{"id":1538,"date":"2015-02-19T06:00:00","date_gmt":"2015-02-19T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/02\/19\/ing-fed-macht-den-weg-fuer-erste-zinsanhebung-frei\/"},"modified":"2015-02-19T06:00:00","modified_gmt":"2015-02-19T06:00:00","slug":"ing-fed-macht-den-weg-fuer-erste-zinsanhebung-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ing-fed-macht-den-weg-fuer-erste-zinsanhebung-frei\/","title":{"rendered":"ING : Fed macht den Weg f\u00fcr erste Zinsanhebung frei"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Nach Auffassung von ING Investment Management (demn&auml;chst NN Investment Partners) wird die Fed ihren Leitzins im Juni zum ersten Mal anheben. Allerdings &uuml;berwiegt das Risiko eines sp&auml;teren Zinsschritts, da die Notenbank mit ungew&ouml;hnlich grossen Unsicherheiten konfrontiert ist&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Willem Verhagen, Volkswirt, ING Investment Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine allzu lange Verschiebung k&ouml;nnte allerdings an den M&auml;rkten die Vermutung aufkommen lassen, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben sollen. Die Fed wird sicherlich eine Neuauflage des von Ben Bernanke im Mai 2013 ausgel&ouml;sten &bdquo;taper tantrum&ldquo; vermeiden wollen, das zu einem kr&auml;ftigen Anstieg der Anleiherenditen f&uuml;hrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fed r&uuml;ckt allm&auml;hlich von langfristig niedrigen Zinsen ab<\/strong><br \/> In ihren &Auml;usserungen gegen&uuml;ber den M&auml;rkten schwenkt die Federal Reserve (Fed) derzeit von der Zusage, die Zinsen w&uuml;rden auf lange Sicht niedrig bleiben, auf den Hinweis um, dass das Zinsniveau von den Daten abh&auml;nge. Dabei sollte man im Auge behalten, dass die Geldpolitik eher von der Inflationsentwicklung als von der Besch&auml;ftigungsentwicklung (der zweiten Komponente des Fed-Mandats) bestimmt werden d&uuml;rfte. Dies stellt eine klare &Auml;nderung gegen&uuml;ber der seit 2008 vorherrschenden Situation dar, in der die Wirtschaft weit von der Vollbesch&auml;ftigung entfernt war, wohingegen die Inflation relativ gut dem Zielwert entsprach. In den vergangenen 12 bis 18 Monaten wurden die freien Kapazit&auml;ten jedoch verst&auml;rkt abgebaut und die Inflation (bzw. die Inflationserwartungen) lagen unter den Prognosen. Der &Ouml;lpreisr&uuml;ckgang und die Aufwertung des Dollar d&auml;mpfen die Inflation zus&auml;tzlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong> K&uuml;nftige Inflationsentwicklung mit gr&ouml;sseren Unsicherheiten behaftet<\/strong><br \/> Die beiden Komponenten des Fed-Mandats stehen miteinander im Zusammenhang, denn der Umfang der freien Kapazit&auml;ten am Arbeitsmarkt ist von grosser Bedeutung f&uuml;r die Lohnentwicklung. Eine sehr wichtige Frage f&uuml;r die Fed lautet daher, ob die Inflation nun Fahrt aufnimmt, wenn sich die Arbeitslosenquote der von der Fed errechneten Gleichgewichtsrate ann&auml;hert. Bisher ergibt sich kein klares Bild; es sind nur zaghafte Anzeichen f&uuml;r ein anziehendes Lohnwachstum zu erkennen. Derweil hat sich die Kerninflation seit Anfang des vierten Quartals 2014 verlangsamt, und die Inflations-Breakevens sind gesunken. Dies d&uuml;rfte zum gr&ouml;ssten Teil auf einmalige Schocks f&uuml;r den &Ouml;lpreis und den Dollar zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Allerdings l&auml;sst sich nicht vollst&auml;ndig ausschliessen, dass diese Entwicklungen eine gewisse Eigendynamik entwickeln. Daher ist die Fed mit der schwierigen Frage konfrontiert, ob der Inflationspfad k&uuml;nftig so verlaufen wird, dass der Zielwert von 2% innerhalb eines angemessenen zeitlichen Rahmens (d.h. in 2 &ndash; 3 Jahren) erreicht wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erste Zinserh&ouml;hung voraussichtlich im Juni &ndash; unter bestimmten Bedingungen<\/strong><br \/> In unserem Basisszenario gehen wir weiterhin davon aus, dass der Offenmarktausschuss (Federal Open Market Committee, FOMC) im Grunde im Juni den ersten Zinsschritt durchf&uuml;hren will und dass die Datenlage dann bestimmt, in welchem Tempo weitere Zinsanhebungen erfolgen. Bei einem hinreichend starken Schock k&ouml;nnte die Zinserh&ouml;hung jedoch verschoben werden. Die Fed hat sich durch den Verweis auf &bdquo;internationale Entwicklungen&ldquo; in ihrer j&uuml;ngsten Pressemitteilung eine Hintert&uuml;r offen gehalten. Diese Formulierung ist zun&auml;chst als Euphemismus f&uuml;r den Dollar-Wechselkurs zu verstehen, den die Fed niemals direkt erw&auml;hnt. Dar&uuml;ber hinaus bezieht sie sich wahrscheinlich auch auf die Wachstumsdynamik anderer L&auml;nder allgemein sowie die Auswirkungen der Griechenland-Krise auf die internationalen Finanzm&auml;rkte. Ausserdem besteht das Risiko, dass sich die sinkenden Inflationserwartungen &uuml;ber den Wechselkurs hinaus auf die US-Wirtschaft auswirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abweichung zwischen Fed-Prognosen und Marktannahmen<\/strong><br \/> Die FOMC-Pressemitteilung &auml;ussert sich etwas optimistischer zum Wachstumsausblick und signalisiert weiterhin, dass der Abbau der freien Kapazit&auml;ten nach Auffassung der Fed in zufriedenstellendem Tempo vorw&auml;rts geht. Es gibt ausserdem noch einen weiteren Grund, warum die Fed in ihrer Pressemitteilung wohl nicht allzu &bdquo;dovish&ldquo; klingen wollte. Die Markterwartungen weichen inzwischen recht weit von den Punktprognosen des FOMC ab, so dass die Fed wahrscheinlich keine noch &bdquo;dovisheren&ldquo; Markterwartungen sch&uuml;ren wollte. Wenn sich n&auml;mlich die Fed-Prognose als zutreffend erweist und der Markt dies erkennt, k&ouml;nnte sich das &bdquo;taper tantrum&ldquo; wiederholen. Und dies m&ouml;chte die Fed sicherlich vermeiden. Die Fed-Vorsitzende Yellen m&ouml;chte den Markt seit jeher allm&auml;hlich auf Unsicherheiten in der Geldpolitik vorbereiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fed sieht sich vor dem Dilemma, welche Ausstiegsstrategie sie w&auml;hlen will<\/strong><br \/> Dieses Dilemma deutet auf ein umfangreicheres Problem hin. Die Fed und die BoE sind insofern mit einer schwierigen Situation konfrontiert, als sie mit ungew&ouml;hnlich hohen Unsicherheiten (Inflationsausblick, Reaktion der Angebotsseite usw.) umgehen m&uuml;ssen. Eine Strategie besteht darin, abzuwarten, bis sich diese Unsicherheiten gekl&auml;rt haben. Dies bringt das Risiko mit sich, dass die Zentralbanken hinter die Kurve geraten und erneut ein &bdquo;taper tantrum&ldquo; ausl&ouml;sen k&ouml;nnten. Wenn Zinsanhebungen allzu lange verschoben werden, k&ouml;nnte an den M&auml;rkten die Vermutung aufkommen, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben sollen. Die andere Strategie s&auml;he so aus, dass die Zinsen &bdquo;probeweise&ldquo; fr&uuml;h angehoben werden und die Zentralbank dann langsam weiter vorgeht. Bei einer solchen Strategie besteht das Risiko, dass die Erholung abgew&uuml;rgt werden k&ouml;nnte. Angesichts der kr&auml;ftigen privaten Nachfrage halten wir dieses Risiko jedoch in den USA f&uuml;r sehr viel geringer als zum Zeitpunkt des &bdquo;taper tantrum&ldquo; vor knapp zwei Jahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unseres Erachtens wird sich die Fed f&uuml;r die zweite Strategie entscheiden, zumal der j&uuml;ngste Arbeitsmarktbericht sehr g&uuml;nstig ausfiel: Die Besch&auml;ftigung lag &uuml;ber dem Konsens, die Besch&auml;ftigungsdaten f&uuml;r die privaten Haushalte waren gut, und bei den noch im Dezember schwachen Lohndaten fand eine Wende statt. Am Markt verflog die Skepsis in Bezug auf eine Zinsanhebung im Juni sofort. Die Fed Funds Futures preisen nun nicht mehr allenfalls eine Zinsanhebung bis Ende 2015, sondern einen Zinsschritt im Juni ein. Auch die Volkswirte bewegen sich langsam in diese Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie wichtig es ist, nicht vorhersehbar zu sein<\/strong><br \/> Insgesamt vertreten wir daher in unserem Basisszenario weiterhin die Auffassung, dass der erste Zinsschritt im Juni erfolgen wird, sehen aber auch, dass das Risiko einer sp&auml;teren Zinsanhebung &uuml;berwiegt. In den kommenden Monaten werden wir vor allem die Entwicklung der Kerninflationsrate, der Inflationserwartungen und der L&ouml;hne sowie des Dollar-Wechselkurses und des Arbeitsmarkts beobachten. Wenn die Fed an einer Zinsanhebung im Juni festh&auml;lt, werden wir dies im M&auml;rz wissen, sofern die Fed &auml;hnlich wie im Jahr 2004 vorgeht. Damals verschwand das Wort &bdquo;Geduld&ldquo; (&bdquo;patience&ldquo;) zwei Sitzungen vor dem ersten Zinsschritt aus den Pressemitteilungen. Falls der Begriff &bdquo;Geduld&ldquo; im M&auml;rz noch verwendet wird, heisst dies nicht, dass die Fed die Zinsen im Juni nicht anheben wird. Janet Yellen ist eine kluge Zentralbankerin, die genau weiss, wie wichtig es ist, in taktischer Hinsicht nicht allzu vorhersehbar zu sein und gleichzeitig eine klare Strategie zu verfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Auffassung von ING Investment Management (demn&auml;chst NN Investment Partners) wird die Fed ihren Leitzins im Juni zum ersten Mal anheben. 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