenbar w\u00fcrden. Jede Unterbrechung geordneter Kredit- und Liquidit\u00e4tsfl\u00fcsse w\u00fcrde das Risiko einer Kettenreaktion von Schocks f\u00fcr die US-Wirtschaft nach sich ziehen, die eine Rezession nicht nur wahrscheinlicher, sondern auch schmerzhafter machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die W\u00e4hrungsh\u00fcter setzen offenbar darauf, dass diese Unterbrechung der normalen Verh\u00e4ltnisse nur von kurzer Dauer bleibt. Dennoch erwarten wir, dass die Fed in ihrer n\u00e4chsten Sitzung eine defensivere Haltung einnehmen wird. Das k\u00f6nnte sogar je nach Marktumfeld bis hin zur Beibehaltung des aktuellen Leitzinsniveaus reichen, auch wenn die US-Notenbank bereits unmissverst\u00e4ndlich erkl\u00e4rt hat, dass sie weitere Zinserh\u00f6hungen f\u00fcr notwendig h\u00e4lt. Und selbst wenn sie die Leitzinsen wieder anheben sollte, d\u00fcrfte sie sich in ihrer Stellungnahme weitaus vorsichtiger \u00fcber die zuk\u00fcnftige Geldpolitik \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch mit Blick auf die l\u00e4ngerfristigen Perspektiven f\u00fcr Aktien und andere mit erh\u00f6htem Risiko behaftete Anlagen ist unseres Erachtens eine umsichtige Haltung geboten. Diese d\u00fcrften unserer Einsch\u00e4tzung nach empfindlicher als bisher auf eine weitere geldpolitische Straffung seitens der Notenbanken reagieren, zumal die Anleger die Gefahr einer Rezession in den kommenden Monaten st\u00e4rker in Betracht ziehen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlie\u00dflich dienen die Ereignisse der letzten Woche als nachdr\u00fcckliche Mahnung, dass die Straffung der geldpolitischen Z\u00fcgel in einer wirtschaftlichen Lage, in der sich die Teuerung in den letzten zwei Jahren verfestigt hat, kein schmerzloser Prozess sein kann. Als Orientierung f\u00fcr Anleger werden die Entscheidungen der Zentralbanken in einem Umfeld erh\u00f6hter Spannungen dienen, die zeigen werden, inwieweit sie zur Eind\u00e4mmung der Inflation entschlossen sowie bereit sind, die damit verbundenen Belastungen in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Woche voraus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der Fed-Sitzung stehen in den USA die Fr\u00fchindikatoren sowie Zahlen zum Wohnungsmarkt und zu den Auftragseing\u00e4ngen f\u00fcr Investitionsg\u00fcter auf der Agenda. In der Regel haben Daten, die unmittelbar nach einem Schock im Finanzsystem ver\u00f6ffentlicht werden, einen geringeren Einfluss auf die M\u00e4rkte. Wir rechnen aber damit, dass auf dem Wohnungsmarkt weitere Belastungen infolge h\u00f6herer Zinsen sichtbar werden, w\u00e4hrend die Bestellungen von Investitionsg\u00fctern in den letzten Monaten tendenziell schwach ausfielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Euroraum erwarten wir angesichts der Erholung bei den Gasspeichermengen in Richtung \u00dcbersch\u00fcsse, dass die Zahlen zur Leistungsbilanz die Folgen gesunkener Gaspreise reflektieren werden. Die ZEWUmfrage, die die Erwartungen von Finanzanalysten abfragt, k\u00f6nnte die ersten Spuren der Bankenpleiten in den USA wiedergeben. Die Flash-PMIs werden konkretere Hinweise auf die Aufschwungsdynamik im Euroraum im ersten Quartal liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Gro\u00dfbritannien wird die Sitzung der <strong>Bank of England<\/strong> im Mittelpunkt stehen. Wenngleich das Vereinigte K\u00f6nigreich nicht direkt von den US-amerikanischen Bankenpleiten betroffen ist, geh\u00f6rt die Bank of England zu jenen Zentralbanken, die am wenigsten entschlossen sind, die Straffung der Geldpolitik fortzusetzen. Damit w\u00fcrde die Entscheidung, die Leitzinsen unver\u00e4ndert zu lassen, zum jetzigen Zeitpunkt f\u00fcr keine wesentliche \u00dcberraschung sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenfassend<\/strong> ist unserer Auffassung nach zu erwarten, dass sich die restriktive Haltung der Fed in einem schwierigeren Marktumfeld als in der ersten Jahresh\u00e4lfte widerspiegelt. Die geldpolitische Straffung durch die Notenbanken d\u00fcrfte mit gr\u00f6\u00dferer Nervosit\u00e4t als in den letzten Monaten aufgenommen werden, so dass f\u00fcr Anleger in risikobehafteten Assets Vorsicht angebracht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die durch den USEinlagensicherungsfonds FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) \u00fcbernommenen Silicon Valley Bank (SVB) und Signature Bank,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":11307,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-14420","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14420"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14421,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14420\/revisions\/14421"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11307"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}