{"id":1541,"date":"2015-02-20T06:00:00","date_gmt":"2015-02-20T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/02\/20\/robeco-wie-weit-koennen-die-anleiherenditen-noch-fallen\/"},"modified":"2015-02-20T06:00:00","modified_gmt":"2015-02-20T06:00:00","slug":"robeco-wie-weit-koennen-die-anleiherenditen-noch-fallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/robeco-wie-weit-koennen-die-anleiherenditen-noch-fallen\/","title":{"rendered":"Robeco : Wie weit k\u00f6nnen die Anleiherenditen noch fallen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleiherenditen haben ihren tiefsten Stand m&ouml;glicherweise noch nicht erreicht, und negative Renditen sind f&uuml;r bestimmte Anleger nicht unbedingt schlecht, meint Lukas Daalder, der bei Robeco den Bereich Multi-Asset Investments leitet.<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lukas Daalder<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In aller K&uuml;rze:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Anleiherenditen haben ihre Talfahrt bei null Prozent noch nicht beendet.<br \/>Das Quantitative-Easing-Programm der Europ&auml;ischen Zentralbank bedeutet, dass es einen neuen K&auml;ufer am Markt gibt.<br \/>Negative Renditen sind nicht zwangsl&auml;ufig ein schlechtes Investment.<br \/>Die Anleger stehen vor der Notwendigkeit, sich auf der Risikokurve weiter nach oben zu bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Immer wenn die Anleger denken, dass die Renditen unm&ouml;glich noch weiter fallen k&ouml;nnen, wird ein weiterer Negativrekord aufgestellt. Normalerweise w&auml;re der Ausl&ouml;ser hierf&uuml;r ein bedeutendes Ereignis wie z. B. Unsicherheit &uuml;ber den Wahlausgang in Griechenland. Diesmal ist es aber anders, sagt Lukas Daalder, Chief Investment Officer von Robeco<br \/>Investment Solutions.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch wenn es wenig sinnvoll erscheinen mag, in einem Umfeld mit negativen Renditen zu investieren, weil man sich damit im Grunde genommen aktiv darum bem&uuml;ht, einen Verlust zu machen, gibt es viele Gr&uuml;nde, warum wir uns in dieser Situation befinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Wenn es den Kunden nicht mehr in erster Linie darum zu gehen scheint, wie viel Luft die Aktienm&auml;rkte nach unten haben oder ob es abw&auml;rts gehen wird, sondern wie weit die Rendite auf 10-j&auml;hrige Staatsanleihen noch fallen kann, wei&szlig; man, dass Ungew&ouml;hnliches im Gange ist&rdquo;, sagt Daalder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neuland<\/strong><br \/>&bdquo;Die Erwartung, dass der Trend zu immer niedrigeren Renditen 2014 zu Ende gehen w&uuml;rde, ist einmal mehr entt&auml;uscht worden. Unbeeindruckt davon, dass die Fed ihr Anleihekaufprogramm zur&uuml;ckgefahren hat, sind die Anleiherenditen weiter gefallen, wobei vor allem europ&auml;ische Anleihen &sbquo;Neuland&rsquo; betreten haben.&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Und das war kein rein europ&auml;isches Ph&auml;nomen; denn mit den Renditen ging es weltweit bergab. Ende letzten Jahres fielen sogar in Japan die Renditen auf 10-j&auml;hrige Staatsanleihen auf den nie da gewesenen Tiefstand von 0,3%. Die alle bewegende Frage lautet deshalb, wie weit die Anleiherenditen &ndash; insbesondere im 10-j&auml;hrigen Bereich &ndash; noch in den Keller gehen k&ouml;nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F&uuml;r Daalder h&auml;ngt die Antwort von der zuk&uuml;nftigen Geldpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) ab, wobei durch den negativen Einlagenzins von -0,2% eine Untergrenze vorgegeben ist. Die umfangreichen Quantitative Easing-Programme der EZB und anderer Notenbanken &ndash; vor allem der japanischen &ndash; werden seiner Ansicht nach die Abw&auml;rtsdynamik noch eine ganze Weile aufrechterhalten. Die EZB hat ein QE-Programm im Volumen von &uuml;ber 1 Billion Euro, und Japans neue Wirtschaftspolitik Abenomics ist praktisch endlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Die von der japanischen Notenbank Ende Oktober angek&uuml;ndigten unbegrenzten QE-Ma&szlig;nahmen sorgten in den Monaten danach f&uuml;r einen allm&auml;hlichen R&uuml;ckgang der Renditen auf japanische Anleihen, die Mitte Januar mit 0,2% einen neuen Tiefstand erreichten&rdquo;, sagt Daalder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Europ&auml;ische Anleihen betreten Neuland&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schlimmer als ein &bdquo;Worst-Case&rdquo;-Szenario<\/strong><br \/>&bdquo;In Europa haben die Renditen auf Bundesanleihen in Erwartung der QE-Ma&szlig;nahmen der EZB auf dem angenommenen &bdquo;Worst-Case&rdquo;-Niveau von 0,5% noch nicht einmal eine Pause eingelegt, und die Renditen auf 10-j&auml;hrige Papiere sind auf 0,3% gefallen. F&uuml;r einen richtig gro&szlig;en Schock hat aber der Schweizer Rentenmarkt gesorgt. Nach der Entscheidung der Schweizer Nationalbank, den Mindestkurs des Franken zum Euro aufzuheben, rutschten dort die Renditen im gesamten Laufzeitenbereich bis 12 Jahre in negatives Territorium.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es k&ouml;nnte also noch schlimmer kommen. &bdquo;Das neue &sbquo;Worst-Case&rsquo;-Szenario w&auml;ren negative Renditen &ndash; und auch das w&auml;re kein Novum bei Anleihen mit k&uuml;rzerer Laufzeit&rdquo;, merkt Daalder an. &bdquo;Auf dem H&ouml;hepunkt der Eurokrise im Jahr 2011 gingen die Renditen auf einj&auml;hrige Bundesanleihen kurzzeitig auf unter null zur&uuml;ck, da sich die Anleger fluchtartig aus den Rentenm&auml;rkten der Euro-Peripheriel&auml;nder zur&uuml;ckzogen. Eine leicht negative Rendite zu zahlen, schien eine wesentlich bessere Option zu sein als das Risiko einzugehen, bei einem Auseinanderbrechen der Eurozone alles zu verlieren.&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daalder sagt, dass nach Berechnungen von JP Morgan von Ende Januar auf Staatsanleihen im Gesamtbetrag von 3,6 Mrd. US-Dollar (16% des Gesamtvolumens) negative Renditen gezahlt wurden. Warum aber sollten Anleger Geld in Papiere investieren, bei denen ein Verlust garantiert ist?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Anleger sind dennoch interessiert<\/strong><br \/>&bdquo;Es ist zwar richtig, dass das Geld unter der Matratze besser aufgehoben w&auml;re, weil es daf&uuml;r eine h&ouml;here Rendite gibt, n&auml;mlich null Prozent. Diese Option steht Finanzinstituten allerdings nicht offen&rdquo;, so Daalder. &bdquo;Aus mehreren Gr&uuml;nden kann es sogar sinnvoll sein, in einem Umfeld mit negativen Renditen zu investieren. Teilweise sind diese Gr&uuml;nde spekulativer Natur, teilweise sind sie aber auch logisch, wenn man sich die derzeit herrschenden wirtschaftlichen und finanziellen Rahmenbedingungen ansieht.&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daalder nennt f&uuml;nf Hauptgr&uuml;nde, warum selbst negative Renditen f&uuml;r Anleger interessant sein k&ouml;nnten:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;&nbsp;&nbsp; Quantitative Easing durch die Notenbanken: Anleihekurse sind schlicht und einfach das Ergebnis von Angebot und Nachfrage, und die massiven Anleihekaufprogramme der Notenbanken werden f&uuml;r eine weiter steigende Nachfrage sorgen.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Deflation: In Anleihen mit negativen Renditen zu investieren, ist durchaus sinnvoll, wenn man mit weiter sinkenden Anleihekursen rechnet. Vielleicht verliert man bei nominaler Betrachtung Geld, erzielt aber real immer noch ein gutes Ergebnis.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu erwartende Kursgewinne: Selbst bei einer negativen Zinsstrukturkurve kann man Gewinne erzielen, auch wenn die Anleiherenditen daf&uuml;r noch weiter fallen m&uuml;ssen. Am einfachsten geht das, indem man sich die niedrigeren (d. h. negativeren) Renditen auf k&uuml;rzer laufende Anleihen zunutze macht.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erwartungen zur Wechselkursentwicklung: Eine positive Wechselkursver&auml;nderung kann einen Gewinn einbringen. Z. B. haben Anleger, die Schweizer Anleihen mit negativen Renditen gekauft hatten, erheblich von der Aufwertung des Schweizer Franken profitiert.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Negativer Einlagenzins: Wegen der Entscheidung der EZB, ihren Einlagenzins auf -0,2% zu senken, kann eine Anleihe mit negativer Rendite f&uuml;r eine Bank mit &uuml;bersch&uuml;ssiger Liquidit&auml;t eine bessere Option sein, als ihr Geld bei der EZB zu parken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Nimmt man alle genannten Argumente zusammen und schlie&szlig;t man spekulative Situationen aus, dann h&auml;ngt die Antwort auf die Frage, wie weit die Anleiherenditen tats&auml;chlich noch fallen k&ouml;nnen, sehr von der Politik der Notenbanken ab&rdquo;, glaubt Daalder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Bislang war die EZB in ihren &Auml;u&szlig;erungen recht deutlich, dass sie den aktuellen Zinssatz von -0,2% als Untergrenze ansieht. D. h., bis auf Weiteres scheint dies das &sbquo;Worst-Case&rsquo;-Resultat zu sein.&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Da die Geldmarktzinsen aber im negativen Bereich verharren, ist die erste logische Schlussfolgerung die, dass die Suche nach positiven Renditen weitergehen wird. Anders ausgedr&uuml;ckt: Uns gehen die Optionen in Bezug auf Anleihen allm&auml;hlich aus.&rdquo;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Es ist richtig, dass das Geld unter der Matratze besser aufgehoben w&auml;re, weil es daf&uuml;r eine h&ouml;here Rendite gibt&rdquo;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anleiherenditen haben ihren tiefsten Stand m&ouml;glicherweise noch nicht erreicht, und negative Renditen sind f&uuml;r bestimmte Anleger nicht unbedingt schlecht, meint Lukas Daalder, der bei Robeco den Bereich Multi-Asset Investments leitet.&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1541","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1541\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}