{"id":16016,"date":"2023-08-07T09:28:50","date_gmt":"2023-08-07T07:28:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16016"},"modified":"2023-08-24T12:06:25","modified_gmt":"2023-08-24T10:06:25","slug":"dje-anleihenmarkt-2023-erholung-auf-breiter-front","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-anleihenmarkt-2023-erholung-auf-breiter-front\/","title":{"rendered":"DJE: Anleihenmarkt 2023: Erholung auf breiter Front"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><strong>DJE<\/strong> : <strong>F\u00fcr das zweite Halbjahr 2023 wurden eigentlich fallende Zinsen erwartet. Trotz sinkender Teuerung notiert die Kerninflation in Teilen weiterhin deutlich \u00fcber den Zielraten der Notenbanken.<\/strong> <strong>Was Investoren beachten sollten. <\/strong><br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Tobias Geishauser, Portfoliomanager Fixed Income und Cc-Fondsmanager DJE-Renten Global<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im ersten Halbjahr 2023 konnte sich der Anleihenmarkt auf breiter Basis gut entwickeln. Sowohl Staats- und Unternehmensanleihen sowie Anleihen aus Schwellenl\u00e4ndern konnten vor allem im ersten Quartal gut performen. Auf Index-Basis legten US-Corporate Bonds in US-Dollar denominiert und mit guter Bonit\u00e4t etwa drei Prozent zu, w\u00e4hrend europ\u00e4ische Unternehmensanleihen und Nachranganleihen von Finanzdienstleistern um jeweils gut zwei Prozent zulegen konnten. Im Hochzinsbereich, bei sogenannten High Yield-Anleihen, konnten US-Bonds \u00fcber f\u00fcnf Prozent gewinnen, das europ\u00e4ische Pendant um etwa vier Prozent. Aggregierte globale Indizes, die Staatsanleihen und Unternehmensanleihen in Euro zusammenfassen, legten ebenfalls \u00fcber zwei Prozent an Wert zu. Doch auch Emerging Market Bonds in US-Dollar standen mit knapp \u00fcber zwei Prozent auf der Gewinnerseite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erholung trotz Bankenkrise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch zu Beginn des Jahres erwarteten die Marktteilnehmer am Bondmarkt &#8211; auch bedingt durch die Krise von US-Regionalbanken &#8211; f\u00fcr das zweite Halbjahr 2023 fallende Zinsen. Insgesamt zeigt sich aber, dass die Marktteilnehmer die nachhaltig restriktive Geldpolitik der meisten Notenbanken untersch\u00e4tzt haben und ein Repricing der Zinserwartungen f\u00fcr das zweite Halbjahr erfolgte. Inwiefern die Geldpolitik der Notenbanken erfolgreich zur Geldwertstabilit\u00e4t beitragen wird, bleibt abzuwarten. Vor allem der weiter stabile Arbeitsmarkt in den USA sch\u00fcrt Sorgen, dass sich die mit den Zweitrundeneffekten verbundenen erh\u00f6hten Inflationserwartungen verankern k\u00f6nnten. Die Inflationsraten sind zwar r\u00fcckl\u00e4ufig, doch die Kerninflation notiert in Teilen weiterhin deutlich \u00fcber den Zielraten der Notenbanken. Die Break-even-Raten, die ein g\u00e4ngiger vorlaufender Indikator f\u00fcr zuk\u00fcnftige Inflationsentwicklungen sind, handeln langfristig jedoch nahe der Zielmarken der Notenbanken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schwache Indizes, starke Schwellenl\u00e4nder-W\u00e4hrungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Renditeanstieg im zweiten Quartal drehte der deutsche Rentenindex (REXP) wieder leicht in die Verlustzone. Auch die Performance von US-Treasuries (Total Return unhegded in US-Dollar) verringerte sich auf etwa 1,5 Prozent. Positiv hingegen tr\u00e4gt die Einengung der Kredit-Risikopr\u00e4mien zum Gesamtbild bei. Die Pr\u00e4mien f\u00fcr Credit Default Swaps im Euroraum f\u00fcr Investmentgrade- und High Yield-Bonds sind seit Jahresbeginn r\u00fcckl\u00e4ufig. Auch auf Basis von Branchen-Indizes wurden durchweg positive Wertentwicklungen erzielt. Sogar der gebeutelte Immobiliensektor (IBOXX EUR Real Estate) legte 2023 um 2,3 Prozent zu. Bedingt durch den Renditeanstieg konnte sich jedoch kaum ein Fixed-Income-Index im zweiten Quartal positiv entwickeln. Auf der W\u00e4hrungsseite ist die Entwicklung einiger W\u00e4hrungen aus Schwellenl\u00e4ndern in Lateinamerika wie etwa der mexikanische Peso oder der brasilianische Real mit teils zweistelligem Gewinnen positiv. Dazu kommen positive Effekte durch hohe Zinsgewinne. Der Grossteil der G10-W\u00e4hrungen wie der US-Dollar zeigen sich gegen\u00fcber dem Euro dieses Jahr schwach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rezession: Die inverse Zinskurve ist da<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bei der aktuellen Lage auff\u00e4llt, ist, dass die Zinsstrukturkurven f\u00fcr die USA und die meisten M\u00e4rkte in Europa mit ihrer Inversit\u00e4t eine Rezession einpreisen, diese bei den r\u00fcckl\u00e4ufigen Credit Spreads von Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen jedoch nicht erkennbar ist. Auch die aktuellen tats\u00e4chlichen Ausfallraten bei amerikanischen Hochzinsanleihen notieren langfristig betrachtet auf niedrigem Niveau. Bei Unternehmenspapieren erzielen Investoren zwar nominal eine h\u00f6here Rendite, jedoch mehr aufgrund des allgemein gestiegenen Zinsniveaus und weniger aufgrund der Kreditrisikopr\u00e4mien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Duration: Long ja, aber\u2026<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im aktuellen Marktumfeld sind Investoren so stark in lang laufende Anleihen wie seit 2010 nicht mehr investiert. Gleichzeitig notieren aber auch die Short-Positionierungen \u00fcber Zinsderivate auf Langzeithoch. Dies k\u00f6nnte dahingehend interpretiert werden, dass die Marktteilnehmer l\u00e4nger laufende Bonds halten, jedoch aktuell die Durations-Risiken weiterhin als bedeutsam einsch\u00e4tzen und entsprechend dieses Risikos sich durch Hedges absichern. Die implizierten Volatilit\u00e4ten f\u00fcr Ein-Monats Treasury-Optionen handeln langfristig betrachtet ebenso auf hohem Niveau und \u00fcber dem Median der letzten 30 Jahre. W\u00e4hrend vor allem in Investment-Grade-Fonds massive Zufl\u00fcsse verzeichnen konnten, sahen High-Yield-Fonds leichte Abfl\u00fcsse im ersten Halbjahr 2023.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erwartungen f\u00fcr das zweiten Halbjahr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Investoren k\u00f6nnen f\u00fcr das zweite Halbjahr positiv gestimmt sein. Anleihen bieten mittlerweile eine echte Konkurrenz zu anderen Asset-Klassen. Das Verh\u00e4ltnis zwischen der Gewinnrendite von Aktien anhand des reziproken Kurs-Gewinn Verh\u00e4ltnisses (KGV) und der Renditen von US-Staatsanleihen hat sich seit langer Zeit wieder stark angen\u00e4hert. Kurzum: Die Gewinnrenditen von Aktien \u00e4hneln aktuell denen der Anleihen. Potenzielle Rezessionsszenarien k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass sich die Kredit- Risikopr\u00e4mien ausweiten. Die Notenbanken k\u00f6nnten sich gezwungen f\u00fchlen, die restriktive Geldpolitik wieder zu lockern. Dies wiederum er\u00f6ffnet Chancen durch sinkende Renditen auf der Durationsseite. Anleger sollten daher das aktuelle Zeitfenster nutzen, um sich die attraktiven Nominalrenditen langfristig zu sichern. Diese betragen im breiten Durchschnitt f\u00fcr europ\u00e4ische Qualit\u00e4tsanleihen um die vier Prozent, f\u00fcr Hochzinsanleihen \u00fcber sieben Prozent, f\u00fcr amerikanische Qualit\u00e4tsanleihen \u00fcber f\u00fcnf Prozent und f\u00fcr Hochzinspapiere \u00fcber acht Prozent. In Asien sind derzeit sogar Renditen von \u00fcber 12 Prozent im Hochzinsbereich zu erzielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DJE : F\u00fcr das zweite Halbjahr 2023 wurden eigentlich fallende Zinsen erwartet. Trotz sinkender Teuerung notiert die Kerninflation in Teilen weiterhin deutlich \u00fcber den Zielraten der Notenbanken. 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