{"id":1595,"date":"2015-04-16T05:00:00","date_gmt":"2015-04-16T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/04\/16\/robeco-die-maerkte-brauchen-die-bevorstehende-zinserhoehung-nicht-zu-fuerchten\/"},"modified":"2015-04-16T05:00:00","modified_gmt":"2015-04-16T05:00:00","slug":"robeco-die-maerkte-brauchen-die-bevorstehende-zinserhoehung-nicht-zu-fuerchten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/robeco-die-maerkte-brauchen-die-bevorstehende-zinserhoehung-nicht-zu-fuerchten\/","title":{"rendered":"Robeco : Die M\u00e4rkte brauchen die bevorstehende Zinserh\u00f6hung nicht zu f\u00fcrchten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die M&auml;rkte brauchen die Aussicht auf die erste US-Zinserh&ouml;hung in fast zehn Jahren nicht zu f&uuml;rchten, meint Lukas Daalder, Bereichsleiter Multi-Asset Investments bei Robeco.<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Makroausblick | Lukas Daalder<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die US-Notenbank Fed hat im letzten Monat die Kriterien f&uuml;r die erste Erh&ouml;hung ihres zentralen Kreditzinssatzes seit 2006 skizziert, sodass viele Anleger nun im dritten Quartal mit einem solchen Schritt rechnen. Die Verlautbarung der Fed folgt auf zunehmend positive Anzeichen, dass die gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft bei weiterhin verhaltener Inflation w&auml;chst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Theoretisch ist eine Zinserh&ouml;hung schlecht f&uuml;r Aktien, weil dadurch die Kreditkosten f&uuml;r die Unternehmen steigen und die Kaufkraft der Verbraucher gemindert wird. In der Theorie ist sie auch f&uuml;r die Anleiherenditen schlecht, weil sich die Effektivverzinsung von Anleihen dadurch erh&ouml;hen und die Anleihekurse, die sich entgegengesetzt dazu bewegen, fallen w&uuml;rden. Manche Strategen erwarten deshalb nach einer Zinserh&ouml;hung das baldige Ende des Bullmarkets bei Aktien und Anleihen, der seit Jahren f&uuml;r hohe Renditen sorgt. Es muss aber nicht unbedingt so kommen, meint Lukas Daalder, Chief Investment Officer von Robeco Investment Solutions. <\/p>\n<p><strong> Kein Grund zur Panik<\/strong><br \/> &bdquo;Wer erwartet hatte, dass die Meldung &uuml;ber die bald bevorstehende erste Leitzinserh&ouml;hung der Fed in mehr als neun Jahren die M&auml;rkte in Panik versetzen w&uuml;rde, hatte sich get&auml;uscht&rdquo;, stellt Daalder fest. <\/p>\n<p> &bdquo;Gute Zahlen zum Wachstum, ein sich erholender Arbeitsmarkt oder eine h&ouml;here Inflation werden fr&uuml;her eine Zinserh&ouml;hung ausl&ouml;sen und k&ouml;nnten deshalb als Negativmeldungen f&uuml;r die weitere Entwicklung der Finanzm&auml;rkte angesehen werden. Sollte man die Dinge tats&auml;chlich so sehen? Ist eine Zinserh&ouml;hung wirklich so schlecht f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte?&rdquo; <\/p>\n<p> Daalder empfiehlt Anlegern, diese Frage zu beantworten, indem sie die Beweggr&uuml;nde f&uuml;r eine Zinserh&ouml;hung betrachten und danach entsprechende Daten analysieren, um sich die Entwicklung in der Vergangenheit anzusehen. Laut Daalder zeigen bis in die 1970er und 1980er Jahre zur&uuml;ckreichende Daten, dass die Aktienkurse zun&auml;chst ins Wanken gerieten, ehe sie zur Normalit&auml;t zur&uuml;ckkehrten, w&auml;hrend die Effektivverzinsung von Staatsanleihen nicht wie erwartet anzog und die Auswirkungen auf den Markt f&uuml;r Unternehmensanleihen vernachl&auml;ssigbar waren. <\/p>\n<p> <strong>&bdquo;Die Aktienkurse gerieten zun&auml;chst ins Wanken, kehrten dann aber zur Normalit&auml;t zur&uuml;ck&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p> <strong>Ist eine Zinserh&ouml;hung eine Negativmeldung?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> &bdquo;Theoretisch wird eine Volkswirtschaft durch h&ouml;here Zinss&auml;tze gebremst&rdquo;, so Daalder. &bdquo;Die Verbraucher sparen dann mehr und geben weniger Geld aus. Die Unternehmen k&ouml;nnten sich gezwungen sehen, Investitionsvorhaben zu streichen und Schulden abzubauen, w&auml;hrend sich die &ouml;ffentliche Hand mit h&ouml;heren Finanzierungskosten konfrontiert sehen und ihre Ausgaben k&uuml;rzen k&ouml;nnte.&rdquo; <\/p>\n<p> &bdquo;Aktien k&ouml;nnten durch schlechtere Gewinnaussichten belastet werden, Unternehmensanleihen durch potenziell h&auml;ufigere Adressenausf&auml;lle unter Druck geraten, und die Rohstoffpreise wegen einer geringeren Endnachfrage fallen. H&ouml;here Zinsen k&ouml;nnten eine h&ouml;here Effektivverzinsung von Anleihen zur Folge haben und somit anf&auml;nglich deren Renditen schm&auml;lern. <\/p>\n<p> &bdquo;So viel zur Theorie &#8230; In der realen Welt sind die Dinge manchmal etwas komplizierter. Zum einen werden die Zinsen nicht ohne Grund erh&ouml;ht. Normalerweise sind h&ouml;here Zinss&auml;tze ein Zeichen f&uuml;r positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Soll hei&szlig;en: starke Nachfrage, besser werdende Gewinnaussichten und eine insgesamt positive Stimmung.&#8221; <\/p>\n<p> &bdquo;Und da die Stimmung ein wichtiger Antriebsfaktor f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte ist, muss man eine Zinserh&ouml;hung gar nicht als so negativ betrachten. Vieles h&auml;ngt von den Begleitumst&auml;nden einer Zinserh&ouml;hung und den zuk&uuml;nftigen Erwartungen ab.&rdquo; <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" style=\"width: 550px; height: 359px;\" title=\"markets-need-not-fear-a-rate-rise-graph.jpg\" src=\"http:\/\/www.robeco.ch\/images\/markets-need-not-fear-a-rate-rise-graph.jpg\" alt=\"markets-need-not-fear-a-rate-rise-graph.jpg\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erwartete moderate Pfad f&uuml;r Zinserh&ouml;hungen. Quelle: Bloomberg, Robeco.<\/p>\n<p><strong> Ergebnisse aus der Vergangenheit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> Laut Daalder wird die Theorie, dass Zinserh&ouml;hungen schlecht sein m&uuml;ssen, durch Daten f&uuml;r die wichtigen Finanzm&auml;rkte der USA, Deutschlands, Japans und Gro&szlig;britanniens nicht best&auml;tigt. Sein Team stellte fest, dass es seit 1971 29 Zinserh&ouml;hungszyklen gegeben hat, und sah sich dann n&auml;her an, wie sich in diesem Zeitraum die Preise von Finanzmarktaktiva in den 90 Tagen vor der ersten Zinserh&ouml;hung und in den 200 darauf folgenden Tagen entwickelt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktienkurse fielen im Durchschnitt in den ersten beiden Monaten nach Beginn des Zinserh&ouml;hungszyklus, setzten danach aber ihren Aufw&auml;rtstrend fort. In den 1970er Jahren hatten Zinserh&ouml;hungszyklen wesentlich nachteiligere Folgen als in sp&auml;teren Zeitabschnitten. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Zinserh&ouml;hungen, mit denen eine durch angebotsseitige Schocks ausgel&ouml;ste Inflation gesenkt werden sollte. Klammert man die Krise in der Eurozone aus, als die Aktienkurse 2011 nach einer Zinserh&ouml;hung um 30 % einbrachen, ergibt sich f&uuml;r die 200 Tage nach der ersten Zinserh&ouml;hung f&uuml;r den Zeitraum von den 1980er Jahren bis heute allerdings eine durchschnittliche Aktienmarktrendite von 5 %. Dies weist anscheinend darauf hin, dass Zinserh&ouml;hungen f&uuml;r die Wertentwicklung von Aktien gar nicht so schlecht sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Anleiherenditen ist das Bild uneinheitlicher. Hier reichen die Daten zum Teil allerdings weniger weit zur&uuml;ck: bis 1971 f&uuml;r US-Anleihen, bis 1989 f&uuml;r Bundesanleihen, bis 1987 f&uuml;r japanische und bis 1989 f&uuml;r britische Anleihen. Auch wenn sich die Effektivverzinsung in der Zeit nach der ersten Zinserh&ouml;hung erh&ouml;ht hat, erzielten Anleihen in den einzelnen Regionen eine recht unterschiedliche Performance. Es gab kein klares Ergebnis f&uuml;r Gro&szlig;britannien und Deutschland, w&auml;hrend Zinserh&ouml;hungen in Japan normalerweise zu einer niedrigeren, statt h&ouml;heren Effektivverzinsung von Anleihen f&uuml;hrte. Interessanterweise waren die USA im Hinblick auf dieses Verlaufsmuster die gro&szlig;e Ausnahme; denn dort hat sich die Effektivverzinsung von Anleihen in den 200 Tagen nach der ersten Zinserh&ouml;hung im Allgemeinen erh&ouml;ht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei Unternehmensanleihen reichen die Daten nur bis 1986 zur&uuml;ck, wenn man die Effektivverzinsung von US-Unternehmensanleihen heranzieht, die vom Moody&#8217;s mit BAA bewertet wurden. Auf den ersten Blick zeigt sich, dass die Effektivverzinsung von Unternehmensanleihen in sechs Zinserh&ouml;hungszyklen vor der ersten Zinserh&ouml;hung und bis zu 60 Tage danach gestiegen ist. Die Gr&ouml;&szlig;enordnung dieses Anstiegs war allerdings kaum der Rede wert; denn im Durchschnitt erh&ouml;hte sich die Effektivverzinsung nur um 40 Basispunkte. Da die Effektivverzinsung &uuml;ber den gesamten Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 7,7% lag und die Ver&auml;nderung bei den zugrunde liegenden US-Staatsanleihen im selben Zeitraum 55 Basispunkte betrug, bedeutet dies einen tats&auml;chlichen R&uuml;ckgang der Spreads.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> <strong>&bdquo;Die Gr&ouml;&szlig;enordnung dieses Anstiegs war kaum der Rede wert&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p> Daalder h&auml;lt im Zusammenhang mit Zinserh&ouml;hungen drei andere Aspekte f&uuml;r wichtig: die bereits eingepreisten Erwartungen; den gl&uuml;cklichen Umstand, dass die Notenbanken jetzt immer schon im voraus signalisieren, was sie tun wollen; und die Tatsache, dass sich Zinserh&ouml;hungen niemals v&ouml;llig gleichen. <\/p>\n<p> &bdquo;Einfach ausgedr&uuml;ckt sollte es bei l&auml;nger laufenden Anleihen nur minimale Auswirkungen geben, solange die Zinserh&ouml;hung mit der in die Terminkurve eingepreisten Ver&auml;nderung in Einklang steht&rdquo;, sagt Daalder. <\/p>\n<p> &bdquo;Dass die Fed dieser Tage sogar auf das Weglassen eines bestimmten Wortes in ihren Pressemitteilungen hinweist, um die M&auml;rkte nicht zu sehr zu verunsichern, macht deutlich, dass die Geldpolitik inzwischen wesentlich kalkulierbarer ist als in der Vergangenheit, als Volcker oder Greenspan f&uuml;r die Geldpolitik verantwortlich waren.&rdquo; <\/p>\n<p> &bdquo;Und keine Zinserh&ouml;hung gleicht genau einer anderen. Werden die Leitzinsen als Reaktion auf einen pl&ouml;tzlichen starken Inflationsanstieg von einem Niveau von 5 % aus angehoben, ist das etwas v&ouml;llig anderes als eine Erh&ouml;hung um 0,25 % Prozentpunkte vom aktuell &auml;u&szlig;erst niedrigen Zinsniveau aus. Eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Fokussierung auf die Zinss&auml;tze k&ouml;nnte sich deshalb als unangebracht erweisen: Die zuk&uuml;nftige Entwicklung der Anleihebest&auml;nde der Fed k&ouml;nnte durchaus ein viel dominanterer Faktor sein, den man im Auge behalten sollte.&rdquo;<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die M&auml;rkte brauchen die Aussicht auf die erste US-Zinserh&ouml;hung in fast zehn Jahren nicht zu f&uuml;rchten, meint Lukas Daalder, Bereichsleiter Multi-Asset Investments bei Robeco.&#8230;&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1595","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1595","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1595"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1595\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1595"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1595"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1595"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}