{"id":1643,"date":"2015-05-20T05:00:00","date_gmt":"2015-05-20T05:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2015\/05\/20\/nur-noch-klein-nicht-mehr-oho\/"},"modified":"2015-05-20T05:00:00","modified_gmt":"2015-05-20T05:00:00","slug":"nur-noch-klein-nicht-mehr-oho","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nur-noch-klein-nicht-mehr-oho\/","title":{"rendered":"Nur noch klein, nicht mehr oho?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Haupts&auml;chlich Griechenland war eigentlicher Ausl&ouml;ser der Eurokrise, die 2011 ausbrach und erst Ende 2012 beigelegt wurde, nicht zuletzt dank der geldpolitischen Manipulation der M&auml;rkte, die zumindest die Zinsen f&uuml;r Griechenland in eher tragbare Bereiche zur&uuml;ckf&uuml;hrte&#8230;..<\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more--> <\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. <a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Martin Neff, Chef&ouml;konom Raiffeisen<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am H&ouml;hepunkt der Krise um die Eurozone hatten die Griechen vor&uuml;bergehend &uuml;ber 30% Zins f&uuml;r zehnj&auml;hrige Staatsanleihen zu entrichten. Mitte 2013 sanken die Zinsen unter die 10% Marke, und n&auml;herten sich im Sommer des letzten Jahres sogar wiederholt der 5%Marke. Griechenland schien im Urteil der M&auml;rkte das Schlimmste hinter sich zu haben. Bis zum Dezember 2014, als die Pr&auml;sidentschaftswahlen in Griechenland scheiterten und auf Grund dessen sp&auml;testens einen Monat danach &ndash; wie in der griechischen Verfassung vorgesehen &ndash; das Parlament neu gew&auml;hlt werden musste. Der von diesem designierte Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras sorgt seitdem mit seinem &auml;usserst unkonventionellen und umtriebigen Finanzminister Yanis Varoufakis f&uuml;r geh&ouml;rige Unruhe in der Eurozone.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-3629\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/20-05-15_Raf.png\" alt=\"20 05 15 Raf\" width=\"400\" height=\"410\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/20-05-15_Raf.png 400w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/20-05-15_Raf-293x300.png 293w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht nur das erste Mal in der Geschichte eines entwickelten kapitalistischen Landes, dass die Wurzeln einer demokratisch gew&auml;hlten Regierung in der radikalen Linken zu finden sind. Erstmals sammeln auch die Griechen selbst Erfahrungen mit einer Linksregierung. Und leider macht es immer mehr den Anschein, dass die griechische Regierung noch immer von Idealen tr&auml;umt und der Realit&auml;t einfach nicht ins Auge sehen m&ouml;chte. Dabei verlieren die Gl&auml;ubiger mehr und mehr die Geduld mit Griechenland, das immer um neuen Aufschub bittet und die f&auml;lligen Reformpakete f&uuml;r das Land unzureichend konkretisiert. Den Worten folgten bislang kaum Taten. Diese Politik Griechenlands hat durchaus fatalistische Z&uuml;ge. Selbst die deutsche Bundesbank warnt mittlerweile vor einem Bankrott Griechenlands. Doch die M&auml;rkte l&auml;sst auch dies ziemlich kalt. Man wird den Gedanken nicht los, dass sie Griechenland f&ouml;rmlich abgeschrieben haben. Indizien f&uuml;r dieses Szenario finden sich in der Nichtansteckungshypothese. Die griechischen Zinsen haben im Gegensatz zur Eurokrise 2011\/12 isoliert angezogen, die Renditedifferenz zu italienischen, spanischen oder portugiesischen Staatsanleihen hat sich entsprechend deutlich ausgeweitet. Die M&auml;rkte scheinen fast schon mit einer Eurozone ohne Griechenland zu lieb&auml;ugeln. Die Eurozone scheint ihnen heute stabil genug, um einen Grexit wegzustecken. Auch dieses Verhalten birgt gewisse fatalistische Z&uuml;ge in sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pleite absehbar, Folgen h&ouml;chstens ann&auml;hernd <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M&auml;rkte stellen nicht mehr die Frage ob, sondern wann Griechenland pleite ist. Dem Land steht das Wasser f&ouml;rmlich bis zum Hals, denn mit jeder f&auml;lligen R&uuml;ckzahlungstranche wird der Spielraum der Regierung in Athen kleiner. Schon bei der j&uuml;ngsten termingerechten R&uuml;ckzahlung standen L&ouml;hne und Renten auf dem Spiel. Und es stehen noch gewaltige Tranchen im Juni und Juli an. Griechenland durchlebt wahrlich einen Schicksalssommer mit ungewissem Ausgang. Es ist noch nicht ganz vom Tisch, dass sich Griechenland mit seinen EuroPartnern und dem IWF vor dem Auslaufen des zweiten Rettungspakets Ende Juni noch rechtzeitig auf ein Reformprogramm einigt. Die letzte Tranche aus dem zweiten Rettungspaket w&uuml;rde dann mit zeitlicher Verz&ouml;gerung ausgezahlt. Athen bek&auml;me anschlie&szlig;end unter Auflagen ein drittes Hilfspaket im Volumen von 30 bis 50 Milliarden Euro und die Wirtschaft k&ouml;nnte so langsam wieder auf den Erholungspfad zur&uuml;ckfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Pleite mit Rettungscharakter oder Parallelw&auml;hrung <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommt es zwischen der EU und Griechenland hingegen zu keiner Einigung auf ein Reformprogramm, w&auml;re eine Pleite mit Rettungsanker ein denkbares Szenario. Athen k&ouml;nnte zwar seine Schulden gegen&uuml;ber dem IWF und der EZB nicht mehr bedienen, die Griechen w&auml;ren also pleite. Die EZB w&uuml;rde den griechischen Bankensektor aber nicht sofort in die Insolvenz schicken, sondern die Notfallversorgung f&uuml;r griechische Banken &#8220;mit nachhaltigem Gesch&auml;ftskonzept und nur vor&uuml;bergehenden Liquidit&auml;tsproblemen&#8221; aufrecht erhalten. Kapitalverkehrskontrollen w&uuml;rden eingef&uuml;hrt. Die EZB w&uuml;rde Griechenland eine Frist setzen, in der es sich mit seinen Geldgebern &uuml;ber eine Schuldenrestrukturierung einigen m&uuml;sste. Wenn dies gelingt, k&ouml;nnte allm&auml;hlich Vertrauen zur&uuml;ckkehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schuldscheine <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einer Zahlungsunf&auml;higkeit ohne Verhandlungsl&ouml;sung k&ouml;nnte die Regierung Staatsangestellte und andere inl&auml;ndische Gl&auml;ubiger bzw. Geldempf&auml;nger mit Schuldscheinen entlohnen, die nur im Inland als Zahlungsmittel gelten. Die neuen Schuldscheine k&ouml;nnten gegen Euro getauscht werden und umgekehrt, wobei das Austauschverh&auml;ltnis &uuml;berwacht und von der griechischen Notenbank ver&auml;ndert werden k&ouml;nnte. Um einem Ansturm auf die Kreditinstitute Griechenlands und einem Umtausch von &bdquo;schlechtem in gutes Geld&ldquo; vorzubeugen, m&uuml;ssten Kapitalverkehrskontrollen eingef&uuml;hrt werden. Die EZB w&uuml;rde die Liquidit&auml;tsversorgung f&uuml;r die griechischen Banken einstellen. Griechenland w&auml;re so tempor&auml;r zumindest nicht mehr vollst&auml;ndiges Mitglied der W&auml;hrungsunion. Aus diesem tempor&auml;ren Ausstieg w&uuml;rde ein permanenter werden, wenn die Wirtschaft nicht rasch wieder auf die Beine kommt und die Regierung Reformerfolge erzeugen und Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen kann &ndash; auch und vor allem in Europa.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ausstieg aus der W&auml;hrungsunion? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die griechische Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnte sich in einer Volksbefragung aber auch mehrheitlich gegen die Erf&uuml;llung der von den Geldgebern geforderten Reformauflagen aussprechen und somit einem Austritt aus der W&auml;hrungsunion zustimmen, wobei eine Verhandlungsl&ouml;sung zumindest f&uuml;r einen Verbleib in der EU offen bliebe. Sofort nach der Entscheidung w&uuml;rden Kapitalverkehrskontrollen eingef&uuml;hrt und der inl&auml;ndische Zahlungsverkehr auf die neue Drachme umgestellt, die massiv abwerten und die Wirtschaft erneut in eine tiefe Rezession fallen liesse. Ob die Wirtschaft mittelfristig von der Abwertung der &bdquo;neuen Drachme&ldquo; profitieren kann, h&auml;ngt aber auch in einem solchen Szenario von nachhaltigen Wirtschaftsreformen und dem Verhalten der Tarifpartner ab. Diese m&uuml;ssten ihre Lohnforderungen zur Kompensation hoher Inflation m&auml;ssigen, um die Wettbewerbsf&auml;higkeit nicht zu beeintr&auml;chtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Griechischer Sommer <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind nat&uuml;rlich noch andere M&ouml;glichkeiten denkbar. Aber allein die Bandbreite der vier oben zitierten Szenarien deutet an, dass die Finanzm&auml;rkte die Griechenlandfrage vielleicht doch zu sehr auf die leichte Schulter nehmen, in dem sie die Pleite mehr oder weniger antizipiert haben. Mit der konkreten Bew&auml;ltigung einer Staatspleite haben sich die M&auml;rkte aber noch nicht intensiv genug befasst, das birgt negative &Uuml;berraschungselemente. Stressfrei wird die griechische Trag&ouml;die auf keinen Fall enden, dessen sollten sich die Anleger bewusst sein. Ein griechischer Sommer ist in der Regel heiss, doch auch den allzu sorglosen M&auml;rkten droht ein Temperaturanstieg, wenn sie sich bald schon konkreter mit einem Grexit auseinandersetzen m&uuml;ssen. Und in Br&uuml;ssel sowie Frankfurt d&uuml;rften auch einige ins Schwitzen kommen. Dann ist Griechenland vielleicht doch nicht zu klein und erst recht oho.<\/p>\n<p>Source: BONDWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haupts&auml;chlich Griechenland war eigentlicher Ausl&ouml;ser der Eurokrise, die 2011 ausbrach und erst Ende 2012 beigelegt wurde, nicht zuletzt dank der geldpolitischen Manipulation der M&auml;rkte, die zumindest die Zinsen f&uuml;r Griechenland in eher tragbare Bereiche zur&uuml;ckf&uuml;hrte&#8230;..<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[54],"tags":[],"class_list":["post-1643","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-die-sicht-des-raiffeisen-chefoekonomen"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1643\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}