{"id":14993,"date":"2023-05-10T12:12:45","date_gmt":"2023-05-10T10:12:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=14993"},"modified":"2023-05-10T12:40:43","modified_gmt":"2023-05-10T10:40:43","slug":"dje-marktkommentar-mit-vorsicht-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-marktkommentar-mit-vorsicht-voraus\/","title":{"rendered":"DJE Marktkommentar: Mit Vorsicht voraus"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Mit Blick auf den Mai und die kommenden Monate h\u00e4lt das Strategieteam von <strong>DJE<\/strong> mehr Vorsicht f\u00fcr angebracht.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stefan Breintner, Leiter Research und Portfoliomanagement, DJE Kapital AG<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Zwar sollten die Zinsen nicht weiter steigen, aber das Zinsniveau d\u00fcrfte l\u00e4nger hoch bleiben als der Markt erwartet. Ausserdem sind die Verz\u00f6gerungen, mit der die restriktivere Geldpolitik wirksam wird, noch nicht eingepreist.<\/p>\n<p><strong>Vom Strategie-Team der DJE Kapital AG<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele B\u00f6rsen haben sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2023 gut entwickelt. Die n\u00e4chsten Monate k\u00f6nnten nun herausfordernder werden. Der Saisonrhythmus von Mai bis Oktober ist oft nicht einfach, und die monet\u00e4re Situation ist derzeit unver\u00e4ndert als schwierig einzustufen. Zwar ist aus Sicht des DJE-Strategieteams nicht mehr mit Zinsanhebungen zu rechnen. Aber mit Blick auf das zweite Halbjahr erscheinen uns die Erwartungen des Marktes, es k\u00f6nne Zinssenkungen geben, zu optimistisch. Daf\u00fcr ist die Kerninflation noch immer zu hoch und d\u00fcrfte auch nur langsam zur\u00fcckgehen. Zudem ist die Kreditvergabe der Banken r\u00fcckl\u00e4ufig, was die wirtschaftliche Entwicklung bremsen wird. Regional sehen wir Chancen in Asien, vor allem in China und Japan. Ausserdem halten wir das Chance-Risiko-Verh\u00e4ltnis von Anleihen mit ansprechender Verzinsung weiterhin f\u00fcr attraktiv.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fundamental<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2022 Rezession in den USA wahrscheinlich<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Schlechtere Kreditvergabe und verz\u00f6gerte Wirkung der Geldpolitik belasten v.a. mit Blick auf 2024<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Versorger strukturell interessant<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Chancen in China<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">US-Notenbankpr\u00e4sident Powell glaubt weiter an ein \u201esoft landing\u201c der US-Wirtschaft und nicht an eine Rezession. Wir sind nicht so optimistisch und halten es aktuell f\u00fcr unwahrscheinlich, dass eine Rezession in den USA komplett vermieden werden kann. Ein Risikofaktor bleiben gewerbliche Immobilienkredite, vor allem f\u00fcr die US-Regionalbanken. Probleme im Bankensektor und eine nachlassende Inflationsdynamik d\u00fcrften dazu f\u00fchren, dass wir nun am Ende des US-Zinserh\u00f6hungszyklus angekommen sind. Diese Entwicklung beg\u00fcnstigt den Technologiesektor. Dieser ist unserer Einsch\u00e4tzung nach absolut und gegen\u00fcber der eigenen Historie nicht zu hoch bewertet, wohl aber hoch bewertet im Vergleich zu anderen Sektoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in Deutschland steigen die Konjunkturrisiken. Gefahr droht nicht zuletzt vom Immobilienmarkt: Einige Immobilienfirmen k\u00f6nnten in Schwierigkeiten geraten und damit dann auch Druck auf den Bankensektor aus\u00fcben. Die Kreditvergabe der Banken wird sich verschlechtern, sowohl in den USA als auch in Europa. Mittelfristig d\u00fcrfte dies zu schw\u00e4cheren Fr\u00fchindikatoren und zu nachlassenden Gewinnen in einigen Sektoren f\u00fchren. Ein anderer Sektor dagegen ist f\u00fcr uns in Deutschland und Europa strukturell interessant: Versorger. Die Strompreise sind in Deutschland bei weitem nicht wieder so stark zur\u00fcckgekommen wie z.B. die Gaspreise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mit Blick auf 2024 erscheinen uns viele aktuelle Wachstumsprognosen zu optimistisch<\/strong>: In den aktuellen Prognosen sind die Verz\u00f6gerungen, mit der die restriktivere Geldpolitik wirksam wird, noch nicht eingepreist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Chancen sehen wir derzeit in China: Dort entwickelt sich vor allem der Service-\/Reise-Sektor sehr gut. Im Immobilienmarkt stabilisiert sich die Situation, und die Preise steigen in vielen St\u00e4dten\/Regionen bereits wieder. Es d\u00fcrfte jedoch noch etwas dauern, bis sich die Belebung des chinesischen Immobilienmarkts auch positiv auf die Rohstoffnachfrage auswirken wird. Dar\u00fcber hinaus entwickeln sich chinesischen Banken aktuell relativ gut.<\/p>\n<p><strong>Monet\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u2022 Gesamtinflation sinkt, Kerninflation bleibt hartn\u00e4ckig<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Weitere Zins\u00e4nderungen nach oben und unten unwahrscheinlich<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Ausgew\u00e4hlte hochwertige Anleihen mit attraktiver Verzinsung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Gesamt-Inflation sollte in den kommenden Monaten weiter r\u00fcckl\u00e4ufig sein. Auch in der Eurozone d\u00fcrfte die Gesamtinflation energiepreisgetrieben fallen. Dagegen d\u00fcrfte die Kerninflation (ohne Energie und Nahrung) langsamer zur\u00fcckgehen. Aufgrund der insgesamt weiter hohen Kerninflation erscheinen schnelle Zinssenkungen unrealistisch. Weitere Zinserh\u00f6hungen sind in den USA aber ebenfalls unwahrscheinlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Generell sieht der Markt die Zinsentwicklung wesentlich optimistischer als die Mitglieder des US-Offen-Markt-Ausschusses (FOMC) der Zentralbank. Die Zinsen k\u00f6nnten l\u00e4nger hoch bleiben als heute vom Markt erwartet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anleihen<\/strong>: Wir bleiben vorerst weiter bei einer tendenziell eher kurzen Duration. Bei den 10j\u00e4hrigen US-Staatsanleihen scheint viel eingepreist (deutlich unter FED-Funds), dagegen erscheint das Zinsniveau deutscher 10-j\u00e4hriger mit 2,25% relativ unattraktiv. Anleihen mit einer Laufzeit von zwei bis vier Jahren sind unserer Meinung nach interessanter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Markttechnisch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2022 Starker Pessimismus ist antizyklisches Kaufsignal<\/strong><br \/>\n<strong>\u2022 Schwieriger Saisonrhythmus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aktuelle Markttechnik wirkt weiterhin unterst\u00fctzend f\u00fcr die B\u00f6rsen. Es herrscht kein zu grosser Optimismus an den M\u00e4rkten, und es gibt hohe Short-Positionen auf den breiten US-Aktienindex S&amp;P 500. Das ist positiv, da die Stimmung bei m\u00f6glichen schlechten Nachrichten weniger stark in Entt\u00e4uschung umschlagen d\u00fcrfte. In diesem Zusammenhang ist der stark ausgepr\u00e4gte Pessimismus bei Anlegerumfragen der AAI (Association of American Individual Investors) in den USA ein antizyklisch positives Kaufsignal. Im Gegensatz zum Vormonat tritt der Saisonrhythmus nun allerdings in eine schwierigere Periode ein. Es fehlt an Marktbreite: In diesem Jahr wurden bzw. werden die Aufw\u00e4rtsbewegungen der B\u00f6rsen in den USA und Europa von nur wenigen grossen Titeln getragen. Zudem ist die Volatilit\u00e4t niedrig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Blick auf den Mai und die kommenden Monate h\u00e4lt das Strategieteam von DJE mehr Vorsicht f\u00fcr angebracht.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":13588,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[176,272],"class_list":["post-14993","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-dje","tag-stefan-breintner"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14993"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14993\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14995,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14993\/revisions\/14995"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13588"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}