{"id":14823,"date":"2022-10-03T12:39:44","date_gmt":"2022-10-03T10:39:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.advisorworld.ch\/?p=14823"},"modified":"2022-10-03T12:39:44","modified_gmt":"2022-10-03T10:39:44","slug":"reyl-risikobereinigte-renditen-mit-positiven-auswirkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/reyl-risikobereinigte-renditen-mit-positiven-auswirkungen\/","title":{"rendered":"REYL: Risikobereinigte Renditen mit positiven Auswirkungen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">REYL : Der langfristige \u201egr\u00fcne\u201c Wandel ist in vollem Gange. Doch besteht ein Greenwashing-Risiko. Gefragt sind Portfolios, die Risiko, Rendite und Auswirkungen auf die Umwelt ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Jon Duncan, Chief Impact Officer, REYL<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die laufende Berichterstattung \u00fcber Greenwashing hat zu einer grossen Skepsis im Hinblick auf nachhaltiges Investieren oder Impact Investing gef\u00fchrt. In seinem Juni-Special erkl\u00e4rte der Economist, dass das Akronym \u201eESG\u201c f\u00fcr \u201eExaggerated Superficial Guff\u201c (\u00fcbertriebener oberfl\u00e4chlicher Quatsch) stehe und warnte, dass drei Buchstaben \u201eden Planeten nicht retten werden\u201c. Er ging sogar noch weiter und erkl\u00e4rte, dass nachhaltiges Investieren und Woke-Kapitalismus die Anleger in unterdurchschnittliche Renditen f\u00fchrten. Da die Kontroverse heiss l\u00e4uft, ist es vielleicht ein guter Zeitpunkt, um die Frage \u201esind risikobereinigte Renditen mit positiven Auswirkungen w\u00fcnschenswert und erreichbar?\u201c wieder aufzugreifen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein sich ver\u00e4ndernder Kontext<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten drei Jahrzehnten wurde der Kontext des Kapitalismus durch die tiefgreifende Erkenntnis gepr\u00e4gt, dass die biophysikalischen, sozialen und marktwirtschaftlichen Systeme miteinander verkn\u00fcpft sind. Diese systemische Sichtweise basiert auf einem globalen wissenschaftlichen Konsens, sozialer Notwendigkeit und wirtschaftlicher Realit\u00e4t. Nach der globalen Finanzkrise wurde der Rat f\u00fcr Finanzstabilit\u00e4t (Financial Stability Board, FSB) gegr\u00fcndet, um sowohl endogene Marktrisiken (das heisst Risiken, die von den M\u00e4rkten selbst ausgehen, wie zum Beispiel die Subprime-Krise) als auch exogene Marktrisiken (das heisst Risiken, die von ausserhalb des Marktsystems ausgehen, wie zum Beispiel der Klimawandel) zu bewerten. Das Ausmass des Klimarisikos f\u00fchrte dazu, dass der FSB die Ver\u00f6ffentlichung der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures \u00fcberwachte und Klima-Stresstests f\u00fcr Zentral- und grossen, systemrelevanten Banken forderte. Da das Konzept des exogenen Risikos immer besser verstanden wird, sind die Marktregulierungsbeh\u00f6rden dazu \u00fcbergegangen, das Marktsystem zu ermutigen, langfristige Risiken f\u00fcr die nachhaltige Entwicklung proaktiv anzugehen. In der EU-Taxonomie f\u00fcr eine gr\u00fcne Wirtschaft wird beispielsweise dargelegt, welche wirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten auf kohlenstoffarme, ressourceneffiziente und sozial integrative Ergebnisse ausgerichtet sind. Um die Ausrichtung zu verst\u00e4rken, hat die EU Corporate Sustainability Reporting Standards (CSRD) sowie Offenlegungsstandards f\u00fcr die Nachhaltigkeitskriterien von Finanzprodukten (SFRD) eingef\u00fchrt und gew\u00e4hrleistet durch Mifid II, dass Nachhaltigkeitspr\u00e4ferenzen von Kunden und Risiken als Grundlage zur Sicherstellung der Produkteignung genutzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00dcbergang zu einer \u201egr\u00fcnen Wirtschaft\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr wirtschaftliche F\u00fchrungskr\u00e4fte bedeutet dieser sich ver\u00e4ndernde Kontext, dass die Wahrung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit ein effektives Personalmanagement, solide Umweltkontrollen, Ressourceneffizienz sowie Produkte und Dienstleistungen erfordern, die soziale\/\u00f6kologische Probleme aufnehmen. F\u00fcr b\u00f6rsenkotierte Unternehmen sind die Anforderungen an die Offenlegung von Nachhaltigkeitsdaten an allen grossen B\u00f6rsen gestiegen, da die Anleger erkannt haben, dass schlechte Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken die Renditen schm\u00e4lern k\u00f6nnen und dies auch tats\u00e4chlich tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man den aktuellen Kontext f\u00fcr den Kapitalismus rational, m\u00fcssen Anleger pr\u00fcfen, wie gut ihr Portfolio im Hinblick auf langfristige Risiken im Zusammenhang mit sozialer und \u00f6kologischer Systemstabilit\u00e4t positioniert ist. Die Betrachtung eines Portfolios durch die \u201eNachhaltigkeitsbrille\u201c ist schlicht eine gute Anlagepraxis und stimmt mit den Zielen des Kapitalerhalts und des Wachstums \u00fcberein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da der \u00dcbergang zu einer \u201egr\u00fcnen Wirtschaft\u201c an Dynamik gewinnt, wird es in allen Regionen, Sektoren und Anlageklassen Gewinner und Verlierer geben. Es w\u00e4re ein Fehler zu glauben, dass alle \u201egr\u00fcnen\u201c oder wirkungsvollen Anlagen angemessene, risikobereinigte Renditen erzielen werden. Es mag zwar w\u00fcnschenswert sein, sich auf Auswirkungen zu konzentrieren, doch um in diesem sich wandelnden Kontext erfolgreich zu sein, ist ein differenzierter Ansatz erforderlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine taktische Reaktion<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die rasche Zunahme des Umfangs und der Verf\u00fcgbarkeit von ESG-\/Impact- und Nachhaltigkeitsdaten treibt den Markt zu einem umfassenderen Verst\u00e4ndnis des Ausgleichs zwischen Risiko, Rendite und Auswirkungen. Die Auswirkungen k\u00f6nnen sowohl als Schadensreduzierung (beispielsweise Verringerung der Umweltverschmutzung) als auch als positive Nettobeitr\u00e4ge von G\u00fctern und Dienstleistungen (beispielsweise Zugang zu Generika in Schwellenl\u00e4ndern) verstanden werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf pragmatischer Ebene ist es f\u00fcr Anleger sinnvoll, die Umstellung ihrer Portfolios so anzugehen, dass sie ein vergleichbares Risiko-Rendite-Ergebnis mit einem messbar verbesserten Wirkungsergebnis erzielen. Dies wird im Laufe der Zeit Ausgleiche zwischen verschiedenen Anlageklassen, Sektoren und geografischer Exponierung erfordern. Public Markets bieten Liquidit\u00e4t und Skaleneffekte, aber zeigen weniger direkte Auswirkungen, w\u00e4hrend Private Markets reale Auswirkungen auf die Welt haben, jedoch im Hinblick auf die Kapitalbereitstellung und Liquidit\u00e4t beschr\u00e4nkt sind. Aus geografischer Sicht geht man davon aus, dass ein Engagement in Schwellenl\u00e4ndern ein h\u00f6heres Mass an Wirkung pro Renditeeinheit bietet als eine \u00e4hnliche Allokation in Sektoren von Industriel\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es handelt sich um einen sich entwickelnden Bereich, der von wissenschaftlichen Notwendigkeiten, einer sich \u00e4ndernden Politik, einer ver\u00e4nderten Konsumentenstimmung und wirtschaftlicher Wettbewerbsf\u00e4higkeit bestimmt wird. Es w\u00e4re ein Fehler, ihn als Modeerscheinung zu betrachten, deren Zeit vorbei ist. Es besteht ein Greenwashing-Risiko. Der langfristige \u201egr\u00fcne\u201c Wandel ist jedoch in vollem Gange, und eine pragmatische Ausrichtung der Anlegerportfolios auf Risiko, Rendite und Auswirkungen ist sowohl w\u00fcnschenswert als auch realisierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>REYL : Der langfristige \u201egr\u00fcne\u201c Wandel ist in vollem Gange. Doch besteht ein Greenwashing-Risiko. 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