{"id":1622,"date":"2015-05-05T05:00:00","date_gmt":"2015-05-05T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/05\/05\/vontobel-zwischen-inflation-und-deflation-moegliche-konsequenzen-fuer-anleger\/"},"modified":"2015-05-05T05:00:00","modified_gmt":"2015-05-05T05:00:00","slug":"vontobel-zwischen-inflation-und-deflation-moegliche-konsequenzen-fuer-anleger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/vontobel-zwischen-inflation-und-deflation-moegliche-konsequenzen-fuer-anleger\/","title":{"rendered":"Vontobel : Zwischen Inflation und Deflation: m\u00f6gliche Konsequenzen f\u00fcr Anleger"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Monetarismus, eine der einflussreichsten Wirtschaftstheorien des 20. Jahrhunderts, beruht auf der Annahme, dass Inflation durch eine aufgebl&auml;hte Geldmenge verursacht wird&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Christophe Bernard Chefstratege Vontobel<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings scheint die Geschichte diese These des amerikanischen Wirtschaftsprofessors Milton Friedman zu widerlegen: Die enorme Liquidit&auml;tsschwemme der grossen Notenbanken &ndash; eine Situation, die dem von Friedman verwendeten Bild von aus einem Helikopter abgeworfenem Geld &auml;hnelt &ndash; hat bislang keine erkennbare Wirkung auf das Preisniveau. In einem Umfeld, in dem die Renditen von Staatsanleihen scheinbar unaufhaltsam nach unten tendieren, werden alternative Anlagen unseres Erachtens immer attraktiver. <\/p>\n<p> Inflation ist laut dem Nobelpreistr&auml;ger Friedman &laquo;immer und &uuml;berall ein monet&auml;res Ph&auml;nomen in dem Sinne, dass sie nur dadurch ausgel&ouml;st werden kann, dass die Geldmenge schneller als die reale Wirtschaftsleistung zunimmt&raquo; (&laquo;Gegenrevolution der Geldtheorie&raquo;, 1970). Gem&auml;ss dieser These w&auml;re, angesichts der beispiellosen Liquidit&auml;tsspritzen der wichtigsten Notenbanken in den vergangenen Jahren, ein Inflationsschub zu erwarten. Dennoch h&auml;lt der Trend zu immer niedrigeren Preisen in den entwickelten Volkswirtschaften an, und Inflationsdruck ist nirgendwo sp&uuml;rbar. Bemerkenswerte Ausnahmen in dieser Hinsicht sind einzig Luxusimmobilien, kostbare Weine und Kunst. Gleichzeitig treiben die aussergew&ouml;hnlichen Massnahmen der Zentralbanken die Kurse von Aktien und Anleihen in H&ouml;hen, die die Aussichten auf zuk&uuml;nftige Renditen schm&auml;lern. Die Beziehung zwischen Inflation, Geldmenge und Wirtschaftsleistung wurde in den fr&uuml;hen 1980er Jahren unwiderruflich aufgel&ouml;st, nur rund zehn Jahre nachdem Friedman seine Geldtheorie ver&ouml;ffentlicht hatte. Wir wollen an dieser Stelle die Gr&uuml;nde f&uuml;r den langfristigen Trend zu niedrigeren Preisen oder sinkender Inflation (Disinflation) analysieren: <\/p>\n<p> 1. Die Globalisierung, das heisst, der steigende Anteil der Weltexporte ausgedr&uuml;ckt in Prozent des globalen Bruttoinlandprodukts (BIP), hat massgeblich dazu beigetragen (siehe Grafik 1). Der Untergang des Kommunismus in den fr&uuml;hen 1990er Jahren und der Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 stellten entscheidende Meilensteine dar. <\/p>\n<p> 2. Der schwindende Einfluss der Gewerkschaften und das Ende von automatisch an die Inflation angepassten Lohnerh&ouml;hungen spielen ebenfalls eine Rolle. <\/p>\n<p> 3. Technologische Innovation, im Besonderen das Internet, hat die Arbeitsproduktivit&auml;t erh&ouml;ht und die globale Preistransparenz gef&ouml;rdert. <\/p>\n<p> 4. Nach einer Phase, in der Rohstoffe knapp waren und deren Preise stiegen, konnte das Rohstoffangebot deutlich ausgeweitet werden. Dies liess die meisten Rohstoffnotierungen in den vergangenen Jahren deutlich fallen. <\/p>\n<p> 5. Allgemein wirkt der Druck, die extrem hohe Verschuldung nach der grossen Finanzkrise abzubauen, von Natur aus disinflation&auml;r. <\/p>\n<p> <strong>Inflation am unteren Wendepunkt<\/strong> <br \/> Obwohl wir denken, dass die disinflation&auml;ren Kr&auml;fte auf lange Sicht weiter Bestand haben, wirken einige der oben genannten Faktoren vor&uuml;bergehend weniger disinflation&auml;r. Es sind dies namentlich die Globalisierung und Produktivit&auml;t (beide stagnieren), ebenso die Rohstoffpreise (am Tiefpunkt angekommen). Infolgedessen hat die Inflation h&ouml;chstwahrscheinlich die zyklische Talsohle erreicht. Da zudem die Deflation in der wirtschaftspolitischen Diskussion weit st&auml;rker Anlass zur Besorgnis gab als die Inflation, werden die Notenbanken alles Notwendige unternehmen, um die Preise anzuheben. <\/p>\n<p> <strong>Grafik 1: Zunehmender Welthandel vermindert globale Inflation<\/strong> <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/1692f5ec-263d-4a86-bbda-9e7ddcd584ed\/chart1-marktkommentar-2015-05.gif\" alt=\"\" \/> <br \/> Quelle: Thomson Reuters Datastream, Vontobel Asset Management <\/p>\n<p> <strong>Schweizer und deutsche Anleihen in den meisten Szenarien zu teuer<\/strong> <br \/> Wir wollen nicht das Ende der langj&auml;hrigen Hausse f&uuml;r erstklassige langfristige Staatsanleihen ausrufen. Diese wurde durch die sinkende Inflation, die unabl&auml;ssige Suche nach Sicherheit und die Liquidit&auml;tsschwemme der Notenbanken ausgel&ouml;st. Allerdings stellen wir fest, dass die Schweizer oder deutschen Staatsanleihen (in der Finanzsprache &laquo;Eidgenossen&raquo; beziehungsweise &laquo;Bunds&raquo; genannt) unserer Meinung nach derzeit kein angemessenes Risiko-Ertrags-Verh&auml;ltnis mehr aufweisen (siehe Grafik 2), es sei denn, die &laquo;Bund&raquo;-Anleger erwarten die Tilgung in (neuen) deutschen Mark nach einem m&ouml;glichen Zusammenbruch der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion &ndash; ein in unseren Augen &auml;usserst unwahrscheinliches Szenario. Wir haben deshalb unser Engagement in Schweizer und deutschen Staatsanleihen auf null reduziert und empfehlen unter den erstklassigen Zinspapieren einzig eine Allokation in US-Staatsanleihen. Dagegen haben wir unsere Positionen in liquiden alternativen Strategien weiter ausgebaut. Ziel ist dabei, &laquo;Absolute Return&raquo;-Ertr&auml;ge zu erzielen, die nicht mit jenen von Aktien und Anleihen korrelieren. Angesichts des nach wie vor g&uuml;nstigen globalen Umfelds halten wir an einer angemessenen Allokation in Aktien und Anleihen mit Risikoaufschlag fest. Wir weisen indes darauf hin, dass die Risikopr&auml;mien in diesen Marktsegmenten wegen der hyperaktiven Notenbanken sinken. Die Suche nach alternativen Anlagen muss daher weitergehen. <\/p>\n<p> <strong>Grafik 2: Renditen nur bei lang laufenden Staatsanleihen knapp positiv<\/strong> <\/p>\n<p> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vontobel.com\/CH\/MediaLibrary\/079d9cc6-8ca4-4792-8758-66299f8a608a\/chart2-marktkommentar-2015-05.gif\" alt=\"\" \/> <br \/> Quelle: Bloomberg, Vontobel Asset Management<\/p>\n<p>Quelle: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monetarismus, eine der einflussreichsten Wirtschaftstheorien des 20. Jahrhunderts, beruht auf der Annahme, dass Inflation durch eine aufgebl&auml;hte Geldmenge verursacht wird&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-1622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-marktanalyse"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1622\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}