{"id":1519,"date":"2015-01-23T06:00:00","date_gmt":"2015-01-23T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/01\/23\/bny-mellon-ezb-qe-fuer-jeden-ist-etwas-dabei\/"},"modified":"2015-01-23T06:00:00","modified_gmt":"2015-01-23T06:00:00","slug":"bny-mellon-ezb-qe-fuer-jeden-ist-etwas-dabei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bny-mellon-ezb-qe-fuer-jeden-ist-etwas-dabei\/","title":{"rendered":"BNY Mellon : EZB-QE: F\u00fcr jeden ist etwas dabei"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">\u201eHeil dir Caesar, die Todgeweihten gr\u00fc\u00dfen dich\u201c war vor 2000 Jahren vielleicht die bevorzugte Grabinschrift der Gladiatoren, doch die nachrangigen Gl\u00e4ubiger von Caesar\u2019s Entertainment Operating Co empfinden derzeit wahrscheinlich nicht dasselbe&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span class=\"byline\"><span class=\"author vcard\"><span class=\"url fn n\">Kommentar von Holger Fahrinkrug, Chefvolkswirt bei Meriten Investment Management (Teil von BNY Mellon)<\/span><\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach langem Z\u00f6gern und viel diplomatischem Gezerre hat Mario Draghi sich durchgesetzt und ein neues Kapitel europ\u00e4ischer Zentralbankgeschichte geschrieben: Ab M\u00e4rz 2015 wird die EZB auch Staatsanleihen der EWU-Mitgliedsl\u00e4nder und solche von EU-Institutionen (agencies) kaufen, um ihr Ziel einer Bilanzausweitung auf circa 3 Billionen Euro zu erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei absolvierte er einen schwierigen Balanceakt, einerseits den Sorgen insbesondere der deutschen \u00d6ffentlichkeit vor Verlustrisiken Rechnung tragen zu m\u00fcssen, und andererseits nicht die bereits weit vorausgelaufenen Markterwartungen an Volumen und Struktur der Anleihek\u00e4ufe (QE) zu entt\u00e4uschen. Auf den ersten Blick scheint ihm dies gelungen zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bewertung:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Volumen, Struktur und Risikoverteilung des QE-Programms tragen einerseits den vor allem deutschen Sorgen vor Verlusten im Falle einer Staatsinsolvenz Rechnung. Andererseits war die Mischung den bereits weit vorausgeeilten Markterwartungen angemessen. Mario Draghi ist damit ein \u201egeldpolitischer Drahtseilakt\u201c gelungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gehen davon aus, dass die Konjunktur der Eurozone durch das Programm unterst\u00fctzt wird, vor allem, weil auch andere Stimuli bereits vorhanden sind. Dauerhaft niedrige Zinsen und Liquidit\u00e4t im \u00dcberfluss werden zusammen mit einem schw\u00e4cheren Euro, einem erholten Bankensystem und der Entlastung durch den niedrigen \u00d6lpreis 2015 f\u00fcr eine Beschleunigung des Wachstums sorgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank dieser Konjunkturbelebung gehen wir ebenfalls davon aus, dass sich die Inflation im Laufe des Jahres nach noch einigen negativen Monaten wieder stabilisiert und auf einen leicht ansteigenden Trend einschwingt. Zum heutigen Zeitpunkt gehen wir also nicht davon aus, dass das QE-Programm im September 2016 verl\u00e4ngert werden muss, auch wenn dies nicht ausgeschlossen werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es obliegt den nationalen Regierungen und der EU-Kommission, daf\u00fcr zu sorgen, dass die Entlastung durch die EZB nicht zu einem Erlahmen der Reform- und Konsolidierungsbem\u00fchungen hoch verschuldeter und langsam wachsender EWU-L\u00e4nder f\u00fchrt. Dies ist nicht Aufgabe der EZB.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Erwartungen der heutigen EZB-Entscheidung bereits weit vorausgeeilt waren, rechnen wir nicht mit dramatischen Auswirkungen an den Finanzm\u00e4rkten. W\u00e4hrend der Laufzeit des EZB-QE-Programms, und solange im gleichen Zeitraum mit Zinserh\u00f6hungen der Fed zu rechnen ist, d\u00fcrfte sich der Euro weiter moderat abschw\u00e4chen. Prognosen einiger Marktteilnehmer von Parit\u00e4t zum US-Dollar binnen 18 Monaten halten wir f\u00fcr gewagt, aber nicht realit\u00e4tsfern. Bei Renditen von Bundesanleihen sehen wir kaum Spielraum nach unten, allerdings d\u00fcrften die Spreads von Anleihen anderer Euro-Staaten sich weiter einengen, da die EZB-K\u00e4ufe hier mehr Bedeutung erlangen k\u00f6nnten. Und schliesslich d\u00fcrften Risikoaktiva wie Aktien tendenziell davon profitieren, dass die EZB ihr Engagement f\u00fcr eine Konjunktur- und Inflationsnormalisierung bewiesen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hintergrund:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab M\u00e4rz wird die EZB private und \u00f6ffentliche Aktiva im Volumen von bis zu 60 Mrd. Euro pro Monat ankaufen. Dies schliesst die bisherigen Programme f\u00fcr ABS und Covered Bonds ein. Das Programm soll so lange weitergef\u00fchrt werden, bis die EZB eine nachhaltige Verbesserung des Inflationspfades wahrnimmt. Zun\u00e4chst bel\u00e4uft sich das Gesamtvolumen also auf 1,14 Billionen Euro. Unter Einrechnung bilanzverk\u00fcrzender Faktoren wie den Anleihef\u00e4lligkeiten innerhalb des SMP-Programms und wahrscheinlicher R\u00fcckf\u00fchrungen von Refinanzierungsgesch\u00e4ften mit Gesch\u00e4ftsbanken, wenn die EZB Offenmarktk\u00e4ufe durchf\u00fchrt, d\u00fcrfte dies eine Gr\u00f6ssenordnung sein, die ausreicht, um die EZB-Bilanz um circa 800 Mrd. Euro zu verl\u00e4ngern und so auf eine Gesamtl\u00e4nge von 3 Billionen Euro zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die K\u00e4ufe werden nach Kapitalschl\u00fcssel der EZB allokiert, von der EZB initiiert und koordiniert, aber dezentral von den nationalen Zentralbanken durchgef\u00fchrt. Verlustrisiken aus Anleihen staatsnaher Unternehmen werden innerhalb des Eurosystems geteilt, Risiken aus anderen K\u00e4ufen nicht. Das heisst, dass lediglich 20 Prozent der zus\u00e4tzlichen K\u00e4ufe einer Risikoteilung unterliegen. Dies ist die Konzession, die vor allem gegen\u00fcber den deutschen QE-Skeptikern gemacht wurde. Draghi verwandte viel Zeit und Geduld darauf, um zu erkl\u00e4ren, dass dies die Effektivit\u00e4t von QE nicht beschr\u00e4nkt. Wir stimmen dem zu; dieses Feature schliesst lediglich eine (fiskalische) Umverteilung von Risiken aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zus\u00e4tzlich zur Ausweitung der Offenmarktk\u00e4ufe beschloss der EZB-Rat, die Pr\u00e4mie von 10 Basispunkten f\u00fcr zuk\u00fcnftige TLTROs auszusetzen, um die Gesch\u00e4fte f\u00fcr Banken attraktiver zu machen. Der Zinssatz wird also f\u00fcr die kommenden Allokationen dem Hauptrefinanzierungssatz entsprechen.<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\"><\/span>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eHeil dir Caesar, die Todgeweihten gr\u00fc\u00dfen dich\u201c war vor 2000 Jahren vielleicht die bevorzugte Grabinschrift der Gladiatoren, doch die nachrangigen Gl\u00e4ubiger von Caesar\u2019s Entertainment Operating Co empfinden derzeit wahrscheinlich nicht dasselbe&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1519","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1519\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}