{"id":1614,"date":"2015-04-29T05:00:00","date_gmt":"2015-04-29T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/04\/29\/die-schweiz-in-die-eu\/"},"modified":"2015-04-29T05:00:00","modified_gmt":"2015-04-29T05:00:00","slug":"die-schweiz-in-die-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/die-schweiz-in-die-eu\/","title":{"rendered":"Die Schweiz in die EU?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Hoffentlich haben Politbeobach-ter nicht Recht, wenn sie davon ausgehen, dass Br&uuml;ssel mit der Schweiz &uuml;ber eine potenzielle Beschr&auml;nkung der Personenfrei-z&uuml;gigkeit gar nicht ernsthaft verhandeln will. Schliesslich haben verschiedene Mitglieder unserer Landesregierung ihre Reiseaktivit&auml;ten kr&auml;ftig hochge-schraubt, um bei jeder sich bie-tenden Gelegenheit um Verst&auml;ndnis f&uuml;r die seit der An-nahme der Masseneinwanderungsinitiative h&ouml;chst ver-trackte Schweizer Position zu werben&#8230;..<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Leider mit der &Uuml;berzeugung, dass die EU die bilateralen Vertr&auml;ge als sakrosankt betrachtet und die Personenfreiz&uuml;gigkeit als heilige Kuh. Sie d&uuml;rfte daher kaum zu Zugest&auml;ndnissen bereit sein, denken wir hierzulande. Mehr als ein h&ouml;fli-ches Verst&auml;ndnis f&uuml;r die eidgen&ouml;ssische Position konnte der Bundesrat der EU bisher nicht abgewinnen. Da n&uuml;t-zen auch sogenannte Konsultationsgespr&auml;che mit Herrn Juncker nichts, der in Br&uuml;ssel ohnehin weniger zu sagen hat, als viele denken. Weder Kontingente noch der Inl&auml;n-dervorrang sind f&uuml;r die EU ein Thema. Unsere Regierung wird sich daher nicht mehr weiter darum dr&uuml;cken k&ouml;n-nen, der Bev&ouml;lkerung reinen Wein einzuschenken und zu konkretisieren, wie sie die vom Volk gut geheissene Mas-seneinwanderungsinitiative umzusetzen gedenkt. Und ob &uuml;berhaupt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Attraktivit&auml;t der Schweiz hat nicht unter dem Volks-entscheid vom 8. Februar 2014 gelitten, das steht allen Unkenrufen zum Trotz schon einmal fest. Netto haben im Jahr 2014 78&lsquo;902 Personen ihren Wohnsitz in die Schweiz verlegt. Das sind nur geringf&uuml;gig weniger als 2013 (-2.7%) und immer noch sehr viel mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Allein plus 11&#8217;200 Personen betrug der Saldo der Zuwanderung aus den EU- 8 Staaten. Die vor gut einem Jahr am 1. Mai 2014 aus-laufende Ventilklausel hatte offensichtlich einen ziemli-chen Druck erzeugt, der sich 2014 nun entlud. Zwar sind die Ansiedlungszahlen neuer Unternehmen aktuell r&uuml;ck-l&auml;ufig, aber immer noch beachtlich. Das ist ein deutliches Indiz daf&uuml;r, dass der Zustrom ausl&auml;ndischer Arbeitskr&auml;fte selbst bei grosser Unsicherheit anh&auml;lt und ein Zeugnis erster G&uuml;te f&uuml;r unser Land. Die Schweiz, die sich oft selbst schlecht redet, ist f&uuml;r viele Menschen &ndash; nicht nur f&uuml;r solche im erwerbsf&auml;higen Alter &ndash; die erste Adresse in Europa, mit Luxemburg allenfalls, aber weit vor Schwe-den, England oder Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Totgesagte leben l&auml;nger. <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denken wir an den 6. Dezember 1992 zur&uuml;ck, der stark an das erinnert, was aktuell passiert und landauf landab wieder so intensiv diskutiert wird. Das EWR-Nein schien das Schicksal der Schweiz endg&uuml;ltig besiegelt zu haben, glaubte man der damaligen Schwarzmalerei in den Me-dien und breiten &Ouml;ffentlichkeit. Wir wissen, dass es an-ders kam und nicht ann&auml;hernd wie bef&uuml;rchtet. Nach dem kollektiven Katzenjammer im Nachgang der Abstimmung und einer vor&uuml;bergehenden Paralyse stemmte sich die Schweiz gegen den Wind. Sie revitalisierte die Wirtschaft, zerschlug das Baukartell, schaffte die Grundlagen f&uuml;r Direktzahlungen in der Landwirtschaft, bereinigte die Altlasten aus Immobilien- und Kreditkrise und ersetzte die veraltete Warenumsatzsteuer durch eine wettbe-werbsfreundlichere Mehrwertsteuer. In der zweiten H&auml;lf-te der 90er Jahre schliesslich begann die Wirtschaft wie-der Tritt zu fassen und erntete zunehmend die Fr&uuml;chte der vorausgegangenen &bdquo;Rosskur&ldquo;. In der zur&uuml;ckliegenden Dekade war die Schweiz sogar ein Wachstumsoutper-former in Europa, trotz weitverbreiteter Bedenken, der Schweiz drohten bald japanische Verh&auml;ltnisse. Aber Tot-gesagte leb(t)en eben doch l&auml;nger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ab ins Mittelmass <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem 8. Februar 2014 schafft sich die Schweiz f&ouml;rm-lich wieder selber ab &ndash; zumindest partiell. Alles wird pl&ouml;tzlich in Frage gestellt, aber doch wird nichts richtig hinterfragt, exakt wie Ende 1992. Ich weiss nat&uuml;rlich genauso wenig, wie wir das Dilemma, das wir uns da eingebrockt haben, l&ouml;sen k&ouml;nnen. Aber die spontane, pauschale Abfuhr aus Br&uuml;ssel als der Weisheit letzter Schluss hinzunehmen, ist nicht der richtige Weg. Schliess-lich hat sich die Schweiz auch vom seinerzeitigen EWR-Nein &bdquo;erholt&ldquo; und einen Weg gefunden, der f&uuml;r alle Par-teien gangbar war, auch dank hervorragender Diploma-tie. Wer behauptet, das gehe heute nicht mehr, der wagt zu wenig oder m&ouml;chte sich nicht aus der Komfortzone rausbewegen. Das liegt zu einem guten Teil daran, dass wir hierzulande ein unglaublich hohes Wohlstandsniveau erreicht haben und nun darum f&uuml;rchten, Abstriche ma-chen zu m&uuml;ssen. Verlust&auml;ngste wiegen heute schwerer als Hoffnungen, die sich aus ver&auml;ndernden Rahmenbe-dingungen ebenso ergeben k&ouml;nnen. Das ist prek&auml;r, denn wenn die Skepsis &uuml;berwiegt, kommt nur wenig ins Rollen &ndash; leider. Oder man streicht gleich die Segel und propa-giert die Flucht nach vorn &ndash; sprich den Beitritt zur EU, wie dies etwa der Club Helvetique zur Diskussion stellt. Mit allerdings sehr fl&uuml;gellahmen Argumenten. So schlecht stehe es um Europa gar nicht, durfte ich letzte Woche auf einem Podium von einem anderen Podiumsteilneh-mer h&ouml;ren. Amerika sei ja noch viel schlechter dran, wenn man die Staatsschulden am BIP betrachte. Und in der Eurozone habe es durchaus Platz f&uuml;r prosperierende Wirtschaftsr&auml;ume mit hoher Standortqualit&auml;t wie Baden W&uuml;rttemberg, Bayern, Vorarlberg, die Lombardei oder das Veneto bzw. Elsass-Lothringen zeigten. Die Schwei-zer &Auml;ngste vor der Eurozone seien folglich &uuml;bertrieben, die Eurozone sei also besser als ihr Ruf. Da klingt sogar mit, dass ein Beitritt zur Eurozone f&uuml;r die Schweiz unterm Strich positiv sei. Das fehlt mir nun wirklich schwer zu glauben und das sagte ich auch. Kann ein Weltmeister &ndash; und die Schweiz ist Weltmeister in Bezug auf die Standortqualit&auml;t &ndash; in Form bleiben, wenn er sich am Mittelmass orientiert und damit tr&ouml;stet, besser zu sein? Wohl kaum. Anstatt sich Richtung Durchschnitt zu be-wegen, sollte die Schweiz lieber ihren Vorsprung behal-ten und ihr Heil in der N&auml;he suchen. Und zwar in der N&auml;he der Grenze und nicht in Br&uuml;ssel. Denn in Konstanz, Colmar oder Mailand kennt man die Schweiz wenigstens, und versteht sie auch, da man mit ihr mehr gemeinsam hat, als mit dem Moloch EU. Statt politischer Repr&auml;sen-tanz in Br&uuml;ssel w&auml;re diplomatische &Uuml;berzeugungsarbeit entlang der Grenze gefragt. Dort wird die EU schliesslich auch heute noch nicht als alternativlos betrachtet. Und wie ich aus eigener Erfahrung weiss, bewundern viele in S&uuml;ddeutschland die Schweiz &ndash; fast mehr als die EU.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoffentlich haben Politbeobach-ter nicht Recht, wenn sie davon ausgehen, dass Br&uuml;ssel mit der Schweiz &uuml;ber eine potenzielle Beschr&auml;nkung der Personenfrei-z&uuml;gigkeit gar nicht ernsthaft verhandeln will. 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