{"id":14431,"date":"2022-08-24T10:21:55","date_gmt":"2022-08-24T08:21:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=14431"},"modified":"2022-08-24T10:21:55","modified_gmt":"2022-08-24T08:21:55","slug":"blackrock-das-ende-einer-sommerrallye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-das-ende-einer-sommerrallye\/","title":{"rendered":"BlackRock : Das Ende einer Sommerrallye?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">BlackRock : Eine der Kernfragen, die sich Anleger derzeit stellen ist, ob die Rally der letzten Wochen doch noch eine Fortsetzung finden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span id=\"page19R_mcid20\" class=\"markedContent\"><span id=\"page19R_mcid19\" class=\"markedContent\"><\/span><\/span><span id=\"page19R_mcid23\" class=\"markedContent\"><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Petersen Ann Katrin CFA BlackRock<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"vi16\" data-componentname=\"Paragraph\">\n<div class=\"paragraph tinymce clearfix bg-white table-620-wide\">\n<div class=\"wrapper-980\">\n<div class=\"row\">\n<div class=\"para-content col-xl-7 col-lg-9 col-12 ishares-remove-bootstrap-offset\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Schliesslich gibt es Grund zu der Annahme, dass die j\u00fcngste. Aufw\u00e4rtsbewegung an den Aktienm\u00e4rkten vor allem aus zwei Gr\u00fcnden anf\u00e4llig f\u00fcr R\u00fcckschl\u00e4ge und mehr Volatilit\u00e4t bleibt: erstens verfr\u00fchte Hoffnungen auf eine gem\u00e4chlichere Gangart der US-Notenbank Fed im Rahmen ihrer kraftvollen geldpolitischen Kehrtwende, und zweitens Entt\u00e4uschungspotenzial bei den Unternehmensgewinnen. Gerade in Europa sch\u00fcrt die im Zuge derInvasion Russlands in die Ukraine versch\u00e4rfte Energiekrise nach wie vor Konjunktursorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die Zinssorgen der Investoren einhergehend mit sich abflachenden Inflationssorgen (zumindest in den USA) offenbar ihren H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten haben, klafft nach wie vor eine grosse L\u00fccke zwischen dem, was Anleger von der US-Notenbank Fed gerade im kommenden Jahr erwarten und dem, was das geldpolitische Gremium der Fed selbst in Aussicht stellt. Noten- bankchef Jay Powell wurde bereits vor dem in dieser Woche stattfindenden Symposium in Jackson Hole nicht m\u00fcde zu betonen, dass aus heutiger Sicht Zinssenkungen im Jahr 2023 eher nicht zu erwarten seien. Der Markt preist hingegen weiter in einer fast st\u00f6rrischen Manier gleich eine ganze Reihe an Senkungen ein. Klar ist, dass am Ende nur eine Partei Recht behalten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da auch das Protokoll der Juli-Sitzung der Fed zeigte, dass die Notenbanker unersch\u00fctterlich einer niedrigeren Inflation Priorit\u00e4t einr\u00e4umen \u2013 mit anderen Worten den starken Zielkonflikt zwischen Inflation und Wachstum in einer Welt gepr\u00e4gt von angebotsseitigen Produktionshemmnissen noch nicht anerkennen \u2013 erscheint in der kurzen Frist der Ausblick der Notenban ker tats\u00e4chlich der realistischere zu sein. Dennoch rechnen auch wir damit, dass die US-Wirtschaft zu Beginn des Jahres 2023 in eine Rezession rutschen k\u00f6nnte. Dieser Einbruch sollte dazu beitragen, dass die Fed verst\u00e4rkt das Tempo ihres Zinserh\u00f6hungszyklus \u00fcberdenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben \u00dcberraschungspotenzial f\u00fcr die M\u00e4rkte aus der Notenbankwelt sprechen aus unserer Sicht zu optimistische Gewinnerwartungen dagegen, der sommerlichen B\u00e4renmarktrally nachzujagen. Gerade der stotternde wirtschaftliche Neustart k\u00f6nnte N\u00e4hrboden f\u00fcr entt\u00e4uschende Gewinne sein. In Europa gibt es vor allem dann viel Entt\u00e4uschungspotenzial, wenn Gasrationierungen Realit\u00e4t werden. Trotz einiger Fortschritte bei der Energiesicherheit und dem \u00fcberraschend z\u00fcgigen Bef\u00fcllen der Lagerkapazit\u00e4ten in den letzten Wochen d\u00fcrfte es f\u00fcr Deutschland schwierig werden, Engp\u00e4sse und die Abh\u00e4ngigkeit vom Gasverbrauch bis zum Winter hinreichend zu beseitigen. So liefert Russland \u00fcber Nordstream 1 mittlerweile nur noch ein F\u00fcnftel der m\u00f6glichen Gasmenge. Dar\u00fcber hinaus mehren sich \u2013 wahrscheinlich politisch motiviert \u2013 die Wartungsarbeiten an der Ostsee-Leitung und lassen den Gasstrom immer wieder komplett zum Erliegen kommen. P\u00fcnktlich zum Wochenende k\u00fcndigte Gazprom an, den Gasstrom wegen Wartungsarbeiten vom 31. August bis 2. September zu stoppen. Danach solle der Betrieb wieder im bisherigen Umfang aufgenommen werden, falls es keine technischen Probleme g\u00e4be, erkl\u00e4rte Gazprom. Wohl nur die wenigsten w\u00e4ren \u00fcberraschend, wenn exakt diese technischen Probleme ausfindig gemacht werden. Und selbst wenn es immerhin bei einer Liefermenge von einem F\u00fcnftel bliebe, w\u00fcrde Gas laut der Bundesnetzagentur im Winterhalbjahr knapp. Damit erh\u00f6ht sich das Risiko, dass durch Berlin die \u00abNotfallstufe 3\u00bb ausgel\u00f6st wird, also eine physische Gasrationierung f\u00fcr nicht gesch\u00fctzte Verbraucher, einschliesslich der Industrie. In diesem Szenario d\u00fcrfte es im n\u00e4chsten Winter, neben harten gesellschaftlichen Debatten, zu einem R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was l\u00e4sst all dies f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte erwarten?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf Volatilit\u00e4t einstellen:<\/strong> In einer Welt, in der Angebotsfaktoren die erste Geige spielen, erwarten wir einen schwankungsreicheren gesamtwirtschaftlichen Nachrichtenfluss \u2013 und damit verbunden eine erh\u00f6hte Volatilit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten. Es ist ein Umfeld, in dem das Dilemma der Zentralbanken \u2013 der Zielkonflikt zwischen Inflation und Wachstum \u2013 verst\u00e4rkt zum Vorschein tritt. Ein zu starkes Anheben der Zinss\u00e4tze birgt die Gefahr eines wirtschaftlichen Abschwungs. Steigende \u00abZitterpr\u00e4mien\u00bb an den Aktienm\u00e4rkten kombiniert mit sich merklich eintr\u00fcbenden Unternehmensgewinnen liessen die B\u00f6rsen unter Druck geraten. Gleichzeitig st\u00fcnden die Zentralbanken nicht mehr Gewehr bei Fuss, um sich einem sp\u00fcrbaren Einbruch der Verm\u00f6genspreise entgegenzustemmen \u2013 was im aktuellen Umfeld gegen die Taktik spricht, bei Kursr\u00fcckschl\u00e4gen nachzukaufen (\u00abbuy the dip\u00bb). Ein zu behutsames Vorgehen wiederum br\u00e4chte die Gefahr sich verselbstst\u00e4ndigender Inflationserwartungen mit sich, ginge also mit Gegenwind f\u00fcr die Anleihenm\u00e4rkte einher, weil Anleger h\u00f6here Pr\u00e4mien f\u00fcr l\u00e4ngere Laufzeiten verlangen. Kernbotschaft: Beide Szenarien implizieren h\u00f6here Risikopr\u00e4mien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit der Inflation leben:<\/strong> Trotz des \u00abTamtams\u00bb um das Eind\u00e4mmen der Inflation werden sich die W\u00e4hrungsh\u00fcter wohl schliesslich mit etwas mehr davon abfinden. Staatsanleihen d\u00fcrften in einem Umfeld erh\u00f6hter Inflationsrisiken aus ganzheitlicher Portfolioperspektive fortgesetzt Diversifikationseigenschaften einb\u00fcssen. Attraktivere Chancen ergeben sich bei inflationsgesch\u00fctzten Staatsanleihen. In langfristig orientierten Portfolios bevorzugen wir weiterhin Aktien gegen- \u00fcber Staatsanleihen. Kurzfristig sehen wir die Gefahr, dass das Wachstum ins Stocken ger\u00e4t. Deshalb sch\u00e4tzen wir Aktien der Industriel\u00e4nder taktisch, d. h. mit Blick auf die kommenden sechs bis zw\u00f6lf Monate, weniger konstruktiv ein. Wir bevorzugen stattdessen Unternehmensanleihen hoher Bonit\u00e4t (Investment Grade) angesichts attraktiver Bewertungen bei geringem Ausfallrisiko.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BlackRock : Eine der Kernfragen, die sich Anleger derzeit stellen ist, ob die Rally der letzten Wochen doch noch eine Fortsetzung finden kann.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":12486,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[147],"class_list":["post-14431","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14431"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14431\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}