{"id":16202,"date":"2023-09-12T09:47:32","date_gmt":"2023-09-12T07:47:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16202"},"modified":"2023-09-12T09:53:44","modified_gmt":"2023-09-12T07:53:44","slug":"allianz-gi-keine-pause-fuer-die-ezb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-keine-pause-fuer-die-ezb\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Keine Pause f\u00fcr die EZB"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : EZB-Sitzung am 14. September. Nachdem die Europ\u00e4ische Zentralbank die Zinss\u00e4tze seit Juli 2022 um insgesamt 425 Basispunkte erh\u00f6ht hat, l\u00e4uft sie nicht mehr auf Autopilot.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Franck Dixmier, Global CIO Fixed Income\u00a0 Allianz GI<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hat nun zwei M\u00f6glichkeiten: eine Zinspause einzulegen oder die monet\u00e4ren Bedingungen weiter zu straffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Vergangenheit konnten die Anleger durch die Analyse der sogenannten Forward Guidance der Bank Einblicke in die k\u00fcnftige Geldpolitik gewinnen. Die unsicherer gewordenen Aussichten haben die EZB jedoch mittlerweile veranlasst, auf Sicht zu fahren und von Sitzung zu Sitzung vorzugehen. <strong>Daher m\u00fcssen wir uns die drei wichtigsten Parameter der Reaktionsfunktion der EZB ansehen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Die zugrundeliegende Inflation:<\/strong> Die Teuerungsrate ist mit zuletzt 5,3 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr (August) immer noch zu hoch. Dieses Niveau ist umso besorgniserregender, als in der Eurozone eine Preis-Lohn-Schleife in Gang gesetzt wurde, w\u00e4hrend die Produktivit\u00e4tszuw\u00e4chse gleich null oder negativ sind. Jeder Anstieg der L\u00f6hne schl\u00e4gt sich in den Lohnst\u00fcckkosten nieder und wird von den Unternehmen \u00fcberw\u00e4lzt. Ausserdem wird sich der Aufw\u00e4rtstrend bei den L\u00f6hnen &#8211; die Arbeitskosten stiegen im ersten Quartal um rund 5 % gegen\u00fcber dem Vorjahr &#8211; 2024 fortsetzen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Mittelfristige Inflationserwartungen:<\/strong> Auf der September-Sitzung werden neue Wachstums- und Inflationsprognosen bekanntgegeben. Es ist jedoch eine Aufw\u00e4rtskorrektur der Inflationsprognose zu erwarten, die den j\u00fcngsten Anstieg der \u00d6lpreise ber\u00fccksichtigt.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Funktionieren des monet\u00e4ren Transmissionsmechanismus:<\/strong> Die Geldpolitik funktioniert, die in diesem Sommer ver\u00f6ffentlichten Konjunkturdaten best\u00e4tigen die Verlangsamung der Wirtschaft in der Eurozone: Sowohl der Einkaufsmanagerindex f\u00fcr den Dienstleistungssektor als auch der f\u00fcr die Industrie lag im August unter dem Schwellenwert von 50, was auf eine schrumpfende Wirtschaftsaktivit\u00e4t hindeutet. Zudem hat sich die Kreditvergabe abgeschw\u00e4cht, sowohl bei den privaten Haushalten (im Juli von zuvor 1,7 auf 1,3 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr) als auch bei den Unternehmen (von 3 auf 2,2 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verlangsamung des Wachstums in der Eurozone sollte f\u00fcr die EZB jedoch noch nicht besorgniserregend genug sein, um eine Zinspause zu rechtfertigen, zumal die Inflation noch weit \u00fcber dem Zielwert der EZB liegt. Ein weiterer beunruhigender Faktor f\u00fcr die Zentralbank ist ein allm\u00e4hlich schwindendes Marktvertrauen in die F\u00e4higkeit der EZB, ihre Ziele zu erreichen: Die Inflationserwartungen liegen auf etwas erh\u00f6hten Niveaus (5-Jahres-Inflationsswap auf Sicht von f\u00fcnf Jahren derzeit bei 2,60 Prozent).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unseres Erachtens m\u00fcssten die monet\u00e4ren Bedingungen daher weiter gestrafft werden. Wir erwarten, dass EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde auf der September-Sitzung eine Zinserh\u00f6hung um weitere 25 Basispunkte ank\u00fcndigen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00e4rkte haben eindeutig verstanden, dass die Leitzinsen st\u00e4rker angehoben und l\u00e4nger auf hohen Niveaus bleiben d\u00fcrften als urspr\u00fcnglich erwartet. Gleichwohl untersch\u00e4tzen sie unseres Erachtens das Potenzial f\u00fcr k\u00fcnftige weitere Straffungsma\u00dfnahmen: Derzeit gehen die M\u00e4rkte zu 65 Prozent davon aus, dass es nur eine weitere Zinsanhebung um 25 Basispunkte in diesem Jahr geben wird. Daher scheinen nicht alle Investoren vorbereitet zu sein und weitere Zinserh\u00f6hungen k\u00f6nnte den im Sommer beobachteten Renditeanstieg noch verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : EZB-Sitzung am 14. September. 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