{"id":1468,"date":"2014-10-09T05:00:00","date_gmt":"2014-10-09T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2014\/10\/09\/wachstumspolitischer-herbst\/"},"modified":"2014-10-09T05:00:00","modified_gmt":"2014-10-09T05:00:00","slug":"wachstumspolitischer-herbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wachstumspolitischer-herbst\/","title":{"rendered":"Wachstumspolitischer Herbst"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Der Sommer, der sich in der Schweiz gar nie richtig einstell-te, ist nun vorbei und der an-gebrochene Herbst gibt uns in der Schweiz zumindest fr&uuml;h-morgens schon einen ersten Vorgeschmack auf die kalte Jahreszeit&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die globale Konjunk-tur folgte 2014 mit Ausnahme der USA exakt den Jahreszeiten. Der milde und freundli-che Fr&uuml;hling ist l&auml;ngst vergessen. Da sah es noch danach aus, dass die europ&auml;ische Konjunktur allm&auml;hlich wieder auf die Beine kommt, auch wenn das Gef&auml;lle zwischen Kerneuropa und seiner Peripherie noch immer ausge-pr&auml;gt war. Japans Experiment mit Abenomics schien aufzugehen, die Schwellenl&auml;nder wieder Fuss zu fassen und die USA hatten sich sowieso l&auml;ngst abgekoppelt und einen Vorsprung erarbeitet, der sie zur globalen Konjunk-turlokomotive machte. Die Schweiz schien eine Sonder-konjunktur zu geniessen, konnte bis Ende Fr&uuml;hjahr an der europ&auml;ischen Wachstumsspitze mitlaufen, im Sommer dann aber wie Deutschland kaum mehr zulegen. Mittler-weile sieht es weltweit noch etwas d&uuml;sterer aus, denn die j&uuml;ngsten vorauslaufenden Konjunkturindikatoren haben sich mit wenigen Ausnahmen ziemlich eingetr&uuml;bt &ndash; herbstlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Tempo klein, Sorgen gross <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dynamisch kann man die Konjunktur eigentlich nur noch in den USA bezeichnen, die ein richtig gehendes kon-junkturelles Solo hinlegen. Kanada oder Schweden verlie-ren an Momentum, sind aber noch einigermassen kom-fortabel in der Wachstumszone unterwegs, wie die Nie-derlande oder das Vereinigte K&ouml;nigreich, wo der Wind aber im September auch sp&uuml;rbar gedreht hat. Deutsch-land l&auml;uft aktuell Gefahr, in die Stagnation abzugleiten, aus der sich Frankreich noch immer vergeblich heraus zu arbeiten versucht und Italien fiel j&uuml;ngst erneut in die Rezession zur&uuml;ck, zum dritten Mal seit 2008. Die weni-gen Lichtblicke in Europa kommen ausgerechnet von der iberischen Halbinsel, wo sich die Konjunktur wenigstens so weit zu stabilisieren scheint, dass ein R&uuml;ckfall in die Rezession unwahrscheinlicher geworden ist. Japan tut sich schwerer als urspr&uuml;nglich angenommen, die j&uuml;ngste Mehrwertsteuererh&ouml;hung zu verkraften, die doch Spuren in der Konjunkturdynamik hinterliess. Und in China ist mittlerweile weniger das Wachstum ein Thema, sondern vor allem die Frage, wie die chinesische Regierung mit den regimekritischen Aufst&auml;ndischen in Hongkong um-gehen wird. Dass die globale Konjunktur nun schw&auml;chelt, kommt im Grunde genommen gar nicht so &uuml;berra-schend. Erstaunlich war doch viel eher, wie lange sie sich gegen jegliches Ungemach behaupten konnte, das sich in den letzten Monaten so zusammengebraut hatte. Von der Krimkrise und dem darauf folgenden Krieg in der Ukraine, Aufst&auml;nden in Libyen oder Syrien, generellen Unruhen im Zuge eines &#8220;arabischen Herbstes&#8221;, dem israelisch pal&auml;stinensischen Konflikt im Gaza-Streifen und der Gefahr des IS-Terrors liess sich die globale Konjunktur kaum aus der Bahn werfen, doch scheint nun ein Punkt erreicht, an dem dieser gef&auml;hrliche geopolitische Cocktail nicht mehr so einfach ignoriert wird. Warum ausgerech-net jetzt?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hoffnung statt Zauber <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Herbst ist vor allem ein geldpolitischer Herbst und das k&ouml;nnte erstens dem an den Finanzm&auml;rkten herr-schenden &Uuml;berschwang einen D&auml;mpfer verpassen und zweitens der Realwirtschaft das Genick brechen. Denn die j&uuml;ngsten Auftritte der Geldh&uuml;ter waren alles andere als &uuml;berzeugend. Waren sie in der Vergangenheit jeweils f&uuml;r Zaubertricks zu haben, wenn an den Finanzm&auml;rkten die Laune umzukippen drohte, nutzen diese mittlerweile kaum mehr. W&auml;hrend Frau Janet Yellen seit Monaten &uuml;ber den Zeitpunkt und die Voraussetzungen f&uuml;r eine erste Zinserh&ouml;hung philosophiert, nehmen in Europa die Zweifel zu, ob Mario Draghis Medizin wirklich die richtige ist. Seine j&uuml;ngsten Ideen zur Ankurbelung des Kreditzyk-lus sind alles andere als originell und dazu noch inkonsis-tent. Erstens sind die ins Auge gefassten ABS-K&auml;ufe nicht die Problemkredite der Eurozone und zweitens kann es nicht Sinn der Makroaufsicht sein, die Banken auf Teufel komm raus zu animieren, Kredite an Schuldner zu verge-ben, die solche entweder nicht nachfragen oder eine schwache Bonit&auml;t aufweisen. Allm&auml;hlich zeigt sich, dass Draghis Bazooka Ladehemmung hat und die Politik nicht mehr ausnahmslos hinter ihm steht &ndash; eine gef&auml;hrliche Konstellation. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass schon bald wie-der &uuml;ber Wachstumspakete und Konjunkturprogramme diskutiert wird in Europa. Es gab bereits Anspielungen Draghis, die Regierungen m&uuml;ssten mehr unternehmen, um das Wachstum anzukurbeln &#8211; auf Pump nat&uuml;rlich, wie gewohnt. Die Zeit, die Draghi f&uuml;r die &uuml;ber ihre Verh&auml;lt-nisse lebenden Politiker\/innen gekauft hatte, gen&uuml;gte offenbar nicht und jetzt, da sein Pulver verschossen ist, schiebt er den schwarzen Peter wieder an den Absender zur&uuml;ck. Frau Yellen hat aktuell zwar etwas bessere Kar-ten, daf&uuml;r aber jede Menge Staatschulden auf ihrer Bi-lanz. Da k&ouml;nnen die beiden nur noch auf einen milden Winter hoffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sommer, der sich in der Schweiz gar nie richtig einstell-te, ist nun vorbei und der an-gebrochene Herbst gibt uns in der Schweiz zumindest fr&uuml;h-morgens schon einen ersten Vorgeschmack auf die kalte Jahreszeit&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}