{"id":1624,"date":"2015-05-07T05:00:00","date_gmt":"2015-05-07T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/05\/07\/verdaechtige-ruhe\/"},"modified":"2015-05-07T05:00:00","modified_gmt":"2015-05-07T05:00:00","slug":"verdaechtige-ruhe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/verdaechtige-ruhe\/","title":{"rendered":"Verd\u00e4chtige Ruhe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Nachdem die Nationalbank Mitte Januar den Wechselkurs wieder frei gegeben hatte, sack-te die Stimmung in der Schweiz rapide ab. Schon tags darauf meldeten Konjunkturforscher, dass der Schweiz 2015 eine Rezession bevorst&uuml;nde&#8230;&#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und die Verunsicherung war riesig. Als sich dann der Franken im Februar wieder etwas abschw&auml;ch-te und zeitweise &uuml;ber 1.08 Franken zum Euro notierte, herrschte eisernes, fast schon verd&auml;chtiges Schweigen. Es war wenig davon die Rede, dass es doch nicht so schlimm kommen w&uuml;rde, als zun&auml;chst bef&uuml;rchtet. Dabei w&auml;re das konsequent gewesen, denn die Konstellation war bereits wieder anders. Als sich dann aber der Wechselkurs wieder Richtung 1.05 und darunter bewegte, legten etliche Konjunkturskeptiker nochmals nach. Im Sommerhalbjahr werde die Schweiz eine technische Re-zession durchlaufen und das Jahreswachstum 2015 nur ganz knapp positiv ausfallen. Das klingt nach einer schar-fen und genauen Prognose, doch die hat so viele Frage-zeichen, dass es schon etwas an Fahrl&auml;ssigkeit grenzt, gerade das schlimmste aller Szenarien auszupacken &ndash; Rezession. Das Wort schafft Verunsicherung. Sein vor-sichtiger Gebrauch ist daher Gebot, vor allem in Zeiten erh&ouml;hter Unsicherheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Volkswirtschaftslehre ist bekanntlich keine exakte Wissenschaft. Vieles h&auml;ngt vom Standpunkt des Betrach-ters ab und je nachdem k&ouml;nnen Volkswirte bei der Er&ouml;rterung eines wirtschaftlichen Ph&auml;nomens zu v&ouml;llig anderslautenden Schl&uuml;ssen gelangen. Noch sehr viel unge-nauer ist das Prognosegesch&auml;ft. Auch da kommt es stets auf die Annahmen an. Und trotzdem suggerieren wir Konjunkturforscher mit unseren akribisch berechneten Daten eine Genauigkeit auf der Nachkommastelle, der wir eigentlich nur selten gerecht werden k&ouml;nnen. Warum wir das tun? Ganz einfach, die Welt lechzt f&ouml;rmlich danach, gerade in Zeiten wie diesen. Wir befriedigen folg-lich eine offensichtlich grosse Nachfrage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Boom im Prognosegesch&auml;ft <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten drei Monaten hat diese Nachfrage deutlich angezogen, gerade in der Schweiz, wo nach dem Wech-selkursschock eine weit verbreitete Ratlosigkeit herrscht. Kein Anlass verstreicht, an dem ich nicht auf unseren Wechselkurs angesprochen werde. Es ist stets ein Jahres-endwert oder eine Jahresprognose gefragt und vor allem die Richtung der kommenden Monate. Kostet der Euro dann weniger als einen Franken oder sogar wieder eins zwanzig oder mehr? Gibt es jetzt eine Rezession? Zur Rezession w&auml;re zun&auml;chst zu bemerken, dass die in der &Ouml;konomie schon (technisch) vorliegt, wenn die Wirt-schaft zwei aufeinander folgende Quartale schrumpft. Ein zweimaliger R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung um jeweils 0.1% gegen&uuml;ber dem Vorquartal w&auml;re folglich schon eine Rezession. Ich &uuml;berlasse es dem Leser, ob er diesen R&uuml;ckgang letztendlich in seiner Haushaltskasse sp&uuml;ren wird oder nicht. Aber als pers&ouml;nliche Rezession wird ein solch schwaches Minus kaum empfunden. Dennoch herrscht im Land das beklemmende Gef&uuml;hl, dass uns eine schwere Rezession droht. Auch wegen des schwerelosen Umgangs mit dem Begriff.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zwei von drei <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat&uuml;rlich wird der Wechselkurs den entscheidenden Einfluss auf die Konjunkturentwicklung der kommenden Monate haben, aber der ist gleichzeitig auch die gr&ouml;sste Unbekannte. Kurz- bis mittelfristige Wechselkursprogno-sen waren und sind eher Wetten als verl&auml;ssliche Barome-ter. H&ouml;chstens langfristig lassen sich einigermassen ver-tretbare, modelbasierte Prognosen erstellen. Wer also von Rezession spricht, wettet implizit darauf, dass der Franken sich kaum wieder abschw&auml;cht und so dem Ex-port arg zusetzt. Es kann aber durchaus anders kommen. Die auf den ersten Blick erstaunliche Erholung der Ak-tiennotierungen in der Schweiz nach dem Taucher im Januar ist das exakte Gegenteil der Rezessionswette. Die Quartalsergebnisse der Unternehmungen konnten zwar nicht rundum &uuml;berzeugen, fielen insgesamt aber besser aus als zun&auml;chst bef&uuml;rchtet. Nat&uuml;rlich braucht es Zeit, bis sich die neue Wechselkurskonstellation &uuml;ber die ver-schiedenen Kan&auml;le bis in den letzten Winkel unserer Wirtschaft durchgefressen hat, aber die B&ouml;rse verspr&uuml;ht deutlich mehr Zuversicht als die Konjunkturauguren. Das hat einen einfachen Grund, den sie setzt auf drei Pferde: Wechselkurs, Konjunkturprogramm und Europa. Und da die B&ouml;rsianer sehr genau wissen, dass der Wechselkurs das unzuverl&auml;ssigste Ross im Stall ist, setzen sie mehr darauf, dass der niedrige &Ouml;lpreis und die tiefe Teuerung die Konjunktur hierzulande st&uuml;tzen und dass Europa aus dem Konjunkturtal herausfindet. Dass der Euro gegen-&uuml;ber dem Dollar wieder zugelegt hat, ist nicht nur ein Resultat der z&ouml;gerlichen Geldpolitik in den USA, sondern auch Ausdruck eines schmaler gewordenen Konjunktur-gef&auml;lles zwischen Amerika und Europa. Von drei ermun-ternden Konjunkturst&uuml;tzen ist eine derzeit inaktiv. Zwei von drei ist nicht wenig, sondern weit mehr als die H&auml;lf-te. Und so steht es derzeit auch um die konjunkturellen Chancen der Schweiz: zwar verhalten, aber intakt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem die Nationalbank Mitte Januar den Wechselkurs wieder frei gegeben hatte, sack-te die Stimmung in der Schweiz rapide ab. 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