{"id":1509,"date":"2014-12-19T06:00:00","date_gmt":"2014-12-19T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2014\/12\/19\/trotz-oelpreisverfall-und-ukraine-krise-optimistische-prognose-fuer-em-staatsanleihen\/"},"modified":"2014-12-19T06:00:00","modified_gmt":"2014-12-19T06:00:00","slug":"trotz-oelpreisverfall-und-ukraine-krise-optimistische-prognose-fuer-em-staatsanleihen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/trotz-oelpreisverfall-und-ukraine-krise-optimistische-prognose-fuer-em-staatsanleihen\/","title":{"rendered":"ING IM : Trotz \u00d6lpreisverfall und Ukraine-Krise optimistische Prognose f\u00fcr EM-Staatsanleihen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die Assetklasse Emerging Market Debt verzeichnete in den letzten Wochen hohe Volatilit\u00e4t. F\u00fcr diese Entwicklung gibt es viele Gr\u00fcnde, der wichtigste aber ist der \u00d6lpreisverfall. Seit seinem h\u00f6chsten Stand im Juni 2014 ist der Preis f\u00fcr Roh\u00f6l um \u00fcber 48 Prozent auf 59 USD pro Barrel (Sort Brent, Stand 19.12. 2014) gefallen (siehe Grafik unten). Nach der OPEC-Entscheidung, ihre Produktion nicht zu drosseln, brach der Preis sogar noch weiter ein&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der R\u00fcckgang der \u00d6lpreise wirkt sich direkt negativ auf die schw\u00e4cheren der Erd\u00f6l exportierenden L\u00e4nder, wie Angola, Ecuador und Gabun aus, doch vor allem auf Venezuela. Aber auch L\u00e4nder mit vergleichsweise soliden Rahmendaten, wie Russland und Kasachstan, sind betroffen. Was die Ukraine betrifft, so haben r\u00fcckl\u00e4ufige Rahmendaten und anhaltende politische Spannungen f\u00fcr einen Verfall der Verm\u00f6genspreise gesorgt. Der potenzielle k\u00fcnftige Nutzen dieser Entwicklung f\u00fcr die \u00d6l importierenden L\u00e4nder hat sich jedoch noch nicht in ihren Verm\u00f6genspreisen niedergeschlagen, da die Grundstimmung insgesamt weniger g\u00fcnstig f\u00fcr die Emerging Markets ist. Die Kursentwicklung verl\u00e4uft in einigen L\u00e4ndern bzw. W\u00e4hrungen zwar recht dramatisch. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass die Handelsvolumen sich zum Jahresende hin deutlich ausd\u00fcnnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/NOTIZIE\/19-12-14_1ing.png\" alt=\"19-12-14 1ing\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was die lokalen EM-Anleihem\u00e4rkte betrifft, ist der spektakul\u00e4re Absturz des Rubel geradezu beispiellos. Nachdem das Land in diesem Jahr bereits einen Teil seiner gewaltigen Devisenreserven zur St\u00fctzung seiner W\u00e4hrung eingesetzt hatte, ging es im November zu einem System gleitender Wechselkurse \u00fcber. Doch eine unerwartete Kombination aus fallenden Erd\u00f6lpreisen und steigender Nachfrage nach Dollar (weitgehend infolge der vom Westen auferlegten Kapitalmarktbeschr\u00e4nkungen) hat den Rubel schwer getroffen. Von Ende September bis zum 17. Dezember ist die russische Landesw\u00e4hrung um \u00fcber 37 Prozent gefallen (siehe Grafik unten). Die j\u00fcngste Leitzinsanhebung der russischen Zentralbank um 6,5 Prozent auf 17 Prozent scheint den freien Fall der W\u00e4hrung vorerst gestoppt zu haben. Unserer Einsch\u00e4tzung nach d\u00fcrfte der Rubel zum Jahresende hin volatil bleiben. Seit Anfang Dezember sind wir daher sowohl bei FX als auch Duration im Hinblick auf Russland neutral positioniert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u00d6l- und Gassektor macht einen gro\u00dfen Teil der russischen Volkswirtschaft aus. Niedriger \u00d6lpreis und h\u00f6here Zinsen k\u00f6nnten die russische Wirtschaft massiv belasten. Andererseits wird sich die aktuelle Krise auf kurze bis mittlere Sicht wohl nicht wesentlich auf den russischen Staatshaushalt auswirken. Mit 0,3 Prozent (Q2 2014) ist das Haushaltsdefizit recht gering und auch die \u00f6ffentliche Schuldenquote liegt unter 10 Prozent (Dezember 2013). Mildernd kommt auch hinzu, dass der Reservebestand sowie die Staatsfonds Russlands bereits gut mit \u00d6l-Dollar ausgestattet sind. Das Risiko eines deutlich niedrigeren \u00d6lpreises (von etwa 35 USD pro Barrel) k\u00f6nnte allerdings zus\u00e4tzliche Probleme, wie ein h\u00f6heres staatliches Haushaltsdefizit, mit sich bringen. Solange der \u00d6lpreis sich indes um 60 bis 65 USD pro Barrel bewegt, sollte dies auf kurze Sicht nicht zum Problem werden. Zusammengenommen st\u00fctzen all diese Faktoren unsere grunds\u00e4tzlich positive Einsch\u00e4tzung russischer Staatsanleihen. Nach unserem Daf\u00fcrhalten ist das Ausfallrisiko gering, da Russland \u00fcber ausreichende Cashflows in US-Dollar verf\u00fcgt, um auch in den kommenden Jahren seine auf USD lautenden Schulden zu bedienen (Kapital- und Zinsdienst).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"images\/stories\/NOTIZIE\/19-12-14_2ing.png\" alt=\"19-12-14 2ing\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar ist die fundamentale Einsch\u00e4tzung recht positiv, doch bleibt die politische Situation problematisch. So wird sich die Ukraine-Krise aller Wahrscheinlichkeit nach auf kurze bis mittlere Sicht nicht l\u00f6sen lassen, sondern auch weiterhin die Schlagzeilen beherrschen. Hinzu kommen die EU- und US-Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Auf der einen Seite d\u00fcrften diese Sanktionen starke Signalwirkung haben, doch auf der anderen Seite sollten sie die EU-Wirtschaft nicht allzu sehr belasten. Wir halten es nicht f\u00fcr besonders wahrscheinlich, dass die EU Sanktionen verh\u00e4ngen wird, die die \u00d6l- und Gaslieferungen Russlands an EU-L\u00e4nder in Mitleidenschaft ziehen k\u00f6nnten, denn schlie\u00dflich sind einige ihrer Mitglieder (beispielsweise die Slowakei und Finnland) in hohem Ma\u00dfe auf russisches Erdgas angewiesen. Derartige Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnten das Wirtschaftswachstum belasten und damit unter Umst\u00e4nden eine erneute Rezession ausl\u00f6sen. Das ist angesichts des schw\u00e4chelnden Wachstums in der EU definitiv nicht das angestrebte Szenario.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzum, was Russland betrifft, werden die Dollareinnahmen aus den Erd\u00f6lexporten selbst bei den aktuell niedrigen Preisen mehr als ausreichend sein, um auf USD lautende Schulden zu bedienen. Wir meinen, dass Russland bei diesen Niveaus ein attraktives Risiko-Ertrags-Profil bietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was Venezuela betrifft, so steht eine Staatspleite zwar nicht unbedingt bevor, doch mittelfristig ist das Risiko sicherlich gestiegen. Der venezolanischen Regierung stehen eine Reihe von Ma\u00dfnahmen zur Verf\u00fcgung, mit denen sie das Ausfallrisiko senken k\u00f6nnte, wie zum Beispiel eine Abwertung des Bolivar, die preisbereinigte Reduzierung der Staatsausgaben bei gleichzeitiger Anhebung (nominal) sowie der Verkauf von PetroCaribe-Forderungen oder Assets wie den in den USA gelegenen Anlagen der staatlichen Raffinerie-Gesellschaft CITGO.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Spreads kasachischer Staatsanleihen sind unserer Ansicht nach infolge der \u00d6lpreisentwicklung \u00fcberm\u00e4\u00dfig gestiegen. Momentan notiert der Spread deutlich \u00fcber dem Durchschnitt der vergangenen f\u00fcnf Jahre (rund 311 Bp.). Grunds\u00e4tzlich weist Kasachstan unserer Auffassung nach solide Bonit\u00e4tskennzahlen auf. Insofern gehen wir davon aus, dass sich die Spreads schlie\u00dflich wieder verengen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir bleiben bei unserer optimistischen Prognose f\u00fcr EM Sovereign Debt. Zwar sind die volkswirtschaftlichen Rahmendaten jetzt etwas weniger robust als vor ein paar Jahren, doch sind sie immer noch recht stabil. Insgesamt ist das Risiko \u2013 bedingt durch die anhaltend niedrigen Erd\u00f6l- und Rohstoffpreise \u2013 etwas gestiegen. Doch die Bewertungen sind mittelfristig attraktiver: Der Spread des JPM EMBI Global Diversified Index hat mittlerweile den h\u00f6chsten Stand seit drei Jahren erreicht. Auch die markttechnischen Faktoren behaupten sich gut, wenn man bedenkt, dass die Nettoemission bei Schwellenl\u00e4nder-Staatsanleihen 2015 unter null liegen wird. Wir rechnen mit m\u00e4\u00dfigen Kapitalzufl\u00fcssen in diese Assetklasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Assetklasse Emerging Market Debt verzeichnete in den letzten Wochen hohe Volatilit\u00e4t. F\u00fcr diese Entwicklung gibt es viele Gr\u00fcnde, der wichtigste aber ist der \u00d6lpreisverfall. Seit seinem h\u00f6chsten Stand im Juni 2014 ist der Preis f\u00fcr Roh\u00f6l um \u00fcber 48 Prozent auf 59 USD pro Barrel (Sort Brent, Stand 19.12. 2014) gefallen (siehe Grafik unten). 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