{"id":1534,"date":"2015-02-13T06:00:00","date_gmt":"2015-02-13T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/02\/13\/apple-ist-mehr-wert-als-die-schweiz\/"},"modified":"2015-02-13T06:00:00","modified_gmt":"2015-02-13T06:00:00","slug":"apple-ist-mehr-wert-als-die-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/apple-ist-mehr-wert-als-die-schweiz\/","title":{"rendered":"Apple ist mehr wert als die Schweiz?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die weltweiten Nachrichtensen-der waren fast ausser Rand und Band, als sie vom einzigartigen Quartalsergebnis von Apple erfuhren. Noch nie in der Ge-schichte hat ein Unternehmen in einem Quartal einen so unver-sch&auml;mt hohen Profit erwirtschaf-tet&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fakten muten astrono-misch an. 18 Milliarden USD Gewinn erwirtschaftete Apple in drei Monaten bei einem Umsatz von fast 75 Milliarden und einer nochmaligen Steigerung der Bruttomarge auf astronomische 40%. Kein Wunder, dass das Ergebnis auch hier in den Medien geh&ouml;rige Beachtung fand. Be-sonders spannend war, wie sich die Radiosender direkt nach Bekanntgabe des Quartalsergebnisses gegenseitig darin &uuml;bertrumpften wollten, diesem die n&ouml;tige Volksn&auml;-he zu verleihen. &#8220;Apple verkauft 34&#8217;000 I-Phones in der Stunde oder gut 800&#8217;000 St&uuml;ck am Tag&#8221;, das kann sich jeder doch gleich viel leichter vorstellen, in was f&uuml;r Di-mensionen wir uns bewegen. In Amerika, wo Geld be-kanntlich die Welt regiert, war nat&uuml;rlich der Profit im Fokus einfacher Rechen&uuml;bungen. Dort hiess es, Apple mache pro Sekunde 2&#8217;300 Dollar Gewinn, am Tag seien dies gut 200 Millionen. Das klingt nach Superlativ und entz&uuml;ckte die Moderatorin am Bloomberg TV sichtlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Berechnungen stimmen, es ist ja auch keine Zauberei, St&uuml;ckzahlen oder den Quartalsgewinn auf Tage, Minuten oder Sekunden umzurechnen. Die Ergebnisse erzeugen aber auch beim Finanzlaien das erhoffte Erstaunen, stei-gern die Einschaltquoten und sorgen &uuml;berall in der Welt f&uuml;r Gespr&auml;chsstoff. Ich kann mich nicht erinnern, dass solch eine Profitmaschinerie in den Medien derart eupho-risch gefeiert wurde. Es gab kaum kritische Stimmen, daf&uuml;r ist das Ergebnis schlichtweg zu glanzvoll, einfach tadellos. Zum Gl&uuml;ck kam niemand auf die Idee, unser Bruttoinlandprodukt mit dem B&ouml;rsenwert von Apple zu vergleichen. Dann h&auml;tte es vielleicht frei &uuml;bersetzt geheis-sen, Apple sei mehr wert als die Schweiz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konkurrenzlos <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger emotionsgeladene Berichte konzentrierten sich auf den Sachverhalt und w&uuml;rdigten das Ergebnis positiv. Skeptische Fragen muss sich Apple vor lauter Hype um I-Phone und Co. nicht gefallen lassen. Denn die Kunden von Apple erwerben kein exotisches Luxusgut oder ein lebensnotwendiges Medikament, sondern ein Massen-produkt, das beim K&auml;ufer, egal ob der reich oder arm, politisch konservativ, weit rechtsstehend oder gr&uuml;n ist, Kultstatus geniesst. Das ist zweifellos ein beachtenswer-ter unternehmerischer Erfolg, aber verdient Apple daf&uuml;r nicht doch etwas zu viel? Eine Bruttomarge von 40% ist jedenfalls h&ouml;chst selten und noch seltener von langer Dauer, denn es besteht ein &ouml;konomischer Anreiz f&uuml;r neue<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anbieter, einen Teil davon abzusch&ouml;pfen. Apple scheint hingegen konkurrenzlos. Neueintritte sind im zwar lukra-tiven, aber doch sehr reifen Markt ein finanzielles Aben-teuer mit hohen Eintrittsbarrieren. Zwar setzt Samsung etwa gleich viel Smartphones ab, ist aber nicht ann&auml;-hernd so profitabel. Der Kultstatus macht den Unter-schied &ndash; die Zahlungsbereitschaft des Samsung-Fan-Clubs ist deutlich niedriger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>&hellip;aber nicht makellos <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass I-Phone und Smartphones heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, ist jedem klar. Aber seien wir ehrlich: w&uuml;rden wir unseren st&auml;ndigen Wegbegleiter manchmal nicht am liebsten ausschalten? Wieviel Zeit verbringen wir an unseren Mobilger&auml;ten damit, Dinge zu tun, die keine Wertsch&ouml;pfung im &ouml;konomischen Kontext generieren, von famili&auml;rer oder sozialer Wertsch&ouml;pfung ganz zu schweigen. Und wie viele, vornehmlich aber l&auml;ngst nicht mehr ausschliesslich, junge Leute hat das Handy heute rund um die Uhr im Griff? Geht es nicht oft so weit, dass bei pubert&auml;ren Spr&ouml;sslingen Entzugser-scheinungen auftreten, wenn &#8220;das Ding&#8221; nicht griffbereit ist? Und wehe, der Akku hat keine Ladung mehr. K&ouml;nnte es sein, dass auch diese Ph&auml;nomene einen Teil der hohen Profitabilit&auml;t ausmachen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kult kann nicht schlecht sein <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wahrscheinlich schon, denn &uuml;ber den Kultstatus hinaus, vermitteln I-Phone und Co. ein Lebensgef&uuml;hl, alles im Griff zu haben, jederzeit f&uuml;r wen oder was auch immer abrufbereit zu sein, die g&auml;hnenden Langeweile &#8220;sinnvoll&#8221; &uuml;berbr&uuml;cken zu k&ouml;nnen und effizient organisiert zu sein. Das birgt eine geh&ouml;rige Portion Suchtpotenzial. Und ob die Produktivit&auml;t auf die gesamte Volkswirtschaft hoch-gerechnet dank Smartphones etc. steigt, w&uuml;rde ich be-zweifeln. Immer mehr Teile unseres Gehirns werden in elektronische Ger&auml;te outgesourct. Die frei werdende Kapazit&auml;t nutzen wir f&uuml;r &#8220;intelligente Dienste&#8221; wie Whatsapp, Games oder wir machen Selfies. Vor allem werden wir zu Meistern des Multitasking. Schnell eine Mail, rasch noch eine SMS, ein Blick auf das Wetter, das alles wie selbstverst&auml;ndlich auch w&auml;hrend der Arbeit. W&uuml;rde man solch negative externe Effekte den Verursa-chern verrechnen, dann w&uuml;rden Margen a la Apple rasch der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter muss man sich &uuml;ber deren Internalisierung Gedanken machen. Apple stand bekanntlich im Verdacht, Steuern mit Tricks, wie das deutsche Nachrichtenmagazin &#8220;Der Spiegel&#8221; schreibt, zu optimieren, namentlich offshore via Irland. Man kann das als Optimierung interpretieren, aber auch dahingehend, dass Apple sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung nicht bewusst zu sein scheint. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis Apple und Co. uns vollends im Griff haben. Daf&uuml;r geniesst diese Branche unerh&ouml;rte Freiheitsgrade. Dank Kultstatus, weil sie schlecht regu-lierbar ist und wenig transparent, gerade was die interne Forschung betrifft, &auml;hnlich wie die Pharmaindustrie. Doch letztere ist hoch reguliert und vor allem haftet sie f&uuml;r Nebenwirkungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weltweiten Nachrichtensen-der waren fast ausser Rand und Band, als sie vom einzigartigen Quartalsergebnis von Apple erfuhren. Noch nie in der Ge-schichte hat ein Unternehmen in einem Quartal einen so unver-sch&auml;mt hohen Profit erwirtschaf-tet&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[52],"tags":[],"class_list":["post-1534","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-raiffeisen-kmu-pmi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1534","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1534"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1534\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1534"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1534"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1534"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}