{"id":16043,"date":"2023-08-25T17:08:03","date_gmt":"2023-08-25T15:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16043"},"modified":"2023-08-28T12:12:05","modified_gmt":"2023-08-28T10:12:05","slug":"allianz-gi-dabei-sein-ist-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-dabei-sein-ist-alles\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Dabei sein ist alles!"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Turbulenzen bestimmen die Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte im Sommerloch. Die Investoren sind weiter zwischen Angst und neuer Zuversicht hin und hergerissen.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Thomas Tilse\u00a0 Director, Head of Portfolio Strategy Private Clients Allianz GI<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcr die USA mehren sich die Anzeichen, dass die bef\u00fcrchtete Rezession bis auf weiteres ausf\u00e4llt.<\/strong> Die restriktive Geldpolitik der Fed zeigt noch nicht die erwarteten Bremsspuren. Die Rezessionswahrscheinlichkeit verschiebt sich in das kommende Jahr. In Deutschland und in Europa wird die Entwicklung durch die Diskussion um die Energiekosten und die schwache Entwicklung der Industrie bestimmt. China kommt trotz verschiedener Ma\u00dfnahmen nicht richtig auf die Beine, es fehlt eine glaubhafte Initiative der chinesischen F\u00fchrung zur St\u00e4rkung der Wirtschaft. Die vor der Sommerpause als wichtigste Bestimmungsgr\u00f6\u00dfe gehandelte Inflationsrate ger\u00e4t mehr und mehr aus dem Fokus, weil globale Entspannungstendenzen vorerst best\u00e4tigt wurden. Trotz j\u00fcngst leichter Anstiege fallen die Vorjahresvergleiche der Energiekomponenten in der Inflationsberechnung immer noch niedrig aus. Deshalb hatten auch die letzten Pressekonferenzen der Zentralbanken viel Aufmerksamkeit aber weniger Wirkung, da die Geldpolitik fast langweilig mit immer wieder \u00e4hnlichen Argumenten best\u00e4tigt wurde. Doch mit welcher Strategie sollte man sich nun bis Jahresende positionieren?<\/p>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hier hilft ein Blick auf die mittelfristigen Stimmungsindikatoren.<\/strong> Institutionelle Investoren haben nach der Umfrage der Bank of America gerade erst begonnen mehr Zuversicht zu sch\u00f6pfen. Volkswirte in den USA sind von der positiveren Entwicklung aktuell \u00fcberrascht. In Europa bleiben Fr\u00fchindikatoren wie der Ifo Index unter Druck. Daher besteht die M\u00f6glichkeit, dass von den USA ausgehend, eine gewisse Stabilisierung erkennbar wird und vor allem in Deutschland die anhaltende Wirtschaftsschw\u00e4che mit nunmehr drei leicht negativen Quartalen mit Blick auf Jahresbeginn 2024 \u00fcberwunden werden kann. Die ersten Spr\u00f6sslinge besserer Stimmung k\u00f6nnen daher noch weiterwachsen und haben deutlich Raum nach oben, obwohl uns Rezessionsdiskussionen auch im kommenden Jahr st\u00e4ndig begleiten werden (vgl. Chart). Unterst\u00fctzt wird diese Tendenz vom Unternehmenssektor. Die Berichterstattung \u00fcber das zweite Quartal und die gelieferten Ausblicke f\u00fcr den Rest des Jahres sind per Saldo durchaus positiv, wobei durch die schw\u00e4chere gesamtwirtschaftliche Entwicklung mehr Stress zu verzeichnen ist. Vor allem\u00a0Unternehmen mit Managementproblemen, schwierigem Produktzyklus oder hoher Energieabh\u00e4ngigkeit tun sich schwer. Steigende Preise dr\u00fccken auf die Margen. Daher ist die Differenzierung weiter wichtig. Wir haben gelernt, dass viele Unternehmen die Krise meistern oder sogar von ihr profitieren. Dies geschieht \u00fcber viele Sektoren hinweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Starke Unternehmen nutzen die Situation aus und lancieren weiter Produkte und erschlie\u00dfen neue M\u00e4rkte.<\/strong> Dabei verschieben sich nicht nur durch hohe Energiepreise, sondern auch durch Technologie und Innovation die globalen Wettbewerbsbedingungen. Hier spielen zunehmend auch hohe staatliche Subventionen eine Rolle. Auch die h\u00f6heren Zinsen bestimmen in mehrfacher Hinsicht das Geschehen. Unternehmen managen gegen hohe Kapitalkosten an. Dies erh\u00f6ht den Druck zu mehr Effizienz und h\u00f6heren Renditen auf das eingesetzte Kapital. Die Bewertung von Unternehmen leidet unter hohen Diskontierungsfaktoren. Wer nicht dauerhaft und nachhaltig hohe Wachstumsraten liefern kann, wird durch niedrigere Kurse bestraft. Dies wiederum ist der Grund, warum Unternehmen, die mit hohem Wachstum \u00fcberzeugen k\u00f6nnen und gleichzeitig eine langfristige Vision liefern k\u00f6nnen, pl\u00f6tzlich \u00fcberdurchschnittlich gehypt werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Die Woche voraus<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis erst im Oktober wieder mehr Unternehmensberichte vorliegen richtet sich der Blick kurzfristig auf Fr\u00fchindikatoren zur Wirtschaft. Die kommende Woche wird wieder durch Ver\u00f6ffentlichungen zur Inflation in den Industriel\u00e4ndern gepr\u00e4gt sein. Die Kernl\u00e4nder der Eurozone und die Eurozone insgesamt berichten am Mittwoch und Donnerstag \u00fcber die Entwicklung der Inflationsraten. Dabei wird entscheidend sein, ob die Ver\u00e4nderungsraten trotz auslaufender Basiseffekte relativ stabil bleiben. Denn nur bei weiter stabiler Entwicklung kann das Szenario einer Pause im Zinserh\u00f6hungszyklus aufrecht erhalten werden. Diese m\u00f6gliche Pause mit einer Plateaubildung der kurzen Zinsen bis Jahresbeginn 2024 ist f\u00fcr die Psychologie der M\u00e4rkte extrem wichtig. Daneben richtet sich der Fokus auf die Konsumentenstimmung in Deutschland am Montag und der Eurozone am Dienstag sowie die Konsumausgaben in den USA am Freitag. Dabei entscheidend ob der Deflator der Konsumausgaben (PCE) in den USA nicht st\u00e4rker als die erwarteten +3,3% steigt, da die amerikanische Zentralbank dieses Ma\u00df als einen der Schl\u00fcsselindikatoren betrachtet. Denn auch f\u00fcr die USA gilt, dass die Finanzm\u00e4rkte zunehmend optimistische Erwartungen f\u00fcr die Leitzinsen in 2024 eingearbeitet haben und nicht nur eine Plateaubildung, sondern auch einen R\u00fcckgang im kommenden Jahr erwarten. Die M\u00e4rkte haben ein \u201esoft landing\u201c eingepreist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Folge einer Kette schlechterer Wirtschaftszahlen aus China in den vergangenen Wochen wird sich die Aufmerksamkeit am Donnerstag und Freitag auch auf die beiden Konzepte von Einkaufsmanagerindizes in China (NBS und Caixin) richten. Zuletzt waren die Umfragen zum verarbeitenden Sektor unter die kritische Marke von 50 gefallen. Eine weitere Stimmungseintr\u00fcbung w\u00fcrde die Skepsis \u00fcber die Dynamik der globalen Wirtschaft\u00a0erh\u00f6hen. Deshalb lohnt sich zur Abrundung auch ein Blick auf den verarbeitenden Sektor in den USA (Chicago PMI) und die Industrieproduktion in Japan am Donnerstag, ob hier ein Gegengewicht gebildet werden kann. Japan r\u00fcckt zunehmend wieder in den Fokus der Anleger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unabh\u00e4ngig davon, wie Experten sich um die Interpretation der kurzfristigen Zahlenwelt streiten, und welche Volatilit\u00e4t an den M\u00e4rkten entsteht, gilt weiterhin das Motto wie im Sport: <strong>dabei sein ist alles!<\/strong> Investiert blieben, kurzfristige Schwankungen aushalten und global nach neuen M\u00f6glichkeiten suchen hat sich die letzten Jahre bew\u00e4hrt. Dies gilt auch zunehmend f\u00fcr die festverzinslichen M\u00e4rkte, die wieder solide Zinsen bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Turbulenzen bestimmen die Entwicklung der Finanzm\u00e4rkte im Sommerloch. 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