{"id":1504,"date":"2014-12-17T06:00:00","date_gmt":"2014-12-17T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2014\/12\/17\/m-g-konservative-qe-politik-und-nullzinsmarke\/"},"modified":"2014-12-17T06:00:00","modified_gmt":"2014-12-17T06:00:00","slug":"m-g-konservative-qe-politik-und-nullzinsmarke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-konservative-qe-politik-und-nullzinsmarke\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Konservative QE-Politik und Nullzinsmarke"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass wir uns hier mit der quantitativen Lockerungspolitik besch\u00e4ftigt haben, aber in der Vergangenheit haben wir uns bereits eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt . Allerdings scheint die QE-Politik \u2013 zumindest f\u00fcr den Moment \u2013 sowohl in Gro\u00dfbritannien als auch seit kurzem in den USA der geldpolitischen Historie anzugeh\u00f6ren&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>von&nbsp; Richard Woolnough<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Japan greift man hingegen erneut zu quantitativen Lockerungsma\u00dfnahmen, und auch in weiten Teilen Europas zieht man eine weitere Lockerung der Geldmarktpolitik in Betracht. In unseren fr\u00fcheren Blog-Beitr\u00e4gen haben wir versucht, ein seinerzeit noch neues Experiment zu analysieren. Welche Schlussfolgerungen ziehen wir nun, da uns die praktischen Auswirkungen dieser Theorie ja jetzt bekannt sind?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Konzentrieren wir uns zun\u00e4chst einmal auf das Wesentliche. Im Rahmen der Geldpolitik ist die Nullzinsmarke bereits erreicht worden, so dass die Kurzfristzinsen nicht weiter gesenkt werden k\u00f6nnen. Deshalb ist es also an der Zeit, neues Geld zu drucken. Nat\u00fcrlich muss die Notenbank aber auch in der Lage sein, ihre Geldpolitik wieder zu versch\u00e4rfen, indem sie dem Markt das frisch gedruckte Geld wieder entzieht. Aus diesem Grund bevorzugen die W\u00e4hrungsh\u00fcter den Aufkauf marktbreiter, liquider und risikofreier Anleihen und erwerben deshalb in gro\u00dfem Stil Staatsanleihen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dadurch werden auch die l\u00e4ngerfristigen Zinsen in Richtung auf 0 Prozent gesenkt, was die Aufnahme von Krediten mit langen Laufzeiten f\u00f6rdern sollte. Gleichzeitig werden dadurch aber auch das langfristige Sparen erschwert, die Asset-Preise (f\u00fcr Immobilien und Aktien, die durch die Langfristzinsen beeinflusst werden) nach oben getrieben und durch den daraus resultierenden Verm\u00f6genseffekt letztlich das Wachstum angekurbelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die oben genannten Effekte \u2013 allen voran der Verm\u00f6genseffekt \u2013 dienen den Bef\u00fcrwortern der QE-Politik als Beweise daf\u00fcr, dass die quantitativen Lockerungsma\u00dfnahmen in Form h\u00f6herer Asset-Preise tats\u00e4chlich funktioniert haben. So wird diese Grafik oftmals als Beleg f\u00fcr die Korrelation zwischen QE-Ma\u00dfnahmen und Asset-Preisen angef\u00fchrt (hier Grafik einf\u00fcgen). Tats\u00e4chlich sind die Asset-Preise angestiegen, w\u00e4hrend erneut ein Wachstum eingesetzt hat. Wo aber ist die Inflation?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2414\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2014\/12\/blog-RW-german.png\" alt=\"Gro\u00dfbritannien: QE-Ma\u00dfnahmen und Asset-Preise\" width=\"450\" height=\"338\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In L\u00e4ndern, in denen die Wechselkurse zusammengebrochen sind (wie etwa in Gro\u00dfbritannien und Japan), war vor\u00fcbergehend wirklich eine inflation\u00e4re Tendenz zu verzeichnen. In Gro\u00dfbritannien hat sich diese Entwicklung jedoch als lediglich kurzzeitiges Ph\u00e4nomen erwiesen, und f\u00fcr Japan d\u00fcrfte dasselbe gelten, sobald sich der Yen, der in den letzten drei Jahren gegen\u00fcber dem US-Dollar um mehr als 50 Prozent abgewertet hat, wieder stabilisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Wesentlichen gibt es zwei Gr\u00fcnde, weshalb keine Inflationstendenz eingesetzt hat. Zun\u00e4chst einmal wird die Teuerungsrate nicht ausschlie\u00dflich durch die Geldpolitik bestimmt, sondern ist auch eine Folge anderer Faktoren \u2013 vom \u00d6lpreis \u00fcber die Produktivit\u00e4t, die Technologie, und die Inflationserwartungen bis hin zum Ausma\u00df der Marktliberalit\u00e4t. Die Entwicklung des \u00d6lpreises verlief zuletzt zwar au\u00dferordentlich schwankend und l\u00f6ste zyklische Wellen von Inflation und Disinflation aus, die \u00fcbrigen vier Faktoren tragen jedoch seit vielen Jahren kontinuierlich zu einer strukturell bedingt niedrigen Inflation bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schauen wir uns nun einmal an, welche Auswirkungen die QE-Politik aus monet\u00e4rer Perspektive hat. Schlie\u00dflich tauscht die Notenbank lediglich liquide Mittel gegen praktisch ebenfalls liquide Mittel aus. So erhalten die bisherigen Besitzer von Staatsanleihen beim Verkauf dieser Papiere Geld, w\u00e4hrend die Notenbank nun Staatsanleihen besitzt. Die Zinsen sind zwar \u00fcber die gesamte Zinskurve hinweg gesunken, aber dem Wirtschaftskreislauf wurde im Prinzip kein frisches Geld zugef\u00fchrt. Vielmehr wurde die verf\u00fcgbare Liquidit\u00e4t im Gegenzug f\u00fcr eine andere Form von liquiden Mitteln \u2013 n\u00e4mlich Staatsanleihen \u2013 bereitgestellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus gehen die Notenbanken beim Drucken von Geld sehr konservativ vor, so dass sich die Auswirkungen auf das Wachstum sowie die Inflation lediglich auf Verm\u00f6genseffekte und einen R\u00fcckgang der Langfristzinsen beschr\u00e4nken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zinseffekt, den die Absenkung der gesamten Zinskurve in Richtung auf 0 Prozent zur Folge hat, wird seine eigene Nulllinie erreichen und dann keine Wirkung mehr zeigen. Gleiches gilt f\u00fcr Kurzfristzinsen von etwa 0 Prozent. Dar\u00fcber hinaus wird auch der Verm\u00f6genseffekt nachlassen, weil die rationalen Markterwartungen der Anleger in diesem Zusammenhang an ihre Grenzen sto\u00dfen werden (\u00fcbrigens ebenso wie die Inflationserwartungen). Gleichzeitig werden wohl auch die Asset-Preise nicht mehr so kr\u00e4ftig ansteigen. Und jene Verm\u00f6genswerte, die nach wie vor Zuw\u00e4chse verzeichnen, befinden sich im Besitz von Personen, die entweder ihren Grenzkonsum senken werden, weil ihr Wohlstand ansteigt, oder die gar keinen Zugang zu diesen Papieren haben, weil sich diese beispielsweise in einem Pensionsfonds befinden. Aus diesem Grund also hat die QE-Politik in ihrer aktuellen Auspr\u00e4gung eine Nullmarke erreicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als wir uns erstmals mit der quantitativen Lockerung besch\u00e4ftigt haben, herrschte gro\u00dfe Angst vor, dass diese Ma\u00dfnahmen in einer Inflationsspirale m\u00fcnden w\u00fcrden, weil dabei ja in gro\u00dfem Stil Geld gedruckt wird. Allerdings ist dies im Rahmen der QE-Politik bisher auf sehr verantwortungsvolle Art und Weise geschehen. Wenn man sich aber auf die eher philosophischen Urspr\u00fcnge beziehen w\u00fcrde, die \u201eHelikopter-Ben\u201c Bernanke im Jahr 2002 in seiner Rede von dem National Economists Club hervorgehoben hat, m\u00fcsste das Ergebnis eigentlich zwangsl\u00e4ufig eine Inflation sein. Denn wenn man ohne Gegenleistung Geld druckt, hat dies eben einen inflation\u00e4ren Effekt zur Folge. Druckt man hingegen Geld und tauscht dieses dann gegen etwas \u00e4hnliches (z.B. Staatsanleihen) ein, dann ist das nicht dasselbe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gl\u00fccklicherweise ist es dank monet\u00e4rer und fiskalpolitischer Ma\u00dfnahmen gelungen, das Wachstum wieder anzukurbeln, obwohl die Inflation nach wie vor niedrig ist. Wird das neue Mitglied des QE-Fanclubs \u2013 die EZB \u2013 mit ihrem traditionellen QE-Programm aber langfristig eine wirklich nennenswerte Inflation hinbekommen? Ich bezweifle das. Schlie\u00dflich hat das bisher auch kein anderer geschafft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\">&nbsp;<\/span>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist zwar schon eine ganze Weile her, dass wir uns hier mit der quantitativen Lockerungspolitik besch\u00e4ftigt haben, aber in der Vergangenheit haben wir uns bereits eingehend mit diesem Thema auseinandergesetzt . 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