{"id":15590,"date":"2023-06-30T15:44:25","date_gmt":"2023-06-30T13:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=15590"},"modified":"2023-07-03T10:57:50","modified_gmt":"2023-07-03T08:57:50","slug":"allianz-gi-angeschnallt-bleiben-turbulenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-angeschnallt-bleiben-turbulenzen\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Angeschnallt bleiben! Turbulenzen!"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Das erste Halbjahr endet mit soliden Anlageergebnissen! Was nun? Positive Ergebnisse sicherstellen, obwohl man nicht voll partizipiert hat?<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von<\/strong> <strong>Thomas Tilse Director, Head of Portfolio Strategy Private Clients<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Investiert bleiben, in der Hoffnung auf weiter niedrige Volatilit\u00e4t, weil die Angst schon das ganze Jahr mitfliegt? Oder gar nachkaufen im Fall weiter schlechter Wirtschaftsdaten? Die Lage bleibt un\u00fcbersichtlich. Deshalb empfiehlt es sich angeschnallt zu bleiben, denn Turbulenzen in Form von negativen Fr\u00fchindikatoren k\u00f6nnten sich anbahnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <strong>Einkaufsmanagerindizes<\/strong> f\u00fcr die gro\u00dfen Regionen der Welt haben bereits Warnsignale geliefert, genauso wie der Ifo Konjunkturklimaindex (siehe Grafik der Woche). Insbesondere das verarbeitende Gewerbe pr\u00e4sentiert sich weltweit weiter schwach. Der erhoffte Turnaround nach dem Abarbeiten hoher krisenbedingter Auftragsbest\u00e4nde im ersten Halbjahr f\u00e4llt zun\u00e4chst aus. Dabei spielt auch die nur langsam verlaufende Erholung <strong>Chinas<\/strong> nach den Covid-Lockdowns eine Rolle. Die Auftragsdynamik f\u00fcr die kommenden Monate l\u00e4sst zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Zudem beginnt die bisher solide Stimmung im Dienstleistungsbereich zu schw\u00e4cheln. Vorerst fordern die hohen Zinsen und die schwierigeren Kreditbedingungen ihren Tribut. Doch warum halten sich die M\u00e4rkte noch relativ gut? Die Antwort d\u00fcrfte in fallenden Inflationsraten und immer noch stabilen Arbeitsm\u00e4rkten weltweit liegen. Offenbar \u00fcberwiegt kurzfristig die Erleichterung \u00fcber entspannte Preise an der Energiefront. Insbesondere die <strong>USA<\/strong> \u00fcberraschen gesamtwirtschaftlich, obwohl dort die Zinsen am schnellsten und am st\u00e4rksten gestiegen sind, w\u00e4chst die Wirtschaft weiter, wenn auch langsam. Niedrige <strong>\u00d6l- und Gaspreise<\/strong> sorgen zudem f\u00fcr einen Wohlf\u00fchlfaktor. Die Preise an den Zapfs\u00e4ulen sind insbesondere f\u00fcr die Stimmung des Konsumenten wichtig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie geht es also \u00fcber den Sommer weiter?<\/strong> Fr\u00fchindikatoren zur Wirtschaft wie Stimmungsumfragen und Auftragseing\u00e4nge in der Industrie wackeln am aktuellen Rand. Wieder macht die Angst vor einer Rezession im Winterhalbjahr die Runde. Doch warum schreckt das wenig? Dabei scheint zunehmend der Gew\u00f6hnungsfaktor eine Rolle zu spielen. Denn schauen wir uns die Krisen der letzten Jahre an, war in kurzer Zeit fast alles dabei, was Experten an Krisen f\u00fcr denkbar hielten: Von Rezession, \u00fcber Finanzkrise, schnell steigende Zinsen, Zentralbankfehler, globale Pandemien, Kriegsausbruch, \u00d6lpreisschock, Energiekrise, Inflationsschock, Handelskriege, kriselnde Finanzinstitute, Bankenpleiten, weltpolitische Verwerfungen, Lieferkettenunterbrechungen, Klimaschock, El Nino, Zerfall internationaler Organisationen (Brexit)\u2026.nahezu alles bis auf den obligatorischen \u201eSchwarzen Schwan\u201c kam vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und bis jetzt haben die M\u00e4rkte das \u00fcberstanden. Diese Resilienz ist es, die den Glauben an die Machbarkeit der Krise gest\u00e4rkt hat und f\u00fcr eine gewisse Zuversicht sorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das kapitalistische System hat sich erstaunlich widerstandsf\u00e4hig erwiesen. Allen voran die Unternehmen, die sich in Rekordgeschwindigkeit jeder Situation angepasst haben. Aber auch die Zentralbanken und staatliche Institutionen haben schnell und \u00fcberwiegend ad\u00e4quat reagiert. Auch zu nennen die globalen Rohstoffm\u00e4rkte, die in wenigen Monaten den Ausfall Russlands kompensiert haben. Damit kann uns erstmal wenig ersch\u00fcttern, die Warnungen vor einer ausgepr\u00e4gten Rezession erscheinen nicht mehr bedrohlich, sofern man an die Anpassungsf\u00e4higkeit des Systems glaubt. Hierin liegt auch eine gewisse Gefahr, dass die Entwicklung verharmlost wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die aktuellen Umfragen unter Fondsmanagern zeigen, dass die Skepsis \u00fcber die Wachstumserwartungen hoch bleibt, die Gefahren also nicht untersch\u00e4tzt werden. Aktuell gilt daher die Analogie zum Flugzeug in Turbulenzen: wir erschrecken, wissen aber, dass die Crew und die Maschine so etwas \u00fcbersteht. Das liegt daran, dass Flugzeuge mit hohen Sicherheitspuffern konstruiert sind. Im Moment sieht das nach der passenden Strategie \u00fcber den Sommer aus: trotz des flauen Gef\u00fchls im Magen eher investiert bleiben und die Unternehmen und Anleihen finden, die sich als krisenfest erwiesen haben und eine Vision f\u00fcr die Zukunft haben. So lehrt die j\u00fcngste Geschichte, dass der technologische Fortschritt nicht aufzuhalten ist. Zus\u00e4tzlich gibt es von der Medizin bis zur Mobilit\u00e4t und erneuerbaren Energien jede Menge Innovationstreiber. Solide und wachsende Dividenden bringen Stabilit\u00e4t. Mit der Eurozone und Japan r\u00fccken bisher auf globaler Basis eher unpopul\u00e4re M\u00e4rkte wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Als Diversifikator k\u00f6nnen festverzinsliche Anlagen wieder solide Rendite bieten. Angeschnallt und mit Bedacht durch m\u00f6gliche Kurskorrekturen steuern scheint die Devise zu lauten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Woche r\u00fcckt erneut China in den Mittelpunkt des Interesses mit der Ver\u00f6ffentlichung der Caixin Einkaufsmanagerindizes. Dar\u00fcber hinaus gibt es Auftragseing\u00e4nge und Produktionsdaten aus Frankreich, den USA und Deutschland und vor allem am Donnerstag und Freitag die Arbeitslosendaten aus den USA. Aller Voraussicht nach wird das gemischte Datenbild in der Sommerpause anhalten und wenig Klarheit \u00fcber den Beginn einer Rezession bringen. Dar\u00fcber hinaus werden die n\u00e4chsten Impulse erst von der Gewinnberichterstattungssaison der Unternehmen erwartet, die Mitte Juli beginnt. Dann wird sich zeigen, ob der ein oder andere Sektor es wieder geschafft hat, im schwierigen Umfeld die Gewinne nochmal zu steigern.<\/p>\n<p>Bis dahin sieht es erstmal nicht nach gro\u00dfen \u00dcberraschungen aus.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Das erste Halbjahr endet mit soliden Anlageergebnissen! Was nun? 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