{"id":15626,"date":"2023-07-05T11:02:31","date_gmt":"2023-07-05T09:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=15626"},"modified":"2023-07-05T11:04:34","modified_gmt":"2023-07-05T09:04:34","slug":"eurizon-am-die-zentralbanken-halten-noch-immer-das-zepter-in-der-hand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/eurizon-am-die-zentralbanken-halten-noch-immer-das-zepter-in-der-hand\/","title":{"rendered":"Eurizon AM : Die Zentralbanken halten noch immer das Zepter in der Hand"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Eurizon AM\u00a0<\/strong> : Die Inflation ist nach den j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Daten im Mai erneut gesunken und liegt im Jahresvergleich nun bei 4 % in den USA und 6,1 % in der Eurozone.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a0 \u201eThe Globe\u201c<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dies ist ein respektabler R\u00fcckgang, wenn man bedenkt, dass die H\u00f6chstwerte in den USA bei 9,1 % und bei uns in Europa bei 10,6 % lagen.<\/strong> Dieser R\u00fcckgang reicht jedoch nicht aus, um das Aufflammen der Inflation als beendet zu betrachten, zumal ein Gro\u00dfteil des R\u00fcckgangs auf die Normalisierung der Energiepreise zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, w\u00e4hrend die Kernkomponenten immer noch \u00fcberaus hohe Preise aufweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf jeden Fall sind die M\u00e4rkte allgemein weiterhin davon \u00fcberzeugt, dass die Inflationsrate in Richtung 2 % tendiert. Die Konsenssch\u00e4tzungen sagen f\u00fcr die n\u00e4chsten anderthalb Jahre einen R\u00fcckgang der Inflation in den USA und in der Eurozone bis Ende 2024 auf die 2-Prozent-Marke voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was das Wirtschaftswachstum anbelangt, so gehen die Analysten in ihren Gesamteinsch\u00e4tzungen von einer Fortsetzung der geordneten Verlangsamung aus,<\/strong> die Ende 2023 nahe der Nulllinie liegen und dann in den Jahren 2024 und 2025 auf ein niedriges, aber stabiles Niveau steigen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Vergleich zu dieser idealen Kombination aus sanfter Verlangsamung von Inflation und Wachstum werden insbesondere zwei Aspekte zu beobachten sein: zum einen die Kerninflationsdaten, die sich analog zum Energiesektor entwickeln d\u00fcrften, und zum anderen die Arbeitsmarktstatistiken. Bei Letzteren w\u00fcrde eine Abschw\u00e4chung der Inflationsrate das Risiko einer starken Verlangsamung st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Zentralbanken haben sich durch den R\u00fcckgang der Inflation nicht beirren lassen und ihre Position beibehalten.<\/strong> Allerdings hat die Fed die Zinsen im Juni nicht erh\u00f6ht, nachdem sie diese zehnmal in Folge angehoben hatte. Die EZB hob die Zinss\u00e4tze um 25 BP an, verlangsamt aber seit einigen Monaten ihr Tempo.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was die Zukunft betrifft, so hat die Fed angedeutet, dass sie die Zinss\u00e4tze in diesem Jahr noch zwei weitere Male anheben will.<\/strong> Die M\u00e4rkte folgen ihr nur bedingt. Sie glauben: Sollten keine besonders guten Arbeitsmarkt- oder Inflationsdaten vorgelegt werden, werde die Fed die Zinss\u00e4tze nicht erneut anheben. Auch die EZB hat grunds\u00e4tzlich erkl\u00e4rt, die Geldpolitik weiter straffen zu wollen. Der Markt rechnet daher mit zwei weiteren Anhebungen bis zum Herbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wir befinden uns also in der Endphase einer beschleunigten Straffung der Geldpolitik, die vor mehr als einem Jahr begonnen hat.<\/strong> 2024 wird h\u00f6chstwahrscheinlich ein Jahr mit sinkenden Zinss\u00e4tzen sein \u2013 entweder weil die Inflation einged\u00e4mmt wird (Szenario eines \u201eSoft Landings\u201c) oder weil es notwendig sein wird, die makro\u00f6konomische Verlangsamung einzud\u00e4mmen (Szenario eines \u201eHard Landings\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In beiden F\u00e4llen erscheint der Anleihemarkt attraktiv. Hier waren die kurz- und mittelfristigen Zinss\u00e4tze zu den Jahreshochs zur\u00fcckgekehrt, ohne diese zu \u00fcberschreiten. Au\u00dferdem spricht die Form der Kurven in den USA und in Deutschland, die extrem invers sind, daf\u00fcr, dass sich die geldpolitische Straffung nun in ihrer Endphase befindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Risikoaktiva reagierten gelassen auf die noch immer bestehenden Restriktionsabsichten der Zentralbanken.<\/strong> Im Gegenteil, die Anleihespreads zogen sich zusammen und die Aktienm\u00e4rkte stiegen. Auch hieran l\u00e4sst sich erkennen, dass ein Ende der geldpolitischen Straffung bevorsteht und der Konjunkturzyklus sich fortsetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Szenario wird sich in den kommenden Monaten anhand der Inflations- und Besch\u00e4ftigungsdaten bew\u00e4hren m\u00fcssen, mittelfristig kann es jedoch als zentral angesehen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den Unternehmensanleihen weisen <strong>Investment-Grade-Anleihen<\/strong> ein attraktives Risiko- Ertrags-Verh\u00e4ltnis auf, da die Zinss\u00e4tze bei F\u00e4lligkeit hoch sind und die Renditeaufschl\u00e4ge bereits ein gewisses Ma\u00df an wirtschaftlicher Verlangsamung ber\u00fccksichtigen. High Yields hingegen sind einem gr\u00f6\u00dferen Volatilit\u00e4tsrisiko ausgesetzt. Interessant sind daher Anleihen aus Schwellenl\u00e4ndern, in denen die Zentralbanken Spielraum haben, um eine m\u00f6gliche Konjunkturabschw\u00e4chung auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei <strong>Aktien<\/strong> liegen die absoluten (Kurs-Gewinn- Verh\u00e4ltnis) und die relativen Bewertungen (Risikoaufschlag gegen\u00fcber Staatsanleihen) mittelfristig gesehen im Rahmen ihrer historischen Durchschnittswerte. Eine Verl\u00e4ngerung der geldpolitischen Straffung oder umgekehrt eine starke Konjunkturabschw\u00e4chung k\u00f6nnte jedoch die Volatilit\u00e4t wieder anheizen, die in letzter Zeit angesichts der Erwartung eines Soft Landings in den Hintergrund getreten ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eurizon AM\u00a0 : Die Inflation ist nach den j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Daten im Mai erneut gesunken und liegt im Jahresvergleich nun bei 4 % in den USA und 6,1 % in der Eurozone.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5894,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[132,186,245,321],"class_list":["post-15626","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-eurizon","tag-inflation","tag-the-globe","tag-zentralbanken"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15626","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15626"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15626\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15627,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15626\/revisions\/15627"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15626"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15626"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15626"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}