{"id":14959,"date":"2023-05-05T17:42:15","date_gmt":"2023-05-05T15:42:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=14959"},"modified":"2023-05-05T17:44:21","modified_gmt":"2023-05-05T15:44:21","slug":"allianz-gi-unkaputtbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-unkaputtbar\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Unkaputtbar?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle dar\u00fcber nachgedacht, ob die ersten Risse im Finanzsystem die Zentralbanken vorsichtiger in Ihren Zinserh\u00f6hungszyklen werden lassen k\u00f6nnten.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Stefan Rondorf Senior Investment Strategist, Global Economics &amp; Strategy<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Finanzm\u00e4rkte hatten auf diese Frage eine klare Antwort gegeben \u2013 teilweise war am US-Geldmarkt f\u00fcr das Jahresende ein Leitzins von 3.75% vorausgesehen worden, das h\u00e4tte zu diesem konkreten Zeitpunkt Mitte M\u00e4rz Zinssenkungen von gerundet einem Prozent (!) im restlichen Jahresverlauf 2023 entsprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In der Zwischenzeit hat sich die Lage im Bankensystem beruhigen k\u00f6nnen, entsprechend haben sich auch die Zinssenkungserwartungen etwas zur\u00fcckgebildet.<\/strong> Eine systemische Abw\u00e4rtsspirale konnte durch schnell bereitgestellte Liquidit\u00e4t recht z\u00fcgig gestoppt werden. Banken werden immer eng verkn\u00fcpft sein mit den Volkswirtschaften, in denen sie aktiv sind. Ohne den weichen Faktor Vertrauen kann eine Bank dauerhaft nicht \u00fcberleben. Aber: Es spricht Stand heute wenig daf\u00fcr, dass sich der traditionelle, einigerma\u00dfen engmaschig regulierte Bankensektor \u00e4hnlich wie 2007 bis 2009 im Epizentrum der n\u00e4chsten Krise befinden wird, auch wenn einzelne US-Institute in diesen Tagen um ihr \u00dcberleben k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unterdessen hat sich die Furcht vor einer Energiekrise und einer Winterdepression in Europa endg\u00fcltig verfl\u00fcchtigt.<\/strong> In China kommt vor allem die Binnenwirtschaft wieder z\u00fcgig in Gang. Und in den USA? Hier trotzt bisher vor allem der Dienstleistungssektor standhaft den Bem\u00fchungen der Federal Reserve (Fed), die Wirtschaft abzuk\u00fchlen. Der Konsum bleibt ausreichend untermauert. Noch immer scheint auf Pandemie-Ersparnisse zur\u00fcckgegriffen werden zu k\u00f6nnen, zudem sp\u00fclt der brummende Arbeitsmarkt eine ausk\u00f6mmliche Lohnsumme zu den Haushalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies bedeutet auf der anderen Seite wenig Fortschritt bei der Inflationsbek\u00e4mpfung. Die Kerninflationsrate des bei der Fed bevorzugten Warenkorbes der pers\u00f6nlichen Konsumausgaben (\u201eCore PCE\u201c) liegt mit einer Jahresrate von 4.6% weiter mehr als doppelt so hoch wie das 2%-Ziel. Andere Messmethoden wie der Index der selten angepassten \u201estarren\u201c Preise der Atlanta Fed ergeben sogar Preissteigerungsraten \u00fcber 6% im Jahresvergleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Global betrachtet erscheint das Wachstum gerade widerstandsf\u00e4higer als gedacht, eine Rezession in den USA und anderswo etwas weiter weg als vor einigen Monaten bef\u00fcrchtet. <strong>Aber ist der Konjunkturzyklus unkaputtbar?<\/strong> Eher nicht. Zum einen d\u00fcrfte die Wirkung der bereits erfolgten Zinserh\u00f6hungen schrittweise st\u00e4rker durchschlagen, zum anderen k\u00f6nnten noch einige (wenige?) weitere Zinsschritte erfolgen \u2013 insbesondere von den Nachz\u00fcglern in Sachen Zinsnormalisierung, wie beispielsweise der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nach den Anspannungen im Bankensektor k\u00f6nnten sich die Kreditvergabebedingungen in wichtigen Regionen versch\u00e4rfen, ein Trend, der bereits vor der j\u00fcngsten Abwicklung einiger Banken begonnen hat.<\/strong> Im Verarbeitenden Gewerbe sind auch schon Bremsspuren bei Auftragseing\u00e4ngen zu beobachten, derzeit wird die Produktion aber noch durch das Abarbeiten des Auftragsbestandes gest\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den durchaus erfreulichen Wachstumszahlen in China gilt es nunmehr im Auge zu behalten, wie sich die Konjunktur in anderen Regionen der Welt verh\u00e4lt, vor allem mit Blick auf die Inflations- und damit auch die BIPEntwicklung. In der kommenden Woche finden Sitzungen zweier der gro\u00dfen Notenbanken statt, von denen Zinsentscheidungen zu erwarten sind. Dar\u00fcber hinaus werden auch die neuesten Umfragedaten aus China bekannt gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies schl\u00e4gt auch schrittweise auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen durch: Sowohl Ums\u00e4tze als auch Gewinnmargen sind im Vergleich zum extrem starken Vorjahr r\u00fcckl\u00e4ufig. Allerdings k\u00f6nnen Aktien als \u201ereale\u201c Unternehmensbeteiligungen ihre F\u00e4higkeit ausspielen, Preissteigerungen in einem gewissen Rahmen zeitnah an ihre Kunden weiterreichen zu k\u00f6nnen. Im Vergleich zu einer l\u00e4ngeren Historie sehen Umsatzwachstum sowie Margen bislang weiter robust aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr Anleger ergeben sich daraus folgende Konsequenzen bei der Verm\u00f6gensallokation:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Aktienm\u00e4rkte,<\/strong> vor allem in Europa, haben zuletzt den Eindruck erweckt, die \u201eMauer der Sorgen\u201c erklimmen zu k\u00f6nnen. Je l\u00e4nger die Konjunktur unkaputtbar erscheint, je h\u00f6her k\u00f6nnten sie klettern. Es gibt aber weiter sehr valide Argumente f\u00fcr einen deutlich unruhigeren Ausblick. Wir bleiben vorerst auf der vorsichtigen Seite, regional pr\u00e4ferieren wir europ\u00e4ische und asiatische M\u00e4rkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Je unruhiger das Fahrwasser, je h\u00f6her die Chancen, dass<strong> Staatsanleihen<\/strong> als sicherer Hafen angesteuert werden d\u00fcrften. Die Unklarheit dar\u00fcber wie viele Zinserh\u00f6hungen von den wichtigsten Zentralbanken noch erfolgen werden, bleibt jedoch bestehen. Der Kampf gegen die Inflation d\u00fcrfte sich als Marathon erweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte die <strong>US-Notenbank Fed<\/strong> etwas fr\u00fcher als andere Zentralbanken ein Abebben des Zinserh\u00f6hungszyklus signalisieren, k\u00f6nnte sich eine Aufwertung von W\u00e4hrungen wie dem Euro oder dem Yen ergeben \u2013 bei diesen Zentralbanken sehen wir noch st\u00e4rkeres Potential f\u00fcr eine geldpolitische Versch\u00e4rfung.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle dar\u00fcber nachgedacht, ob die ersten Risse im Finanzsystem die Zentralbanken vorsichtiger in Ihren Zinserh\u00f6hungszyklen werden lassen k\u00f6nnten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6612,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-14959","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14959","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14959"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14959\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14961,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14959\/revisions\/14961"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14959"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14959"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14959"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}