{"id":1571,"date":"2015-03-25T06:00:00","date_gmt":"2015-03-25T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/03\/25\/eine-feudalmacht-entsteht\/"},"modified":"2015-03-25T06:00:00","modified_gmt":"2015-03-25T06:00:00","slug":"eine-feudalmacht-entsteht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/eine-feudalmacht-entsteht\/","title":{"rendered":"Eine Feudalmacht entsteht."},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Die digitale Revolution steht erst am Anfang und doch ist sie heute schon &uuml;berall. Ohne In-ternet sind wir nahezu lebensun-f&auml;hig. Das Handy ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur noch schnell eine SMS ver-senden, die Mails checken oder den n&auml;chsten Termin abrufen &ndash; wer kennt das nicht. Stets und &uuml;berall pr&auml;sent, aber nirgends richtig, das ist der Mensch heute. Alles l&auml;uft schnell, sehr schnell sogar, doch nur wenig wird zu Ende gedacht. Kein Wunder, denn richtig konzentriert &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeitspanne ist heute eigentlich kaum mehr jemand bei einer Sache, ausser am Computer versteht sich. Dabei h&auml;tte kaum jemand Freude, w&uuml;rde der Chirurg im Opera-tionssaal seine SMS abrufen oder der Pilot im Cockpit Angry Birds spielen. Doch zu gross sind die Verlockungen kurzweiliger, rund um die Uhr verf&uuml;gbarer mobiler Ab-lenkung. Das ist prek&auml;r. Wir vergessen, unser Gehirn zu trainieren, das zusehends ausser Form ger&auml;t. Unf&auml;lle h&auml;ufen sich, die auf sogenannte Ablenkung (!) zur&uuml;ckzu-f&uuml;hren sind. Meist heisst dies, dass der Blick auf einen Bildschirm gerichtet war, statt auf die Strasse, die Ma-schine oder auf die Arbeit. Dass die Arbeitsproduktivit&auml;t dank Computer zugenommen hat, steht ausser Frage, jedoch nur netto. Denn trotz h&ouml;herer Effizienz &uuml;ber alles gerechnet, besch&auml;ftigen wir uns auch mehr mit v&ouml;llig Irrelevantem, das im Netz so herumschwirrt. Oder senden Selfies vom Arbeitsplatz aus, um der Welt mitzuteilen, wie langweilig es uns gerade ist. In einem Bericht aus dem Kanton Luzern wurde j&uuml;ngst publik, dass Kantons-angestellte w&auml;hrend der Arbeitszeit oft und gern privat auf dem Internet surfen und zum Beispiel 500 Mal t&auml;glich auch auf Seiten mit pornographischen Inhalten verwei-len. In Finanzkreisen ist &bdquo;Inside Paradeplatz&ldquo; heute scheinbar eine der meistgelesenen Plattformen. Dabei handelt es sich um fast lupenreinen Boulevardjournalis-mus. Die Inhalte sind in vielen Banken dennoch Thema eines ersten morgendlichen Gespr&auml;chs mit Kollegen, obwohl meist v&ouml;llig irrelevant f&uuml;r das Gesch&auml;ft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sucht statt Effizienz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ablenkung wird mehr und mehr zu Sucht. Gem&auml;ss der alle vier Jahre durchgef&uuml;hrten Sch&uuml;lerbefragung der Weltgesundheitsorganisation WHO geniessen Alkohol, Tabak und Cannabis nicht mehr den Stellenwert wie fr&uuml;her. Kein Wunder, wenn man mehr als drei Stunden t&auml;glich vor den Bildschirmen verbringt, bleibt auch weni-ger Zeit f&uuml;r anderen Unsinn &uuml;brig. &bdquo;Jugendliche greifen lieber zum iPhone als zum Joint&ldquo; &uuml;berschrieb 20 Minuten Online die Ergebnisse der weltweiten Sch&uuml;lerbefragung. Ich habe wiederholt darauf hingewiesen, dass mobile Kommunikationsger&auml;te und Computer ein hohes Sucht-potenzial aufweisen. Je l&auml;nger je mehr scheint sich dies nun auch empirisch erh&auml;rten zu lassen. Doch w&auml;hrend Cannabis vielerorts verboten und Alkohol sowie Tabak staatlich reguliert und hoch besteuert werden, geniesst die Hightech-Computer-Branche fast v&ouml;llige Narrenfrei-heit. Dabei greift sie schon l&auml;ngst nach der Weltmacht. Im Silicon Valley vertreten die libert&auml;ren Exponenten der Branche offen die Meinung, dass Internet und Co. Orte zum Experimentieren seien, notabene ohne Regeln. Sie werden vom Glauben geleitet, dass der Fortschritt der Technologie deshalb so exponentiell verl&auml;uft, weil die Branche kaum reguliert sei. Nur wo alles erlaubt sei und der Staat den privaten Kreativen v&ouml;llige Freiheit gew&auml;hre, k&ouml;nnten Innovationen entstehen. So das Mantra der Branche. Es ist ja ein unbestritten hehres Unterfangen, dass die Branche das Altern stoppen m&ouml;chte oder Krebs heilen. Gegen solche Vorhaben ist beileibe nichts einzu-wenden. Aber es gibt eben auch die Schattenseiten, insbesondere der gesellschaftliche Wandel, den die neu-en Technologien bereits eingel&auml;utet haben. Oder dass der IS auch dank mobiler Kommunikation viel effizienter Krieg f&uuml;hren kann als vor dem digitalen Zeitalter. Dass die Branche nun aufbricht, die Welt zu ver&auml;ndern und das ohne feste Regeln tun m&ouml;chte, ist ein&auml;ugig und zu einem gewissen Grad auch verantwortungslos. Die (ver-meintliche) Effizienz l&auml;sst sich die Branche gern bezahlen, f&uuml;r die Sch&auml;den m&ouml;chte sie hingegen nicht aufkommen. Die Digitalisierung ist heute eine der wenigen wirklich globalen Bewegungen. Es entsteht hier eine Macht, die keine Politik f&uuml;r deren Aus&uuml;bung braucht und nationale Grenzen problemlos &uuml;berwindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sch&ouml;ne Welt, wenig Verantwortung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Technik macht alles m&ouml;glich, so lautet die Devise der Branche. In s&auml;mtliche Bereiche unseres t&auml;glichen Lebens haben die neuen Technologien l&auml;ngst Einzug gehalten. Im Haushalt, am Arbeitsplatz oder dazwischen &ndash; Stich-wort Mobilit&auml;t &ndash; mischt die Branche eifrig mit. Es ist ja auf den ersten Blick nichts gegen selbstfahrende Autos einzuwenden oder gegen ein l&auml;ngeres Leben. Nur wenn die Technologie unseren Alltag erobert, anstatt ihn zu erleichtern und Maschinen den Mensch in vielen Berei-chen &uuml;berfl&uuml;ssig machen oder ihn sogar dominieren, dann sind dies Nebenwirkungen, &uuml;ber die man ernsthaft nachdenken sollte. Wo arbeiten etwa all die Angestellten einmal, welche von den Computern wegrationalisiert werden. Die dreissig gr&ouml;ssten Firmen des Silikon Valley stemmen heute &uuml;ber 2&lsquo;500 Milliarden B&ouml;rsenwert auf die Waage. Der deutsche Aktienindex DAX ist nicht einmal die H&auml;lfte wert davon. Das sind die wirtschaftlichen Fak-ten der neuen Machtverteilung. Jetzt geht es aber auch um die Verantwortung. Dazu h&ouml;rt man aus Silikon Valley allerdings wenig bis gar nichts. Es wird Zeit, dass die Die Sicht des Raiffeisen Chef&ouml;konomen Politik die zuk&uuml;nftigen Rahmenbedingungen f&uuml;r die Branche definiert und sie in die Verantwortung nimmt. Und zwar bevor die neue Feudalmacht das politische System v&ouml;llig aus den Angeln gehoben hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die digitale Revolution steht erst am Anfang und doch ist sie heute schon &uuml;berall. Ohne In-ternet sind wir nahezu lebensun-f&auml;hig. 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