{"id":1497,"date":"2014-12-01T06:00:00","date_gmt":"2014-12-01T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2014\/12\/01\/frontier-market-debt-anleihen\/"},"modified":"2014-12-01T06:00:00","modified_gmt":"2014-12-01T06:00:00","slug":"frontier-market-debt-anleihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/frontier-market-debt-anleihen\/","title":{"rendered":"Frontier Market Debt-Anleihen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><\/span><\/span>Anleger, die in Anleihen von Grenzm\u00e4rkten \u2013 den sogenannten Frontier Markets \u2013 investieren, bietet sich ein EMD-Segment, das im Hinblick auf Volumen und Emittentenzahl st\u00e4ndig w\u00e4chst. Dieser Markt ist unterinvestiert und kaum erforscht. Das bedeutet: kr\u00e4ftige Risikoaufschl\u00e4ge und hervorragende Alpha-Chancen.<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von <span style=\"border: 0px none; font-style: inherit; font-weight: inherit; margin: 0px; padding: 0px; color: #000000;\">Marco Ruijer <\/span><br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als wahrer Pionier im EMD-Segment legte ING Investment Management im Dezember 2013 einen Frontier Market Debt Fonds auf. Frontier Markets sind die n\u00e4chste Generation der Emerging Markets. Voraussichtlich werden sich die Volkswirtschaften und Kapitalm\u00e4rkte dieser L\u00e4nder so entwickeln, wie die Emerging Markets in den letzten Jahrzehnten. Dieses Spotlight skizziert die Entwicklung seit Januar 2014.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar sollen die Emerging Markets (EM) auch in den n\u00e4chsten Jahren noch eine gute Performance liefern, doch werden die immensen Zuwachsraten der letzten Jahrzehnte wohl kaum zu erreichen sein. Die EM sind sowohl gr\u00f6ssenm\u00e4ssig als auch im Hinblick auf ihr Wachstumstempo in eine neue Phase eingetreten. Gr\u00f6ssere politische Stabilit\u00e4t, Infrastrukturverbesserungen, finanzielle Vertiefung und rapide Ausweitung des Handels haben die aufstrebenden Volkswirtschaften in ihrer Substanz dramatisch ver\u00e4ndert. Doch mit zunehmender Entwicklung der EMs sind die Risikopr\u00e4mien deutlich gesunken und damit auch die Renditen von EM-Investments.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insofern bieten sich die Frontier Markets als eine relativ neue Chance an, denn diese M\u00e4rkte weisen heute viele Merkmale auf, die auch den Schwellenm\u00e4rkten eigen waren, als sie 1988 erstmals als Anlagegruppe wahrgenommen wurden. Die meisten von ihnen befinden sich noch in einem sehr fr\u00fchen Stadium der wirtschaftlichen, politischen, finanziellen, institutionellen und kommerziellen Entwicklung und bieten deshalb langfristig attraktive Aussichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier geht es in erster Linie um Aufholen und Konvergenz. Das Wirtschaftswachstum an den Frontier Markets st\u00fctzt sich auf eine g\u00fcnstige demografische Entwicklung und steigende Produktivit\u00e4t, w\u00e4hrend ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen, ein leistungsf\u00e4higerer institutioneller Rahmen sowie ein \u00fcberschaubares Schuldenniveau ebenfalls wachstumsf\u00f6rdernd wirken. Mit zunehmendem Anlegerinteresse d\u00fcrften sich Breite und Tiefe der Frontier Markets weiter den Niveaus der Schwellenm\u00e4rkte ann\u00e4hern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dennoch sind Investments an Frontier Markets risikoreicher als Anlagen in entwickelten oder aufstrebenden M\u00e4rkten. Viele Grenzm\u00e4rkte hatten in den vergangenen Jahrzehnten mit politischer und wirtschaftlicher Instabilit\u00e4t zu k\u00e4mpfen. Definitionsgem\u00e4ss mangelt es Frontier Markets an vielen Institutionen, die in entwickelten bzw. stabileren Volkswirtschaften selbstverst\u00e4ndlich sind. Doch das sprach vor nur wenigen Jahrzehnten auch gegen die aktuellen EM. Viele Frontier Markets k\u00f6nnten potenziell eine \u00e4hnliche Richtung einschlagen und in den kommenden Jahrzehnten rascher wachsen als der Rest der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Entwicklung, welche die Schwellenl\u00e4nder im letzten Vierteljahrhundert erlebten, auch nur ann\u00e4hernd als Richtschnur gelten kann, dann sind Anleger gut beraten, sich den Frontier Markets eingehend zu widmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wachstumstreiber der Frontier Markets<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schauen wir uns die wichtigsten Wachstumstreiber einmal genauer an. Zun\u00e4chst einmal ist das relativ hohe Wirtschaftswachstum zu nennen \u2013 23 der 25 in den vergangenen zehn Jahren am schnellsten gewachsenen Volkswirtschaften fallen in diese Kategorie. Der Wachstumsausblick sieht mittelfristig recht gut aus, langfristig sogar sehr gut. Der IWF geht davon aus, dass sich ihr Wirtschaftswachstum (BIP) 2014 auf 3,6&nbsp;% erh\u00f6ht und in den n\u00e4chsten Jahren schrittweise weiter bis auf \u00fcber 4&nbsp;% steigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter ihnen sollten insbesondere die afrikanischen und s\u00fcdasiatischen Volkswirtschaften weiter h\u00f6here Wachstumsraten erreichen als vergleichbare M\u00e4rkte. Der IWF prognostiziert f\u00fcr diese L\u00e4nder eine Zuwachsrate von 6-7&nbsp;% in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren. Die folgende Grafik&nbsp; illustriert die l\u00e4ngerfristigen Wachstumsaussichten und zeigt, dass sich die Wachstumsl\u00fccke zwischen Grenz- und aufstrebenden M\u00e4rkten voraussichtlich ausweiten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>G\u00fcnstige demografische Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Grossteil der Weltbev\u00f6lkerung lebt in Frontier Markets: W\u00e4hrend nur 4&nbsp;% der weltweiten Wirtschaftsleistung auf diese M\u00e4rkte entfallen, machen sie 12&nbsp;% der Weltbev\u00f6lkerung aus. Hinzukommt eine kr\u00e4ftige Zuwachsrate. Bev\u00f6lkerungswachstum ist gleichbedeutend mit mehr Konsumenten f\u00fcr Waren und Dienstleistungen, zunehmender Besch\u00e4ftigtenzahl, h\u00f6heren Ersparnissen usw. L\u00e4nder mit hohem Bev\u00f6lkerungswachstum weisen daher ein h\u00f6heres Wachstumspotenzial auf als L\u00e4nder mit stagnierenden oder sinkenden Zuwachsraten. Ferner kommt den Frontier Markets ihre im Vergleich zu aufstrebenden und entwickelten M\u00e4rkten relativ junge Bev\u00f6lkerung zugute. Im Ergebnis d\u00fcrfte dies zu einer Ausweitung des Bev\u00f6lkerungsanteils im erwerbsf\u00e4higen Alter f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Reichlich Raum f\u00fcr weiteres Wachstum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeitsproduktivit\u00e4t ist an Grenzm\u00e4rkten im Schnitt sehr viel geringer als an den entwickelten bzw. aufstrebenden M\u00e4rkten, insofern gibt es reichlich Spielraum f\u00fcr Verbesserungen. Eine geringere Arbeitsproduktivit\u00e4t bedeutet auch, dass an vielen Grenzm\u00e4rkten die L\u00f6hne weit unter EM-Niveau liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zunahme der Auslandsinvestitionen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein st\u00e4rkeres potenzielles Wirtschaftswachstum, eine g\u00fcnstige demografische Entwicklung und das umfassende Potenzial f\u00fcr Produktivit\u00e4tssteigerungen zieht Kapital in Form von ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen aus den Industrie- und Schwellenl\u00e4ndern an. Dies wird durch Medienberichte \u00fcber Unternehmensinvestitionen in Afrika und anderen Frontier Markets best\u00e4tigt, wie das Beispiel der Chinesen zeigt, die seit Jahren insbesondere in das Rohstoff- und Infrastrukturgesch\u00e4ft in Afrika investieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geringere Verschuldung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der letzten Finanzkrise haben die Industriel\u00e4nder mit hohen und steigenden Schuldenst\u00e4nden zu k\u00e4mpfen, w\u00e4hrend die Staatsschulden in den Schwellen- und Frontier Markets als deutlich leichter zu bew\u00e4ltigen erscheinen. Der Verschuldungsgrad bei Frontier Markets liegt bei 18&nbsp;% des BIP, wohingegen er in den Schwellenl\u00e4ndern 29&nbsp;% und in den G7-Staaten 117&nbsp;% betr\u00e4gt. Dank ihrer vergleichsweise schuldenfreien Bilanzen und des \u00fcberdurchschnittlichen BIP-Wachstums k\u00f6nnen sich die Frontier Markets durchaus Haushaltsdefizite leisten, um k\u00fcnftiges Wachstum zu finanzieren. Erwartungsgem\u00e4ss sind die privaten Schuldenquoten an den Frontier und Emerging Markets allgemein niedriger als in den Industriel\u00e4ndern. Doch im Zuge ihres Wachstums wird zweifelsohne auch die Verschuldung zunehmen. Solange diese Quoten indes moderat steigen, d\u00fcrfte das kein Problem sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anleger, die in Anleihen von Grenzm\u00e4rkten \u2013 den sogenannten Frontier Markets \u2013 investieren, bietet sich ein EMD-Segment, das im Hinblick auf Volumen und Emittentenzahl st\u00e4ndig w\u00e4chst. Dieser Markt ist unterinvestiert und kaum erforscht. 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