{"id":1550,"date":"2015-03-04T06:00:00","date_gmt":"2015-03-04T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/03\/04\/vontobel-negativzinsen-die-neuen-rahmenbedingungen-fuer-investoren\/"},"modified":"2015-03-04T06:00:00","modified_gmt":"2015-03-04T06:00:00","slug":"vontobel-negativzinsen-die-neuen-rahmenbedingungen-fuer-investoren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/vontobel-negativzinsen-die-neuen-rahmenbedingungen-fuer-investoren\/","title":{"rendered":"Vontobel : Negativzinsen: die neuen Rahmenbedingungen f\u00fcr Investoren"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">In Anlehnung an Carl von Clausewitz, Milit&auml;rtheoretiker im 19. Jahrhundert, k&ouml;nnen wir uns fragen, ob Negativzinsen nicht eine blosse Fortsetzung der Geldpolitik mit anderen Mitteln sind&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Christophe Bernard Chefstratege Vontobel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wird der Schritt der Zentralbanken, Negativzinsen einzuf&uuml;hren, zur Bek&auml;mpfung der Deflation beitragen? Oder wird er zur Entstehung von Preisblasen f&uuml;hren? Eines ist jedenfalls sicher: Geld anzulegen ist viel anspruchsvoller geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Zweij&auml;hrige Staatsanleihen der Schweiz, D&auml;nemarks, Deutschlands, Schwedens, &Ouml;sterreichs, der Niederlande, Frankreichs und Belgiens weisen derzeit eine negative Rendite auf Verfall auf (siehe Grafik 1). Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) sowie die Notenbanken in der Schweiz, Schweden und D&auml;nemark haben Negativzinsen auf Einlagen eingef&uuml;hrt. Als Gr&uuml;nde nannten sie die Konjunkturschw&auml;che, die sehr niedrige Teuerung &ndash; und im Falle von D&auml;nemark und der Schweiz Kapitalflucht in &laquo;sichere H&auml;fen&raquo;. Diese Situation ist ein Novum. Sowohl f&uuml;r die Anleger als auch die Sparer bedeutet &laquo;die Ausradierung&raquo; der positiven Nominalrenditen f&uuml;r Barmittel und erstklassige Staatsanleihen eine neue, gewaltige Herausforderung. <\/p>\n<p> <strong>Grafik 1: Kurzfristige Renditen etlicher L&auml;nder haben in den negativen Bereich gedreht<\/strong> <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/6ca2b949-6eea-477b-854f-81e45839ad10\/chart1-marktkommentar-2015-03.gif\" alt=\"\" \/><br \/> Quelle: Thomson Reuters Datastream, Bloomberg, Vontobel Asset Management <\/p>\n<p> Wir wollen nun die Gr&uuml;nde f&uuml;r diese unkonventionelle Geldpolitik untersuchen. Zentralbanken haben die Aufgabe, zu einem angemessenen Wachstum beizutragen und die Preisstabilit&auml;t zu bewahren. Zur Erf&uuml;llung ihres Auftrags greifen sie dann auf Negativzinsen zur&uuml;ck, wenn sie mithilfe konventioneller und anderer unkonventioneller Massnahmen nicht die gew&uuml;nschte Wirkung erzielen. Zweck der Negativzinsen ist es, die Kreditvergabe zu stimulieren, die Wirtschaftst&auml;tigkeit anzukurbeln und die Anleger dazu zu bringen, h&ouml;here Risiken einzugehen. Auch soll damit eine Schw&auml;chung der W&auml;hrung und folglich eine F&ouml;rderung der Exporte erreicht werden. <\/p>\n<p> <strong>Wird sich die Wirtschaft f&uuml;r Negativzinsen erw&auml;rmen?<\/strong> <\/p>\n<p> Derzeit ist noch unklar, ob es letztlich gelingen wird, die Wirtschaft durch negative Zinsen &laquo;aufzutauen&raquo;. Die ersten Anzeichen sind jedoch erfreulich. So haben sich etwa die W&auml;hrungen derjenigen L&auml;nder, die Negativzinsen auf Einlagen eingef&uuml;hrt haben, ohne Ausnahme abgeschw&auml;cht. Das gilt sogar f&uuml;r den Schweizer Franken: Dieser beliebte &laquo;sichere Hafen&raquo; hat seit dem 22. Januar 2015, als auf Einlagen in Schweizer Franken Negativzinsen (-0.75 Prozent) eingef&uuml;hrt wurden, auf handelsgewichteter Basis nachgegeben. Das Wachstum der Geldmenge M3, einer Kennzahl f&uuml;r die weit gefasste Liquidit&auml;t, hat sich in der Eurozone auf 4.1 Prozent (gegen&uuml;ber dem Vorjahr) beschleunigt. Das ist der h&ouml;chste Wert seit der Finanzkrise (siehe Grafik 2) und entspricht dem Ziel der EZB. <\/p>\n<p> <strong>Grafik 2: Geldmengenwachstum im Euroraum beschleunigt sich und erreicht nahezu den Referenzwert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/75083e25-733b-44df-91ad-9f3bb08e5c1e\/chart2-marktkommentar-2015-03.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p> Quelle: EZB, Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management <\/p>\n<p> <strong>Die schwierige Suche nach attraktiven Alternativen<\/strong> <\/p>\n<p> Was bedeutet dies f&uuml;r die Anleger? Der Erwerb von Staatsanleihen mit negativen Renditen scheint eine schlechte Idee zu sein &ndash; ausser man erwartet eine Deflation und eine Depression. In jenem Fall ist beispielsweise das Halten zehnj&auml;hriger Schweizer &laquo;Eidgenossen&raquo;, die eine Nullrendite erzielen, durchaus sinnvoll. Welche Alternativen gibt es? Solange eine Rezession ausgeschlossen wird &ndash; und das ist unsere derzeitige Sichtweise &ndash;, bieten Unternehmensanleihen insbesondere im hochverzinslichen Bereich sowie Schwellenl&auml;nderanleihen angemessene Renditen. Die Negativzinsen sind bei sonst gleichen Bedingungen auch vorteilhaft f&uuml;r Goldanlagen, denn es fallen keine Opportunit&auml;tskosten an. Ebenso sind gegenw&auml;rtig Aktien von Unternehmen attraktiv, die einen robusten, nachhaltigen Cashflow aufweisen und eine aktion&auml;rsfreundliche Dividendenpolitik verfolgen. Ferner werden Portfoliomanager, die mit ihren Strategien unabh&auml;ngig vom Marktumfeld absolute Renditen erzielen, von einer starken Anlegernachfrage profitieren. Allerdings werden vorsichtige Anleger die m&ouml;gliche Bildung von Preisblasen, verursacht durch die Massnahmen der Zentralbanken, genau beobachten. Sie d&uuml;rften Zeiten niedriger Volatilit&auml;t dazu nutzen, sich mithilfe von sogenannten Put-Optionen kosteng&uuml;nstig gegen Abw&auml;rtsrisiken zu sch&uuml;tzen. <\/p>\n<p> Im Devisenbereich wird der US-Dollar, gest&uuml;tzt durch die besseren Aussichten f&uuml;r die weltweit gr&ouml;sste Wirtschaft, seinen Aufw&auml;rtstrend wohl fortsetzen. So, wie die Dinge jetzt stehen, scheint Amerika das einzige wichtige Industrieland zu sein, f&uuml;r das eine restriktivere Geldpolitik in n&auml;chster Zeit angezeigt ist. M&ouml;glicherweise f&auml;llt auch Grossbritannien in dieses Lager. <\/p>\n<p> <strong>Noch keine gross angelegte Umschichtung in Aktien<\/strong> <\/p>\n<p> Der entscheidende Faktor f&uuml;r die Portfoliopositionierung sind die Perspektiven f&uuml;r das globale Wirtschaftswachstum und die Inflation. Was die k&uuml;nftige Entwicklung des globalen Bruttoinlandprodukts betrifft, erwarten wir, dass der seit Langem bestehende Trend, die Wachstumserwartungen nach unten zu korrigieren, allm&auml;hlich endet. Dazu beitragen d&uuml;rften Aufw&auml;rtskorrekturen in der Eurozone und in Japan. Eine solche Stabilisierung ist eine Voraussetzung f&uuml;r eine allf&auml;llige Umschichtung von Anleihen in Aktien. Im Hinblick auf die Inflation dominieren nach wie vor die globalen disinflation&auml;ren Kr&auml;fte. Gr&uuml;nde hierf&uuml;r sind der Arbeitnehmer&uuml;berschuss, ein &Uuml;berangebot im Rohstoffsektor, der Schuldenabbau sowie eine ung&uuml;nstige demographische Entwicklung. Allerdings werden die Preise die Talsohle irgendwann durchschritten haben. In der Folge werden sich neben der amerikanischen auch andere Zentralbanken allm&auml;hlich &uuml;berlegen, die extremen Massnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft zu beenden &ndash; Schritte, die auf Anleihen fokussierten Anlegern zumindest vor&uuml;bergehend Verluste verursachen w&uuml;rden. Doch an diesem Punkt sind wir noch lange nicht angekommen. <\/p>\n<p> Gegenw&auml;rtig sind die Aktienbewertungen nicht besonders attraktiv, wobei die Geldpolitik insgesamt sehr unterst&uuml;tzend wirkt. In diesem Umfeld haben wir risikoreiche Anlagen auf &laquo;leicht &uuml;bergewichtet&raquo; aufgestockt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anlehnung an Carl von Clausewitz, Milit&auml;rtheoretiker im 19. 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