{"id":15262,"date":"2023-06-05T12:11:43","date_gmt":"2023-06-05T10:11:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=15262"},"modified":"2023-06-05T12:11:43","modified_gmt":"2023-06-05T10:11:43","slug":"allianz-gi-die-grosse-rebalancierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-die-grosse-rebalancierung\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Die gro\u00dfe Rebalancierung"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Wenn Angebot und Nachfrage ins Ungleichgewicht kommen, reagiert nichts so sensibel darauf wie die Preise.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daher sind die enormen Anstiege der Inflationsrate letztlich ein Ergebnis massiver Schocks, seien diese nun fiskalischer, geldpolitischer oder pandemischer Natur.<\/p>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>Das Geldangebot der gro\u00dfen Zentralbanken geriet sp\u00e4testens mit der Pleite der Investmentbank Lehman aus dem Lot. Die Covid-19- Pandemie (Nachfrageschock) wurde mit einer \u00d6ffnung der monet\u00e4ren und fiskalischen Schleusen beantwortet. Es kam zu Verknotungen bei den Lieferketten (Angebotsseite). Der Ukraine-Krieg sorgte dann \u00fcber den Hebel der Energiepreise f\u00fcr einen weiteren Angebotsschock, der mit fiskalischen Gegenma\u00dfnahmen, wie z. B. dem \u201eInflation Reduction Act\u201c der US-Regierung, beantwortet wurde. Dieses Paket, das dem Verlauten nach der Inflationsbek\u00e4mpfung dienen soll, wirkt sich auf beiderlei aus: die Nachfrage wie auch das Angebot, im Hinblick auf die Ausweitung von Produktionskapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Kurz: Die \u00f6konomische Welt bewegt sich von einem Ungleichgewichtszustand zum n\u00e4chsten, was sich nicht zuletzt in den \u00f6ffentlichen Schulden niederschl\u00e4gt. Hier schaukeln sich die Schuldenst\u00e4nde weiter auf, so auch in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>In der Summe geht es um <strong>Rebalancierung<\/strong>: Angebot und Nachfrage m\u00fcssen wieder zur\u00fcck ins Gleichgewicht. Die Zentralbanken rund um den Globus haben den Pfad dazu schon l\u00e4ngst eingeschlagen, allen voran die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) und die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB). Vor allem die Fed scheint bereit zu sein, eine Anpassungsrezession in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<p>Es bleibt also spannend, wohin sich die Konjunktur entwickelt. Gemessen an den globalen Einkaufsmanagerindizes scheinen die Wachstumsindikatoren die Talsohle durchschritten zu haben. Die Wirkung der bereits erfolgten Zinserh\u00f6hungen d\u00fcrfte aber schrittweise st\u00e4rker durchschlagen. Zudem werden die Finanzierungsbedingungen restriktiver. Das wirkt nicht nur an den Immobilienm\u00e4rkten, sondern macht auch den US-Banken zu schaffen, wie die j\u00fcngsten Entwicklungen bei den dortigen, weniger streng regulierten Regionalbanken zeigen.<\/p>\n<p>\u201e<strong>Gleichgewichtsst\u00f6rungen<\/strong>\u201c infolge des gro\u00dfen Ausbalancierens w\u00e4ren nicht verwunderlich. Mit Zinsentscheidungen, Schuldenobergrenze in der gr\u00f6\u00dften \u00d6konomie der Welt sowie Inflationsund Konjunkturdaten d\u00fcrfte der Juni einige wichtige Signale liefern.<\/p>\n<p>Das legt folgende <strong>taktische Allokation f\u00fcr Aktien und Anleihen<\/strong> nahe:<\/p>\n<ul>\n<li>Auff\u00e4llig an den Aktienm\u00e4rkten ist eine \u00fcber die letzten Monate sehr stark von den Technologiewerten gepr\u00e4gte Erholung. In den USA stach der NASDAQ deutlich gegen\u00fcber dem breiteren S&amp;P 500 hervor \u2013 wobei hier besonders die Aktien bekannter Plattformanbieter im Performancevergleich positiv herausstachen. So etwas wie eine \u201eKI-Fantasie\u201c, also das Hoffen, die Fortschritte bei der K\u00fcnstlichen Intelligenz k\u00f6nnten einzelne Titel befl\u00fcgeln, machte die Runde.<\/li>\n<li>Zweifel an einer Dauerhaftigkeit scheinen angebracht. Diese Form der Fantasie k\u00f6nnte auch verdecken, dass sich der Aktienmarkt mit seinen Anstiegen der j\u00fcngeren Zeit selbst nicht traut. Es fehlt die Marktbreite. Die Anzahl der im Kurs gestiegenen Aktien hat \u00fcber die letzten Wochen gegen\u00fcber der Anzahl der gefallenen Titel immer weiter abgenommen.<\/li>\n<li>Und tats\u00e4chlich: Die Anleger scheinen der Lage an den Kapitalm\u00e4rkten zu misstrauen. Die von Sentix gemessene Anlegerstimmung tr\u00fcbte sich bei der auf die Zukunft gerichteten Komponente weiter ein. Die \u201eAmerican Association of Individual Investors\u201c weist bei ihren monatlichen Umfragen einen Anteil der \u201ebullish\u201c gestimmten Privatinvestoren aus, der unver\u00e4ndert nahe seines 20-Jahres-Tiefs entlangschrammt.<\/li>\n<li>Wenn die Stimmung bereits schlecht ist, wie k\u00f6nnte sie da noch schlechter werden? Anders gefragt: Wer wollte noch verkaufen und Druck auf die Aktienm\u00e4rkte aus\u00fcben, wenn alle schon im \u201eB\u00e4ren\u201c-Camp sind? Allerdings steht diese \u00dcberlegung nicht in Einklang mit den gestiegenen Kursen.<\/li>\n<li>Bei insgesamt wieder gestiegenen Bewertungen liegt f\u00fcr taktisch agierende Investoren in diesem Kontext ein vorsichtigeres Agieren nahe. Strategisch mittel- \/langfristige Anleger sollten bei insgesamt negativen Realrenditen den Kaufkrafterhalt ihrer Anlagen st\u00e4rker im Blick behalten.<\/li>\n<li>Die sich in den USA abzeichnende (zwischenzeitliche?) Pause im geldpolitischen Straffungszyklus der Fed d\u00fcrfte dem Euro unterdessen etwas R\u00fcckenwind geben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Investmentthema: Dividenden \u2013 Stabilit\u00e4t in unruhigen Zeiten<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Erholung bei den Dividendenaussch\u00fcttungen nach dem Pandemiejahr 2020 setzt sich auch 2022 fort. Der Anteil der Dividendenzahler im STOXX Europe 600 liegt zwar noch nicht ganz auf dem Vor-PandemieNiveau von 2019, hat aber im abgelaufenen Jahr weiter zugelegt und erreicht fast die 90-%-Schwelle. Beim S&amp;P 500 konnte der Anteil der Dividenden zahlenden Unternehmen ebenfalls schon fast wieder zum vorherigen Niveau aufschlie\u00dfen.<\/li>\n<li>Vor allem Investoren in europ\u00e4ischen Aktien konnten sich in der Vergangenheit \u00fcber hohe Aussch\u00fcttungssummen freuen. Diese halfen, die Gesamtperformance in Jahren negativer Kursentwicklung zu stabilisieren, wie die Betrachtung 5-j\u00e4hriger Anlageperioden von 1978 bis 2022 zeigt. Bezogen auf die annualisierte Rendite \u00fcber f\u00fcnf Jahre konnten Dividenden Kursverluste teilweise kompensieren.<\/li>\n<li>\u00dcber den gesamten Zeitraum von 1978 bis 2022 wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage f\u00fcr den MSCI Europa zu rund 35 % durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen. In Nordamerika (MSCI Nordamerika) bzw. Asien-Pazifik (MSCI Pazifik) wurde die Gesamtperformance zu gut 26 % bzw. knapp 31 %, also jeweils zu mehr als einem Viertel, durch die Dividende bestimmt.<\/li>\n<li>Die Dividenden selbst schwanken im Allgemeinen weniger als die Konzerngewinne, wie hauseigene Berechnungen auf Grundlage der Daten von Robert Shiller<sup>1<\/sup> verdeutlichen.<\/li>\n<li>Die Vergangenheitsbetrachtung zeigt: Dividenden k\u00f6nnen vielleicht nicht jedem Sturm \u2013 wie beispielsweise der Pandemie \u2013 standhalten, sie k\u00f6nnen jedoch ein Ma\u00df an Verl\u00e4sslichkeit aufzeigen, was gerade in Zeiten der Disruption sehr willkommen ist. Dabei leisten sie einen gro\u00dfen Beitrag zur Gesamtrendite.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Wenn Angebot und Nachfrage ins Ungleichgewicht kommen, reagiert nichts so sensibel darauf wie die Preise.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5090,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-15262","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15262","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15262"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15263,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15262\/revisions\/15263"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5090"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}