{"id":1604,"date":"2015-04-22T05:00:00","date_gmt":"2015-04-22T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/04\/22\/m-g-was-sagt-uns-die-tendenz-von-inflationsgebundenen-unternehmensanleihen-momentan\/"},"modified":"2015-04-22T05:00:00","modified_gmt":"2015-04-22T05:00:00","slug":"m-g-was-sagt-uns-die-tendenz-von-inflationsgebundenen-unternehmensanleihen-momentan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/m-g-was-sagt-uns-die-tendenz-von-inflationsgebundenen-unternehmensanleihen-momentan\/","title":{"rendered":"M&#038;G: Was sagt uns die Tendenz von inflationsgebundenen Unternehmensanleihen momentan?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Wenn mir in den letzten Jahren Banker wie Chad &bdquo;Ace&ldquo; Jefferson III (&bdquo;Sch&ouml;ne neue Welt: Nullrenditen bei Unternehmensanleihen&ldquo;) einen Besuch abgestattet und mich gefragt haben, ob irgendein Interesse an neu emittierten inflationsgebundenen Unternehmensanleihen besteht, habe ich mich bei meiner Antwort oftmals auf einen guten alten Leitsatz bezogen. Dieses absolut g&auml;ngige Dogma besagt, dass die Renditen inflationsgebundener Unternehmensanleihen etwa 25 Basispunkte h&ouml;her sein sollten als die ihrer nominalen Pendants..<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>von Ben Lord<br \/><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"entry-content\" style=\"text-align: justify;\">H&auml;tte mir Ace beispielsweise Anfang 2012 die 3,334-prozentige inflationsgebundene Unternehmensanleihe von Heathrow mit einer Laufzeit bis 2039 angeboten, h&auml;tte ich mir deren Zinsdifferenz gegen&uuml;ber einer nominalen Heathrow-Unternehmensanleihe mit gleicher Laufzeit angeschaut und zun&auml;chst einmal &uuml;berpr&uuml;ft, ob man f&uuml;r das inflationsgebundene Papier mindestens 25 Basispunkte mehr bekommt. Seinerzeit h&auml;tte ich f&uuml;r einen solchen Vergleich die 5,875-prozentige nominale Heathrow-Anleihe mit einer Laufzeit bis 2041 zugrunde gelegt. Dieses Papier wies damals gegen&uuml;ber britischen Staatsanleihen eine Zinsdifferenz von rund 255 Basispunkten auf, und Ace h&auml;tte mir den Heathrow-Linker vermutlich zu einem Spread von 270 Basispunkten angeboten. Mit einer Zusatzrendite von lediglich 15 Basispunkten f&uuml;r die inflationsgebundene Anleihe w&auml;re das Gespr&auml;ch h&ouml;chstwahrscheinlich ohne eine entsprechende Einigung zu Ende gegangen. <\/p>\n<div class=\"entry-content\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2584\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/04\/Slide11.png\" alt=\"Slide1\" width=\"450\" height=\"338\" \/> <\/p>\n<p>H&auml;tte man mir dieselbe inflationsgebundene Heathrow-Anleihe allerdings Ende 2013 angeboten, dann h&auml;tte diese im Vergleich zu britischen Staatsanleihen eine Zinsdifferenz von 150 Basispunkten aufgewiesen, w&auml;hrend die nominale Anleihe mit einer Laufzeit bis 2041 gegen&uuml;ber Gilts zu einem Spread von rund 110 Basispunkten gehandelt worden w&auml;re. Dann h&auml;tte ich f&uuml;r den Heathrow-Linker gegen&uuml;ber den nominalen Papieren also eine Zusatzrendite in H&ouml;he von 40 Basispunkten erhalten. In diesem Fall h&auml;tte ich unter Ber&uuml;cksichtigung des bereits erw&auml;hnten dogmatischen Bewertungsprinzips wahrscheinlich eher diese inflationsgebundene Anleihe erworben.<\/p>\n<p>Warum aber verlangen Anleger f&uuml;r Engagements in inflationsgebundenen Anleihen eine h&ouml;here Zinsdifferenz als f&uuml;r Investments in nominale Unternehmenspapiere? Zun&auml;chst einmal stellt dieser Zusatz-Spread eine Kompensation f&uuml;r die vergleichsweise illiquide Natur inflationsgebundener Unternehmensanleihen gegen&uuml;ber nominalen Unternehmenspapieren dar. Die Emissionsvolumina sind bei inflationsgebundenen Papieren zudem tendenziell geringer. Dar&uuml;ber hinaus werden diese Anleihen von einer kleineren Gruppe von Anlegern gehalten. Und auch die meisten Fonds f&uuml;r Unternehmensanleihen investieren haupts&auml;chlich in nominale Papiere statt in inflationsgebundene Anleihen. Auf diesem Liquidit&auml;tsaufgeld basiert auch der Wunsch, bei Engagements in inflationsgebundenen Anleihen gegen&uuml;ber nominalen Papieren auf lange Sicht eine Zusatzrendite von 25 Basispunkten zu erhalten. Ein weiterer wichtiger Faktor k&ouml;nnte in dem Umstand bestehen, dass inflationsgebundene Unternehmensanleihen oftmals mit einem h&ouml;heren Ausfallrisiko sowie insbesondere mit einem h&ouml;heren Verlustrisiko infolge eines m&ouml;glichen Zahlungsausfalls behaftet sind (die Wahrscheinlichkeit, dass der Heathrow-Linker nicht bedient wird, ist genauso gro&szlig; wie bei der entsprechenden nominalen Heathrow-Anleihe). Flie&szlig;t ferner auch die Inflation in eine Unternehmensanleihe ein, steigt entweder der Anleihenkurs oder die Kompensation f&uuml;r den Inflationseffekt an. Im Falle einer Nicht-Bedienung ist der Anspruch des Investors aber derselbe wie der eines Anlegers in der nominalen Unternehmensanleihe &ndash; man hat einen Anspruch auf den Nennwert. Dieses zus&auml;tzliche Risiko muss auch durch eine zus&auml;tzliche Zinsdifferenz kompensiert werden.<\/p>\n<p>Man kauft also wohl besser keine inflationsgebundenen Papiere, wenn man f&uuml;r deren im Vergleich zu nominalen Anleihen illiquiden Charakter nicht entsch&auml;digt wird. Wenn aber die Zinsdifferenz gegen&uuml;ber nominalen Papieren gr&ouml;&szlig;er ist als 25 Basispunkte (wie etwa bei dem Heathrow-Linker, der im Vergleich zu der nominalen Anleihe mit einer Laufzeit bis 2041 zuletzt einen Zusatz-Spread von 50 Basispunkten aufwies), ist man vermutlich eher bereit, in solche Papiere zu investieren. Aus der obigen Grafik geht aber auch hervor, dass inflationsgebundene Papiere zu Beginn dieses Jahres sogar zu engeren Zinsdifferenzen gehandelt wurden als ihre nominalen Pendants &ndash; falls man der Kurshistorie Glauben schenken darf. In Phasen wie dieser sollte man solche Anleihen dann eher verkaufen. Denn unter dem Strich zahlen die Anleger in solchen F&auml;llen trotz der Illiquidit&auml;t sogar ein Aufgeld!<\/p>\n<p>Allerdings k&ouml;nnen auch sekund&auml;re Faktoren wie etwa die Inflationserwartungen und die entsprechende allgemeine Inflation dieses Aufgeld langfristig nach oben oder nach unten treiben. Dies erkl&auml;rt vielleicht auch, weshalb die Zinsdifferenzen Anfang 2012 relativ eng waren, w&auml;hrend sie Ende 2013 ausgeweitet hatte. In der Tat lag die Inflation der Einzelhandelspreise Anfang 2012 bei etwa 4 Prozent und stieg innerhalb von nur wenigen Monaten sogar auf fast 6 Prozent an. Ende 2013 war die Einzelhandelspreis-Inflation dann aber wieder auf 2,7 Prozent gesunken, und die Anleger machten sich um die Inflationsgefahr entsprechend weniger Sorgen.<\/p>\n<p>In dieser Woche, genauer gesagt am 14. April 2015, hat High Speed Rail Finance (der Betreiber der Hochgeschwindigkeits-Schienentrassen zwischen St Pancras und dem Eurotunnel) eine weitere Tranche seiner inflationsgebundenen Unternehmensanleihen emittiert. Im Februar 2013 hatte dieses Unternehmen seine ersten nominalen und inflationsgebundenen Unternehmensanleihen emittiert. Die 610 Mio. Pfund gro&szlig;e nominale Anleihe wies gegen&uuml;ber Gilts damals eine Zinsdifferenz von 150 Basispunkten auf, w&auml;hrend der Spread der 150 Mio. Pfund schweren inflationsgebundenen Anleihe im Vergleich zu inflationsgebundenen britischen Staatspapieren 175 Basispunkte betrug. Damit bot der Linker nur 25 Basispunkte mehr als sein gr&ouml;&szlig;eres nominales Pendant. Klingelt da etwas? Bei der gestrigen Teilemission wies die inflationsgebundene Anleihe eine Zinsdifferenz von 107 Basispunkten auf. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, entspricht dies ziemlich genau dem Spread des volumenst&auml;rkeren nominalen Papiers. Damit ist das Verh&auml;ltnis von Linker- zu nominalem Spread fast so eng wie noch nie zuvor.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2585\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/04\/Slide21.png\" alt=\"Slide2\" width=\"450\" height=\"338\" \/> <\/p>\n<p>Welche Schl&uuml;sse k&ouml;nnen wir daraus ziehen?<\/p>\n<p>Zun&auml;chst einmal zeigt die Grafik zu den Heathrow-Anleihen, dass die Zinsdifferenzen, von denen man profitieren kann, wenn man nominale Unternehmensanleihen zugunsten inflationsgebundener Papiere ver&auml;u&szlig;ert, seit Anfang 2014 gesunken sind. Und die gestrige Teilemission deutet ebenfalls darauf hin, dass die Anleger bestrebt sind, den Inflationsschutz langfristig zu erh&ouml;hen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte man die Rekordtiefs, auf denen indexgebundene Gilts mit langen Laufzeiten derzeit notieren, als weiteren Beleg f&uuml;r die trotz niedriger Renditen immer noch gro&szlig;e Nachfrage nach Inflationsschutz anf&uuml;hren. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r k&ouml;nnten neben &Auml;ngsten vor einer in Zukunft wieder h&ouml;heren Inflation aber auch Erwartungen darauf sein, dass sich inflationsgebundene Anleihen besser entwickeln werden als nominale Papiere (dass also mit anderen Worten die Breakeven-Inflation in Gro&szlig;britannien momentan zu niedrig ist).<\/p>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus besteht auch die M&ouml;glichkeit, dass sich die Anleger gegen die Unsicherheit um eine zuk&uuml;nftig vielleicht wieder h&ouml;here Inflation absichern m&ouml;chten: Erwirbt man eine 30-j&auml;hrige inflationsgebundene britische Staatsanleihe und h&auml;lt diese bis zu ihrer F&auml;lligkeit, bekommt man eine Rendite in H&ouml;he der Einzelhandelspreis-Inflation &ndash; 1 Prozent (oder in etwa in H&ouml;he der Verbraucherpreis-Inflation). Investiert man hingegen in ein 30-j&auml;hriges Gilt-Papier, sinkt (bzw. steigt) die Rendite, falls die Inflation innerhalb der n&auml;chsten 30 Jahre steigt (bzw. sinkt).<\/p>\n<p>Schlie&szlig;lich k&ouml;nnte es auch sein, dass die Investoren die ausgepr&auml;gten Reflationstendenzen bei der Breakeven-Inflation, die seit Anfang des Jahres 2015 in den USA sowie auch in Europa zu beobachten waren, schlicht zur Kenntnis genommen haben und nun darauf warten, dass britische Linkers ihre unterdurchschnittliche Entwicklung beenden und ebenfalls wieder zulegen. So ist die Breakeven-Inflation 5-j&auml;hriger deutscher Bundesanleihen seit Jahresbeginn um 100 Basispunkte mehr angestiegen als die britischen RPI-Breakevens. Bei den Breakevens 5 -j&auml;hriger TIP-Papiere betrug diese Differenz 60 Basispunkte.<\/p>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2586\" src=\"https:\/\/www.bondvigilantes.com\/content\/uploads\/sites\/3\/2015\/04\/Slide31.png\" alt=\"Slide3\" width=\"450\" height=\"338\" \/> <\/p>\n<p>Man sollte ferner nicht au&szlig;er Acht lassen, dass die St&auml;rke des Marktes f&uuml;r inflationsgebundene Staats- und Unternehmensanleihen auch durch Liability Driven-Anlagestrategien bestimmt wird, die keine hohe Preissensitivit&auml;t aufweisen, denn Liability Driven-Investments spielen f&uuml;r die Tendenz des britischen Marktes f&uuml;r inflationsgebundene Papiere zweifellos eine Rolle. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um einen technisch bedingten &bdquo;Schub&ldquo; f&uuml;r jene positiven Argumente, die ich bereits oben ausgef&uuml;hrt habe. Meiner Meinung nach ist die Breakeven-Inflation in Gro&szlig;britannien relativ g&uuml;nstig bewertet und spiegelt damit erste Anzeichen f&uuml;r eine anziehende Nachfrage nach Inflationsschutz wider.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\"><\/span>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn mir in den letzten Jahren Banker wie Chad &bdquo;Ace&ldquo; Jefferson III (&bdquo;Sch&ouml;ne neue Welt: Nullrenditen bei Unternehmensanleihen&ldquo;) einen Besuch abgestattet und mich gefragt haben, ob irgendein Interesse an neu emittierten inflationsgebundenen Unternehmensanleihen besteht, habe ich mich bei meiner Antwort oftmals auf einen guten alten Leitsatz bezogen. 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