{"id":16269,"date":"2023-09-19T15:16:56","date_gmt":"2023-09-19T13:16:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=16269"},"modified":"2023-09-19T15:16:56","modified_gmt":"2023-09-19T13:16:56","slug":"allianzgi-snb-zinsentscheid-wozu-die-eile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianzgi-snb-zinsentscheid-wozu-die-eile\/","title":{"rendered":"AllianzGI: SNB-Zinsentscheid \u2013 Wozu die Eile?"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: justify;\"><strong>Allianz GI<\/strong> : Wir erwarten, dass die SNB w\u00e4hrend der Sitzung am 21. September eine abwartende Haltung einnehmen wird. Eine weitere Zinserh\u00f6hung d\u00fcrfte es erst sp\u00e4ter geben.<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Martina Honegger-Romahn, Lead Portfolio Manager Fixed Income AllianzGI Schweiz<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"c-copy\">\n<div class=\"c-copy\">\n<p>Eine niedrige Inflationsrate, ein fester CHF und eine Abk\u00fchlung der Konjunktur im In- und Ausland deuten darauf hin, dass es mit einer Zinserh\u00f6hung nicht eilig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf den ersten Blick w\u00e4re eine Zinserh\u00f6hung um 25 Basispunkte am 21. September rational sinnvoll:<\/strong> Die Schweizerische Nationalbank (SNB) prognostiziert f\u00fcr 2024 einen Verbraucherpreisanstieg um 2,1 Prozent, was ausserhalb des Zielkorridors von 0-2 Prozent liegt. In den n\u00e4chsten vier Monaten wird es Preissteigerungen bei Mieten, der Mehrwertsteuer, Elektrizit\u00e4t und SBB-Tickets geben. Und auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat am 14. September die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 4 Prozent angehoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Unterschied zur Eurozone liegt die Inflationsrate in der Schweiz derzeit jedoch bei komfortablen 1,6 Prozent, gegen\u00fcber 5,3 Prozent in der W\u00e4hrungsunion. Der Schweizer Franken liegt bei einem festen Niveau von 0,95 gegen\u00fcber dem Euro, was die Wirtschaft vor importierter Inflation sch\u00fctzt. Zudem f\u00fchren h\u00f6here Zinss\u00e4tze aufgrund der Art der Mietpreisberechnung (sogenannter \u201eReferenzzinssatz\u201c) im Allgemeinen zu h\u00f6heren Mieten. Eine weitere Anhebung der Leitzinsen wird somit immer weniger wirksam. Und schliesslich hat die EZB nach vorne schauend eine Zinspause signalisiert, was den Handlungsdruck f\u00fcr die SNB verringert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu ber\u00fccksichtigen ist ferner die Schw\u00e4che der Schweizer Wirtschaft und ihrer europ\u00e4ischen Pendants. Das Schweizer BIP stagnierte zuletzt im Quartalsvergleich und die k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte EU-Wirtschaftsprognose wurde sowohl f\u00fcr 2023 als auch f\u00fcr 2024 nach unten korrigiert. Am st\u00e4rksten besorgniserregend ist vielleicht der Einkaufsmanagerindex (PMI) f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe in der Schweiz, der im August mit 39,9 deutlich unter der Wachstumsschwelle von 50 lag. Auch Deutschland \u2013 die gr\u00f6sste europ\u00e4ische Volkswirtschaft \u2013 verzeichnete zuletzt einen entt\u00e4uschenden industriellen PMI von 39,1. Zudem deuten auch andere Schweizer Fr\u00fchindikatoren wie das KOF Konjunkturbarometer und der Konsumklimaindex des SECO auf eine konjunkturelle Abk\u00fchlung hin. Und schliesslich leidet China, das traditionell f\u00fcr wirtschaftlichen R\u00fcckenwind in Form von Schweizer Exporten und Tourismuseinnahmen sorgt, derzeit unter einer inl\u00e4ndischen Immobilienkrise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Last but not least verf\u00fcgt die SNB \u00fcber eine Bilanz von 750 Mrd. CHF, die verringert werden kann, um eine Schw\u00e4che des Schweizer Frankens zu verhindern. Die SNB k\u00f6nnte EUR\/USD\/JPY-Anlagen verkaufen und Schweizer Franken kaufen. Die Verringerung der Bilanz zur Unterst\u00fctzung der St\u00e4rke des Schweizer Franken w\u00e4re weniger sch\u00e4dlich f\u00fcr die Wirtschaft als eine Zinserh\u00f6hung. Dieses Instrument wurde bereits in der Vergangenheit wirksam eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit:<\/strong> Angesichts der niedrigen Inflationsrate, des starken Franken und der Abk\u00fchlung der Wirtschaftst\u00e4tigkeit im In- und Ausland \u2013 warum sollte die SNB die Leitzinsen erh\u00f6hen? Mitte September preist der Markt (CHF OIS-Kurve) eine etwas \u00fcber 60 Prozent liegende Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine Zinserh\u00f6hung am 21. September ein. Unseres Erachtens wird die SNB jedoch mit einer weiteren Zinserh\u00f6hung warten, zumal sie \u00fcber die alternative M\u00f6glichkeit verf\u00fcgt, den Wert des Schweizer Frankens durch eine Bilanzverk\u00fcrzung zu steuern..<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Wir erwarten, dass die SNB w\u00e4hrend der Sitzung am 21. September eine abwartende Haltung einnehmen wird. 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