{"id":1548,"date":"2015-03-02T06:00:00","date_gmt":"2015-03-02T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/03\/02\/ing-im-provisorium-fuer-griechenland\/"},"modified":"2015-03-02T06:00:00","modified_gmt":"2015-03-02T06:00:00","slug":"ing-im-provisorium-fuer-griechenland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/ing-im-provisorium-fuer-griechenland\/","title":{"rendered":"ING IM : Provisorium f\u00fcr Griechenland"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Nach dem &uuml;blichen Zank und Streit konnten sich Griechenland und die Europartner schliesslich in letzter Minute auf eine Verl&auml;ngerung des Hilfsprogramms EFSF einigen. Im Gegenzug soll Griechenland sich jetzt an die Regeln halten&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p>Soll heissen: Das aktuelle Programm bildet den Rahmen, in dem die Verhandlungen stattfinden werden. Das bedeutet, dass Griechenland Reformen nicht mehr einseitig r&uuml;ckg&auml;ngig machen kann und die &Uuml;berwachung durch die drei Institutionen EZB, Europ&auml;ische Kommission und IWF zulassen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wird Griechenland gezwungen sein, den Sparkurs der vorherigen Regierung fortzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewisse Flexibilit&auml;t &ndash; Im Gegenzug f&uuml;r Griechenlands Bereitschaft, sich an die Bedingungen f&uuml;r die Verl&auml;ngerung zu halten, wird dem Land ein bislang noch nicht konkretisiertes Mass an Flexibilit&auml;t im Hinblick auf seine Haushaltsziele f&uuml;r 2015\/16 gew&auml;hrt. Grund ist das gestiegene Risiko einer wirtschaftlichen Schrumpfung. Auch bei der Wahl der Strukturreformen, die demn&auml;chst durchzuf&uuml;hren sind, hat das Land jetzt mehr Spielraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was sind die n&auml;chsten Schritte?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachfolgeprogramm &ndash; In diesem Zeitraum muss zweierlei erreicht werden: Erstens wird man sich &uuml;ber ein Nachfolgeprogramm einigen m&uuml;ssen, das konkrete Haushaltsziele und verbindliche Strukturreformen festlegt. Das soll bis Ende April geschehen. Zweitens m&uuml;sste die entsprechende Vereinbarung vom griechischen Parlament gebilligt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie wird sich Griechenland in der Zwischenzeit finanzieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ungel&ouml;ste Probleme &ndash; Ein Aspekt ist noch v&ouml;llig ungekl&auml;rt: Wie wird sich Griechenland finanzieren, wenn ihm noch vor Ende April das Geld ausgeht? Angesichts der entt&auml;uschenden Steuereinnahmen ist das jedenfalls nicht ausgeschlossen. Sofern die Verhandlungen vorankommen, w&auml;ren die Europartner u. U. bereit, der Ausgabe weiterer Staatsanleihen zuzustimmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Werden griechische Banken Zugang zum Liquidit&auml;tsmechanismus der EZB haben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bankenfinanzierung &ndash; Offen ist auch, wann die EZB griechische Staatsanleihen wieder als Sicherheit akzeptieren wird, wenn sich griechische Banken bei ihr Geld leihen wollen. Europ&auml;ische Banken k&ouml;nnen die regelm&auml;ssigen Refinanzierungsgesch&auml;fte der EZB nutzen, um sich mit ausreichenden Mitteln f&uuml;r ihr Tagesgesch&auml;ft zu versorgen. Dazu vergibt die EZB normalerweise kurzfristige Darlehen, f&uuml;r die die Banken Sicherheit leisten m&uuml;ssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Regel verlangt die EZB Investment-Grade-Assets als Sicherheit, kann bei L&auml;ndern, deren Anleihen als Junk geratet werden, aber auf dieses Erfordernis verzichten. Voraussetzung f&uuml;r einen solchen Verzicht ist indes die Teilnahme an einem Hilfsprogramm und die Einhaltung dessen Auflagen. Vermutlich wird die EZB so lange zur Finanzierung des griechischen Bankensystems bereit sein, wie sich Fortschritte bei den Verhandlungen abzeichnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Deal zustande kommt?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Risiken sind gesunken &ndash; Es geht hier nur um den ersten Schritt, der Teufel wird in den Details der zu vereinbarenden Haushaltsziele und Strukturreformen sitzen. Wir rechnen mit der Kompromissbereitschaft der Parteien. Vorerst kann man davon ausgehen, dass keine der Parteien die M&ouml;glichkeit einer Einigung &uuml;ber die sprichw&ouml;rtliche Klippe st&uuml;rzen lassen will. &bdquo;Unf&auml;lle&ldquo; sind zwar nicht ausgeschlossen, doch das Risiko ist gesunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Risiken k&ouml;nnten den Deal zum Scheitern bringen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Griechenland hat die schlechteren Karten &ndash; Griechenland hat eindeutig die gr&ouml;ssten Zugest&auml;ndnisse gemacht. Auch bei den weiteren Verhandlungen werden die Europartner die besseren Karten haben, umso mehr, falls Griechenland vor Ende April das Geld ausgeht oder es zu erneuter Kapitalflucht kommt. Das gr&ouml;sste Risiko besteht darin, dass Ministerpr&auml;sident Tsipras zu grosse Zugest&auml;ndnisse macht und der linke Fl&uuml;gel seiner Partei die Zustimmung im Parlament torpediert. Erschwerend kommt der Mangel an Vertrauen zwischen den Verhandlungspartnern hinzu. Daf&uuml;r spricht auch die Tatsache, dass die verf&uuml;gbaren Mittel, die in einem Fonds eigens f&uuml;r die Rekapitalisierung griechischer Banken vorgesehenen sind, an die EFSF zur&uuml;cktransferiert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was w&uuml;rde mit der Eurozone im Falle eines Grexit passieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&bdquo;Brandschneisen&ldquo; entscheidend &ndash; Das Risiko eines Grexit ist zwar gesunken, aber nicht verschwunden. Wie stark sind die &bdquo;Brandschneisen&ldquo; wirklich, die den Rest der EWU vor einem Fl&auml;chenbrand bewahren sollen, also das Anleihekaufprogramm der EZB und die EU-Bankenunion? Ihre Wirkung h&auml;ngt vom politischen Willen ab, die W&auml;hrungsunion auch bei einem Grexit zusammenzuhalten. Dieser Wille k&ouml;nnte zun&auml;chst durch den kooperativen Geist unter den EWU-Regierungen &ndash; ausser Griechenland &ndash; noch gest&auml;rkt werden. Auch andere Regierungen an der EWU-Peripherie &ndash; vor allem Spanien und Portugal &ndash; d&uuml;rften vorerst am gleichen Strang wie Kerneuropa ziehen, gilt es doch den Eindruck zu vermeiden, Kerneuropa k&ouml;nne zu Zugest&auml;ndnissen erpresst werden. Das n&auml;mlich k&ouml;nnte in Unterst&uuml;tzung f&uuml;r populistische Parteien an der Peripherie m&uuml;nden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insofern werden die EWU-Regierungen &ndash; ausser Griechenland &ndash; wohl Einigkeit und politische Entschlossenheit demonstrieren. Dennoch k&ouml;nnte diese Strategie sich als Bumerang erweisen, denn das politische Rezept, auf das sich die EWU-Politiker jetzt eingeschworen haben, ist f&uuml;r die anhaltende &ndash; und v&ouml;llig unn&ouml;tige &ndash; wirtschaftliche Schw&auml;che der Region mitverantwortlich. Dadurch k&ouml;nnten populistische Parteien Zulauf erhalten und die politische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ein System wirtschaftspolitischer Brandschneisen sinken.<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem &uuml;blichen Zank und Streit konnten sich Griechenland und die Europartner schliesslich in letzter Minute auf eine Verl&auml;ngerung des Hilfsprogramms EFSF einigen. 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