{"id":1521,"date":"2015-01-26T06:00:00","date_gmt":"2015-01-26T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/01\/26\/ing-im-qe-reloaded-wie-weit-kann-die-ezb-gehen\/"},"modified":"2015-01-26T06:00:00","modified_gmt":"2015-01-26T06:00:00","slug":"ing-im-qe-reloaded-wie-weit-kann-die-ezb-gehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ing-im-qe-reloaded-wie-weit-kann-die-ezb-gehen\/","title":{"rendered":"ING IM : QE Reloaded &#8211; wie weit kann die EZB gehen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Willem Verhagen, Volkswirt bei ING IM kommentiert das Anleiheankaufprogramm der EZB vom 22.01.2015:&#8230;..<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Willem Verhagen, Volkswirt bei ING IM<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;\u2022 Die EZB-Entscheidung ist als Teil eines tiefgreifenden geldpolitischen Umschwungs zu verstehen. Damit tr\u00e4gt der europ\u00e4ische W\u00e4hrungsh\u00fcter \u2013 wie auch alle anderen G4-Zentralbanken \u2013 der stagnierenden Konjunkturentwicklung im Nachgang der Krise Rechnung. Da die EZB aber sehr viel st\u00e4rkeren politischen und institutionellen Zw\u00e4ngen unterworfen ist als ihre Pendants in anderen L\u00e4ndern, vollzog sich die geldpolitische Lockerung in der Eurozone deutlich langsamer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;\u2022 Trotz dieser Zw\u00e4nge ist die EZB in puncto QE anscheinend noch einen Schritt weiter gegangen. Die gr\u00f6sste positive \u00dcberraschung besteht darin, dass das EZB-Anleiheankaufprogramm eher dem unbefristeten QE3-Programm der Fed bzw. dem QQE (Qualitative and Quantitative Easing) der Bank of Japan entspricht als den Fed-Vorl\u00e4uferprogrammen QE1 und QE2.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;\u2022 Jeden Monat wird die EZB Staatsanleihen im Wert von mindestens 60 Milliarden Euro aufkaufen, und zwar mindestens bis September 2016, doch in jedem Fall bis eine nachhaltige Korrektur der Inflationsentwicklung eintritt, die mit dem Inflationsziel der EZB vereinbar ist. Letztere Vorgabe ist so vage, dass dieser Punkt irgendwann wieder zur Diskussion stehen wird. Doch f\u00fcrs Erste lautet die Hauptbotschaft: Die Bilanz der EZB wird sich in den n\u00e4chsten beiden Jahren st\u00e4rker aufbl\u00e4hen, als die M\u00e4rkte bislang eingepreist haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Eines der umstrittensten Themen ist dabei, inwieweit das Kreditrisiko gemeinsam getragen wird oder in den Bilanzen der einzelstaatlichen Zentralbanken verbleibt. In gewissem Masse ist diese Frage aber wohl rein akademisch. Sofern die Risiken der nationalen Zentralbanken vollst\u00e4ndig gemeinsam getragen werden (und das ist nun mal der Kern einer W\u00e4hrungsunion), dann muss das letztlich auch f\u00fcr die Gewinne gelten. Eine Ausnahme besteht allerdings, falls die EZB auf einer Rekapitalisierung der infolge der Zahlungsunf\u00e4higkeit eines Schuldners entstandenen Verluste besteht. Das entspricht sozusagen einer nachtr\u00e4glichen Beanspruchung von Vorrang. In diesem Fall macht es einen grossen Unterschied, ob die Kosten der Rekapitalisierung von allen EWU-L\u00e4ndern getragen werden oder ob das zahlungsunf\u00e4hige Land allein daf\u00fcr verantwortlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Davon abgesehen w\u00fcrde ein Verzicht auf das gemeinsame Schultern der Risiken ein negatives Signal senden. Ein solcher Verzicht k\u00f6nnte n\u00e4mlich als R\u00fcckschritt auf dem Weg zu einer Fiskalunion verstanden werden. Nach unserer Einsch\u00e4tzung w\u00e4re das Thema Rekapitalisierung nur dann relevant, falls ein grosses Land Staatsbankrott anmelden w\u00fcrde. Bislang ist dies nur ein Extremrisiko, das an der Peripherie durch den R\u00fcckgang der effektiven Zinss\u00e4tze und freundlichere Wachstumsaussichten \u2013 dank zus\u00e4tzlicher geldpolitischer Lockerung \u2013 gesunken ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im \u00dcbrigen wird der zwiesp\u00e4ltige Effekt f\u00fcr die Risikozuschl\u00e4ge auf Staatsanleihen von der Euro-Peripherie wahrscheinlich durch den R\u00fcckgang der Laufzeitpr\u00e4mien auf diese Papiere wettgemacht, die ihrerseits durch den R\u00fcckkauf in grossem Stil bedingt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Alles in allem hat die EZB unserer Auffassung nach wiederum unter Beweis gestellt, dass sie bereit ist, auch im Hinblick auf ihr Preisstabilit\u00e4tsziel alles in ihrer Macht Stehende zu tun. Ob das reichen wird, um die Inflationserwartungen wieder mit dem Inflationsziel zu synchronisieren, bleibt abzuwarten. Positiv ist indes zu vermerken, dass der die Inflationserwartungen treibende Effekt der QE auch mit einem schw\u00e4cheren Euro, steigender Zuversicht bei Verbrauchern und Unternehmen sowie einer Stabilisierung des Kreditgesch\u00e4fts einhergeht. Andererseits k\u00f6nnten die tats\u00e4chlichen Inflationsraten in diesem Jahr noch gr\u00f6sstenteils negativ bleiben. So d\u00fcrfte die anhaltende Stagnation Kerninflation und Lohnwachstum bis auf Weiteres deckeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Zumindest sind wir jetzt zuversichtlicher, dass die EZB tats\u00e4chlich bereit sein wird, das Tempo der Lockerung notfalls zu beschleunigen. Unser Basisszenario geht davon aus, dass das gegenw\u00e4rtige Tempo der Anleihek\u00e4ufe bis weit ins Jahr 2017 anhalten und der Leitzins mindestens bis 2018 auf dem aktuellen Niveau verharren wird. Im Rahmen dieses Szenarios bestehen die Risiken in erster Linie in einer unerwartet starken Lockerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willem Verhagen, Volkswirt bei ING IM kommentiert das Anleiheankaufprogramm der EZB vom 22.01.2015:&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1521","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1521","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1521"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1521\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}