{"id":1546,"date":"2015-03-02T06:00:00","date_gmt":"2015-03-02T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/03\/02\/zinspolitik-in-den-emerging-markets-am-beispiel-indonesien\/"},"modified":"2015-03-02T06:00:00","modified_gmt":"2015-03-02T06:00:00","slug":"zinspolitik-in-den-emerging-markets-am-beispiel-indonesien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/zinspolitik-in-den-emerging-markets-am-beispiel-indonesien\/","title":{"rendered":"ING IM : Zinspolitik in den Emerging Markets am Beispiel Indonesien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Seit etwa zweieinhalb Jahren liegen die Zinsen an den Emerging Markets bei &uuml;ber sechs Prozent. Da nun auch die Europ&auml;ische Zentralbank im Begriff ist, in die quantitative Lockerung (QE) einzusteigen, und die j&uuml;ngsten Konjunkturzahlen in den USA wiederum etwas entt&auml;uschen, ist eine Anhebung der Zinsen an den entwickelten M&auml;rkten bis auf Weiteres wenig wahrscheinlich.<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Maarten-Jan Bakkum, globaler Emerging Markets-Aktienstratege, ING IM<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Zinsgef&auml;lle von rund f&uuml;nf Prozent zwischen den Schwellenl&auml;ndern und der entwickeltenWelt m&uuml;sste eigentlich zu einem erneuten Kapitalstrom in die Emerging Markets f&uuml;hren. Es sieht auf jeden Fall so aus, als stellten sich die politisch Verantwortlichen in der aufstrebenden Welt zunehmend auf diese Eventualit&auml;t ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders liesse sich kaum erkl&auml;ren, warum die indonesische Zentralbank ihren Leitzins vergangene Woche um 25 Basispunkte auf 7,5 Prozent gesenkt hat. Indonesien z&auml;hlt zu denjenigen L&auml;ndern, die am st&auml;rksten auf ausl&auml;ndisches Kapital angewiesen sind. Das liegt nicht nur an dem Leistungsbilanzdefizit von rund drei Prozent des BIP, sondern vor allem auch daran, dass es f&uuml;r die Banken wegen des tief verwurzelten Misstrauens aufseiten der indonesischen Sparer sehr schwer ist, sich am heimischen Markt zu finanzieren. Aus diesem Grund und nicht zuletzt auch, um die Regierung in Jakarta unter Reformdruck zu setzen, hat sich die indonesische Notenbank in den letzten Jahren zinspolitisch um gr&ouml;sste Vorsicht bem&uuml;ht. Insofern ist es bemerkenswert, dass die Bank sich gerade jetzt zu einem Zinsschnitt entschlossen hat, just in dem Monat, in dem die meisten EM-W&auml;hrungen unter erheblichen Druck geraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Indonesien ist hier allerdings keine Ausnahme. Von den 16 gr&ouml;ssten Schwellenl&auml;ndern haben zw&ouml;lf in den letzten Monaten die Zinsen gesenkt. Doch nicht alle dieser L&auml;nder verf&uuml;gen &uuml;ber eine robuste Volkswirtschaft, die das Vertrauen ausl&auml;ndischer Anleger geniesst. Im Gegenteil: Seit letztem Sommer fliesst mehr Kapital aus diesen L&auml;ndern ab, als ihnen zufliesst &ndash; trotz des erheblichen Zinsgef&auml;lles gegen&uuml;ber den USA und Europa. Die Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r den Abzug von Kapital sind das r&uuml;ckl&auml;ufige Wirtschaftswachstum, das sich verschlechternde Zinsklima an einigen Emerging Markets, der Mangel an &uuml;berzeugenden Reformen und die Angst, dass es sofort zu einer Kapitalflucht kommt, sobald die USA ihren Leitzins anheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Diese Faktoren haben weiterhin G&uuml;ltigkeit und m&ouml;gen sogar noch an Relevanz gewinnen, falls die Zentralbanken die Zinsen auf ein Niveau unter der wirtschaftlichen Basis senken und so Reformen rechtfertigen k&ouml;nnen. Mit jeder Zinssenkung steigt das Risiko einerWechselkurskorrektur an den Emerging Markets. Vielleicht zielen die politisch Verantwortlichen genau darauf ab, um so eine Wachstumserholung anzustossen, ohne sich mit unliebsamen Reformen herumschlagen zu m&uuml;ssen. Anlegern an den Emerging Markets sei Skepsis geraten. Es empfiehlt sich, in einem Land zu investieren, in dem die Zinsen gesenkt werden, weil wirtschaftliche Ungleichgewichte im Reformwege abgebaut wurden und nicht, weil eine Zinssenkung durch k&uuml;nftige Kapitalfl&uuml;sse zu rechtfertigen sei oder gar um dieW&auml;hrung zu schw&auml;chen.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit etwa zweieinhalb Jahren liegen die Zinsen an den Emerging Markets bei &uuml;ber sechs Prozent. 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